Samstag, 23. Oktober 2021

Rezension: Knights: Ein gefährliches Vermächtnis - Lena Kiefer

Titel: Knights - Ein gefährliches Vermächtnis
 Autorin: Lena Kiefer   
Seiten: 448      
Verlag: cbj
Preis: ebook: 14,99 €, HC: 20,00 € 
Ersterscheinung: 13. 09. 21
Reihe: Teil 1 von 3
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Die 18-jährige Charlotte Stuart tut alles dafür, ihre einzigartige Gabe geheim zu halten. Denn sie weiß: Wenn ihre Fähigkeiten in die falschen Hände geraten, könnte das den Untergang der Welt bedeuten. Doch dann macht plötzlich jemand unerbittlich Jagd auf Charlotte und sie muss so schnell wie möglich aus London verschwinden. Auf ihrer Flucht läuft sie ausgerechnet der Organisation in die Arme, vor der sie sich jahrelang versteckt hat: den Knights of the Round Table. Die Nachfahren der Ritter der Tafelrunde verfügen selbst über besondere Gaben und Charlotte misstraut ihnen zutiefst. Dennoch bleibt ihr keine andere Wahl, als sich mit den Knights zu verbünden, um ihren übermächtigen Gegner zu stoppen. Unterstützung erhält sie dabei allen voran von Noel Mayfield, einem Lancelot-Erben, der in ihr unerwartete Gefühle weckt und mit dem sie ein gefährliches Schicksal verbindet …

Meinung:

Die Ophelia Scale Reihe der Autorin hat mir gut gefallen und da auch diese Reihe im Fantasybereich angesiedelt ist und ich die Idee total interessant finde, war ich sehr gespannt auf diesen Auftakt.

Dabei wird schnell klar, dass die Liebesgeschichte hier eine große Rolle spielen wird. Ich fand es aber trotzdem ganz angenehm verpackt, wie Charlie und Noel erst versuchen gegen ihre Gefühle anzukämpfen und dann aber doch einsehen, dass sie zusammen stärker sind. Ich konnte die vorherbestimmte Anziehungskraft der beiden spüren und hab mit ihnen mitgefiebert.

Aber nicht nur mit ihnen, sondern mit allen Charakteren. Charlie ist eine sympathische, mutige und sehr schlagfertige Protagonistin. Sie hat in ihrer Jugend sehr schlechte Erfahrungen mit der Organisation hinter den Knights gemacht und trotzdem hat sie jetzt keine andere Wahl, als sich ihnen anzuschließen. Zumindest nicht, wenn sie Antworten erhalten und nicht ständig auf der Flucht sein möchte. Das Team rund um Noel fand ich sehr sympathisch und alle auf ihre Art besonders, auch wenn die anderen Teammitglieder bisher nicht so viel Raum bekommen, wie sie haben könnten. Aber dafür ist ja in den Fortsetzungen noch Zeit. Bisher fand ich die Beschreibungen alle sehr gelungen und auch ausreichend für diesen Auftakt.

Ebenso hat mir die Grundidee und die darauf aufbauende Handlung sehr gut gefallen. Bücher, die sich um die Artus-Sage drehen, habe ich noch gar nicht so viele gelesen, dabei ist dies ein sehr mystisches Thema, aus dem sich viel machen lässt. So fand ich die Ideen von Lena Kiefer sehr interessant und auch den Aufbau des Plots total gelungen. Es gibt immer wieder neue Infos und unerwartete Wendungen, die dem Leser teilweise wirklich den Atem rauben.

Und dabei fand ich es auch toll, wie die Autorin diese mystische Geschichte glaubhaft in unserer realen Welt angesiedelt hat.

Der Schreibstil ist flüssig lesbar, atmosphärisch, bildgewaltig und mit der richtigen Mischung aus Emotionen, Humor und Spannung. Ich war schon von Beginn an in der Geschichte drin, die aus der Sicht von Protagonistin Charlie erzählt wird. Nur Prolog und Epilog sind aus anderen Perspektiven beschrieben, aber auch diese waren sofort greifbar.

Auch der Showdown am Ende hat sich gut eingefügt und eigentlich mag ich Cliffhanger nicht so gerne, aber hier fand ich es doch ganz gut gewählt. Was mir leider nicht gefällt, ist die Andeutung, welche Richtung die Fortsetzung einschlagen wird. Ich hab keine Lust mehr auf Dreiecks-Geschichten und hier scheint es so, als würde bewusst eine angeleiert werden.

Fazit:

Ein richtig guter Auftakt in eine neue Fantasyreihe, die geschickt und glaubhaft in unserer Welt angesiedelt ist. Die Idee ist toll, die Twists sehr gut gemacht und meistens unvorhersehbar, die Figuren stark und auch die Nebenfiguren sympathisch und mit noch vielen Geheimnissen. Einzig die angedeutete Richtung für die Liebesgeschichte finde ich nicht so prickelnd, aber vielleicht überrascht mich die Autorin da wieder positiv, indem sie doch noch einen anderen Weg einschlägt. Für diesen Auftakt gibt es aber doch knappe 5 Buchherzen. 
Vielen Dank an den Cbj Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zur Autorin (Quelle: randomhouse.de):
Lena Kiefer wurde 1984 geboren und war schon als Kind eine begeisterte Leserin und Geschichtenerfinderin. Einen Beruf daraus zu machen, kam ihr jedoch nicht in den Sinn. Nach der Schule verirrte sie sich in die Welt der Paragraphen, fand dann aber gerade noch rechtzeitig den Weg zurück zur Literatur und studierte Germanistik. Bald darauf reichte es ihr nicht mehr, die Geschichten anderer zu lesen – da wurde ihr klar, dass sie Autorin werden will. Heute lebt Lena Kiefer mit ihrem Mann in der Nähe von Freiburg und schreibt in jeder freien und nicht freien Minute.



WERBUNG
Da wir euch auch weiterhin die Gelegenheit geben möchten, mit einem Klick weitere Infos einzuholen, kennzeichnen wir gemäß § 2 Nr. 5 TMG folgende Links als Werbung:  
 
*Klick zu Amazon*   
*Klick zur Verlagsseite*
 

Donnerstag, 21. Oktober 2021

Top Ten Thursday #274 - schwarz/weiß

 
 Huhu ihr Lieben,

heute gibts wieder einen neuen Top Ten Thursday und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander weitergeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.

Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.
Das Thema für diese Woche lautet:
 
  10 Bücher, deren Cover in Schwarz/weiß gehalten ist

 
Die Liste hatte ich recht schnell voll, ab und an haben sich doch noch ein paar Kleckse andere Farben eingeschlichen und wie erwartet ist die Liste recht Thriller-lastig, aber prinzipiell bin ich zufrieden mit dem Endergebnis.
 
Die Titel sind zu den jeweiligen Rezensionen verlinkt.
- Die Stimme des Zorns - Ethan Cross
- Lost Souls - Thomas Finn
- Die Verlorenen - Simon Beckett
- Witch Hunter - Virginia Boecker

- Verschließ jede Tür - Riley Sager
- Niemals - Andreas Pflüger
- Der Nachtwandler - Sebastian Fitzek
- Saeculum- Ursula Poznanski
 
 
 
Was sagt ihr zu meiner Auswahl? Kennt ihr den ein oder anderen Autor oder die Bücher?



Das Thema für nächste Woche lautet:
Zeige uns 10 Bücher, die perfekt auf Halloween einstimmen
 
Liebe Grüße,
Steffi

Samstag, 16. Oktober 2021

Rezension: The Watchers: Wissen kann tödlich sein - John Marrs

Titel: The Watchers - Wissen kann tödlich sein
Autor: John Marrs
Übersetzer: Felix Mayer
   Seiten: 544  
 Verlag: Heyne
  Preis: broschiert: 15,99 €
 Ersterscheinung: 16. 08. 2021
  Reihe: Teil 3 von (bisher) 3 einer eher lose zusammenhängenden Reihe
 
 

Kurzbeschreibung:

Im digitalen Zeitalter sind Informationen wertvoller als Gold. Doch Computer können gehackt und Files gestohlen werden. Nach einem massiven Cyberangriff fürchtet die britische Regierung um ihre Staatsgeheimnisse und entwickelt einen ebenso riskanten wie genialen Plan: die brisantesten Informationen werden offline genommen, in einen genetischen Code umgewandelt und fünf Zivilisten implantiert. Dafür bekommen diese so genannten Wächter die Chance auf ein neues Leben, eine neue Identität und finanzielle Unabhängigkeit. Auf keinen Fall aber dürfen sie Kontakt zueinander aufnehmen, denn gemeinsam kennen sie jede noch so schmutzige Parteiaffäre, die Wahrheit über Lady Di's Tod und die intimsten Geheimnisse der Queen. Doch jeder der Wächter verfolgt eine eigene Agenda, und schon bald entwickelt das Regierungsprojekt eine Dynamik, in der niemand mehr weiß, wem er eigentlich noch trauen kann...

Meinung:

Auch diese Idee fand ich auf Anhieb wieder total interessant. Es ist ja leider schon so so, dass man sich nicht mehr sicher sein kann, ob online gesicherte Daten, auf Dauer auch wirklich sicher sind. Die Idee, diese dann eher „altmodisch“ bei Menschen zu verstecken, fand ich spannend, aber ehrlich gesagt nicht so, wie es hier gemacht wird. Dass diese Leute auch Zugriff auf die Infos haben, finde ich ehrlich gesagt schon etwas gefährlich und fragwürdig, aber naja, das ist ja nicht wirklich die Frage.

Hier werden aufgrund eines speziellen Rätsels Menschen ausgewählt, die die geheimen Daten in ihren Gehirnen tragen sollen, bis es eine bessere Lösung gibt. Nur Synästhetiker, also Menschen, deren Wahrnehmung erweitert ist, da sie z. B. Zahlen auch als Farben sehen, oder Musik auch Schmecken können, kommen dafür in Frage, da nur sie so viele Daten im Gehirn speichern können.

So werden fünf Menschen ausgewählt, die diese Fähigkeiten haben und deren Leben aus unterschiedlichen Gründen zu Bruch gegangen ist. Die Geschichte wird auch größtenteils wieder aus diesen fünf Perspektiven erzählt. Dabei lernen wir diese Menschen etwas kennen und begleiten sie in ihre neues Leben mit den geheimen Infos, wobei ich es schade fand, dass man von der „Schulung“ für ihr neues Leben nicht viel mitbekommen hat. Dazwischen gibt es noch Top-Secret Protokolle und die Sicht einer Emilia, die ihr Gedächtnis verloren hat und versucht, ihre Erinnerungen wiederzufinden.

Auch dieses Mal gibt es wieder viele Querverweise zu den Vorgängern „The One“ und „The Passengers“, die mir ja gut gefallen haben. Es ist nicht unbedingt nötig, diese gelesen zu haben, aber es macht auf jeden Fall viel Spaß, wenn man es hat und diese Querverweise entdeckt und zuordnen kann.

Und erneut läuft nicht alles so, wie sich die Ideengeber das alles vorgestellt haben. Die Wächter reagieren alle anders auf die Veränderungen in ihrem Gehirn und bekommen es mit unerwarteten Gefahren, aber auch sozialen Beziehungen zu tun. Die Geschichte ist auch dieses Mal wieder durchaus spannend aufgebaut, aber mir persönlich haben die meisten Entwicklungen einfach nicht so gut gefallen. Vor allem von der großen Auflösung am Ende war ich doch etwas enttäuscht. Also etwas in die Richtung habe ich schon erwartet, aber das war schon irgendwie deutlich abgedreht und zu viel des Guten und auch zu schnell abgehandelt, auch wenn zumindest ein Teil-Happy-End eingebaut wurde. Außerdem habe ich doch auch das ein oder andere Logikloch entdeckt, das mir nicht gefallen hat.

Den Schreibstil fand ich aber unverändert gut und auch das Erzähltempo fand ich, bis auf das Überspringen der Schulung, recht stimmig. Ich bin wieder schnell in die einzelnen Perspektiven rein gekommen und konnte sie gut auseinanderhalten. Manche Figuren sind mir aber doch auch etwas fern geblieben, nur mit einigen konnte ich so wirklich mitgehen und auch mitfühlen, aber trotzdem hat sich die Geschichte sehr schnell und flüssig lesen lassen und man hat die besondere Atmosphäre gespürt.

Fazit:

Auch dieses Mal hat John Marrs eine recht aktuelle Thematik mit einer interessanten Idee gelöst, auch wenn ich bei der Umsetzung schon von Anfang an mehr Zweifel hatte, wie bei den Vorgängern. Die Geschichte ist auch dieses Mal wieder spannend aufgebaut und lässt sich dank des tollen Schreibstils super schnell lesen, aber die Entwicklungen haben mir einfach nicht so gut gefallen. Vor allem das Ende hat mich etwas enttäuscht und insgesamt ist diese Idee für mich deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben. Zum Nachdenken hat sie trotzdem angeregt und auch die Querverweise zu den Vorgängern haben Spaß gemacht. Insgesamt gibt es für diesen bisher schwächsten Teil der Reihe immerhin noch gute 3 Buchherzen. 
 Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zum Autor (Quelle: randomhouse.de):
John Marrs arbeitete über zwanzig Jahre als freischaffender Journalist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Mit seinem Roman »The One« gelang ihm in England der Durchbruch, eine Verfilmung durch Netflix ist bereits in Vorbereitung. Der Autor lebt und arbeitet in London.


WERBUNG
Da ich euch auch weiterhin die Gelegenheit geben möchte, mit einem Klick weitere Infos einzuholen, kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG folgende Links als Werbung:
 

*Klick zu Amazon* 
*Klick zur Verlagsseite* 


 
Infos zur Reihe:
1. The One - Finde dein perfektes Match *klick zu meiner Rezension*
2. The Passengers – Du entscheidest über Leben und Tod *klick zu meiner Rezension*
3. The Watchers – Wissen kann tödlich sein

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Top Ten Thursday #273 - Herbstlich

Huhu ihr Lieben,

heute gibts wieder einen neuen Top Ten Thursday und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander weitergeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.

Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.

Das Thema für diese Woche lautet:
 
  Bilde mit 10 Buchtiteln aus deren Anfangsbuchstaben das Wort: HERBSTLICH

 
 
So ein ähnliches Thema hatten wir ja vor kurzem erst und auch dieses Mal musste ich doch länger suchen, da mir auf Anhieb nur weniger passende Titel eingefallen sind. Mit Stöbern hab ich dann aber doch wieder einiges passendes gefunden.

Hive habe ich ja gerade erst angefangen, die anderen haben mir alle gut gefallen.
 
Falls vorhanden, sind die Titel zur jeweiligen Rezension verlinkt.
- Hive: Tödlicher Code - Barry Lyga/ Morgan Baden
- Blind - Christine Brand

- Totenweg - Romy Fölck
- Immer wenn du tötest - Ein Fall für Targa Hendricks - B. C. Schiller
- Crescent City: Wenn das Dunkel erwacht - Sarah J. Maas
- H.O.M.E.: Das Erwachen - Eva Siegmund
 
 
 
Was sagt ihr zu meiner Auswahl? Kennt ihr den ein oder anderen Autor oder die Bücher?



Das Thema für nächste Woche lautet:
10 Bücher, deren Cover in schwarz/weiß gehalten ist
 
Liebe Grüße,
Steffi

Dienstag, 12. Oktober 2021

Hörbuchrezension: The One - Finde dein perfektes Match - John Marrs

Titel: The ONE - Finde dein perfektes Match
 Autor: John Marrs
Übersetzer: Felix Mayer 
Sprecher: Charles Rettinghaus  
Laufzeit: 12 h 30 Min - ungekürzt
  Verlag: Random House Audio       
Preis: ab 9,95 € bei Audible - Als Download    
Ersterscheinung: 21. Oktober 2019          
Reihe: Teil 1 von (bisher)
 
 
 

Kurzbeschreibung:

In der nahen Zukunft ist der Traum von der großen Liebe Wirklichkeit geworden. Dank der revolutionären Entschlüsselung eines bis dahin verborgenen genetischen Codes können die Menschen durch einen simplen Gentest ihren perfekten Partner finden. Das beschert der Welt Millionen glücklicher Paare und dem Online-Portal MatchyourDNA.com Milliarden auf dem Konto. Moment mal, Millionen glücklicher Paare? Nicht so ganz, denn auch Seelenverwandte haben Geheimnisse voreinander - und manche davon sind tödlicher als andere...

Meinung:

Letztes Jahr habe ich mit „The Passengers – Du entscheidest über Leben und Tod“ meinen ersten Roman von John Marrs gelesen, der für mich persönlich ja eher ein Thriller war und mich sehr gut unterhalten hat. 
 
Da nun dieses Jahr mit „The Watchers – Wissen kann tödlich sein“ bereits der dritte Roman erschienen ist und es auch in „The Passengers“ einige Querverweise auf „The One – Finde dein perfektes Match“ gab, habe ich beschlossen vor dem dritten Teil erstmal den Auftakt dazwischen zuschieben und mir das Hörbuch dazu geholt.

Und es war eine gute Entscheidung, schon alleine, weil auch diese Grundidee total interessant und signifikant ist. Es hat sich bestimmt schon jeder mal die Frage gestellt, ob es nur eine bestimmte Person gibt, die perfekt zu uns passt. Und John Marrs hat diese Überlegungen in seinem Roman zur Realität gemacht und damit das bekannte Dating bzw. den Status von Beziehungen über den Haufen geworfen.

In seiner nicht allzu weit in der Zukunft liegenden Geschichte, kann man mithilfe eines simplen Tests sein DNA-Match finden, das perfekt zu einem passt. Dadurch ist diese Form der Partnersuche auch extrem angesagt und eigentlich nur noch die einzig Wahre. Dass dafür bestehende Beziehungen auseinandergehen, sind Kollateralschäden und auch solche, die kein passendes Match haben, sind nur noch 2. Wahl. Und trotzdem wurden die vermeintlichen Vorteile so gut verkauft, dass ich doch auch öfters ins Überlegen gekommen bin, ob das was Gutes sein könnte, oder nicht.

In dem Roman begleiten wir fünf völlig unterschiedliche Menschen, die ihr Match im Laufe der Handlung finden und deren Geschichten dafür, dass dies das Ende aller Probleme verspricht, doch recht turbulent sind. Manche Perspektiven fand ich interessanter als andere, vor allem die des Serienmörders Christopher ist schon sehr besonders und speziell, aber doch habe ich alle ganz gern gehört und hatten auch alle ihre Überraschungen zu bieten. Bei Sally und Nick hab ich mich anfangs doch ziemlich geärgert, weshalb sie so auf den Test besteht, aber auch dafür gibt es am Ende eine nachvollziehbare Erklärung.

Prinzipiell war das Erzähltempo hier deutlich ruhiger als beim Nachfolger und manchmal hätte ich gerne noch etwas mehr Spannung zwischendurch gehabt. Aber die einzelnen Enden haben es auf jeden Fall in sich und verbinden die Geschichte dann auch zu einem großen Ganzen, wobei mich die meisten Wendungen auch wirklich überrascht haben.

Sprecher Charles Rettinghaus war mir bisher unbekannt, seine Sprecherleistung hat mich aber überzeugt. Ich konnte die einzelnen Perspektiven, die sich immer wieder in der gleichen Reihenfolge abwechseln, schnell auseinanderhalten und auch mit den einzelnen Personen mitfiebern. Dabei hat er die geheimnisvolle Atmosphäre der Geschichte gut übertragen.

Fazit:

Eine einschlagende Idee und auch eine interessante Umsetzung. Ich bin, wie bereits beim Nachfolger, viel ins Nachdenken gekommen und habe die einzelnen Perspektiven gern begleitet, auch wenn zwischendurch doch etwas mehr Spannung auch nicht geschadet hätte. Dafür haben es die Enden in sich und mich die einzelnen Wendungen und auch der zusammenhängende rote Faden überrascht und überzeugt. Insgesamt war ich nicht ganz so mitgerissen, wie bei „The Passengers“, habe mich aber trotzdem gut unterhalten gefühlt und war auch sehr gespannt auf das neue Werk des Autors, weshalb es für solide 4 Buchherzen reicht. 
 
Infos zum Autor (Quelle: penguinrandomhouse.de):
John Marrs arbeitete über zwanzig Jahre als freischaffender Journalist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Mit seinem Roman »The One« gelang ihm in England der Durchbruch, eine Verfilmung durch Netflix ist bereits in Vorbereitung. Der Autor lebt und arbeitet in London.


Info zum Sprecher (Quelle: penguinrandomhouse.de):
Charles Rettinghaus, geboren 1962, wurde bekannt, als er LeVar Burton (Geordi La Forge) in "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert" synchronisierte. Darüber hinaus sprach er zum Beispiel Victor Williams als Deacon Palmer in der Serie "King of Queens" und lieh Stars wie Billy Zane, Jean-Claude Van Damme und Robert Downey Jr. eine deutsche Stimme. Auch in vielen Werbespots ist er zu hören.


WERBUNG
Da ich euch auch weiterhin die Gelegenheit geben möchte, mit einem Klick weitere Infos einzuholen, kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG folgende Links als Werbung:
 

*Klick zu Amazon* 
*Klick zur Verlagsseite* 


 
Infos zur Reihe:
1. The One - Finde dein perfektes Match
2. The Passengers – Du entscheidest über Leben und Tod *klick zu meiner Rezension*
3. The Watchers – Wissen kann tödlich sein

Sonntag, 10. Oktober 2021

Dreizehnter Bucheingang 2021 - Viele Hörbücher

Huhu ihr Lieben,

obwohl es in den letzten Wochen ja hier eher ruhig war, sind trotzdem neue Schätze eingezogen. Dieses Mal gabs vor allem was für die Ohren, es sind nämlich 5 Hörbücher und 1 Printbuch eingezogen.
 

Los geht´s trotzdem mit dem Printbuch. Dabei handelt es sich um Hive - Tödlicher Code von Barry Lyga und Morgan Baden aus dem Hause cbj. Die Kurzbeschreibung mit den kritischen sozialen Medien hat mich angesprochen, da ich die größe Agressivität darin auch selbst merke und ich bin sehr gespannt auf die Geschichte.



Dann durften gleich 3 Hörbücher aus dem Hause Argon einziehen. Sharing - Willst du wirklich alles teilen? von Arno Strobel, Fürimmerhaus von Kai Meyer und Waterland - Aufbruch in die Tiefe von Dan Jolley. Letzteres ist schon länger erschienen, aber jetzt hat meine Neugier doch gewonnen.



Und auch bei Audible hab ich mal wieder zugeschlagen. Meine Guthaben werden immer mehr und da ich schon lange noch was von Rick Riordan lesen wollte und es dazu ne 2 für 1 Aktion gab, habe ich ich für die ersten beiden Teile der Kane-Chroniken - Die rote Pyramide und Der Feuerthron entschieden.


Samstag, 9. Oktober 2021

Rezension: The Lie in your Kiss: Die Hüter der fünf Jahreszeiten - Kim Nina Ocker

 Titel: The Lie in your Kiss - Die Hüter der fünf Jahreszeiten
Autorin: Kim Nina Ocker

Seiten: 512
Verlag: Ravensburger
Preis: 14,99 € TB
Ersterscheinung  23. 08. 2021  
Reihe: Teil 1 von 2
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Als Bloom zu einer Hüterin des Winters bestimmt wird, bricht ihr ganzes Leben über Nacht in sich zusammen. Denn obwohl sie zu einer der vier magischen Herrscherfamilien gehört, die seit Generationen den Kreislauf der Jahreszeiten aufrechterhalten, wollte Bloom sich aus alldem heraushalten und stattdessen weit weg studieren. Doch nun muss sie von Oslo nach Amsterdam fliegen, um das Amulett der Jahreszeiten an den Hüter des Frühlings zu übergeben. Sie ahnt nicht, dass diese eine Begegnung und ein einziger Kuss genügen werden, um nicht nur ihr Herz, sondern auch ihre Familie und die gesamte Welt, wie Bloom sie kennt, in Gefahr zu bringen.

Meinung:

Magische Geschichten, in denen es um Jahreszeitenmagie geht, sind nicht neu, aber immer wieder interessant. Hier hat mich aber vor allem die Idee der geheimnisvollen fünften Jahreszeit angesprochen.

Protagonistin Bloom war mir sofort sympathisch, auch wenn ich anfangs etwas Probleme mit ihrem Namen hatte. Ich weiß nicht, Bloom ist für mich persönlich kein schöner Name, aber daran habe ich mich schnell gewöhnt.

Sie ist als Außenseiterin in eine der mächtigen Jahreszeitenfamilien geboren und kann damit nicht besonders viel anfangen, auch weil sie selbst keine Kräfte hat. Das ändert sich aber schlagartig, als sie ihren toten Cousin findet und sich plötzlich Kräfte zeigen und sie eine wichtige Rolle im Kreislauf der Jahreszeiten einnehmen muss.

Dabei ist der Start in die Geschichte sehr ruhig und gibt einen ausführlichen Einblick in Blooms Leben. Das fand ich gar nicht mal so störend, nur, dass es dabei auch einige Wiederholungen von Fakten gibt, hätte ich jetzt nicht gebraucht. Nach ca. 100 Seiten nimmt die Geschichte dann aber auch richtig Fahrt auf und das Chaos beginnt. Die geheimnisvolle fünfte Jahreszeit tritt auf den Plan und Bloom ist sich nicht sicher, was sie von den Erzählungen glauben kann und was nicht.

Ich fand ihre Skepsis und ihre Unsicherheit eigentlich recht glaubhaft und auch den Wunsch nachvollziehbar, erst beide Seiten der Geschichte zu hören. Auch sonst hat Bloom eine tolle und authentische Art. Die meisten anderen Figuren bleiben eher etwas geheimnisvoll, mit der Zeit bekommen die meisten aber mehr Tiefe und Konturen.

Die Hintergründe der fünften Jahreszeit fand ich toll und stimmig in die Geschichte integriert. Obwohl es schon immer nur vier Jahreszeiten gibt, könnte ich mir jetzt auch vorstellen, dass diese fünfte Zeit noch Platz haben und gebraucht werden könnte.

Die Handlung fand ich recht unterhaltsam. Vom Spannungslevel her vielleicht nicht immer auf 100 Prozent, aber doch solide interessant, sodass man gerne weiterlesen möchte. Ich fand es auch angenehm, dass die Liebesgeschichte gar nicht mal so viel Platz eingenommen hat, wie Titel und Kurzbeschreibung haben vermuten lassen. Ich fand das Verhältnis ziemlich stimmig. Am Ende gab es auch einige unerwartete Wendungen und ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

Den Schreibstil fand ich super angenehm. Locker leicht, mit humorvollen Spitzen und trotzdem atmosphärisch und schnell lesbar.

Fazit:

Ein toller Auftakt in eine interessante Jahreszeitenmagiereihe. Obwohl das Thema schon oft bedient wurde, gibt es interessante und stimmige neue Ideen. Auch das Verhältnis der Liebesgeschichte zum Rest der Handlung fand ich passend und die Protagonistin sehr sympathisch. Der Plot weist eine solide Grundspannung mit einigen Spannungsspitzen und der ein oder anderen unerwarteten Wendung auf und dank des Cliffhangers bin ich gespannt, wie es weitergeht. Insgesamt gibt es gute 4 Buchherzen.
Vielen Dank an vorablesen.de und den Ravensburger Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

 
Infos zu der Autorin (Quelle: vorablesen.de):
Kim Nina Ocker, geboren 1993, wuchs in Nordrhein-Westfalen auf und lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Hannover. Ihre ersten literarischen Meisterwerke bestanden aus bereits existierenden Geschichten, bei denen sie lediglich die Protagonistin in »Kim« umbenannte. Leider war die Welt noch nicht bereit für diese Sternstunde der Kreativität, und so musste der große schriftstellerische Durchbruch noch ein wenig warten. Zehn Jahre später veröffentlichte Kim schließlich ihren ersten »richtigen« Roman, auf den viele weitere folgten. 2016 machte sie ihr Hobby zum Beruf und arbeitet seitdem als Autorin.


WERBUNG
Da ich euch auch weiterhin die Gelegenheit geben möchte, mit einem Klick weitere Infos einzuholen, kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG folgende Links als Werbung:
 
*Klick zu Amazon*  
*Klick zur Verlagsseite* 
 
 

Infos zur Reihe:

1. The Lie in Your Kiss
2. The Truth in Your Touch *erscheint voraussichtlich im März 2022*

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Top Ten Thursday #272 - Autoren mit W

Huhu ihr Lieben,

heute gibts nach der Urlaubspause wieder einen neuen Top Ten Thursday und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander weitergeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.

Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.
Das Thema für diese Woche lautet:

10 Bücher von Autoren, deren Nachname mit einem W anfängt (Zur Not auch Vorname)


W war zum Glück recht leicht. Es gab genug Auswahl, aber auch nicht allzu viel, sodass man sich wieder nicht entscheiden kann. So konnte ich ene bunte Liste durch verschiedene Genre erstellen mit Büchern, die mir alle gut gefallen haben.

Die Links bei den Titeln führen euch zu den jeweiligen Rezensionen.
- Zeitreise mit Hamster - Ross Welford
- Der geheime Name - Daniela Winterfeld
- Der letzte beißt die Hunde - Markus Walther
- Hinter diesen Türen  Ruth Ware
- Das Salz der Erde - Daniel Wolf

- In tiefster Dunkelheit - Debra Webb
- Flamingos im Schnee - Wendy Wunder
- Du + Ich = Liebe - Heike Wanner


Was sagt ihr zu meiner Auswahl? Kennt ihr den ein oder anderen Autor oder die Bücher?



Das Thema für nächste Woche lautet:
Bilde mit 10 Buchtiteln aus deren Anfangsbuchstaben das Wort: HERBSTLICH
 
Liebe Grüße,
Steffi
 

Dienstag, 5. Oktober 2021

Zurück aus dem Urlaub + Lesestatistik September 2021

Huhu ihr Lieben,
 
es gibt mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Wir sind (leider) aus dem Urlaub zurück. Wir waren jetzt, wie geplant, ein paar Tage in Österreich, erst recht nah an der Grenze zu Deutschland in Kössen, dann noch am Wörthersee und dann in Rabac in Kroatien. 
Alles war sehr schön und auch wirklich toll zum Erholen und Abschalten, auch wenn es gerne noch ein paar Tage mehr hätten sein dürfen. Aber zum Glück geht es erst nächste Woche wieder mit Arbeit los.  
 
In Österreich bin ich wenig zum Lesen gekommen, aber in Kroatien am Pool war es durchaus gut machbar. Aber auch sonst bin ich mit meinen fünf beendeten Geschichten ganz zufrieden, vor allem, da mir alle Bücher ganz gut gefallen haben und ich mit Die Nacht auch ein Highlight hatte. 

Mein SuB ist in den letzten 3 Monaten auch konstant geblieben und Filmtechnisch habe ich mal wieder einen Disney-Film geguckt - Raya und der letzte Drache. Ich fand ihn ganz nett, vor allem die Botschaft dahinter, aber manchmal auch wieder etwas oben drüber. Aber durchaus zum Ansehen geeignet.
 
Liebe Grüße,
Steffi



Gelesene Bücher Steffi

  1. Die Nacht: Wirst du morgen noch leben? - Jan Beck ***** 05.09.21 464 S.
  2. Spinnenglut: Elemental Assassin 11 – Jennifer Estep (Hörbuch) ***` 08.09.21 424 S.
  3. Der erste letzte Tag – Sebastian Fitzek ***` 16.09.21 272 S.
  4. The Lie in your Kiss: Die Hüter der fünf Jahreszeiten 1 – Kim Nina Ocker **** 26.09.21 512 S.
  5. The One: Finde dein perfektes Match – John Marrs (Hörbuch) **** 29.09.21 496 S.

Gelesene Seiten insgesamt: 2 168
 

Bisher gelesene Bücher 2021: 46



SuB-Aktualisierung:
                                              SuB vom 01. 07. 2021:       94 Bücher      
                                              davon gelesen:                   14 Bücher 
                                              ungelesen aussortiert:          0 Bücher
                                              neu hinzugekommen:          14 Bücher
   --------------------------------------------------
                                           Neuer SuB vom 1. 10. 2021:  94 Bücher

Donnerstag, 23. September 2021

Top Ten Thursday #271 - Tolle Werke von SelfPublishern

 Huhu ihr Lieben,

heute gibts wieder einen neuen Top Ten Thursday und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander weitergeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.

Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.
Das Thema für diese Woche lautet:
 
10 Bücher von SelfPublishern, die dir richtig gut gefallen haben   

 
 
Auch an diesem Thema  habe ich schon 2 mal Teilgenommen (2018 & 2019) und ich muss leider sagen, dass ich seitdem nur noch wenige Bücher von SelfPublishern gelesen habe. Um aber nicht wieder die gleichen Geschichten zu nennen, habe ich richtig im Blog gestörbert und auch noch andere gefunden, die mir gut gefallen haben. 
 
Die Titel sind zur jeweiligen Rezension verlinkt.
- Seele an Seele - Hanna Bloom
- Wie angelt man sich einen Piraten? - Marita Sydow Hamann
- Die vierte Nachfahrin - Allison Maruska
- Barfuß im Regen - Hannah Siebern
- Ödland: Der Keller: Erstes Buch - Christoph Zachariae

- Mädchen der Lüge - Charles Sheehan-Miles
- Der geheime Wunsch - Julia Weißer
- Geistermond - Ina Linger & Cina Bird
 
 
 
Was sagt ihr zu meiner Auswahl? Kennt ihr das ein oder andere Buch davon?




Das Thema für nächste Woche lautet: 
Stelle uns 10 deiner liebsten Protagonisten und ihre Geschichte vor - Ein tolles Thema, bei dem ich leider pausieren muss, da ich es vorm Urlaub nicht mehr geschafft habe, einen Beitrag vorzubereiten.


Liebe Grüße,
Steffi

Dienstag, 21. September 2021

Ab in den Urlaub

Hallo ihr Lieben,
 
nachdem letztes Jahr mit dem ganzen Corona-Wahnsinn kein Urlaub möglich war und ich jetzt auch nicht mehr das Haus hüten muss, wollen wir es dieses Jahr zumindest mit dem Auto wagen und machen uns auf den Weg in den Süden.


Erst ein paar Tage Österreich und dann noch ab an den Strand.
Insgesamt sind wir 12 oder 13 Tage weg und in der Zeit wird es hier eher ruhig sein. 
 
Ich habe zwar noch den nächsten TTT-Beitrag vorbereitet, aber sonst hab ich keine Beiträge mehr geschafft. 
 
Ich wünsche euch auch eine schöne Zeit und bis in zwei Wochen. 
 
Liebe Grüße,
Steffi

Samstag, 18. September 2021

Rezension: Der erste letzte Tag - Sebastian Fitzek

Titel: Der erste letzte Tag - Kein Thriller
Autor: Sebastian Fitzek
Seiten: 272   
Verlag: Droemer HC
Preis: 16,00 €  Paperback
Ersterscheinung: 28. 04. 21
Reihe: Nein
 
 

Kurzbeschreibung:

Livius Reimer macht sich auf den Weg von München nach Berlin, um seine Ehe zu retten. Als sein Flug gestrichen wird, muss er sich den einzig noch verfügbaren Mietwagen mit einer jungen Frau teilen, um die er sonst einen großen Bogen gemacht hätte. Zu schräg, zu laut, zu ungewöhnlich - mit ihrer unkonventionellen Sicht auf die Welt überfordert Lea von Armin Livius von der ersten Sekunde an. Bereits kurz nach der Abfahrt lässt Livius sich auf ein ungewöhnliches Gedankenexperiment von Lea ein – und weiß nicht, dass damit nicht nur ihr Roadtrip einen völlig neuen Verlauf nimmt, sondern sein ganzes Leben!

Meinung:

Nachdem ich die Nachworte von Sebastian Fitzek immer total lustig finde, war ich natürlich extrem auf seinen Nicht-Thriller gespannt, bei dem die Kurzbeschreibung auch noch richtig interessant klang.

Den humorvollen Schreibstil merkt man dem Buch auch von Beginn an. Protagonist Livius beobachtet aus dem Flugzeugfenster, wie der Inhalt seines Koffers überall auf der Rollbahn verteilt wird und möchte eingreifen, dabei trifft er das erste Mal auf die ungewöhnliche Lea, die in eine penetrante Diskussion mit der Stewardess vertieft ist. Als dann der Flug auch noch gestrichen wird und ihm nichts anders übrig bleibt, als sich mit Lea ein Mietauto zu teilen, beginnt eine extrem abdrehte Reise.

Und das war auch so ein bisschen das Problem, das ich mit dem Buch hatte, es war mir meistens zu abgedreht und einfach zu viel des Guten. Ich mag lustige Passagen sehr gerne, auch Vergleiche und Anekdoten sind toll, genauso wie mal etwas zu wagen und über den Tellerrand hinauszuschauen, aber hier reiht sich eine Übertreibung an die nächste. Was anfangs noch lustig ist, wird mit der Zeit einfach anstrengend und verleitet zum Augen rollen.

Zusätzlich kam mir der tiefgründige Aspekt hinter der Geschichte etwas zu kurz, genauso wie die Charaktere an sich. Ich hatte einfach das Gefühl, dass bei vielem nur an der Oberfläche gekratzt und viel Potential verschenkt wurde. Vielleicht hätte der Roman dafür etwas länger sein müssen, damit auch mal etwas wirken kann und man nicht immer nur unter Hochspannung steht.

Langweilig wurde es dafür nicht, auch wenn es durch die Übertreibungen und die Menge an Ereignissen kaum Möglichkeit gab, Emotionen aufkommen oder gar Sacken zu lassen. Aber trotzdem kommt der Wert des Ganzen irgendwie durch und man hat einige kurzweilige Momente mit der Geschichte, die nur so dahin fliegt.

Das Ende ist dafür recht zufriedenstellend und passt zur Story.

Fazit:

Ein Buch ganz im humorvollen Stil der Nachworte von Sebastian Fitzek. Eigentlich sollte man meinen, es kann nichts besseres geben, aber leider wurde es mir schnell zu viel von allem. Die meisten Ereignisse sind total abgedreht und insgesamt ist es einfach zu viel vom Lustig sein. Dabei kommen die besonderen Charaktere, die Emotionen und auch die nicht unbekannte, aber doch so wichtige Botschaft der Geschichte etwas zu kurz. Da ich trotzdem auch gute Momente und einige Lacher hatte und das Ende auch zufriedenstellend ist, vergebe ich noch 3,5 Buchherzen.
 Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zum Autor (Quelle: droemer-knaur.de):
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet und 2018 mit der 11. Poetik-Dozentur der Universität Koblenz-Landau geehrt. Er lebt in Berlin.



WERBUNG
Da ich euch auch weiterhin die Gelegenheit geben mö
chte, mit einem Klick weitere Infos einzuholen, kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG folgende Links als Werbung: 
 
 
 

Donnerstag, 16. September 2021

Top Ten Thursday #270 - liebste Einzelbände

 Huhu ihr Lieben,

heute gibts wieder einen neuen Top Ten Thursday und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander weitergeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.

Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.
Das Thema für diese Woche lautet:

Zeige uns 10 deiner liebsten Einzelbände


Obwohl ich im Laufe der letzten 5 Jahre schon 2 Mal (2016 & 2018) an einem TTT zu diesem Thema teilgenommen habe, habe ich mich wieder sehr drauf gefreut. Denn Einzelbände werden gefühlt immer seltener und ich bn gespannt, welche Bücher heute so genannt werden.

Dabei habe ich die Liste aber auch gut mit Büchern vollbekommen, die ich bei diesem Thema noch nicht genannt habe. Nur Alles, was ich sehe habe ich wieder mit auf die Liste gesetzt, da ich das Buch so gut finde und es einfach viel zu wenig bekannt ist. 

Aber alle der genannten Bücher waren für mich Highlights, was ihr auch bei den jeweiligen verlinkten Rezensionen nachlesen könnt.
- Alles, was ich sehe - Marci Lyn Curtis
- Passagier 23 - Sebastian Fitzek
- The Grace Year - Kim Liggett
- Wir sehen dich sterben - Michael Meisheit
- After the Fire - Will Hill

- Verschließ jede Tür - Riley Sager
- Phantasmen - Kai Meyer
- Zeitreise mit Hamster - Ross Welford
- Dark Call - Mark Griffin
 
 
 
Was sagt ihr zu meiner Auswahl? Kennt ihr das ein oder andere Buch davon? 


 
Das Thema für nächste Woche lautet: 
10 Bücher von SelfPublishern, die dir richtig gut gefallen haben
 
Liebe Grüße,
Steffi 

Dienstag, 14. September 2021

Rezension: Die Nacht: Wirst du morgen noch leben? - Jan Beck

Titel: Die Nacht - Wirst du morgen noch leben?
Autor: Jan Beck
   Seiten: 464  
 Verlag: Penguin
   Preis: TB: 15,00 €
 Ersterscheinung: 26. 07. 2021
  Reihe: Teil 2 von (bisher) 2
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Als Hanna sich während eines Gewitters im dunklen Wald verläuft, scheint ihre größte Angst wahr zu werden – doch sie weiß nicht, dass ihr das Schlimmste noch bevorsteht … Ein paar Stunden später tritt ein Unbekannter, der sich selbst Der Nachtmann nennt, an die Öffentlichkeit: Fünf Menschen hält er in Glaskästen gefangen, und Nacht um Nacht wird einer von ihnen sterben – es sei denn, jemand schafft es, eine seiner Forderungen zu erfüllen. Sofort wird Europols Topermittlerin Inga Björk auf den Fall angesetzt. Als Leiterin der Sondereinheit für Serienverbrechen kennt sie die menschlichen Abgründe. Zusammen mit Christian Brand begibt sie sich auf die Suche nach einem Täter, der nichts dem Zufall überlassen hat.

Meinung:

Den Vorgänger „Das Spiel - Es geht um dein Leben“ fand ich von der Geschichte her sehr spannend, aber die meisten Charaktere waren für mich etwas schwer greifbar.

Trotzdem war ich gespannt auf den Nachfolger und das war auch gut so, denn dieser hat mir noch deutlich besser gefallen.

Die Ermittler Inga Björk und Christian Brand kommen in diesem Teil eher unwillig wieder zusammen, um sich einem neuen Fall zu widmen. Vor allem Brand hat sein Leben nicht mehr im griff und ich fand seine private Geschichte dazu etwas speziell, vor allem mit der Entwicklung am Ende, aber naja, insgesamt ist das zum Glück kaum ins Gewicht gefallen.

Denn, auch wenn es am Anfang etwas dauert, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt, fand ich sie doch von Beginn an spannend. Es gibt auch dieses Mal wieder viele weitere Perspektiven, die anfangs wenig miteinander zu tun haben, sich nach und nach aber zu einem deutlichen Ganzen verbinden.

Dabei konnte ich mir mit der Zeit schon einige Zusammenhänge denken, aber das fand ich nicht schlimm, sondern ich habe mich eher über die Bestätigung meiner ermittlerischen Fähigkeiten gefreut, da es dazwischen doch noch einige Wendungen gibt, die ich so nicht erwartet hatte.

Das Setting ist auch dieses Mal wieder sehr speziell, aber mitreißend. Vor allem da man durch die Perspektive von Hanna auch wieder hautnah bei den Opfern dabei ist.

Aber auch die Charaktere fand ich dieses Mal besser ausgearbeitet. Die Bekannten gehen tiefer, werden aber doch auch menschlicher und auch die anderen sind dieses Mal nicht ganz so abgedreht. Zwar sind sie durchaus nicht alle sympathisch und doch auch mit Ecken und Kanten, aber so, dass man ihre Geschichten doch mit Eifer verfolgt.

Die Spannung steigert sich immer mehr und das Ende gipfelt in einen großen Showdown, bei dem viele Fragen beantwortet werden, aber nicht alle. Eine große Wendung fand ich total überraschend und doch auch nicht ganz glaubhaft, so wie sie dargestellt wurde. Dazu hätte ich mir insgesamt gerne noch ein paar Details mehr gewünscht, aber der Autor hat die Möglichkeit dafür offen gelassen und ich hoffe, dass er in einem der nächsten Bände auch nochmal irgendwie darauf eingeht.

Obwohl mir das Ende an sich, bis auf die bereits erwähnte private Geschichte von Brand, sehr gut gefallen und mich auch zufriedengestellt hat.

Fazit:

Ein komplexer, spannender und durchdachter Thriller, der viele einzelne Handlungsstränge geschickt zu einem großen Ganzen verbindet und beim Lesen einfach mitreißt. Dabei sind nicht alle Wendungen total realistisch, wissen aber zu fesseln und zu unterhalten und passen zur Geschichte. Die Charaktere waren für mich dieses Mal auch greifbarer und besser ausgearbeitet und auch wenn am Ende nicht komplett alles total ausführlich aufgeklärt wird und ich zu einer Wendung gerne noch ein paar mehr Details gehabt hätte, war ich doch sehr zufrieden und habe das Buch mit dem Gefühl, ein Highlight gelesen zu haben, geschlossen und freue mich auf einen weiteren Fall von Björk und Brand.
 Vielen Dank an den Penguin Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zum Autor (Quelle: randomhouse.de):
Jan Beck, 1975 geboren, ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschsprachigen Autors. Bevor er sich dem Schreiben widmete, arbeitete Jan Beck als Jurist. In seinem rasanten Thrillerdebüt »Das Spiel« lässt Beck seine Leser tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken. Wenn Jan Beck nicht gerade schreibt, verbringt er seine Zeit in der Natur, besonders gerne im Wald.



WERBUNG
Da ich euch auch weiterhin die Gelegenheit geben möchte, mit einem Klick weitere Infos einzuholen, kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG folgende Links als Werbung:  
*Klick zu Amazon* 
*Klick zur Verlagsseite*
 
 
 
Infos zur Reihe:
1. Das Spiel - Es geht um dein Leben *klick zur Rezension*
2. Die Nacht -  Wirst du morgen noch leben?
3. ??