Posts mit dem Label 2. LYX-Challenge werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 2. LYX-Challenge werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 19. Juni 2014

Rezension: Die Spur des Bösen - Debra Webb




Titel: Die Spur des Blutes
Autorin: Debra Webb
Seiten: 320
Verlag: Egmont Lyx
 Preis: 9, 99 €
Ersterscheinung: 14. 11. 13
  Reihe: Teil 2 von (bisher) 3








Kurzbeschreibung:
Der Serienkiller, der einst Special Agent Jess Harris' Karriere zerstörte, hat es nun auf sie persönlich abgesehen. Er tötet Menschen in ihrem Umfeld, und Jess sieht nur noch einen Ausweg: Sie muss sich dem Mörder ausliefern, um die Gewalt zu beenden. Ein Spiel um Leben und Tod beginnt.

Meinung:
Nachdem ich ja erst vor kurzem „In tiefster Dunkelheit“ gelesen habe, war ich sehr neugierig, wie es nun mit Jess und dem gefährlichen und äußerst manipulativem Serienkiller „Dem Spieler“ weiter geht. Denn dieser hat bereits am Ende des letzten Teils die junge Polizistin Lori entführt und Jess dies mitgeteilt. Generell wird eigentlich alles Wichtigste nochmal erklärt und ist die Geschichte für sich abgeschlossen, so dass man den Roman wohl auch ohne die Vorkenntnisse lesen könnte. Jedoch würde ich eher davon abraten, da sich die Informationen ja doch durch beide Romane ziehen und somit stückweit aufeinander aufbauen und man durch die Vorkenntnisse einen besseren Gesamtüberblick erhält. 

Und die Geschichte setzt auch gleich da ein, wo sie im Vorgänger geendet hat. Jess bekommt weiter geheimnisvolle Nachrichten per SMS, und ist sich sicher, dass es sich um den Spieler handelt. Sie versucht alles um ihm auf die Schliche zu kommen und seine Opfer lebend zu retten. Jedoch weicht er ziemlich stark von seinen bisherigen Tatmustern ab, so dass nicht nur Jess langsam Zweifel bekommt, ob es sich wirklich um ein und dieselbe Person handelt. Zusätzlich fällt ihr auch noch ihr alter Arbeitgeber, das FBI, in den Rücken.

Eigentlich wusste man von Beginn an, wer der Täter ist und was er will. Doch die Autorin hat dieses „Dilemma“ gut gelöst, da es mit der Zeit dann doch nicht mehr so klar war, ob es sich hierbei wirklich um den erwarteten Serienmörder handelt und nicht nur der Leser am Ende überrascht wird. 

Auch hier gibt es wieder einen Haupthandlungsstrang, der sich mit den Ermittlungen und Problemen von Jess beschäftigt und ausgewählte Kapitel aus der Sicht der Opfer, die immer wieder für einen großen Spannungskick sorgen und den Leser bei der Stange halten. Denn davon abgesehen muss ich schon sagen, dass die Haupthandlung dieses Mal teilweise etwas zu ausschweifend wurde, dies aber durch die Einschübe und manche Wendungen wieder wettgemacht wurde. 

Denn während die Beschreibungen im Vorgänger eher psychologisch und kaum blutig waren, gibt es hier schon einige Szenen, die es wirklich in sich haben und deren Beschreibungen nichts für schwache Nerven sind. Diese sind zwar immer nur mal wieder eingestreut, aber dennoch gibt es so einen gewissen Ekelfaktor, der aber vor allem dafür sorgt, dass man unbedingt weiter lesen muss.

Die Protagonisten stechen auch in diesem Teil nicht wirklich hervor. Sie machen, wie bereits im Vorgänger, einen soliden Job und entwickeln sich auch ein bisschen weiter, so dass man nicht wirklich meckern kann.

Auch wenn natürlich immer noch die ungeklärten Gefühle zwischen Jess und Polizeichef Dan im Raum stehen, wird denen, dieses Mal, eher weniger Beachtung geschenkt. Das fand eine gute Entscheidung, da es anders nicht in die Geschichte gepasst hätte und mich das im ersten Teil schon ein bisschen gestört hat. So wie es dann schlussendlich gelöst wurde, fand ich es genau passend.

Nachdem man so lange mit Jess und den Opfern mitgefiebert hat, fand ich den großen Showdown leider doch etwas kurz und enttäuschend. Da hätte man noch ein bisschen mehr raus holen können.

Fazit:
Ein spannender Thriller, der den Leser auf jeden Fall bei Stange halten und einige unerwartete Wendungen bieten kann. Auch wenn es einige kleinere Kritikpunkte gab, war ich ziemlich gefesselt und konnte den Roman kaum aus der Hand legen. Am Ende gibt’s wie für den Vorgänger solide 4 Buchherzen.
Infos zur Autorin (Quelle: Amazon):
Debra Webb wurde in Alabama geboren, wo sie auch heute wieder mit ihrer Familie lebt. Nach einer Reihe von Tätigkeiten, unter anderem für die US-Armee in Berlin und das Raumfahrtprogramm der NASA, veröffentlichte Debra 1999 ihren ersten Roman. Seither schreibt sie äußerst erfolgreich Thriller. 

Infos zur Reihe:
1. In tiefster Dunkelheit *klick zu meiner Rezension*
2. Die Spur des Blutes
3. Berührung des Bösen (erscheint am 07.08.14)

Dienstag, 10. Juni 2014

Rezension: Celeste bedeutet Himmelblau - Brigitte Pons




Titel: Celeste bedeutet Himmelblau
Autorin: Brigitte Pons
  Seiten: 352
Verlag: Egmont Lyx
 Preis: TB 9,99 €
Ersterscheinung: 03. 04. 14
  Reihe: Teil 1 von ??








Kurzbeschreibung:
Vielbrunn im Odenwald. Auf einem Feld wird die Leiche eines Bauern gefunden. Die Behörden gehen von einem tragischen Unfall aus. Doch der junge Polizist vor Ort, Frank Liebknecht, glaubt nicht an einfache Erklärungen. Er recherchiert auf eigene Faust und stößt schnell auf Ungereimtheiten in der Vergangenheit des Toten. Für Frank ist der Tod nur das Ende einer Geschichte. Die Antwort. Und er muss die richtige Frage stellen, um den Anfang zu finden. Immer tiefer verstrickt er sich in den Fall und gerät in einen Mahlstrom aus Verrat, Mord und fanatischer Verblendung …

Meinung:
Das Erste, was mir beim Lesen dieses Krimis aufgefallen war, ist der etwas gehobene und geschliffene Schreibstil, mit dem der Prolog geschrieben ist. Dabei dachte ich mir, Wow, wenn das ganze Buch in diesem Stil verfasst wurde, spielt der Roman auf hohem Niveau und ich war mir nicht sicher, ob das zu einem Provinzkrimi passt. Doch diese Gedanken haben sich als unbegründet herausgestellt, da sich der Stil in der Hauptgeschichte etwas wandelt. Er ist zwar immer noch ansprechend,  flüssig und es werden manchmal ein paar hochtragende Worte eingestreut, jedoch wirkt der Satzbau einfach und für jedermann gut lesbar. Zusätzlich gibt es  auch einige wenige Dialoge, die im Dialekt geschrieben wurden. Doch das sind so wenige, dass es kein Problem gibt, den Inhalt zu verstehen.

Ich war mir zu Beginn nicht wirklich sicher, was ich von Protagonist Franz Liebknecht halten soll. Ich fand es toll, dass er nicht gleich aufgeben hat und auch, als alle seine Kollegen und später auch die Dorfbewohner gegen ihn waren, weiter ermittelt hat. Jedoch hat es mich ein bisschen gestört, dass er es, zumindest zu Beginn, nur aus dem Grund macht, um sich zu beweisen und weniger weil ihm die Aufklärung des Mordfalls am Herzen liegt.

Er ist mit seinen 28 Jahren ein bisschen ein Einzelgänger. Es wird immer angedeutet, dass es in der Vergangenheit ein Problem mit einem Messer gab und er daraufhin in die Pampa geflüchtet ist. Aber irgendwie wurde ich mit ihm noch nicht ganz so warm und war mir, wie gesagt, nicht sicher, ob ich ihn sympathisch finde. Jedoch hat sich das im Verlauf des Romans wirklich gewandelt, und er sich zu einem charakterstarken und mutigen jungen Mann entwickelt, der zu seinen Überzeugungen steht und für die Gerechtigkeit kämpft.

Nur dass er seine ganzen Ermittlungsergebnisse mit einem Unbeteiligten austauscht, war etwas sehr unprofessionell. Es ist zwar wirklich verständlich, dass er Ansprache und den Austausch will und braucht, vor allem weil er von seinen Kollegen nur Ablehnung erfährt, dennoch hätte der Künstler Karl von den Ermittlungen gar nichts wissen dürfen und Franz hat ihm ein bisschen schnell vertraut. 

Der Plot selbst ist wirklich toll. Es geht nicht nur um einen Mordfall, sondern um so viel mehr, mit vielen undurchsichtigen Zusammenhängen. Durch die vielen angedeuteten Gräuel wird auch der Leser oft in seinem Mitgefühl, oder in seiner Abscheu angesprochen und  auch gefühlsmäßig an die Geschichte und ihre Figuren gebunden. Generell ist dabei fast immer ein extrem hohes Spannungslevel vorhanden, so dass man den Roman kaum aus der Hand legen kann. Ich schreibe hier fast immer, weil es im Zwischenteil einen Abschnitt gibt, in dem die Spannung ein bisschen absinkt, und sich Franz fast ein bisschen zu sehr festbeißt, jedoch gibt sich das schnell und genau zum richtigen Moment wieder. 

Auch die Auflösung der ganzen komplexen Darstellung ist sehr spannend. Selbst wenn ich relativ schnell erraten hatte, wer der Drahtzieher hinter dieser ganzen Sache ist, gab es am Ende doch viele Zusammenhänge und Wendungen, die ich so ganz bestimmt nicht erwartet hätte und mit denen ich der Autorin auf ganzer Linie auf den Leim gegangen bin. Auch werden am Ende fast alle Fragen (außer die Sache mit der Messerverletzung) zufriedenstellend beantwortet, weshalb man den Roman mit gutem Gefühl schließen kann.

Noch eine Anmerkung zum Schluss. Besonders gut hat mir hier der Zusammenhang zwischen Titel und Handlung gefallen. Oft haben Buchtitel ja nur einen sporadischen Zusammenhang, aber hier passt der Titel wie die Faust aufs Auge.

Fazit:
Ein extrem spannender, komplexer und ansprechend geschriebener Provinzkrimi, der auf ganzer Linie überzeugen kann. Von mir gibts die vollen 5 Buchherzen und eine Leseempfehlung.
 Meinen herzlichen Dank an den Lyx-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon):
Brigitte Pons (Jahrgang 1967) lebt und arbeitet in Hessen, knapp südlich von Frankfurt/Main. Sie schreibt Romane und Kurzgeschichten und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Text. Ihre Geschichten variieren zwischen mörderisch und heiter, provokant bis tiefsinnig und balancieren auch gerne im Grenzbereich.
Ihre Art zu schreiben charakterisiert die folgende Aussage: "Emotionen sind der Dünger meiner Phantasie und Worte ihre Früchte!"  2011 wurde ihr erster Roman veröffentlicht. 

Infos zur Reihe:
1. Celeste bedeutet Himmelblau
2. Der blauen Sehnsucht Tod (erscheint am 05.03.15)

Montag, 9. Juni 2014

*Rezension* Die Eiserne See Wilde Sehnsucht - Meljean Brook

 

Titel: Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht
Autor: Meljean Brook
ISBN:  978-3802586064
Seiten: 480
Verlag: LYX
Ersterscheinung: 4. November 2011
Preis: 9,99 €   Taschenbuch

Kurzbeschreibung
Zwei Jahrhunderte lang lebte England unter dem grausamen Joch der Mongolen. Der Pirat Rhys Trahaearn befreite das Land schließlich aus dem Griff des Feindes und wurde dadurch zum Volkshelden. Inzwischen wird er der Eiserne Herzog genannt und gehört zu den einflussreichsten Männern Englands. Als von einem Luftschiff eine Leiche vor seiner Tür abgeworfen wird, nimmt die Inspektorin Mina Wentworth die Ermittlungen auf. Sie ist fasziniert von dem attraktiven Herzog, weiß jedoch, dass sie sich auf ein Spiel mit dem Feuer einlässt. Der rätselhafte Mordfall bringt sie auf die Spur einer Verschwörung, die ganz England bedroht.

Meinung
Da ich ja noch nie etwas aus dem Genre Steampunk gelesen hatte, war ich ganz gespannt und voller Erwartungen auf „Die Eiserne See“. Ich muß sagen, es kam eher mittelmäßig bei mir an. Der Schreibstil war ok und ich konnte das Taschenbuch flüssig lesen, doch einige Dialoge waren nicht so nach meinem Geschmack. Etwas geschwollen und übertrieben. Aber vielleicht macht ja genau dies „Steampunk“ aus? Bemängeln muß ich allerdings noch die viel zu langen Kapitel. Dadurch zog sich die Geschichte für mich etwas dahin, ich mag lieber kürzere Kapitel.

Die Handlung selbst erschloss sich mir absolut komplex, ich konnte mit den wenigen ansgesprochenen Hintergründen nichts anfangen und war somit am Anfang etwas verwirrt und genervt. Mit der Zeit bekam ich dann doch etwas mehr Durchblick und die Warum? Weshalb? Wieso? In meinem Kopf lösten sich teils auf. Einige Begriffe blieben dann doch noch stehen und ich war ehrlich gesagt etwas zu faul, ein Wörterbuch mit einzubinden. :-)

Die Protagonisten wurden meines Erachtens gut in Szene gesetzt. Die Charakteren wurden von der Autorin gut ausgearbeitet und kamen sehr authentisch rüber. Ich konnte mich in sie hineinversetzen und sie waren mir fast alles sympathisch. Mina ist Inspektorin, geht in ihrem Beruf total auf und wirkt auf mich sehr standhaft, mutig, entschlossen und sympathisch. Sie ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen, eine typisch willensstarke Frau eben. Der Herzog kam bei mir nicht gut an, ich mußte immer nur den Kopf schütteln, wenn es um ihn ging. Ein absoluter Möchte-Gern-Macho, den ich am liebsten eine reingehauen hätte. Sorry. War aber so....so ein Verhalten kann ich gar nicht ab. Die anderen Darsteller wurden auch gut dargestellt. Super fand ich auch noch die Landschaftsbeschreibungen. Ich konnte mir alles sehr bildlich vorstellen.

Was mich etwas gestört hat, waren mal wieder die dann doch etwas ausgeprägten Sexszenen. Und dieses immer wieder und immer wieder. Nicht gerade passend, ein wenig ja, aber nicht so extrem. Das Happy End war von der ersten Seite an klar und war dann auch so. Nichts weltbewegendes. Den zweiten Teil hätte ich zwar schon zu Hause, werde ihn aber nicht lesen, da mich „Wilde Sehnsucht“ dann doch nicht so von Hocker gerissen hat.

Cover
Das Cover ist ganz ok. Es macht auf jeden Fall Lust, das Buch zu lesen. Die Farbe sind auch stimmig und harmonieren ganz gut.

Fazit
„Die Eiserne See – Wilde Sehnsucht“ konnte mich nicht so überzeugen. Es waren einige gute Ansätze zu sehen, aber die Ausarbeitung hat mir dann doch nicht so gefallen. Gefühle und Emotionen und vorallem Spannung waren vorhanden. Es bekommt von mir 3 von 5 Buchherzen und eine bedingte Leseempfehlung.


Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Nach einer Ausbildung zur Buchhalterin entdeckte Meljean Brook schon bald ihre Liebe zum Schreiben. Seither ist sie eine erfolgreiche Autorin fantastischer Liebesromane. Wilde Sehnsucht ist der erste Band ihrer neuen Steampunk-Serie Die Eiserne See. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Portland, Oregon.

Donnerstag, 29. Mai 2014

Rezension: Succubus Blues - Komm ihr nicht zu nah - Richelle Mead




Titel: Succubus Blues - Komm ihr nicht zu nah
Autorin: Richelle Mead
Seiten: 416
Verlag: Egmont Lyx
 Preis: TB 9, 95 € 
Ersterscheinung: 2009, bei Lyx 2011
  Reihe: 1 von 6







Kurzbeschreibung:
Die Buchhändlerin Georgina ist ein Sukkubus, eine Dämonin in Menschengestalt, die sich von der Lebensenergie junger Männer ernährt. Das Leben als Sukkubus hat durchaus Vorteile: Georgie kann nach Belieben ihre Gestalt ändern, und alle Männer liegen ihr zu Füßen. Allerdings zahlt jeder, der sich von ihr verführen lässt, einen hohen Preis. Georgie hat ihr Dasein als Sukkubus deshalb ziemlich satt und wünscht sich sehnlichst, eine feste Beziehung eingehen zu können. Da kommt ihr Lieblingsautor Seth Mortensen zu einer Lesung in den Buchladen, und Georgie ist von ihm absolut hingerissen. Aber wie kann sie sich ihm nähern, ohne ihn in Gefahr zu bringen?

Meinung:
Zuallererst muss ich mal sagen, dass ich die Kurzbeschreibung nicht so gelungen finde, da es im Roman um so viel mehr geht und die Sache mit Seth eigentlich erst im Verlauf des Romans so wirklich wichtig wird. 

Aber generell hatte ich mir von dem Buch im Moment irgendwie nicht viel erwartet, eher einen Roman, in dem es fast ausschließlich um Sex geht. Aber da ich noch ein Lyx-Bücher für eine Challenge lesen muss, und bereits andere Werke der Autorin gelesen habe, hat es gut rein gepasst.

Und dementsprechend positiv wurde ich überrascht. Denn wie bereits erwähnt, geht es in dem Roman um viel mehr als nur ums Erotische. Genauer gesagt, spielt dieser Teil eigentlich eine fast untergeordnete Rolle. Klar, es gibt oft Andeutungen in dieser Richtung und auch die ein oder andere kleinere, aber niveauvolle Szene, aber das hält sich wirklich sehr angenehm in Grenzen und nimmt nie zu viel Raum ein.

Das Hauptaugenmerkt liegt eigentlich eher auf Protagonistin Georgina selbst. Ihrer Persönlichkeit, ihrer belastenden Vergangenheit, die im Laufe des Romans langsam aufgedeckt wird und die sie auch davon abhält ein glückliches Leben zu führen und den neuen Männern in ihrem Leben, denen sie nicht zu nahe kommen darf.  Als zusätzlichen (lange Zeit eher im Hintergrund laufenden) Handlungsstrang gibt es dann noch geheimnisvolle Morde und Angriffe, in die Georgina und ihre Freunde hineingezogen werden. 

Georgina ist eine Protagonistin die mich wirklich beeindrucken konnte. Auf der einen Seite ist sie selbstbewusst, charmant, schlagfertig und eine Dämonin, aber auf der anderen Seite ist sie gefühlvoll, verzweifelt und irgendwie zerrissen. Sie kann sich selbst nicht verzeihen und will eigentlich niemandem etwas Böses, aber dennoch ist sie auch etwas selbstsüchtig. Vor allem ihr loser Umgang mit den Männern ist nun eigentlich keine sympathische Eigenschaft, aber trotzdem. Diese interessante Konstellation die Frau Read hier erschaffen hat, macht Georgina so menschlich, identifizierbar und sympathisch.

Und solch interessante Figuren gibt es eigentlich im gesamten Buch. Egal ob es sich hierbei um den charmanten und scheinbar perfekten Roman, den eher ruhigen und schüchternen, aber doch liebenswerten Seth, oder die faszinierenden und geheimnisvollen Nebencharaktere wie den Engel Carter handelt. Sie bieten alle noch so viel Potential und sind alles auf ihre Art Unikate, die Lust darauf machen, noch mehr über sie zu erfahren. 

Ein weiterer Pluspunkt ist Richelle Meads Schreibstil. Wie bereits von ihr gewohnt, lässt sich der Roman einfach flüssig und schnell weg lesen. Dabei gibt es genau die richtige Mischung an Humor, Sarkasmus und Selbstzweifeln. 

Ehrlicherweise muss ich Zugeben, dass die Handlung nicht immer von enormer Spannung geprägt war. Oft ist die Geschichte einfach nur vor sich hingeplätschert, aber mich persönlich hat das eigentlich nie gestört. Es hat mir Spaß gemacht immer mehr Neues zu entdecken. Es war nur etwas Schade, dass die Wendungen am Ende mit der Zeit doch etwas absehbar waren und der Showdown dann dafür etwas sehr kurz kam. Aber gut, dafür gibt’s ja bestimmt noch mehr davon in den Fortsetzungen.

Fazit:
Ein erfrischender Roman, der mich sehr positiv überrascht hat. Untypische und tiefgründige Charaktere, die unterhalten und neugierig machen und ein flüssiger und abwechslungsreicher Schreibstil. Einzig die Spannung könnte manchmal ein bisschen dichter sein, jedoch hat mich das nicht sehr gestört. Von mir gibt’s gute 4 von 5 Buchherzen und eine Leseempfehlung. 


Infos zur Autorin (Quelle Amazon): 
Bevor sie zum Shootingstar der Fantasy-Szene wurde, hatte Richelle Mead (geboren 1976 in Michigan) schon einige Karriereansätze hinter sich: Kunst und Religion hatte sie studiert, und auch eine Ausbildung als Lehrerin genossen. Mythologisches und Geheimnisvolles hatte sie aber schon immer fasziniert, und irgendwann wagte sie dann den Schritt in ein Genre, zu dessen Topautorinnen sie heute gehört: Urban Fantasy. Teenager und junge Erwachsene verschlingen ihre Werke, seien es die Bände der Romanserie "Vampire Acadamy", die "Georgina Kincaid"-Reihe oder die Folgen der "Dark Swan Novels".  

Infos zur Reihe: 
1. Succubus Blues - Komm ihr nicht zu nah
5. Succubus Shadows - Die dunkle Seite der Versuchung (noch nicht im Lyx Verlag erschienen)
6. Succubus Revealed - Das furiose Finale (noch nicht im Lyx Verlag erschienen)

Sonntag, 25. Mai 2014

Rezension: Jensetis GmbH: Lieber Tod als Teufel - Amber Benson



Titel: Jenseits GmbH: Lieber Tod als Teufel
Autorin: Amber Benson
  Seiten: 384
Verlag: Egmont Lyx
 Preis: ??
  Ersterscheinung: 15. 10. 09
  Reihe: Teil 1 von 2

*klick*  zu Amazon



 


Kurzbeschreibung:
Calliope Reaper-Jones wünscht sich nichts sehnlicher, als ein normales Leben führen zu können, ihrer Vorliebe für Mode zu frönen und Dates zu haben. Doch als Tochter des Todes ist sie alles andere als normal. Und als ihr Vater entführt wird und der Protegé des Teufels das Familienunternehmen, die Jenseits GmbH, übernehmen will, sieht sich Callie gezwungen, nach Hause zurückzukehren und vorübergehend die Firma zu leiten. Dazu muss sie jedoch zunächst drei äußerst schwierige Aufgaben lösen. Und dass der Gesandte des Teufels auch noch teuflisch gut aussieht, macht die Sache nicht leichter ...

Meinung:
Auch wenn ich die Kurzbeschreibung eigentlich ganz lustig klang, muss ich sagen, dass ich vorher schon nicht viel von dem Buch erwartet habe. Einfach eine kleine humorvolle Geschichte, mit einer relativ unverbrauchten Fantasie-Idee.

Und von der Idee her, ist die Geschichte auch wirklich gut, nur die Umsetzung lässt etwas zu wünschen übrig.
Calliope ist eine der drei Töchter des Todes, hat sich aber selbst einen Vergessenszauber auferlegt um normal leben zu können. Dementsprechend ist der Beginn, als Callie überall ungewöhnlichen Gestalten begegnet und sich darüber wundert, echt lustig. 

Jedoch kommen schon bald Callope´s nervigen Seiten zum Vorschein. Sie beklagt sich sehr gerne, hat manchmal doch eine eigenartige Art von Humor, ist ziemlich oberflächlich und interessiert sich nur für Klamotten und das Aussehen von Männern und wenn einer auch nur halbwegs gut aussieht, verliert sie fast die Kontrolle über sich und würde am liebsten gleich über denjenigen herfallen. Auch die ihr auferlegten Aufgaben erledigt sie kaum selbstständig, sondern nur mit Hilfe ihrer Begleiter oder durch Zufall. 

Die anderen Charaktere bleiben zumeist leider etwas blass. Die einzige die noch etwas Pepp in die Geschichte bringt ist die Göttin Kali, die immer mit viel Wortwitz und Sarkasmus zwischen Beleidigungen und Freundschaftsdiensten für Calliope hin und her wechselt. 

Auch Callies Schwester Clio kann zum Teil auffallen und Punkten, jedoch wäre das auch noch etwas ausbaufähig gewesen. Aber wen man wirklich ins Herz schließen muss, ist die kleine Zerberuswelpin Kümmerchen, einfach süß.

Der Schreibstil an sich ist ganz ok, jedoch hat die Autorin doch öfters Schwierigkeiten eine klare Linie durchzuhalten. Die Geschichte wirkt dadurch manchmal etwas konfus und verwirrend. Leider ist die Spannung auch eher nur teilweise vorhanden, so dass einige Szenen doch etwas langatmig erscheinen und man den Wunsch hat, manche Stellen etwas schneller zu überfliegen. Einige Witze sind gar nicht mal so schlecht, aber viele wirken auch etwas platt und aufgesetzt. 

Das Ende ist jetzt auch nicht soo überraschend, wie es hätte sein können. Zumindest hatte ich schon bald eine Vermutung wer da hinter stecken könnte, die sich dann auch bewahrheitet hat. 

Fazit:
Eine gute Idee, die leider nicht so gut umgesetzt wurde. Die Protagonistin ist zumeist oberflächlich und eher unsympathisch. Ein etwas konfuser Aufbau der Geschichte und die teilweise fehlende Spannung mindern oft das Lesevergnügen. Dennoch gab es einige kleine Lichtblicke, wie z. B. die Göttin Kali und manche humorvolle Stellen, die mich doch unterhalten konnten. Am Ende habe ich das Buch auch ohne Probleme lesen können, weshalb es noch gute 2 Sterne bekommt. An die Fortsetzung werde ich mich aber wohl nicht mehr wagen. 

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon):
Amber Benson, 1977 in Alabama geboren, nahm bereits als Kind Gesangs- und Schauspielunterricht. Bekannt wurde die vielseitige Künstlerin vor allem durch ihre Rolle als Tara Maclay in der Fernsehserie „Buffy – Im Bann der Dämonen“. Neben ihrer Tätigkeit als Regisseurin und Drehbuchautorin hat sich Amber Benson auch als Co-Autorin der „Albion“-Serie einen Namen gemacht. Lieber Tod als Teufel ist ihr erster eigenständig verfasster Roman. 

Infos zur Reihe:
1. Lieber Tod als Teufel