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Samstag, 4. April 2026

Hörbuchrezension: The House Saphir: Der blutige Schlüssel - Marissa Meyer

Titel: The House Spahir - Der blutige Schlüssel
 Autorin: Marissa Meyer  
Sprecherin: Dagmar Bittner 
Übersetzerin: Aimée de Bruyn Ouboter
Laufzeit: 13 h 06 Min - ungekürzt
  Verlag: Argon Hörbuch        
Preis: ab: 23, 23 € - Download  - Im Abo günstiger  
Ersterscheinung: 23. Feb. 2026          
Reihe: Nein
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Mallory Fontaine ist vieles – eine gewiefte Fremdenführerin, eine talentierte Zeichnerin und: Sie kann mit Geistern kommunizieren. Doch als sie eine Gruppe von Gästen durch das berüchtigte Haus Saphir führt, wird aus einer gewöhnlichen Tour eine Reise in die dunkle Vergangenheit des Anwesens. Als dann noch ein mysteriöser Fremder auftaucht, der mehr mit dem Haus und seiner Geschichte zu tun haben könnte, als er zugibt, wird aus einer harmlosen Tour ein gefährliches Spiel ums Überleben. Kann sie die Wahrheit hinter den Legenden des Hauses Saphir aufdecken, bevor sie selbst zur nächsten Legende wird?

Meinung:

Nachdem ich die „Luna-Chroniken“ der Autorin so genial fand, wollte ich schon länger mal was neues von ihr lesen oder hören und so hat sich „The House Saphir“ angeboten, auch weil es nach einer interessanten und etwas mystischen Geschichte klang und ich Märchenadaptionen auch immer zusätzlich spannend finde.

Ich war zu Beginn schon etwas irritiert, da man zum Einstieg ein Bestiarium mit einer Aufzählung unterschiedlichster Fantasywesen erhält, die eigenartige Namen haben und die man nicht zuordnen kann. Dies hat mich eher etwas erschlagen, als dass ich es hilfreich fand. Den Start in die Geschichte selbst fand ich aber eigentlich recht gut. Man ist gleich bei einer von Mallorys Führungen durch das Haus Saphir dabei und erlebt schon gleich die Besonderheiten. Zum einen wird deutlich dass Mallory eine gewiefte Schwindlerin ist, aber auf der anderen Seite auch mit Geistern sprechen kann.

Ich fand die Ausgangslage wirklich interessant, leicht gruselig, aber hauptsächlich humorvoll und auch gut vorstellbar und die Hintergründe wirklich interessant und teilweise auch tiefgründig. Was mich leider nicht so wirklich überzeugen konnte, war die Umsetzung davon.

Zum einen fand ich das World-Building kaum vorhanden. Man kann sich denken, dass man irgendwo in einem alternativen Frankreich in der Vergangenheit unterwegs ist, aber ganz klar, wird das nie. Man wird einfach irgendwo hineingeworfen, und erhält ab und an mal einen kleinen Einblick, der für mich aber selten ausreichend war. Ich fand nicht nur das Magsiesystem, sondern auch das System der vielfältigen Götter und ihrer Gaben eigentlich voll interessant, aber näher darauf eingegangen wird kaum und auch das Grundmärchen kann man nur erkennen, wenn man es eben vorher gut kennt. Und auch diese eingeworfenen Bestien fand ich eben eher störend, als unterhaltsam. Da ich mit den ausgefallenen Namen (Trotz des Bestiariums zu Beginn) nichts anfangen konnte und mich das eher verwirrt hat, als wenn man Bezeichnungen gehabt hätte, denen man als Fantasyleser schon mal begegnet wäre.

Ein weiterer Minuspunkt war für mich die Tatsache, dass der Plot oftmals kaum voran ging. Es dauert gefühlt ewig, bis Mallory auf die Idee kommt, sich mal mit den Geistern vor Ort auszutauschen und ähnliches. Viel Zeit wird für Beschreibungen der Einrichtung oder für Schwärmereien für den Grafen oder ähnliches verschwendet. Deshalb baut sich die Spannung nicht kontinuierlich auf, sondern hat immer wieder Durchhänger. Dennoch kommt es zu großen Erwartungen an das Ende und die Auflösung betreffend und an sich muss ich sagen, dass es zwar einen actionreichen Showdown und einige nette Wendungen gab, aber das Potential wurde einfach nicht richtig genutzt. Das zieht sich etwas durch die ganze Geschichte und bleibt auch am Ende so.

Nichtsdestotrotz fand ich Mallory als Protagonistin ziemlich interessant. Sie ist kein klassischer Sympathieträger, aber mich hat sie mit ihrer trockenen, schlagfertigen und besonderen Art dennoch mitgezogen und zum Lachen gebracht. Also an sich habe ich sie schon gern begleitet, wenn es eben um das Hauptthema und nicht um die ganzen Nebensächlichkeiten ging. Die anderen Charaktere sind leider alle etwas blass geblieben. Die Liebesgeschichte hab ich nicht gefühlt, fand ich aber zumindest einigermaßen nachvollziehbar.

Sprecherin Dagmar Bittner hat wieder einen genialen Job gemacht und dafür gesorgt, dass ich trotzdem immer wieder dran geblieben bin und ich mich gut in Mallory hineinversetzen konnte.

Fazit:

Eine interessante, leicht gruselige Ausgangslage, eine höchst humorvolle Erzählweise und eine ungewöhnliche Protagonistin haben leider nicht gereicht, um mich wirklich zu überzeugen. Dafür wurde einfach zu wenig von dem vorhanden Potential genutzt, es gab leider kaum stimmiges World-Buidling und zu viel Fokus auf Nebensächlichkeiten. Insgesamt bleibt etwas Enttäuschung zurück, weshalb ich trotz der guten Ansätze eher knappe 3 Buchherzen vergebe.
Herzlichen Dank an den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zur Autorin (Quelle: Argon-verlag):
Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und arbeitete viele Jahre als Lektorin. Mit ihrem Debüt Die Luna-Chroniken legte sie sofort eine NYT-Bestseller-Serie vor. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Seattle. Mehr unter www.marissameyer.com.
 
Infos zur Sprecherin (Quelle: Argon-verlag):
Dagmar Bittner ist als Hörbuchsprecherin ausgesprochen vielfältig und schafft mit ihrer intensiven Altstimme mühelos den Spagat zwischen spannungsreichen, gefühlvollen und informativen Stoffen.
 

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Freitag, 29. August 2025

Rezension: Irida und die Stadt der Geheimnisse - Markus Heitz

Titel: Irida und die Stadt der Geheimnisse
Autor: Markus Heitz

Seiten: 368    
Verlag: Oetinger 
Preis: 18,00 € HC
Ersterscheinung: 28. 07. 2025
Reihe: Teil 1 von ??
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Nächtliche Raubgräber im Maisfeld, ein rätselhafter Schlüssel und ein Vermisster in den Schlossberghöhlen - in denen es obendrein spukt! Irida und ihre Freunde, die „Furchtlosen“, gehen dem seltsamen Fall im beschaulichen Städtchen Hohenburg nach. Die mysteriösen Ereignisse führen Irida auf die Spur einer geheimen Anderswelt - und von bösartigen Wesen, die als Menschen getarnt unter den Einwohnern leben. Woher kommen sie? Was haben sie vor? Ist das mystische Reich in Gefahr? Irida und ihre Freunde wissen bald nicht mehr, wem sie vertrauen können. Und dann gibt es da noch ein allgegenwärtiges Kaninchen…

Meinung:

Wow, was für ein hübsches Buch. Das Cover ist total ansprechend. Ich mag den warmen Zeichenstil, die vielen Blumenelemente, die Zweiteilung des Covers und auch der Farbschnitt passt super dazu. Gleichzeitig hat auch der Klappentext sofort meine Neugier geweckt und vom Autor hab ich auch schon einige tolle Bücher gelesen.
Also, eigentlich alles Zutaten, für ein richtig tolles Leseerlebnis, oder?

Leider war es bei mir nicht ganz so. Ich muss sagen, dass ich doch einige Kritikpunkte habe.

Ich bin fast nie gänzlich in die Geschichte hineingekommen. Obwohl in Hohenburg viel passiert und der Plot an sich spannend ist, hat mir lange Zeit etwas der rote Faden gefehlt. Es werden verschiedene mystische Ereignisse und Wesen erwähnt, Protagonistin Irida ist ungewöhnlich stark, es gibt noch eine dunkle Gruppe, die sich regelmäßig trifft und heimliche Sachen plant und dann auch noch das allgegenwärtige Kaninchen, das immer auftaucht, aber wie alles genau zusammenhängt, erfährt man in diesem Auftakt leider nicht wirklich.

Vorteilhaft daran ist, dass es so nicht vorhersehbar ist, aber mir waren die Antworten, selbst für einen Auftakt, einfach zu wenig. Auf den letzten Seiten gibt es zumindest ein paar Erklärungen, die auch eher unerwartet sind, aber mich haben sie insgesamt einfach nicht wirklich zufriedengestellt.

Gleichzeitig bin ich auch mit den Figuren einfach nicht wirklich warm geworden. Sie werden zwar von Beginn an beschrieben, aber fast nur mit Oberflächlichkeiten und wenig Tiefe und auch im Verlauf gibt es leider kaum Entwicklung. Ein bisschen bei Protagonistin Irida, aber die anderen bleiben einfach platt. Mir hat somit eine emotionale Verbindung total gefehlt, auch wenn ich teilweise ganz gut dargestellt fand, weshalb sie sich nicht zugehörig fühlt.

Jedoch haben die Figuren manchmal extrem abgebrüht reagiert, übernatürliche Wesen oder eine Leiche sind z.B. kaum der Rede wert und das fand ich nicht so ganz glaubhaft.

Auch beim Schreibstil hat mir irgendwie etwas Leichtigkeit gefehlt, vor allem für ein Jugendbuch. Es wurde sich irgendwie viel auf Nebensächlichkeiten fokussiert und auch wenn es einige humorvolle Momente gibt, war es mir teilweise etwas zu übertrieben eingesetzt. So z. B. Die ständigen Wortverdreher von Iridas rumänischen Kumpel Jeremy, die ich zwar anfangs noch lustig fand, in der Menge ist mir dieses Stilmittel aber viel zu häufig benutzt worden und hat dann eher genervt, als unterhalten. Aber das mag bei der eigentlichen Zielgruppe ab 11 Jahren vielleicht anders sein.

Positiv hervorzuheben, ist der große Fokus auf die Freundschaft der Gruppe und darauf, dass eine mögliche Liebesgeschichte bisher keine Rolle spielt.

Das Ende ist dadurch, dass es nur wenige Erklärungen gibt, recht offen gehalten und somit kann das Buch nicht für sich alleine stehen.

Fazit:

Die Optik ist wirklich toll, die Umsetzung hat mich leider nicht so ganz überzeugt. Da alles recht oberflächlich bleibt und es auch lange dauert, bis es mal ein paar Erklärungen und nicht immer nur angedeutete Unstimmigkeiten gibt, habe ich nie so wirklich in die Geschichte gefunden. Auch weil das ebenso auf die Figuren zutrifft und auch diese mir kaum nah gekommen sind. Zusätzlich hat mir beim Schreibstil etwas Leichtigkeit gefehlt und manche Stilmittel wurden mir einfach zu inflationär benutzt. Somit war die Geschichte zwar nicht vorhersehbar, aber bleibt bisher auch ziemlich offen. Gefallen hat mir die Grundidee der vielen, teils untypischen mystischen Wesen und Besonderheiten und der große Fokus auf die Freundschaft. Jedoch war mir das zu wenig, um mich komplett zu überzeugen. Ich würde aber dennoch noch knappe 3 Buchherzen vergeben, da ich auch ein paar Lichtblicke entdecken konnte und es noch viel Potential für die Fortsetzungen gibt.
 Vielen Dank an vorablesen.de und den Oetinger Verlag für das Leseexemplar. 


Infos zum Autor (Quelle: vorablesen.de): 
Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Er schrieb über 50 Romane und wurde etliche Male ausgezeichnet. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" gelang dem Saarländer der nationale und internationale Durchbruch. Dazu kamen erfolgreiche Thriller um Wandelwesen, Vampire, Seelenwanderer und andere düstere Gestalten der Urban Fantasy und Phantastik. Die Ideen gehen ihm noch lange nicht aus.
 
 
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Samstag, 26. Juli 2025

Hörbuchrezension: Aleyna - Michael Hirtzy

Titel: Aleyna
  Autor: Michael Hirtzy  
Sprecherin: Naine Jorzik   
Laufzeit: 9 Std. 8 Min. - ungekürzt 
Verlag: audio4you   
Preis: ab 9, 29 € - Download   
Ersterscheinung: 19. Juli 2025    
Reihe: Teil 1 von 2
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Egoismus, Gier und der allgegenwärtige Raubbau an den begrenzten Ressourcen der Erde haben die Welt an den Rand des Abgrundes getrieben. Milliarden Menschen kämpfen darum, mit dem wenigen durchzukommen, was ihnen noch zur Verfügung steht. Wer nichts zum Gemeinwohl beiträgt, wird an den Rand gedrängt. Doch selbst jene, die alles geben, haben zu wenig, um zu überleben.

Wie Aleyna, die sich inmitten einer kollabierenden Gesellschaft wiederfindet. Auf sich alleine gestellt und unfreiwillig in einen Konflikt gerissen, dessen Hintergründe sie nicht kennt. Ohne Erklärung wird sie von Unbekannten verfolgt, die vor nichts Halt machen, um ihr Antworten zu entreißen. Dabei versteht sie nicht einmal die Fragen.

Vor ihr liegen Rätsel, die sie an ihrem Verstand zweifeln lassen.

Wen suchen die Fremden?

Was hat das alles mit ihrer verstorbenen Schwester zu tun?

Und ist die Welt, in der sie lebt, wirklich das, wofür Aleyna sie hält?

Meinung:

Cover und Kurzbeschreibung haben mich irgendwie sofort neugierig gemacht. Und auch den Start in die Geschichte fand ich von Beginn an ziemlich spannend. Total undurchsichtig, aber spannend, selbst als ich etwas gebraucht habe, um mit Sprecherin Nadine Jorzik warm zu werden. Ihre Stimme passt gut, jedoch hat sie mir ein bisschen zu langsam gelesen, weshalb es einfach zu sehr vorgelesen und nicht selbst erlebt klang. Jedoch hat sich dies mit einer etwas erhöhten Abhörgeschwindigkeit dann gut regeln lassen.

Doch zurück zur Geschichte selbst: Wir lernen Protagonistin Aleyna in einer kalten und unfreundlichen Welt kennen, in der sie sich nur so knapp über Wasser halten kann. Aktuell verdient sie ihr Geld dadurch, dass sie Simulationen erlebt und sich dabei untersuchen lässt und in so einer Simulation steigen wir auch in die Geschichte ein.

Es ist undurchsichtig, weshalb Aleyna so von dem Inhalt aufgewühlt wird und erst mit der Zeit kommt heraus, dass dies mit ihrer verstorbenen Schwester zusammenhängt. Und auch als die unbekannten Fremden sie bedrohen, sie mit Fragen bombardieren und vor nichts zurückschrecken, ist es extrem spannend, vor allem, weil sich danach alles ändert und Aleyna beginnt, an sich selbst und ihren Erinnerungen zu zweifeln.

Dieser erste Teil hat mir echt gut gefallen, jedoch muss ich sagen, dass ich mich dann der zweite Abschnitt der Geschichte nicht mehr so ganz überzeugen konnte. Als es dann Antworten gibt, fand ich diese nicht immer komplett stimmig und die neue Ausgangslage auch eher speziell. Dabei meine ich noch nichtmal das Setting und die Zukunftsversion an sich, sondern eher, dass so ein etwas eigenartiger Weg gewählt wurde, der sich auch über so eine lange Zeit erstreckt. Da waren mir dann irgendwie die Sprünge zu groß und die Charaktere doch auch irgendwie fern, auch wenn schon versucht wurde, die Entwicklungen in dieser Zeit zu erklären. Aber es hat sich für mich einfach nicht ganz rund angefühlt.

Da ich nicht Spoilern will, um die großen Wendungen nicht vorweg zu nehmen, kann ich nicht mehr ins Detail gehen. Das Ende ist ein bisschen abrupt und es bleibt offen, wie es in der Fortsetzung weitergehen wird.

Fazit:

Lange Zeit sehr undurchsichtig, aber total spannend. Jedoch hat mir der zweite Abschnitt dann nicht mehr ganz so gut gefallen. Ich fand die Antworten nicht ganz so, wie erwartet und es war für mich alles nicht ganz so stimmig und fesselnd, wie ich mir das gewünscht hätte. Sprecherin Nadine Jorzik hat für meinen Geschmack etwas langsam gelesen, aber zum Glück kann man die gewünschte Ablaufgeschwindigkeit ja meist selbst anpassen, weshalb ich mich mit der Zeit gut auf ihre Erzählung einlassen konnte. Insgesamt würde ich solide 3 Buchherzen vergeben. 
Herzlichen Dank an Netgalley und den audio4you Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zum Autor (Quelle: lovelybooks.de):
Michael Hirtzy,  1976 in Graz geboren, absolvierte die Lehre zum Buchhändler bevor er eine Expedition in die bunte Arbeitswelt unternahm. Berufssoldat, Anzeigenkeiler, Verlagsvertreter und IT Consultant waren einige Stationen. Er gründete eine Metal Konzertagentur die er 5 Jahre lang leitete. Heute verdient er Geld als Vertriebsleiter. Ein WU Studium motivierte ihn, sich wieder mit realistischen Themen zu befassen. So schreibt er Science Fiction, Fantasy und Horrorgeschichten. Sein erster Roman "Vor dem Abgrund – Bilder der Apokalypse Teil 1 ist bereits veröffentlicht und er arbeitet aktuell an 3 weiteren Projekten. Er lebt mit seiner Frau und zwei Katzen in Wien.
 

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Infos zur Reihe:
1. Aleyna
2. Wisatwan *Erscheint am 20.10.2025*

Samstag, 15. März 2025

Hörbuchrezension: Allein gegen die Lüge - Alex Finlay

Titel: Allein gegen die Lüge
  Autor: Alex Finlay
SprecherInnen: Vera Teltz, Oliver Brod & Steffen Groth
Übersetzer: Leo Strohm
Laufzeit: 11 h 16 Min - gekürzt    
Verlag: Der Hörverlag 
Preis: ab 11,95 € - Download - Im Abo günstiger
Ersterscheinung: 29. Dezember 2024  
Reihe: Nein
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Die Nachricht trifft Matt Pine wie ein Schock: Bei einem Urlaub in Mexiko kam fast seine gesamte Familie ums Leben. Die örtliche Polizei behauptet, es sei ein Unfall gewesen, doch das FBI bezweifelt das. Allerdings wollen sie Matt den Grund für ihre Skepsis nicht verraten. Das Drama rückt Matts Familie erneut ins Rampenlicht der Medien. Vor sieben Jahren war sein älterer Bruder Danny wegen Mordes an seiner Highschool-Freundin zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Danny hatte stets seine Unschuld beteuert, und eine große True-Crime-Doku nährte den Verdacht, er könnte zu Unrecht im Gefängnis sitzen. Nun scheint es eine Verbindung zwischen dem rätselhaften Tod seiner Familie und Dannys Fall zu geben, und Matt ist entschlossen, die Wahrheit herauszufinden. Selbst wenn er dafür sein eigenes Leben aufs Spiel setzen muss ...

Meinung:

Die Kurzbeschreibung hat mich total angesprochen. Es klang nach einem wirklich spannenden und gefährlichen Thriller.

Und der Start ist auch sehr mitreißend. Man erfährt zusammen mit Protagonist Matt, dass seine komplette Familie bei einem Urlaub in Mexiko ums Leben gekommen ist. Eine wahnsinnige Tragödie, die mich berührt hat. Dazu kommt natürlich auch noch, dass Matts anderer Bruder im Gefängnis sitzt, da er vor sieben Jahren seine Freundin ermordet haben soll.

Die emotionale Seite dieser Geschichte hat mich wirklich sehr berührt und fand ich auch sehr stark. Ebenso die Tatsache, dass die Familie durch die Verurteilung von Danny total erschüttert wurde und sich das weitere Leben einiger Familienmitglieder eigentlich nur noch darum gedreht hat, Dannys Unschuld zu beweisen.

Und auch die moralische Frage dahinter, ob es in Ordnung ist, Verdächtige so unter Druck zu setzten, dass sie evtl. falsche Geständnisse abliefern und somit unschuldig verurteilt werden, während die wahren Täter auf freiem Fuß bleiben, hat mich immer wieder beschäftigt.

Jedoch war mir das alles zu wenig Thriller. Die Erzählart an sich, ist im Grunde nicht schlecht, jedoch fand ich es manchmal etwas zu kleinteilig und zu langatmig, für das Genre, dass es sein sollte.

Denn, neben den Haupthandlungssträngen aus der Gegenwart, die sich mit Matt und FBI-Agentin Keller beschäftigen, gibt es auch noch einige Rückblicke aus der Vergangenheit der unterschiedlichsten Familienmitglieder. Solche mag ich zwar prinzipiell ganz gerne, aber hier waren es insgesamt doch viele und vor allem auch ein paar, die die Handlung erstmal nicht wirklich weitergebracht haben. Nichtsdestotrotz, verdeutlichen diese Rückblenden im Gesamten auch Hintergründe und Zusammenhänge, die sich aber erst nach und nach gänzlich erschließen.

Was ich hingegen gar nicht gebraucht hätte, waren die Ausschnitte aus der True-Crime-Doku, die ich irgendwie nur störend fand, auch weil da jede Szene usw. genau beschrieben wurde, also auch mit Setting usw..

Insgesamt ist mir die Geschichte einfach viel zu oft vor sich hingeplätschert. Handfeste Spannung kam selten auf und auch wenn es prinzipiell stimmt, dass Matt bei seinen Recherchen in Gefahr gerät, ist diese doch deutlich geringer, als man das nach dem Lesen des Klappentextes vermuten könnte.

An sich lag der Fokus eher auf dem Familiendrama. Und auch, wenn es einige falsche Fährten gibt, habe ich schon recht schnell durchschaut, wer am Ende wirklich hinter allem steckt. Trotzdem fand ich das Ende recht versöhnlich und zufriedenstellend.

Gelesen wird die Geschichte von Oliver Brod, Vera Teltz und Steffen Groth, wobei ich aber eigentlich nur einen Sprecher im Kopf behalten habe, der den Großteil vertont hat. Die anderen beiden kommen eigentlich nur bei den unnötigen Ausschnitten aus der Doku zu Wort. Dabei wurde prinzipiell aber ganz gut gelesen und es gab einige Stimmvariationen.

Fazit:

Die Kurzbeschreibung hat mich wirklich angesprochen, jedoch konnte mich die Geschichte selbst nicht vollständig überzeugen. Sie ist zwar unterhaltsam, mit einigen Wendungen und falschen Fährten versehen und zeigt durchaus auch eine große emotionale Seite, aber für mich war es einfach kein Thriller. Meist ist alles vor sich hingeplätschert und wirkliche, handfeste Spannung kam viel selten auf - und das, obwohl das schon die gekürzte Version ist. Deshalb war es für mich eher ein recht unterhaltsames Familiendrama, das ich mit guten 3 Buchherzen bewerte.
Herzlichen Dank an den Hörverlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zum Autor (Quelle: penguin.de):  
Alex Finlay wurde mit dem Thriller »Allein gegen die Lüge« sofort zum Bestsellerautor. Auch seine weiteren Spannungsromane begeistern international zahllose Krimifans und zählen zu den meistbeachteten Neuerscheinungen weit über das Genre hinaus. Sie sind in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. Der Autor schreibt unter einem Pseudonym und ist ein prominenter Anwalt in Washington, D.C., der Klienten in über vierzig Fällen vor dem Obersten Gerichtshof der USA vertreten hat.

Info zu den Sprechern (Quelle: penguin.de):
Vera Teltz ist Schauspielerin und Synchronsprecherin. Nach ihrer Schauspielausbildung folgten Engagements am Staatstheater Braunschweig, am Volkstheater Rostock und am Maxim Gorki Theater Berlin. Sie spielte auch in verschiedenen Fernsehserien mit, wie beispielsweise »Kommissar Stolberg«, »Danni Lowinski« oder »Großstadtrevier«. Seit 2004 arbeitet sie auch als Synchronsprecherin für Produktionen wie »Fluch der Karibik«, »James Bond 007: Skyfall«, »Prometheus« und »The Mentalist«.

Seit 1995 ist Schauspieler und Sprecher Oliver Brod für diverse Rundfunkanstalten im Einsatz und arbeitet als Literatur- und Featuresprecher im WDR (Stammsprecher ZeitZeichen). Oliver Brods Stimme ist untrennbar mit den Hörbüchern von Dmitry Glukhovsky verbunden. Zuletzt war er in Peter Swansons Die Gerechte zu hören.

Steffen Groth, geboren 1974, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Er spielt zwischen preisgekrönten Filmen wie »Alles auf Zucker« und der renommierten Serie »Weissensee« in nahezu jedem Genre. Bekannt wurde er u. a. durch seine Hauptrolle in »Doctor’s Diary« und zahlreiche Fernseh- und Kinoproduktionen. Steffen Groth arbeitet zudem erfolgreich als Synchron- und Hörbuchsprecher.
 
  
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Dienstag, 25. Februar 2025

Rezension: Fünfzehn Arten eines Wunders - Stephanie Butland

Titel: Fünfzehn Arten eines Wunders
Autorin: Stephanie Butland
Übersetzerin: Heike Reissig
Seiten: 432   
Verlag: Knaur TB
Preis: 9, 99 €
Ersterscheinung: 03. 02. 2020
Reihe: Nein



Kurzbeschreibung:

Seit ihrer Geburt leidet die 27-jährige Ailsa an einer Herzkrankheit, die sie beinahe getötet hätte. Gerade noch rechtzeitig hat sie nun ein Spenderherz erhalten. Eigentlich wäre es also höchste Zeit, sich endlich kopfüber in dieses Abenteuer namens Leben zu stürzen – doch Ailsa weiß einfach nicht, wie. Wie entscheidet man, welchen Beruf man ergreifen will? Oder auch nur, welches neue Hobby?

Jetzt, wo es um so viel mehr geht als nur um den nächsten Tag, hat Ailsa vor allem eines: Angst. Also lässt sie die Follower des Blogs, den sie im Krankenhaus geführt hat, die Entscheidungen für sie treffen. Dabei ist Ailsas neues Herz nicht nur stark, es ist auch mutig. Sie müsste ihm einfach nur zuhören. Denn da draußen wartet jemand darauf, dass Ailsa den Mut findet, ihr neues Herz zu verschenken …

Meinung:

Die Kurzbeschreibung hat eine richtig berührende Geschichte versprochen, weshalb mich das Buch gleich angesprochen hat. Und auch das Cover passt gut dazu.

Und auch wenn man beim Lesen genau das erhält, dass der Klappentext verspricht, hat mich die Geschichte zwar unterhalten, aber leider doch nicht vollständig berührt. Das lag vor allem am Schreibstil. Dieser ist zwar flüssig, aber irgendwie auch etwas flapsig und manchmal auch albern. Das hat zwar gut zur Geschichte und zu Protagonistin Ailsa gepasst, aber für mich, hat das dafür gesorgt, dass ich emotional nicht ganz so berührt war, wie es das Thema hergegeben und wie ich mir das gewünscht hätte.

Denn, an sich konnte ich wirklich verstehen, weshalb es für Ailsa ein schwerer Neubeginn ist. Sie konnte vorher nur mit angezogener Handbremse leben, hat sich keine Gedanken um die Zukunft gemacht und ist deshalb natürlich nun verunsichert. Das Buch stellt ihre Entwicklung zu einer starken, selbstständigen Frau wirklich glaubhaft und realistisch dar.

Und auch das Thema Organspende ist einfach ein total wichtiges Thema, über das mehr Menschen nachdenken sollten. Denn, viele Menschen müssen sterben, da für sie kein Organ vorhanden ist, weil viele lieber mit ihnen begraben werden. Und auch diese Erfahrung hat Protagonistin Ailsa natürlich erlebt und verarbeiten müssen. 

Somit habe ich zwar Ailsa gerne auf ihrem Weg begleitet, hätte aber gern nicht nur glaubhaft darüber gelesen, sondern auch wirklich mitgespürt. 

Fazit:

Ein Roman, mit einem wichtigen Grundthema und einer wirklich glaubhaften und realistischen Entwicklung einer starken Protagonistin, aber die große Emotionalität, die ich erwartet und erhofft hatte, ist bei mir leider eher selten angekommen. Dafür war mir der Schreibstil doch zumeist etwas zu flapsig und die Protagonistin auch etwas zu albern. Ich verstehe, dass die Autorin dem schwierigen Thema damit etwas Leichtigkeit geben wollte, aber für mich ist dabei das Gefühl etwas auf der Strecke geblieben. Weshalb ich das Buch als eine solide Geschichte erlebt habe, sie mir aber nicht im Gedächtnis bleiben wird. Somit gibt es solide 3 Buchherzen. 

Infos zur Autorin (Quelle: droemer-knaur.de):
Stephanie Butland lebt mit ihrer Familie in der Nähe des Meeres im Nordosten Englands. Ihre Romane schreibt sie in ihrem Gartenatelier. Durch die Recherchen zu ihren Büchern wurde sie zur Slam-Poetin und Tangotänzerin. 

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Montag, 30. Dezember 2024

Rezension: Die Insel der Angst - Martin Griffin

Titel: Die Insel der Angst
Autor: Martin Griffin
Übersetzerin: Angela Koonen
Seiten: 320   
Verlag: Lübbe
Preis: 13, 99 € TB
Ersterscheinung: 23. 12. 2024
Reihe: Nein
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Mehrere Tagesreisen von der nächsten Küste entfernt liegt mitten im Atlantik die seit Jahrzehnten verlassene Insel Navigaceo. Dorthin ist die Dokumentarfilmerin Tess unterwegs, um zusammen mit vier Wissenschaftlern die einzigartige Natur zu untersuchen. Aber schon kurz nach ihrer Ankunft entdeckt Tess ein Skelett, das Überreste der gleichen Uniform trägt, die auch ihr Team nutzt. Offensichtlich ist der Tote erst vor wenigen Monaten hier gestorben. Doch wer war er? Und wie hängt er mit ihrer Expedition zusammen? Könnte einer ihrer Kollegen gar ein Mörder sein? Bis das nächste Schiff die Insel erreichen wird, muss Tess von nun an vorsichtig sein, denn sonst wird sie die nächste Leiche sein.

Meinung:

Da ich „Zwei Fremde“ vom Autor irgendwie besonders fand, hat auch sein neues Werk mein Interesse geweckt. Vor allem, weil ich das Cover sehr ansprechend finde und auch der Klappentext spannend klingt. Den endgültigen Ausschlag zum Lesen, hat der richtig geniale Prolog gegeben. Selten hab ich so einen spannenden und mitreißenden Prolog gelesen, der einen auch noch direkt anspricht und einfach viele Fragezeichen hinterlässt.

Jedoch konnte die Geschichte selbst damit leider nicht wirklich mithalten. Die erste Hälfte fand ich ziemlich zäh und leider wenig spannend.

Protagonistin Tess hat eine schwierige Zeit durchgemacht. Sie hat einen ausgezeichneten Dokumentarfilm veröffentlicht, aber danach kam der große Absturz. Ihre Kollegin ist dabei ums Leben gekommen und die Ermittlungen werden jetzt wieder neu aufgerollt, was sie sehr belastet. Was damals genau passiert ist, erfährt man erst nach und nach, eingeschoben in die Haupthandlung, die sich auf der verlassenden Insel Navigaceo abspielt.

Auf der Insel sollen eigentlich Robben markiert und dargestellt werden, weshalb die Insel für Tiere und Natur menschenfrei bleiben soll, aber im Buch selbst liest man sehr wenig davon. Es geht eher darum, dass Tess schnell auf die Leiche trifft, ihren Mitreisenden misstraut und schnell verschiedenste Theorien aufstellt, die anfangs für mich doch auch etwas aus der Luft gegriffen waren. Vielleicht liegt dies einfach an ihrer Vergangenheit und ihrer Neigung, Sachen aufdecken zu wollen, aber wirklich gut dargestellt wurde es für mich nicht.

An sich gab es für mich auch zu wenig handfestes von den Charakteren und ihren wahren Beweggründen, weshalb sie mir alle ziemlich fern geblieben sind, auch Tess selbst.

In der zweiten Hälfte wurde es definitiv besser, die beklemmende Atmosphäre der einsamen Insel kam dann manchmal bei mir an, aber leider auch nicht durchgehend. Irgendwie wurde es dann schnell etwas wild und auch wenn ich die Auflösung unerwartet, im Kern stimmig und durchaus mit einigen guten Twists versehen fand, wäre vielleicht doch auch noch ein bisschen mehr möglich gewesen, vor allem, weil eine Person nicht gefunden wird und man damit nicht weiß, ob Tess in Zukunft sicher ist.

Und auch beim Geheimnis um Gretchen hatte ich irgendwie noch etwas mehr erwartet, als am Ende kam.

Dennoch kam am Ende noch ein recht zufriedengestelltes Gefühl auf, da ich die Wendungen, Erklärungen und Twists doch irgendwie gut fand.

Den Schreibstil fand ich prinzipiell in Ordnung, jedoch hatte ich das Gefühl, dass die vom Autor beabsichtige Stimmung und Emotion nicht immer so bei mir ankam, wie gewollt.

Fazit:

Ein Thriller, der leider nicht ganz das geboten hat, was der Klappentext und der geniale Prolog versprochen haben. Die erste Hälfte fand ich sehr zäh und eher langweilig, in der zweiten wurde es definitiv besser, die unheimliche Atmosphäre kam eher an und es gab wirklich einige gute Wendungen und Twists, die ich so nicht erwartet hätte, weshalb am Ende auch ein relativ zufriedenes Gefühl bleibt. Aber trotzdem wäre in allen Bereichen auch noch mehr möglich gewesen und die schwache erste Hälfte darf man wirklich auch nicht vergessen, weshalb es am Ende nur für solide 3 Buchherzen reicht.

Infos zum Autor (Quelle: bastei-luebbe.de):
Bevor Martin Griffin Schriftsteller wurde, war er stellvertretender Schulleiter und ein dem Untergang geweihter Sänger, der einmal sogar die britische Rockband THE FALL auf ihrer Tour begleiten sollte - einen Gig, den er absagen musste, weil er nur zwei gute Songs geschrieben hatte. Griffin lebt mit seiner Frau und Tochter in Manchester. Zwei Fremde ist sein Debüt.
 
 
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Dienstag, 22. Oktober 2024

Rezension: Final Girls - Riley Sager

Titel: Final Girls
Autor: Riley Sager
Übersetzerin: Christine Blum
    Seiten: 416  
Verlag: dtv
    Preis: 9,95 €  TB
Ersterscheinung: 31. 05. 2018
  Reihe: Nein
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Als Einzige hat die Studentin Quincy ein Massaker auf einer Party überlebt. Sie hat jede Erinnerung an damals aus ihrem Gedächtnis gelöscht und sich mühsam ein normales Leben aufgebaut. Zwei andere Frauen, Lisa und Samantha, haben ähnlich Grauenvolles durchgemacht – ein Fest für die Medien, in denen die drei als »Final Girls« bekannt werden. Doch der Horror ist noch lange nicht zu Ende: Lisa wird tot aufgefunden. Ermordet? Der Schlüssel zu allem scheint in dem Massaker in Pine Cottage zu liegen, das nur Quincy überlebte. Angestachelt von Samantha, versucht sie verzweifelt sich zu erinnern, was dort geschah…

Meinung:

Mit „Verschließ jede Tür“ und „Hope´s End“ habe ich schon zwei total geniale Thriller des Autors gelesen, weshalb ich nun auch endlich „Final Girls“ aus dem Regal ungelesener Bücher befreit habe.

Die Kurzbeschreibung klang auf jeden Fall auch wieder richtig mitreißend und die Ausgangslage sehr besonders und ergreifend. Denn, wenn man sich nur vorstellt, wie heftig es sein muss, solch ein Massaker zu überstehen, wird mir ganz anders. Und der Autor hat es für mich auch wirklich gut geschafft, diese besondere, etwas niedergeschlagene Stimmung einzufangen.

Protagonistin Quincy hat es geschafft, ihre schreckliche Vergangenheit irgendwie hinter sich zu lassen, aber doch auch nicht so ganz. Denn, sie kommt nur mit Pillen durch den Alltag und wird doch auch öfters von Ereignissen getriggert und kann nicht an die damaligen Erlebnisse denken bzw. sich ja nicht daran erinnern. Jedoch will sich sich und anderen das nicht so wirklich eingestehen und versucht ihr Leben in der Bahn zu halten.

Als dann aber Lisa, als andere Final Girl, tot aufgefunden wird, mit Samantha die dritte im Bunde bei ihr auftaucht und auch die Presse wieder mehr auf sie aufmerksam wird, beginnt ihr Kartenhaus einzubrechen.

Dabei fand ich es gar nicht schlimm, dass wir anfangs viel von Quinceys Alltag und ihren Bewältigungsstrategien mitbekommen. Jedoch hat der Autor mich etwas verloren, als sie sich durch die Interaktionen mit Sam immer mehr selbst verliert. Wahrscheinlich in dieser Situation glaubhaft und realistisch, aber irgendwie nicht schön zu lesen und mitzuerleben.

Auch die eingestreuten Erinnerungen an die damalige Schreckensnacht konnten mich irgendwie nicht so fesseln, wie erwartet. Da war vieles sehr alltäglich und auch mehr von Zwang und Enttäuschung geprägt, als wie von der abscheulichen Tat an sich.

Das Ende hat mir dann wieder besser gefallen. Quincey beginnt die ungewöhnlichen Situationen zu hinterfragen und auch wenn sie dabei weiterhin oft überfordert ist und unüberlegt handelt, fand ich ihre Erkenntnisse total schockierend und spannend und auch den Schluss wirklich mitreißend und dennoch irgendwie zufriedenstellend.

Die richtig krassen Wendungen hatte ich so nicht erwartet und somit haben sie mich eiskalt erwischt und schockiert. Jedoch mochte ich den Hoffnungsschimmer am Ende wirklich gern.

Fazit:

Im Kern wieder sehr spannend, jedoch hat der Autor viel Zeit drauf verwendet, sich mit der persönlichen Lage und dem zerrütteten Innerem seiner Figuren zu beschäftigen. Für mich zwar glaubhaft und anschaulich, aber mit der Zeit etwas zu viel und zu krass. Das Ende war definitiv unerwartet, komplexer als gedacht und nochmal sehr spannend und trotz aller Tragik mit einem zufriedenstellenden Hoffnungsschimmer versehen. Insgesamt habe ich aber, vor allem im Mittelteil, deutlich mehr bzw. einen anderen Fokus erwartet, weshalb ich das Buch nicht uneingeschränkt empfehlen kann und nur solide 3 Buchherzen vergeben würde.

Infos zum Autor (Quelle: dtv.de):
Riley Sager ist ein Pseudonym. Der Autor, in Pennsylvania geboren, ist Schriftsteller, Redakteur und Grafikdesigner und lebt in Princeton, New Jersey.


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Samstag, 28. September 2024

Hörbuchrezension: Die Geschichtenwandler 3: Gefährliche Wünsche - Kristen Perrin

Titel: Die Geschichtenwandler 3 - Gefährliche Wünsche
Autorin: Kristen Perrin 
Sprecherin: Nina Reithmeier   
Laufzeit: 7 h 24 Min - ungekürzte Lesung 
  Verlag: Argon Sauerländer Audio    
Preis: 20,95 € - Download - Im Abo günstiger
Ersterscheinung: 28. Juni 2024        
Reihe: Teil 3 von 3
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Neue magische Geheimgesellschaften sprießen in London wie Pilze aus dem Boden. Wunscherfüller, Tierflüsterer, Geisterbeschwörer, sogar ein Junge, der mit der Themse kommunizieren kann ... Enna ist begeistert! Doch dann läuft die Magie immer öfter aus dem Ruder. Kann Enna all ihren neuen und alten Freunden wirklich trauen? Und was hat es mit dem gruseligen grünen Ring auf sich, den die Themse eines Tages anschwemmt? Während Enna gleich mehrere magische Rätsel auf einmal zu lösen versucht, hängt auch noch der Haussegen in der Buchhandlung schief – denn Ennas Mutter plant einen Umzug aufs Land ...

Meinung:

Nachdem ich den 2. Teil definitiv runder, als den Auftakt fand und mir auch die Idee gefallen hat, dass es immer mehr besondere magische Geheimgesellschaften gibt, war ich echt guter Dinge, für diesen Abschlussband.

Und ich fand den Start in die Geschichte auch echt gut gemacht. Man begleitet Enna und die anderen gleich dabei, wie andere Gesellschaften ihre Fähigkeiten ausprobieren und die Ideenvielfalt dazu fand ich echt toll. Nur leider hat sich der Fokus der Geschichte bald wieder in einer Richtung verschoben, die mich persönlich nicht so sehr abgeholt hat.

Klar, war die Handlung dadurch sehr spannend und die Gefahr für alle, auch die Magie, sehr groß, aber irgendwie war es für mich schon wieder nicht ganz rund. Mir hätte da mehr Fokus auf die anderen Gesellschaften und den erneuten Aufbau dieser, für einen runden Abschluss viel mehr gefallen, als jetzt noch eine unnötige neue Bedrohung aus dem Hut zu zaubern. Auch wenn ich es gut fand, dass Enna nun auch ihren Horizont erweitern muss und Hilfe von unerwarteter Seite bekommt.

Jedoch wird Enna einfach nicht meine Lieblingsprotagonistin. Auch dieses Mal fand ich einige ihrer Reaktionen wieder eher grenzwertig und einfach unsympathisch, obwohl dies deutlich weniger der Fall war, als bei den Vorgängern.

Und sie muss sich dieses Mal auch mit ganz persönlichen, nicht-magischen Problemen herumschlagen, aus denen sie für sich selbst einiges Lernen kann. Aber irgendwie war auch das nicht der Handlungsstrang, den ich mir für diesen Abschlussband gewünscht hätte. So ist das Ende zwar schon ok, aber ich hatte einfach durchgängig das Gefühl, dass ich gerne eine andere Geschichte zum Abschluss der Reihe gelesen hätte.

Sprecherin Nina Reithmeier hat wieder einen soliden Job gemacht und das Hörbuch gut vertont.

Fazit:

Leider nicht der Abschluss, den ich mir gewünscht hätte. Zwar spielen die anderen magischen Geheimgesellschaften eine Rolle und die Ideenvielfalt dazu hat mir auch gut gefallen, jedoch verändert sich der Fokus schnell wieder auf ganz andere Bedrohungen und Herausforderungen, die ich persönlich so nicht gebraucht hätte. So gab es zwar viel Spannung und Action, aber irgendwie hat für mich eine reihenübergreifende Tiefe gefehlt und es ist wieder nicht ganz rund gewesen, auch wenn ich einzelne Entwicklungen wichtig und richtig fand. Insgesamt hätte ich irgendwie gerne einen anderen Fokus für den Abschluss der Reihe gehabt, weshalb meine Erwartungen etwas unerfüllt blieben und ich nur 3 Buchherzen, für eine handwerklich solide Geschichte vergeben kann, die für mich zu viel Potential verschenkt hat.
Herzlichen Dank an den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zur Autorin (Quelle: Argon-verlag):
Kristen Perrin stammt ursprünglich aus Seattle, USA, wo sie viele Jahre als Kinderbuchhändlerin tätig war. Sie interessiert sich leidenschaftlich für alles, was für Kinder und Jugendliche lustig, magisch oder mysteriös sein könnte. Sie lebt mit ihrer Familie in Surrey im Süden Englands, wo sie gerne in Antiquariaten stöbert, mit ihren beiden Kindern im Schlamm herumstampft und zu viele Pflanzen sammelt. Die Geschichtenwandler – Magische Tinte ist ihr Debüt.

Info zur Sprecherin (Quelle: Argon-verlag):
Nina Reithmeier war viele Jahre festes Ensemblemitglied am renommierten Berliner Grips-Theater und wurde mehrfach ausgezeichnet – u. a. mit dem Faust-Theaterpreis. Neben der Schauspielerei spricht sie für zahlreiche Verlage Hörbücher und -spiele.

 
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Infos zur Reihe:
1. Die Geschichtenwandler - Magische Tinte *klick zu meiner Rezension*
2. Die Geschichtenwandler - Steinerne Drachen*klick zu meiner Rezension*
3. Die Geschichtenwandler - Gefährliche Wünsche 
 

Dienstag, 3. September 2024

Hörbuchrezension: Dawn of Onyx: Die Edelsteinsaga 1 - Kate Golden

Titel: Dawn of Onyx - Die Edelsteinsaga
  Autorin: Kate Golden 
Übersetzerin: Kirsten Borchardt
SprecherInnen: Rebecca Veil, Julian Tennstedt 
Laufzeit: 13 h 59 Min - ungekürzt   
Verlag: DAV  
Preis:  ab: 25, 95 € - Download  - Im Abo günstiger
Ersterscheinung: 14. August 2024   
Reihe: Teil 1 von 3
 

 
 

Kurzbeschreibung:

Arwen Valondale ist keine Heldin, und wollte auch nie eine sein. Doch dann fällt die junge Heilerin beim Versuch, ihren Bruder zu retten, den Schergen des Onyx-Königs in die Hände. Sie wird in dessen Schattenreich gebracht, wo sie die Onyx-Soldaten, die im Krieg gegen Arwens Heimat Amber verwundet wurden, mit ihren magischen Fähigkeiten heilen soll. Der Einzige, der ihr zur Flucht verhelfen kann, ist ihr Mitgefangener, der ebenso geheimnisvoll wie faszinierend ist. Doch im Reich des Onyx-Königs kann Arwen niemandem vertrauen – erst recht nicht ihrem eigenen Herz …

Meinung:

Die Kurzbeschreibung hat mich angesprochen und die Ausgangslage ist zwar nicht unbekannt, aber auch nicht uninteressant. Arwen, deren Königreich scheinbar von einem Aggressor in den Krieg getrieben wird, wird als Kriegsgefangene in dieses Königreich verschleppt. Dort erfährt sie einige Hintergründe, die ihr so nicht klar waren und die ihr Weltbild erschüttern.

Dazwischen gibt es auch noch Magie und Fae und interessante Grundthemen, die leider doch ziemlich kurz kamen.

Denn, der Fokus liegt leider doch recht deutlich auf der Liebesgeschichte und dabei gibt es doch auch mehr sexuelle Details, als ich das erwartet hätte. Und bei Szenen, in denen Protagonistin meint, dass sie ihren Love Interest gerne Nackt ausziehen und ihn von oben bis unten ablecken möchte, kann ich einfach nur genervt die Augen verdrehen.

An sich mochte ich die Stimmung in der Geschichte recht gerne. Kane und Arwen haben gute, schlagfertige Seiten, aber insgesamt ist mir Kane auch einfach viel zu nett gewesen. Ich bin wirklich kein großer Badboy Fanatiker, fand es aber total unglaubwürdig, dass er in seiner Position Arwen jeden Scheiß durchgehen lässt und sich nicht mal darüber ärgert, bzw. sie immer vollkommen versteht, obwohl sie manchmal einfach kopflos und unüberlegt handelt. Deshalb bin ich in meinen Sympathien auch oft geschwankt. Auch das Arwen alle Infos, die sie erhält, immer so rundherum ausplaudert, hat mich einfach genervt. Dafür macht sie für sich selbst eine große und schon auch glaubhafte Entwicklung durch.

Die Handlung geht lange Richtung Friede-Freude-Eierkuchen, jedoch kommt es am Ende dann ziemlich dicke. Es gibt einige Wendungen, die ich so nur zum Teil erwartet hatte und die schon recht schockieren und eigentlich auch wieder viel Potential für die Fortsetzung mitbringen.

Am Ende gibt es noch ein paar Szenen aus seiner Sicht, die ich ganz interessant fand.

Hauptsprecherin Rebbeca Veil hat die Geschichte gut vertont und auch gut zur Protagonistin gepasst. Julian Tennstedt ist dann nur im Endteil, aus Kanes Sicht zu hören und hat für mich auch gepasst. 

Fazit:

Eigentlich eine gute Geschichte mit viel Potential, aber leider ist der Fokus auf die Liebesgeschichte und auf sexuelle Details zu groß. Dafür kommt alles andere deutlich zu kurz. Die Stimmung mochte ich trotzdem größtenteils, fand es jedoch auch unglaubwürdig, dass Kane immer so extrem nett war, egal was Arwen auch gemacht hat. Am Ende gibt es nochmal eine große Wendung und weiterhin viel Potential für die Fortsetzung. Für diesen Auftakt vergebe ich 3 Buchherzen.
Herzlichen Dank an den DAV - Der Audio Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zur Autorin (Quelle: der-audio-verlag.de):
Kate Golden lebt in Los Angeles und arbeitet hauptberuflich in der Filmindustrie. Mit »A Dawn of Onyx«, dem Auftakt zu ihrer großen Fantasy-Trilogie begeisterte sie auf TikTok bereits Millionen von Fans. In ihrer Freizeit liebt Kate Golden es, ins Kino zu gehen, zu lesen, knifflige Puzzles zu lösen, zu wandern und auf Flohmärkten herumzustöbern.
 
Infos zu den SprecherInnen (Quelle: der-audio-verlag.de):
Rebecca Veil ist Musikerin und Sprecherin aus Leidenschaft. Sie entdeckte schon früh ihre Liebe zu Musik und Theater. Nach einer Reise als Straßenmusikerin durch Australien folgte ein Studium mit den Schwerpunkten Gesang und Komposition in Berlin sowie eine Schauspiel- und Sprechausbildung. Heute ist sie Trainerin für Schauspieltechnik nach Michael Chekhov und unterrichtet diese mit besonderem Fokus auf Sprachgestaltung.
 
Julian Tennstedt, geboren 1992 in Berlin, ist Synchron-, Werbe-, Hörspiel- und Hörbuchsprecher. Seine Stimme ist unter anderem im Marvel-Universum zu hören, in »The Amazing Spider-Man« als Flash (Chris Zylka) und in »The Protector« als Hakan Demir (Çagatay Ulusoy). Für DAV las er bereits die »Belle Morte«-Reihe von Bella Higgin sowie »A Dawn of Onyx« von Kate Golden.
 

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Infos zur Reihe:
1. Dawn of Onyx
2. Promise of Peridot (geplanter Erscheinungstermin  15.03.25)
3. ???