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Freitag, 31. Oktober 2014

*Rezension* Indigo - Das Erwachen - Jordan Dane


Titel: Indigo - Das Erwachen
Autor: Jordan Dane
ISBN: 978-3956490170
Seiten: 368
Verlag: Mira Taschenbuch
Ersterscheinung: 10. März 2014
Teil: 1 von ???
Preis: 10,99 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Sie sind unsere Zukunft – wenn sie lange genug überleben. Der packende Auftakt der neuen Fantasy-Serie von Erfolgsautorin Jordan Dane! "Ich will dich sehen, aber es ist zu gefährlich. Du darfst nicht nach mir suchen. Versprich es mir." Als Rayne Darby die Nachricht ihres Bruder Luke auf ihrem Anrufbeantworter hört, ist sie völlig verwirrt. Überstürzt macht Rayne sich auf die Suche, bemerkt jedoch bald, dass sie verfolgt wird. In einem Tunnel sieht sie dann plötzlich ein blaues Licht, das von einem fremden Jungen ausgeht. Er hat die Arme ausgestreckt, die Lippen geöffnet in einem stummen Schrei – und ihre Verfolger ergreifen die Flucht. Ihr Retter heißt Gabe – mehr gibt er nicht von sich preis. Er scheint jedoch zu wissen, wo Luke steckt …

Meinung
Aller Anfang ist schwer, heißt es ja manchmal. Und bei mir war es bei diesem Buch so. Der Klappentext hörte sich zwar super gut an, doch hatte ich meine Schwierigkeiten, in die Story hinein zu kommen. Es wurde zwar von Seite zu Seite besser, trotzdem gestaltete sich das erste Drittel des Buches für mich als verwirrend und meine angefallenen Fragen lösten sich nur langsam auf.

Die Handlung besteht aus zwei Erzählsträngen, die am Ende dann zusammen führen. Die Idee mit den Ingiokindern fand ich ganz gut und war mir neu, soetwas hatte ich noch nicht gelesen. Deswegen gefiel mir auch die Umsetzung ganz gut. Fantastische Elemente zogen sich durchs ganze Buch, trotzdem erschien es mir ziemlich real. Aber was sind eigentlich Indigokinder? Kinder mit einer besonderen Begabung, welche verfolgt werden und dann als Versuchskaninchen zu enden.

Spannung (teilweise etwas Brutalität) und vorallem viele Emotionen sind Hauptbestandteile dieses Werkes. Viele unerwartete Ereignisse überschlugen sich ziemlich schnell, sodaß ich manchmal nicht sofort mitkam. Eine leichte Liebesgeschichte gab es auch, aber wirklich nur leicht angehaucht, nicht kitschig usw. Alles endet mit einem bösen Cliffhänger und ich bin noch nicht wirklich davon überzeugt, den nächsten Teil zu lesen. Dies wird für mich wahrscheinlich eine Spontanentscheidung.

Die Charakteren der einzelnen Darsteller hat die Autorin gut vorgestellt. Auf einzelne Personen ist sie aber nicht so toll eingegangen, ich hätte mir da etwas mehr Infos gewünscht. Leider führte dies dann aber auch dazu, das die Protagonisten etwas flach rüberkamen.

Der Schreibstil von Frau Dane gestaltete sich als leicht, detailliert und bildlich. Ich konnte mir alles gut vorstellen und ein Kopfkino blieb nicht aus. Kurze Kapitel und optimale Schriftgröße gaben ihren Teil dazu.

Cover
Das Cover ist der Hammer. In meiner Lieblingsfarbe blau gehalten, mit einer blauen Blüte darauf. Wunderschön und einen Hingucker wert.

Fazit
„Indigo – Das Erwachen“ konnte mich nur bedingt überzeugen. Gute Ansätze waren vorhanden, nur hätte ich mir etwas mehr Informationen zu den Charakteren gewünscht. Es war ok und erhält somit 3 von 5 Buchherzen und eine Leseempfehlung.


Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Schon als Kind hat Jordan Dane gern gelesen. Dennoch hat sie einige Jahre bei einem Energiekonzern gearbeitet, bevor sie ihre Liebe zum Schreiben entdeckte. Jordan reist gern, liebt gutes Essen und Kochshows und lebt in Texas, wo sie ihre mehrfach preisgekrönten Romane schreibt.

Samstag, 18. Oktober 2014

*Rezension* Elfenseele Hinter dem Augenblick - Michelle Harrison


Titel: Elfenseele - Hinter dem Augenblick
Autor: Michelle Harrison
ISBN:  978-3785566077
Seiten: 368 
Verlag: Loewe
Ersterscheinung: 15. Januar 2009
Teil: 1 von 3
Preis: 16,90 €  gebunden
Kurzbeschreibung
Der Sommer auf Elvesden Manor wird ein Alptraum, da ist sich Tanya sicher. Niemand will sie dort haben, nicht ihre Großmutter und nicht die Elfen, die zu Hunderten und Tausenden die Wälder um das alte Herrenhaus bevölkern. Während sie versucht, ihrer Großmutter aus dem Weg zu gehen, stößt sie auf ein Geheimnis: Vor fünfzig Jahren ist ein Mädchen im Wald von Elvesden verschwunden und seitdem hat niemand etwas von ihr gehört. Tanya ahnt, dass sie die Einzige ist, die das Rätsel lösen kann. Denn die Elfen scheinen darin eine unheimliche Rolle zu spielen …

Meinung
Neugierig auf dieses Buch haben mich das wundervolle Cover und der ansprechende Klappentext gemacht. Elfengeschichten mag ich ganz gerne, nur diesmal muß ich sagen, war es ganz gut, aber meines Erachtens nichts für Erwachsene. Ich würde es als Jugendbuch ab 10 Jahren einstufen.

Schon nach den ersten paar Seiten erinnerte mich dieses Buch irgendwie an „Spiderwick“. Viele Parallelen erschienen mir und ich dachte ok, mal weiter lesen.Trotz des leichten und kindlichen Schreibstils, war es anfangs etwas langatmig und die Story kam nicht richtig in Schwung. Ab der Hälfte ungefähr wurde es besser und es kam auch etwas Spannung, welche zwar nur bedingt war, aber sie war da.

Die Handlung selbst war vorhersehbar, aber dennoch von der Autorin gut durchdacht. Viele unerwartete Wendungen und Ereignisse lockerten das Ganze noch auf und am Schluß führten alle Fäden zusammen. Trotzdem blieben mir noch einige Fragen offen, welche auch wahrscheinlich nicht beantwortet werden, weil ich denke, das ich diese Trilogie nicht weiter lesen werde.

Die Charakteren erschienen mir von Frau Harrison gut dargestellt, nicht übermäßig, da hätte ich mir mehr Infos über jeden einzelnen gewünscht. Vorallem die Elfen nervten mich auf einigen Seiten total. Diesmal als böswillige Gestalten dargelegt, sonst sind sie ja immer gute Wesen, zickten sie oft rum und erschienen mir sehr kitschig. Orts- und Landschaftsbeschreibungen hielten sich in Grenzen, also ein wahres Kopfkino kam nicht so recht auf und wie gesagt, alles recht kindlich.

Ganz toll fand ich die liebevoll gestalteten Kapitelanfänge. Diese wurden mit gezeichneten Bildern versehen, welche wirklich wunderschön aussahen. Auch die Schriftgröße war für ein Jugendbuch angemessen und die Kapitellänge ok.

Cover
Das Cover hat mich sofort in den Bann gezogen. Ganz in grün gehalten. Grüne Blätter umringen das Gesicht eines Mädchens und deren grüne Augen strahlen. Super tolles Cover.

Fazit
Der erste Teil der Trilogie „Elfenseele – Hinter dem Augenblick“ konnte mich bedingt überzeugen. Diesmal ist dieses Jugendbuch wirklich nur was für Jugendliche und nicht so für Erwachsene geeignet. Spannung kam für meine Verhältinisse nicht so recht auf und ich fühlte mich stark an „Spiderwick“ erinnert. Trotzdem erhält es gutgemeinte 3 von 5 Buchherzen und eine Leseempfehlung.


Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Michelle Harrison wurde 1979 geboren. Sie schreibt, seit sie denken kann, und hat schon früh begonnen, ihre Abenteuer in den Wäldern von Essex in spannende Geschichten zu fassen. Michelle Harrison sammelt illustrierte Kinderbücher und hat einen Abschluss in Kunstgeschichte. Heute arbeitet sie als Kinderbuchlektorin und lebt mit ihrem Partner Darren und der Katze Pepper in Oxford. Nach 'Hinter dem Augenblick' ist 'Zwischen den Nebeln' ihr zweiter Roman. 

Infos zur Reihe:
1. Elfenseele - Hinter dem Augenblick
2. Elfenseele - Zwischen den Nebeln
3. Elfenseele - Jenseits der Ferne

Montag, 13. Oktober 2014

Rezension: Victoria Bergman 2: Narbenkind - Erik Axl Sund




Titel: Narbenkind
Autor: Erik Axl Sund
Seiten: 512
Verlag: Goldmann 
Preis: 12,99 € 
Ersterscheinung: 15. 09. 14
Reihe: Teil 2 von 3

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Kurzbeschreibung:
Jeanette Kihlbergs Ermittlungen in einer Mordserie an Jungen in Stockholm werden vorübergehend auf Eis gelegt, als ein ranghoher Geschäftsmann auf bestialische Weise getötet wird. Man geht von einem Racheakt aus – doch Rache wofür? Psychologin Sofia Zetterlund soll ein Täterprofil erstellen, aber dann geschehen weitere Morde. Und diese scheinen in Verbindung mit Victoria Bergman zu stehen. Während die Ermittlungen nach Dänemark führen, hat Sofia immer häufiger Bewusstseinsstörungen ...

Meinung:
Nachdem der Vorgänger ziemlich spannend mit einem fiesen Cliffhanger geendet hat, war ich sehr froh, dass die Fortsetzung bereits erhältlich war. Und „Narbenkind“ setzt auch direkt da ein, wo „Krähenmädchen“ aufgehört hat, aber die Auflösung der ganzen Sache ist viel weniger spannend als gedacht. Und das trifft irgendwie auf fast die ganze Handlung von „Narbenkind“ zu.

Die Ermittlungen zu den Morden an den Jungen werden erstmal auf Eis gelegt und an deren Stelle tritt unter anderen ein ermordeter Geschäftsmann. Dabei sind die Taten zwar auch wieder ziemlich grausam und es wird schnell deutlich, dass auch diese Morde mit der Vergangenheit von Victoria Bergman zu tun haben, aber irgendwie entwickelt sich alles nur recht zäh, langatmig und noch verwirrender als im Vorgänger. 

Da die Geschichte auf dem Vorgänger aufbaut und sowieso schon ziemlich komplex ist, sollte man auf keinen Fall direkt mit dem zweiten Band in die Geschichte einsteigen. Es gibt weiterhin viele skandinavische Namen und Orte die eine Rolle spielen und bei deren Zuordnung man aktiv mitdenken muss, weil man sonst leicht den Überblick verliert. 

Zusätzlich wird Geschichte weiterhin aus vielen verschieden Perspektiven und mit vielen, teils verworrenen Rückblenden erzählt. Dabei erfährt man manchmal auch noch ein paar interessante Details, aber vieles will dieses Mal nicht mehr so wirklich fesseln.  Die Beschreibungen sind wieder sehr ausschweifend und werden einfach immer undurchsichtiger und zäher und können auch nicht mehr so schockieren.

Auch an der düsteren Grundstimmung im Roman hat sich wenig geändert, obwohl mir dieses Mal zumindest ein paar kleinere Lichtblicke aufgefallen sind. Der Schreibstil ist immer noch ziemlich nüchtern und nicht ganz einfach zu lesen. 

Ziemlich gegen Ende wurde zumindest eine falsche Fährte vom Autorenduo doch wieder ziemlich geschickt gelegt, so dass sie letzten 70 Seiten nochmal Spannung aufkommt und wieder viele Fragen aufgeworfen werden. Und auch wenn der Roman wieder mitten in der Handlung endet, konnte mich der Schluss doch nochmal gut unterhalten und meine Neugier auf den Abschluss der Reihe wecken. 

Meinung:
Meiner Meinung nach, hätte man aus der Geschichte keine Trilogie machen müssen. „Narbenkind“ ist die meiste Zeit eher langatmig und zäh, wird immer verworrener und Spannung kommt erst auf den letzten 70 Seiten auf. Doch durch den wiederholten Cliffhanger  bin ich nun doch gespannt, wie die Geschichte ausgeht und werde den Abschlussband noch lesen. Aber für diesen Teil alleine gibt es nicht mehr als solide 2 Buchherzen.

Infos zum Autor (Quelle: Amazon):
Erik Axl Sund ist das Pseudonym des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist. Håkan ist Tontechniker, Musiker und Künstler. Jerker ist der Producer von Håkans Elektropunkband "iloveyoubaby!" und arbeitet zurzeit als Bibliothekar in einem Gefängnis. Zusammen haben sie drei Romane geschrieben, die Victoria-Bergman-Trilogie, für die sie 2012 mit dem Special Award der Schwedischen Krimiakademie ausgezeichnet wurden. 


Infos zur Reihe:
1. Krähenmädchen *klick zu meiner Rezension*
2. Narbenkind 
3. Schattenschrei *erscheint am 17.11.14*

Samstag, 4. Oktober 2014

*Rezension* Die Lügen der Anderen - Mark Billingham


Titel: Die Lügen der Anderen
Autor: Mark Billingham
ISBN:  978-3855350544
Seiten: 416
Verlag: Atrium Zürich
Ersterscheinung: 20. August 2014
Preis: 19,99 €  gebunden

Kurzbeschreibung
Der Zufall führt drei Pärchen zusammen, die sich reihum zu drei Abendessen einladen, um sich besser kennenzulernen. Was sie dabei voreinander verheimlichen, hat in England bereits über hunderttausend Leserinnen und Leser um den Schlaf gebracht. Die Lügen der Anderen ist ein abgründiger Thriller, der aufregend anders ist. In einem Hotel in Florida treffen zufällig drei Pärchen aus England aufeinander. Sie freunden sich an und verbringen die Tage gemeinsam unter der glühenden Sonne mit Drinks am Pool. Es scheint der perfekte Urlaub zu sein. Doch in der letzten Nacht vor der gemeinsamen Abreise verschwindet ein Mädchen aus dem Hotel, das später tot in den Sümpfen gefunden wird. Zurück in England bleiben die drei Paare in Kontakt. Um ihre frisch geknüpfte Freundschaft zu vertiefen und das Erlebte zu verarbeiten, laden sie sich reihum nach Hause zum Abendessen ein. So kommt es zu drei Begegnungen, bei denen die Paare am Esstisch über ihr Leben sprechen. Je mehr sie dabei voneinander erfahren, desto fremder und unheimlicher werden sie sich. Die abendlichen Treffen sind zunehmend geprägt von Merkwürdigkeiten, Misstrauen und dem beklemmenden Verdacht, dass hinter der Fassade des jeweils anderen nichts ist, wie es scheint; ein Verdacht, der sich schließlich auf schreckliche Weise bestätigt.

Meinung
Trotz des eigentlich interessanten Klappentextes hatte ich etwas Schwierigkeiten, in die Geschichte hinein zu kommen. Dies legte sich zwar im Laufe der Zeit, aber irgendwie fehlte mir für einen Thriller einfach die Spannung. Diese war nämlich gleich Null.

Zur Handlung selbst kann ich nur sagen, langatmig und zäh, die Seiten zogen sich etwas in die Länge. Drei Pärchen lernen sich im Urlaub kennen, unternehmen viel gemeinsam und treffen sich auch danach noch ein paar Mal zum Dinner. Hölzerne Dialoge und Streit eskaliert zwischen den Paaren und einen Lügengespinn beginnt. Hierbei muß ich sagen, fühlte ich mich sehr unwohl.

Einen Verdächtigen hatte ich schnell gefunden, doch durch viele unerwartete Wendungen und Ereignisse wechselte dies im Laufe des Buches hin und her. Bis auf die letzten 4-5 Seiten verstärkte sich mein Verdacht, doch dann wurde ich jäh auf den Boden der Tatsachen geworfen. Dies Ende hätte ich so nicht gedacht. Und dies war auch das Einzige Gute, was mir an dem Buch gefallen hat.

Die Charakteren wurden zwar sehr gut ausgearbeitet und vom Autor dargestellt, trotzdem war mir keiner sympathisch. Die zwei Ermittler haben es mir ein wenig angetan. Gardner in den USA am Ferienort und Jenny in London. Diese beiden waren ok und gaben den Buch ein wenig Zuversicht. Sie arbeiteten Hand in Hand und brachten das Ganze zu einem erfolgreichen Ende.

Der Schreibstil war etwas mühselig, ihm fehlte die Lockerheit. Mir das Ganze bildlich vorzustellen, war diesmal etwas schwierig, ich brauchte diesmal für dieses Buch mit doch nur 412 Seiten etwas länger.

Cover
Das Cover ist ok. Die Schlange als Symbolik für die Lügen finde ich gut gewählt. Größenteils schwarz gestaltet und die Schlange in rosa-pink hervorgehoben.

Fazit
Meines Erachtens ist „Die Lügen der Anderen“ kein typischer Thriller, es fehlte einfach an Spannung. Ich vergebe gutgemeinte 3 von 5 Buchherzen und eine bedingte Leseempfehlung.

 

Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Mark Billingham, 1961 in Birmingham geboren, ist einer der international erfolgreichsten englischen Krimiautoren, seine Bücher erscheinen in über zwanzig Sprachen.
Neben dem BCA-Award, dem Theakston's Award für den besten Krimi des Jahres und Nominierungen für den Gold Dagger wurde Mark Billingham mit dem Sherlock Award für die beste Detektivfigur im britischen Kriminalroman ausgezeichnet.
Mark Billingham lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern im Norden Londons und in Florida.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

*Rezension* Der Nachtwandler - Sebastian Fitzek


Titel: Der Nachtwandler
Autor: Sebastian Fitzek
ISBN: 978-3426503744
Seiten: 320
Verlag: Knaur
Ersterscheinung: 14. März 2013
Preis: 9,99 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. Eigentlich glaubte er geheilt zu sein - doch eines Tages, Jahre später, verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen aus der gemeinsamen Wohnung. Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn – und als er am nächsten Morgen das Video ansieht, macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft sprengt: Sein nächtliches Ich steigt durch eine ihm völlig unbekannte Tür hinab in die Dunkelheit …

Meinung
Wow, ein Psychothriller der Extraklasse. Ich bin begeistert. Schon bei den ersten Seiten merkte ich, das dieses Buch etwas besonderes ist. Spannung in höchstem Grade, wenn auch teilweise etwas verwirrend. Dies tut aber nichts ab und am Schluß bekommt man seine Erklärungen. Wenn ich auch sagen muß, das ich auf dieses Ende nie im Leben gekommen wäre.

Irgendwie ist es ja schon gruselig, wie das Unterbewußtsein eines Menschen reagiert. Dies hat der Autor gekonnt und ziemlich real rübergebracht, sodaß es mir teilweise eiskalt den Rücken hinunter lief. Also Gänsehautfeeling pur und absolut nichts für schwache Nerven. Außerdem der Drang, immer weiter und weiter zu lesen. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen und hatte es dementsprechend ganz schnell durch.

Die Handlung selbst bot aber auch immer wieder unerwartete Wendungen, und wenn ich einmal dachte, jetzt hast du`s, wieder nix. Von vorne alles überdenken. Aber so etwas macht einen perfekten Thriller aus. Auch der flüssige und bildliche Schreibstil taten ihren Teil dazu und machten daraus ein Werk mit Wow-Effekt. Die Kapitel wurden kurz gehalten und die Gedanken von Leon in kurziv gehalten, zum besseren Verständnis.

Der Hauptprotagonist Leon war für mich absolut genial. Er war mir von Anfang an sympathisch und ich hatte das Gefühl, in seine Rolle hineingeschlüpft zu sein. Ich wurde eins mit ihm und tauchte in eine Welt, in der ich selber nicht mehr wußte, ob ich träumte oder in der Realität war. Die Nebendarsteller wurden nur am Rande erklärt und spielten auch nicht so eine große Rolle. Dafür waren die Ortsbeschreibungen wieder sehr detailiert und einfach genial. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen und ein wahres (wenn auch gruseliges) Kopfkino entstand.

Cover
Das Cover wurde in schwarz gehalten. Nur die Schrift ist weiß und man sieht das Licht einer Taschenlampe. Ich finde dieses Cover mysteriös und absolut stimmig was Inhalt und Erscheinung betrifft.

Fazit
„Der Nachtwandler“ ist ein krasser und nervenaufreibender Psychothriller der Extraklasse. So etwas habe ich schon lange nicht mehr gelesen und kann nur sagen, das es für mich ein absolutes Must-Have ist. Er bekommt von mir 5 von 5 Buchherzen (leider gibt’s bei uns nur 5, sonst hätte ich noch mehr vergeben) und eine klare Leseempfehlung.


Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. "Therapie", erschienen 2006, war sein erstes Werk - und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie - und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender "Mailoholic" ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin.

Samstag, 27. September 2014

Rezension: Die 5. Welle - Rick Yancey




Titel: Die 5. Welle 
Autor: Rick Yancey 
Seiten: 480 
Verlag: Goldmann 
Preis: 16,99 €   
Ersterscheinung: 14. 04. 2014 
Reihe: Teil 1 von 3 
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Kurzbeschreibung:
Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...

Meinung:
Ich habe nun schon so viele Dystopien gelesen, dass man eigentlich meinen sollte, es kann mich nichts mehr erschrecken. Aber dennoch bemerke ich oft, dass mich auch weiterhin die Szenarien neuer Dystopien erschüttern und in ihren Bann ziehen. Und genauso war es auch hier.

Die Idee, dass Außerirdische die Menschen fast auslöschen ist bestimmt nicht neu. Aber die Umsetzung und die Art und Weise hat mich größtenteils wirklich gefesselt. 

So beginnt die Handlung mitten in der Geschichte. Man lernt Cassie kennen, die sich alleine durch die fast ausgestorbene Welt schlägt und erfährt durch anfangs etwas verwirrende Rückblenden, was bisher geschehen ist und wie es dazu kam, dass 7 Milliarden Menschen innerhalb kürzester Zeit vernichtet wurden und wie sie auch noch ihre Familie verlor. Diese und auch die nachfolgenden Beschreibungen sind düster, schonungslos und einfach fesselnd. 

Dabei ist Cassie von Beginn an ein Charakter, den man ins Herz schließen muss. Sie lässt sich einfach nicht unter kriegen und hat sich, trotz der allgegenwärtigen Hoffnungslosigkeit, ihren Sarkasmus und ihre Menschlichkeit bewahrt. Sie ist zu allen Zeiten authentisch, ihre Sorgen und Ängste sind ständig greifbar und nachvollziehbar. Und auch die anderen Charaktere können größtenteils überzeugen und mit ihrer eigenen Art die Geschichte beleben.

Denn neben Cassie lernt der Leser auch noch andere Figuren etwas genauer kennen. So gibt es einige Perspektivenwechsel in denen man auch Ben, Cassies Bruder Sammy und Evan begleitet. Der erste Wechsel hat mich ziemlich verwirrt, da es eine Weile dauert bis man versteht, dass die Geschichte nun von jemand anderes erzählt wird und auch die Handlung scheint sich zu Beginn sehr gegensätzlich zu entwickeln. Jedoch entsteht daraus dann ein wichtiger Nebenhandlungsstrang, der sich später mit der Haupthandlung rund um Cassie verbindet und durch den im Verlauf auch einige offene Fragen beantwortet werden.

Der Plot ist von Beginn an spannend und entwickelt sich stetig weiter. Jedoch kann ich nicht abstreiten, dass ich mich teilweise mit dem Schreibstil des Autors etwas schwer getan habe. Es gibt auffällig viele Wortwiederholungen und auch viele, sehr ausführliche Beschreibungen. Manchmal sind die Sätze auch ziemlich verschachtelt und ich muss zugeben, dass ich schon vergleichsweise lange zum Lesen gebraucht habe. Dies hat meiner Neugier zwar selten geschadet, aber es war schon ein bisschen mühsam. Außerdem ist der Mittelteil ein bisschen zu sehr von der Militärausbildung geprägt, die ich nicht unbedingt so ausführlich gebaucht hätte. 

Das Ende ist zum Glück kein richtiger Cliffhanger, der Showdown selbst ist gut gewählt und lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen.

Fazit:
Eine weitere überzeugende Dystopie, die mich erschüttern und fesseln konnte. Manchmal etwas verwirrend und mühsam zu lesen, aber fast durchgängig spannend und packend. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht und vergebe trotz der Kritikpunkte 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle Dystopie-Fans.


Infos zum Autor (Quelle: Amazon):
Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit dem ersten Teil seiner Trilogie „Die fünfte Welle“ nicht nur die amerikanischen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt oder darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida. 

Infos zur Reihe:
1. Die 5. Welle
2. engl. Titel The Infinite Sea