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Dienstag, 26. August 2025

Hörbuchrezension: All Better Now - Neal Shusterman

Titel: All Better Now
  Autor: Neal Shusterman
Übersetzer: Andreas Helweg
Sprecher: Julian Mehne 
Laufzeit: 15 h 58 Min - ungekürzt   
Verlag: Argon Hörbuch  
Preis:  ab: 27, 88 € - Download  - Im Abo günstiger
Ersterscheinung: 30. Juli 2025   
Reihe: Teil 1 von 2
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Ein beispielloses Virus breitet sich auf dem Planeten aus. Diejenigen aber, die überleben, sind … glücklich. Stress, Depression, Einsamkeit – alle negativen Gefühle sind plötzlich verschwunden. Immer mehr Genesene genießen das neue Glücksgefühl. Doch längst nicht alle, denn innere Zufriedenheit ist schlecht fürs Geschäft. Wirtschaftsbosse und Politiker brauchen die Unzufriedenheit ihrer Kunden oder Wähler. Und so beginnt ein gefährlicher Wettlauf um einen Impfstoff, der das Unglück zurückbringen soll.

Mariel lebt mit ihrer Mutter in einem verbeulten Ford Fiesta und wünscht sich nichts sehnlicher, als glücklich zu sein. Rons Vater ist Milliardär, doch obwohl ihm jeglicher Luxus offen steht, erscheint Ron das Leben sinnlos. Der Zufall bringt Mariel und Ron zusammen, und das Schicksal schleudert sie mitten hinein in den Machtkampf um eine neue Weltordnung.

Meinung:

Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen und meist hat mich der Autor wirklich überzeugt und zum Teil auch echt richtig schockiert und mitgezogen.

Die Kurzbeschreibung und die Idee klangen genau nach so einer Geschichte und ich habe mich echt darauf gefreut.

An sich sind die Zutaten auch wie dafür gemacht, den Leser mitzuziehen. Der Autor hat sich eine weitere Corona Variante mit dem Namen „Crown Royal“ erdacht. Erneut ansteckend, erneut für einige tödlich, aber für viele nicht. Und die, die Genesen, sind in ihrem Wesen total verändert. Sie sind Glücklich und schauen nur noch auf das Gemeinwohl.

Man erlebt die Geschichte hauptsächlich aus drei Perspektiven. Zum einen die beiden in der Kurzbeschreibung erwähnten. Mariel, die sich gerne anstecken würde, es aber nicht kann, Ron, der in seinem alten Leben depressiv war und nach der Ansteckung anderen das Glück bringen will. Und dann ist da noch Morgan, die aufgrund ihrer Skrupellosigkeit viel Geld geerbt hat und alles dran setzen möchte, ein Gegenmittel gegen das Virus zu finden. Dazwischen gibt es noch weitere Perspektiven, die meist aber nur kurze Einblicke in die Geschichte bringen, diese aber durchaus zum Teil mit mehr Tiefe versehen.

Jedoch nur zum Teil, denn die Geschichte hat leider ein riesiges Problem. Sie ist einfach ultra ausführlich und langwierig erzählt und teilweise sogar einfach extrem langweilig. Es dauert ewig, bis was passiert, wenn was passiert, wird es totgeredet und an sich wurde das große Potential für mich einfach nicht im Geringsten genutzt. Und auch die Charaktere sind mir trotz der vielen Details und tiefer Einblicke in ihr Innerstes, nicht wirklich näher gekommen...

Der Autor wollte die Komplexität des Themas sehr ausführlich darstellen und hat dabei viele Eventualitäten und auch mögliche Probleme bedacht und dargestellt und damit auch wirklich viel interessanten Stoff zum Nachdenken gegeben, aber die Spannung ist dabei einfach komplett auf der Strecke geblieben.

Nach einem Drittel war ich wirklich versucht, die Geschichte abzubrechen. In der Hoffnung, dass doch noch Spannung aufkommt, habe ich weitergehört und nach zwei Dritteln einfach noch auf ein gutes und befriedigendes Ende gehofft. Auch wenn gegen Ende zumindest ein bisschen Spannung aufkommt, da die unterschiedlichen Fronten aufeinandertreffen, ist das Ende aber auch offen gehalten, da es sich hierbei um den ersten Teil einer Dilogie handelt. Eine Tatsache, die ich leider zu spät erfahren habe, denn nun hat die Geschichte trotz dessen, dass ich mich teilweise wirklich durchquälen musste, leider immer noch kein Ende und beide Seiten sind immer noch gleichstark vertreten.

Und leider kann auch Sprecher Julian Mehne das Ruder nicht rumreißen, sondern passt sich der Geschichte an. Er liest zwar nicht schlecht, bleibt aber auch in diesem immer gleichen Erzählweise, die ohne größere Highlights auskommt und sich in die langatmige Grundstimmung einreiht...

Fazit:

Eine geniale Idee und so viel Potential und leider eine so langatmige und mit zu vielen Details versehene Umsetzung, ohne größere Highlights und fast ohne Spannung. Dabei hätte mich der Autor auch dieses Mal inhaltlich überzeugen können, denn die moralischen Fragen und Grundsätze, die er aufruft, sind wirklich interessant und tiefgründig, aber die Darstellung hat mir einfach gar nicht gefallen.
Da hätte man einfach vieles extrem kürzen und die Spannung erhöhen müssen. Somit habe ich mich leider einen Großteil der Zeit eher durch die Handlung gequält und auch die Hoffnung, auf ein zufriedenstellendes Ende, hat sich zum Schluss leider nicht bewahrheitet, da es sich hierbei nicht wie angenommen, um einen Einzelband, sondern den Auftakt in eine Dilogie handelt. Somit bin ich leider fast rundum enttäuscht und vergebe nur dank der tollen Ideen und der hochinteressanten moralischen Fragen solide 2 Buchherzen. 
Herzlichen Dank an den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zum Autor (Quelle: Argon-verlag.de):
Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, schrieb seine ersten Geschichten bereits zu Schulzeiten. Er studierte in Kaliforniern Psychologie und Theaterwissenschaften, mittlerweile widmet er sich ganz dem Schreiben von Jugendbüchern und Drehbüchern für Fernsehserien und Spielfilme.

Info zum Sprecher (Quelle: Argon-verlag.de):
Julian Mehne ist neben zahlreichen Auftritten auf Schauspiel- und Opernbühnen in ganz Deutschland auch als Sprecher für Rundfunk und Fernsehen tätig. Ob anspruchsvolle Sachbücher wie Die Macht der Geographie oder packende Krimis von Jean-Christophe Grangé, mit seiner klassischen Stimme und seinen klugen Interpretationen ist er auch eine beliebte Besetzung für viele Hörbücher.

 
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Infos zur Reihe: 
1. All Better Now 
2. All Over Now  (Soll im Herbst 2027 erscheinen) 

Mittwoch, 11. Dezember 2024

Rezension: Mörderischer Engel - Sandra Niermeyer

Titel: Mörderischer Engel - Eine Adventskrimiegeschichte in 24 Teilen
Autorin: Sandra Niermeyer
Seiten: 96   
Verlag: arsEdition
Preis: Regulär 14,00 €, jetzt 2,99 €
Ersterscheinung: 09. 10. 2019
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Ein Mord in einem Hotel, eine Harfenspielerin, ein steinerner Engel und ein verliebter Kommissar. Und ein Privatdetektiv, der einen schmutzigen Ehebruch aufklären soll, aber ziemlich schnell zur Leiche wird. Sandra Niermeyers Adventskrimi ist ein mörderischer Reigen, in dem jeder jeden verdächtigt. Viel Zeit bleibt nicht bis Weihnachten, um den verzwickten Fall aufzuklären…

Ein spannender Krimi-Adventskalender mit Galgenhumor in 24 Episoden

Meinung:

Mich haben diese kleinen Adventskalender-Bücher schon länger neugierig gemacht. Dabei habe ich mir wohl teilweise auch falsche Hoffnungen gemacht. Denn, da es von der „Reihe“ auch Escape-Bücher gibt, hatte ich erwartet, dass die Geschichte auch zum Miträtseln ist und man etwas mehr erhält, als das, was es dann wirklich der Fall war.

Denn erhalten habe ich eine eher unspektakuläre kurze Krimi-Geschichte, die einfach nur auf 24 Doppelseiten verteilt wurde und diese Doppelseiten müssen jeweils extra aufgetrennt werden, um sie zu lesen.

Nur um die Geschichte zu lesen, fand ich dieses Auftrennen sogar eher nervig, als unterhaltsam. Aber wie gesagt, fand ich auch die Geschichte selbst auch eher unspektakulär und langweilig. Natürlich hat man auf so wenigen Seiten, inklusive Illustrationen, wenig Raum etwas wirklich tiefgründiges zu erzählen, aber oftmals wurde der wenige Platz auch noch kaum genutzt und es gab noch weniger gedruckte Zeilen, als bei manch anderen Seiten. Die Krimi-Geschichte ist recht banal und das Ende auch ziemlich einfach. Und natürlich muss auch hier, auf diesen wenigen Seiten, noch die Andeutung einer Liebesgeschichte für den Ermittler eingebaut werden...

Und auch die Illustrationen haben mich leider nicht gänzlich überzeugt. Sie sind zwar schön gemacht und ansprechend. Aber die „Einleitungsseiten“ wiederholen sich sehr oft und die Zeichnungen, die die Geschichte betreffen, stimmen oftmals nicht gänzlich mit dem im Text beschriebenem Szenario überein. Zwar ist es so ähnlich, aber ich verstehe nicht ganz, weshalb man das nicht komplett darauf abstimmen kann.

Fazit:

Für mich leider ein wirklicher Flop. Ich hatte mir mehr wartet. Mehr von der Geschichte an sich, die sehr oberflächlich und banal bleibt, aber auch mehr von der Besonderheit, dass man die einzelnen Seiten auftrennen muss/kann und auch die im Kern ansprechend gestalteten Zeichnungen konnten mich leider nicht gänzlich überzeugen. Somit vergebe ich nur 2 Buchherzen und es gibt von mir keine Empfehlung. Ich bin nur froh, dass ich das Buch im Super-Sonderangebot gekauft habe, denn beim vollen Preis, von eigentlich mal 14 Euro, hätte ich mich echt geärgert. 

Infos zur Autorin (Quelle: lovelybooks.de): 
Sandra Niermeyer, geboren 1972 in Melle/Niedersachsen, lebt nach vielen Jahren in Bielefeld nun mit ihrer Familie in der Nähe von Würzburg. Sie schreibt Kurzgeschichten, Erzählungen und Kolumnen für Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften. Sie erhielt mehrere Literaturpreise, zum Beispiel den Würth-Literaturpreis der Tübinger Poetikdozentur (2002). Zweimal war sie für den Friedrich-Glauser-Kurzkrimi-Preis nominiert (2004 und 2006).  Seit 2019 schreibt sie auch für Kinder, wie das Bilderbuch "Stolz wie Paule" und den Kinderroman "Neun Tage mit Okapi".
 
 
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Samstag, 9. November 2024

Hörbuchrezension: Starling House - Alix E. Harrow

Titel: Starling House
  Autorin: Alix E. Harrow
Sprecherin: Maximiliane Häcke
Laufzeit: 14 h 56 Min - ungekürzt    
Verlag: der Hörverlag 
Preis: 25,95 € - Download - Im Abo günstiger
Ersterscheinung: 16. September 2024  
Reihe: Nein
 
 

Kurzbeschreibung:

Auf die junge Opal übt Starling House eine seltsame Faszination aus. Der verwunschene Ort am Rande der Kleinstadt Eden, Kentucky, gehörte im 19. Jahrhundert der Autorin des Romans »The Underland«. Als Kind hatte sich Opal in die Geschichte dieses Buchs geflüchtet, nun ist es das verfallende Anwesen selbst, das ihr wie eine Zuflucht erscheint. In Wahrheit lebt sie mit ihrem Bruder Jasper in einem Motel und hält sich mit Aushilfsjobs über Wasser. Bis ihr Arthur Starling, der unnahbare Erbe von Starling House, eine Stelle anbietet. Alle anderen Einwohner von Eden meiden das Herrenhaus mit dem verwilderten Park, weil es sie an eine alte Schuld erinnert. Albträume und Ungeheuer sollen das Gelände heimsuchen. Sie haben ihren Ursprung in einer Vergangenheit, die wie ein Fluch auf der Stadt liegt ...

Meinung:

Die Kurzbeschreibung hat mich neugierig gemacht. Es klang nach einer kleinen Schauergeschichte, genau das richtige für diese trübe, dunkle Jahreszeit.

An sich habe ich viel von dem, was im Klappentext beschrieben ist, auch bekommen, wenn auch anders, als ich mir das vorgestellt und gewünscht hätte.

Da ist Protagonistin Opal, die versucht, mit allem, was ihr möglich ist, ihrem Bruder ein besseres Leben zu ermöglichen. Eine Kleinstadt, die sehr verschroben und eingeschworen ist und Charaktere, die sehr speziell, eigenbrötlerisch und negativ gestimmt sind. An sich ist die Stimmung von viel Schwermut geprägt und definitiv sehr atmosphärisch, aber leider hat mir über weiter Strecken einfach Spannung gefehlt.

Hauptsächlich geht es um Opals täglichen Kampf mit den Herausforderungen des Leben, mit ihren Wünschen und Sehnsüchten, die sie nicht zu lässt und ihrer überausgeprägten Sorge ihrem Bruder gegenüber. Die mysteriösen Elemente werden zwar immer wieder angedeutet, aber lange auch einfach so hingenommen und auch wenn es zwar gegen Ende Erklärungen dafür gibt und ich diese auch echt tiefgründig, recht zufriedenstellend und gut erarbeitet fand, war es mir doch insgesamt zu wenig Fokus darauf und der große Wow-Effekt hat einfach gefehlt.

Zum einen liegt es daran, dass ich Opal als Protagonistin etwas schwierig fand. Klar, konnte ich ihre Lage verstehen und hab auch ihren Kampfgeist und ihre direkte Art teilweise bewundert, aber sie ist schon sehr stur und braucht lange, bis sie etwas auftaut. Ihre Entwicklung war gut und glaubhaft dargestellt, aber so wirkliche Sympathien konnte sie nicht wecken. Genauso wenig wie die anderen Figuren.

Gleichzeitig fand ich es etwas blöd, dass mal wieder ein recht großer Fokus auf eine Liebesgeschichte gelegt wurde, die zwar nachvollziehbar gestaltet ist, die ich aber in der Geschichte nicht mit diesem Fokus erwartet und auch nicht gebraucht hätte. Eben lieber mehr von den mystischen, gruseligen Elementen, oder einfach etwas Spannendem.

Und auch das Ende hat mich nicht komplett zufriedengestellt. Selbst wenn die Auflösung gut war, hat es für mich keine überwältigenden Abschlussemotionen hervorgerufen. Es ist irgendwie in dieser schwermütigen Stimmung verblieben und sich damit vielleicht auch selbst treu geblieben, aber mir waren es zu wenig wirklich positiv stimmende Entwicklungen.

Sprecherin Maximiliane Häcke hat für mich gut zu Protagonistin Opal und zur Stimmung gepasst und auch solide gelesen, aber keine besonderen Highlights setzen können.

Fazit:

Ein sehr atmosphärischer Roman, der vor allem die schwermütige Stimmung und die kleinen Lichtblicke darin gut hervorhebt. Jedoch gab es zu wenig von den angedeuteten Schauerelementen und viel zu wenig handfeste Spannung. Gleichzeitig konnten die Charaktere für mich keine großen Sympathien wecken, selbst wenn sich Protagonistin Opal glaubhaft weiterentwickelt. Und auch das Ende hat mich nicht gänzlich zufriedengestellt, selbst wenn ich die Auflösung tiefgründig und gut erarbeitet fand. Jedoch haben mir trotzdem die positiven Abschlussemotionen gefehlt. Dementsprechend kann ich auch nicht mehr als gute 2 Buchherzen vergeben.
Herzlichen Dank an Den Hörverlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zur Autorin (Quelle: penguin.de):  
Alix E. Harrow, geboren in Kentucky, ist die New York Times-Bestsellerautorin von Romanen wie »Die zehntausend Türen« und zahlreichen Kurzgeschichten. Sie wurde mit dem Hugo Award und dem British Fantasy Award ausgezeichnet und für zahlreiche weitere Preise nominiert. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Charlottesville, Virginia.

Info zur Sprecherin (Quelle: penguin.de):
Maximiliane Häcke hat schon mit fünf Jahren ihren ersten Film synchronisiert. Die Schauspielerin und Sprecherin ist die Stimme des KIKAninchen auf KiKA sowie der Prinzessin Lillifee in der gleichnamigen TV-Serie. Außerdem synchronisierte sie u. a. Adèle Exarchopoulos in »Blau ist eine warme Farbe«, Claire Julien in »The Bling Ring«, Marine Vacth in »Jung und Schön«, Cara Delevingne in »Valerian - die Stadt der 1000 Planeten« oder Rihanna in »Ocean's 8« .


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Mittwoch, 13. September 2023

Hörbuchrezension: Never Coming Home - Kate Williams

Titel: Never Coming Home
  Autorin: Kate Williams 
Sprecher: Julian Horeyseck 
Laufzeit: 10 h 33 Min - ungekürzt   
Verlag: Argon Hörbuch  
Preis:  ab: 18, 99 € - Download 
Ersterscheinung: 15. August 2023   
Reihe: Nein
 
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Jeder kennt Unknown Island – es ist das exklusivste Reiseziel der Welt. Weiße Sandstrände, türkisfarbenes Meer, Luxusunterkünfte... Nur geladene Gäste dürfen kommen und niemand über einundzwanzig. Plus: Es ist absolut kostenlos. Wer würde also nicht hinwollen? Über eine virale Kampagne werden die Türen des Resorts zum ersten Mal und exklusiv für zehn ausgewählte Influencer geöffnet. Jeder kennt sie: Da ist die Gamerin, die Beauty-Bloggerin, das Rich Girl, der Superstar, der Nachwuchspolitiker, die Umweltaktivistin, der DJ, die CEO, der Sternekoch und der Sportler.

Was sie nicht wissen: Sie wurden nicht wegen ihrer Followerzahlen auf die Insel eingeladen. Jede:r von ihnen hütet ein tödliches Geheimnis, und es scheint, als hätte jemand entschieden, dass die Zeit der Rache gekommen ist. Unknown Island ist kein Urlaub, es ist eine Falle. Und es sieht alles danach aus, als würden diese Zehn trotz all ihres Einflusses nie wieder nach Hause zurückkehren...

Meinung:

Ich habe es zwar nicht so mit Influencern, aber die Grundgeschichte klang richtig spannend. Somit wollte ich es gerne mit der Geschichte versuchen und bin eigentlich mit relativ geringen Erwartungen herangegangen.

Ich habe eher unsympathische Charaktere in einer ziemlich spannenden Story und eine interessante Auflösung erwartet. Bekommen habe ich leider ziemlich eindimensionale Charaktere in einer nicht besonders spannenden Story...

Dabei geht es eigentlich ganz gut los, als die völlig unterschiedlichen Figuren zusammen auf der vermeintlichen Luxus-Insel ankommen und schnell merken, dass hier irgendwas komisch ist. Der Luxus ist kaum vorhanden, es gibt kein Personal und auch sonst ist alles sehr eigenartig.

Ich muss sagen, dass ich den Grundgedanken dahinter ziemlich gut fand, nämlich, dass sich die scheinbar Großen im Internet auch für ihre Taten verantworten müssen. Aber die Umsetzung konnte mich leider nicht so überzeugen.

Die meisten Figuren bleiben etwas eindimensional. Natürlich liegt das daran, dass es so viele sind und auch daran, dass es recht schnell damit los geht, dass die ersten sterben. Also haben sie gar keine Gelegenheit besser bekannt zu werden. Jedoch hätte ich es besser gefunden, wenn es dann etwas weniger Figuren gewesen und diese dafür ein bisschen greifbarer geworden wären.

Den Verlauf der Geschichte fand ich im Kern auch recht nachvollziehbar, also auch wie die Figuren agieren, aber trotzdem ist bei mir leider wenig Spannung aufgekommen. Ich habe mich zwar gefragt, wer hinter allem steckt und ob einige gerettet werden, aber die Angst und Verzweiflung der Figuren konnte ich leider nicht wirklich nachfühlen.

Und auch das Ende ist etwas speziell. Auf der Insel geht dann alles recht schnell, aber es gibt noch eine recht ausführliche Nachbetrachtung, in der ziemlich deutlich angedeutet wird, wer hinter allem steckt und warum. Und auch wenn man sagen muss, dass es ganz ok gemacht ist, hat mich das auch nur zum Teil zufriedengestellt.

Sprecher Julian Horeyseck fand ich ok. Er passt gut zur Geschichte, kann aber auch eher wenig handfeste Spannung vermitteln.

Fazit:

Ein Jugendthriller, der eigentlich eine spannende Story verspricht, mich aber nicht wirklich überzeugen konnte. Es sind zu viele Figuren, um eine Beziehung aufzubauen und obwohl schnell viele schreckliche Dinge passieren, habe ich die Spannung und die Ängste nicht wirklich nachfühlen können. Es ist alles so dahingeplätschert und hatte viel zu wenig Tiefe und Substanz, obwohl die Voraussetzungen dafür da gewesen wären. Auch das Ende ist speziell, es gibt zumindest eine Auflösung des Ganzen, aber so ganz überzeugt hat diese mich auch nicht. Somit reicht es nur für gute 2 Buchherzen.
Herzlichen Dank an den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zum Autor (Quelle: Argon-verlag):
Kate Williams machte sich als Autorin der Jugendbuchtrilogie The Babysitters Coven einen Namen und schreibt für verschiedene Zeitschriften wie z. B. Cosmopolitan oder Elle. Sie lebt mit ihrer Familie in Kansas.

Info zum Sprecher (Quelle: Argon-verlag):
Julian Horeyseck, geboren 1981, ist Schauspieler und Sprecher. Schon während seiner Schauspielausbildung am Hamburger Schauspielstudio Frese spielte er an verschiedenen Hamburger Bühnen, u. a. am St. Pauli Theater und am Deutschen Schauspielhaus. Hörbücher werden durch seine Interpretationen mitreißend und vielschichtig.



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Dienstag, 5. September 2023

Hörbuchrezension: Der Trip - Arno Strobel

Titel: Der Trip - Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand.
  Autor: Arno Strobel 
Sprecher: Sascha Rotermund 
Laufzeit: 7 h 23 Min - gekürzt   
Verlag: Argon Hörbuch  
Preis:  ab: 12, 90 € - 1 MP3 - CD  
Ersterscheinung: 30. August 2023   
Reihe: Nein
 
 



Kurzbeschreibung:

Evelyn Jancke ist nur noch ein Schatten ihrer selbst, seit ihr Bruder Fabian zwei Jahre zuvor auf einem Wohnmobil-Trip spurlos verschwand. Es gibt kein Lebenszeichen von ihm, die Ermittlungen wurden eingestellt.

Allein ihre Arbeit als forensische Psychologin hält Evelyn aufrecht, vor allem, als die Oldenburger Polizei um ihre Mithilfe bei einer Mordserie bittet. Im norddeutschen Raum tötet ein Unbekannter scheinbar wahllos Menschen auf Campingplätzen. Er kommt immer nachts und verschwindet unerkannt wieder. Bis es einen Zeugen gibt. Und daraufhin ein Phantombild.

Evelyn traut ihren Augen nicht, als sie es sieht. Und fasst einen verzweifelten Entschluss, der sie alles kosten könnte …

Meinung:

Die Kurzbeschreibung hat mich sofort gepackt und ich habe ja auch schon viele mitreißende Thriller des Autors gelesen und gehört, weshalb ich schon sehr gespannt war.

Und auch den Start fand ich richtig schockierend und fesselnd. Sowohl der Prolog, als auch das erste Kapitel bescheren eine Gänsehaut und man will wissen, wie es weitergegangen ist.

Als dann Protagonistin Evelyn ins Spiel kommt, konnte ich ihr Sicht der Dinge nachvollziehen und verstehen, dass sie durch den Verlust ihres Bruders gekennzeichnet ist und fand es gut, dass sie ihren Job noch weiterhin ausübt.

Leider hat sich dieses Verständnis aber mit der Zeit immer mehr zu extremer Abneigung gewandelt. Der Autor hat den Weg toll beschritten, da er selbst mit einbringt, dass es zu völlig unterschiedlichen moralischen Bewertungen einer Situation kommt, je nachdem ob man selbst darin involviert ist, oder nicht.

Jedoch hat das nichts dran geändert, dass es mich total genervt hat, wie kopflos und egoistisch die Protagonistin agiert. Ich bin schon auch der Meinung, dass eine persönliche Lage die Urteilsfähigkeit beeinflussen darf, aber so komplett unlogisch zu agieren kann ich einfach nicht gut heißen, vor allem eben auch mit dem fachlichen Hintergrund der Protagonistin. Somit musste ich mich durch den Mitteilteil leider richtig durchquälen, was aber nichts mit der soliden Sprecherleistung von Sasha Rotermund oder dem Erszählstil des Autors zu tun hat, sondern einfach mit der extrem Abneigung gegen das Verhalten der Protagonistin.

Und auch ihr Ex-Freund und Kommissar Gerhard Tillmann hat es mir nicht ganz leicht gemacht. Er steht immer zu Evelyn, aber man merkt total, dass er viele Entscheidungen nur trifft, weil er immer noch in sie verliebt ist und naja, diese sind zum Teil auch wirklich fragwürdig.

Ein kleiner Lichtblick im somit sehr langatmigen Mitteilteil waren die kurzen Kapitel aus der Sicht des Täters, die einen guten Einblick in dessen verdrehte Denkweise gegeben und trotz seiner grausamen Taten auch etwas Mitleid für ihn geweckt haben.

Am Ende kommt die handfeste Spannung vom Anfangsteil zurück. Es wird nochmal etwas undurchsichtig und dubios und der Fokus liegt dann nicht mehr so auf den völlig kopflosen Reaktionen der Protagonistin, sondern sie muss dann an vieles gezielt herangehen.

Der Schluss an sich ist ein Showdown, der leider aber doch ziemlich abrupt und schnell abgehandelt wird. Zum Glück gibt es noch Antworten auf alle offenen Fragen, die zum Großteil auch zufriedenstellend sind und mich wieder deutlich mit der Geschichte versöhnt haben, auch wenn der Teil dann gerne etwas länger hätte sein dürfen.

Fazit:

Ein im Kern wirklich spannender Thriller, jedoch kam ich mit dem völlig kopflosen Verhalten der Protagonistin im Mittelteil überhaupt nicht klar. Ich war fast nur noch genervt, auch weil im Mittelteil sonst eher wenig passiert. Der Abschluss hat es zum Glück wieder etwas raus gerissen, da es da nochmal undurchsichtig wurde und es dann auch zufriedenstellende Antworten gab, aber leider ist das Ende an sich doch auch etwas kurz geraten, was ich schade fand. Insgesamt war dies einfach keine Geschichte für mich, ich habe aber durchaus erkannt, dass dies anderen nicht so gehen muss. Außerdem hat der Autor wichtige Botschaften verpackt und der Sprecher einen soliden Job gemacht. Somit würde ich noch gute 2 Buchherzen vergeben und allen raten, sich selbst ein Bild davon zu machen.
Herzlichen Dank an den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zum Autor (Quelle: Argon-verlag):
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Hörern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt. Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller. Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.

Info zum Sprecher (Quelle: Argon-verlag):
Sascha Rotermund ist neben seiner Arbeit am Theater und im Film ein vielbeschäftigter Synchron- und Hörbuchsprecher. Er überzeugt durch seine einfühlsame Figurengestaltung, seine mitreißenden Dialoge und seine warme, dennoch spannungsgeladene Stimme.



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Dienstag, 6. Juni 2023

Rezension: Die Ur-Mächte von Mysteria - Liza Redwood

Titel: Die Ur-Mächte von Mysteria
Autorin: Liza Redwood

Seiten: 309  
Verlag: epubli
Preis: e-Book 2,49 € 
Ersterscheinung: 15. 02. 2023
Reihe: Teil 1 von ??
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Vor langer Zeit drängten die Träger der Ur-Mächte und ihre Blutlinge das Land Mysteria am Rand des Abgrunds. Nun herrscht Frieden in der magischen Welt. Doch wird es von Dauer sein? Im Blutblattwald lauern die Spuren des Krieges. Davon ahnen die Geschwister Hellary und Heaven nichts, die wie jedes Jahr das Ahnenfest feiern. Schon bald werden die Geschwister getrennt und versuchen in der Welt von Mysteria zu bestehen. Werden sie sich wieder sehen?

Meinung:

Die Kurzbeschreibung und auch das Cover haben mich durchaus angesprochen. Leider bin ich mit der Geschichte selbst nicht wirklich warm geworden.

An sich habe ich mich schwer getan, eine Bindung zu den Figuren aufzubauen, aber auch zur Welt an sich. Ich habe leider nicht erfahren bzw. nicht verstanden, wie die magische Welt genau aufgebaut ist. Zwar hat man Einblicke in Teilbereiche erhalten, aber ein stimmiges Gesamtbild, oder zumindest eine Ahnung davon habe ich leider während des Lesens nicht erhalten. Evtl. wäre hier schon mal eine Karte hilfreich gewesen. Aber eine Fantasywelt braucht einfach eine Grundlage, auf der ihre Geschichte aufgebaut ist und das hat mir hier einfach gefehlt. Mir war nicht klar, wer wie Magie wirken kann und auch nicht, wie die einzelnen Völker aufgebaut sind und was sie voneinander fernhält bzw. unterscheidet.

So gab es leider auch keine Infos dazu, weshalb die Ur-Mächte so gefährlich sind bzw. was damals genau passiert ist. Das hätte man vielleicht mit einem Prolog aus der damaligen Zeit lösen können, sodass man ein bisschen besser verstehen kann, weshalb die Ur-Mächte so gefürchtet sind und alle sie umbringen wollen.

Wie bereits angedeutet, sind mir auch die meisten Figuren eher fern geblieben. Allen voran fand ich das bei den beiden Protagonisten Hellary und Heaven schade. Zwar erfährt man ihre Geschichten zum Großteil in der 3. Person aus ihren Sichten und erlebt sehr viel mit ihnen zusammen, aber wirklich nah gekommen sind mir die beiden nicht. Wobei sie durchaus Potential haben und das in der Fortsetzung vielleicht noch besser werden kann. Ein paar der Nebencharaktere fand ich durchaus gelungen, vor allem solche, die sich als Begleiter für unsere Protagonisten herausfiltern. Von ihnen hätte ich gern mehr gelesen. Aber z. B. Meister Jankin ist mir in seinen Absichten auch eher fern geblieben.

Leider fand ich den Schreibstil auch etwas holprig. Ich hatte oftmals das Gefühl irgendwas verpasst zu haben und mir haben einfach Erklärungen gefehlt. Dadurch hat sich irgendwie nur sehr selten ein guter Lesefluss eingestellt.

Zwischendurch, aber vor allem am Ende gibt es handfeste Action, aber auch gefühlvolle Momente. Das Ende ist eher offen gehalten, vor allem auf die Blutlinge wurde kaum noch eingegangen, aber gut, das kann man auch in der Fortsetzung noch klären.

Fazit:

Die Ideen der Geschichte und auch einige Nebencharaktere fand ich ganz gut, aber die Umsetzung hat mich leider oft nicht überzeugt. Vor allem war es mir zu wenig Worldbuilding und zu wenig Grundlagen/Erklärungen, was ich für eine Fantasy-Welt das A und O finde. Aber auch bei der Tiefe der Protagonisten ist noch Luft nach oben. Spannung und Emotionen waren vorhanden, aber durch die fehlenden Infos hat sich trotzdem nur recht selten ein guter Lesefluss eingestellt. Es gibt durchaus Potential für die Fortsetzung, aber für diesen Auftakt und das Debüt der Autorin gibt es leider nur gute 2 Buchherzen.
Vielen Dank an die Autorin für die Bereitstellung dieses Ebook-Leseexemplars. 
 
 
Infos zur Autorin (Quelle: lovelybooks.de): 
Liza Redwood hat es endlich geschafft ihr Debüt zu veröffentlichen. 13 Jahre feilte sie an der Geschichte und an der Welt von Mysteria. Die Inspiration kam durch erkunden fremden Welten in Buch, Film und Videospiele. Seit Kurzem ist sie stolze Hundemama der Spitzhündin Siwa, die sie aus den Tierheim adoptiert hat. 


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Samstag, 29. Oktober 2022

Rezension: Demon in the Wood - Leigh Bardugo/ Dani Pendergast

Titel:  Demon in the Wood - Schatten der Vergangenheit - 
Die Vorgeschichte des Dunklen
Autorin: Leigh Bardugo
Illustratorin: Dani Pendergast
Übersetzerin: Michelle Gyo
   Seiten: 208  
Verlag: Knaur HC 
Preis: 18,00 € 
Ersterscheinung: 04. 10. 2022
 Reihe: Vorgeschichte im GrischaVerse
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Bevor er Ravkas Zweite Armee anführte, bevor er die Schattenflur schuf und lange bevor er zum Dunklen wurde, war er nur ein einsamer Junge, der mit einer außergewöhnlichen Macht belastet war. Eryk und seine Mutter haben ihr Leben auf der Flucht verbracht. Aber sie werden nie einen sicheren Hafen finden. Denn sie sind nicht nur Grisha – sie sind die tödlichsten und seltensten ihrer Art. Gefürchtet von denen, die sie vernichten wollen, und gejagt von denen, die ihre Gabe ausnutzen wollen, müssen sie ihre wahren Fähigkeiten verstecken, wohin sie auch gehen. Doch manchmal haben tödliche Geheimnisse einen Weg, sich selbst zu enthüllen …

Meinung:

Da ich ja ein Fan des GirschaVerse bin, war ich natürlich sehr neugierig auf die Vorgeschichte des Dunklen. Als ich aber gesehen habe, dass es sich dabei um eine Gravic Novel handelt, war ich schon etwas skeptisch, ob ich die Geschichte überhaupt lesen sollte.

Ich habe mich dann doch dran gewagt und muss auch erwähnen, dass ich die Zeichnungen von Dani Pendergast sehr gelungen und detailgetreu fand. Sie sind aussagekräftig und schön anzusehen.

Jedoch ändert das nichts daran, dass die Geschichte einfach kaum Text hat. Natürlich fallen durch die Zeichnungen einige Beschreibungen weg, aber die Handlung ist trotz der 200 Seiten einfach spärlich und die Beschreibung als Vorgeschichte des Dunklen passt für mich nicht wirklich.

Diese Gravic Novel zeigt einen kleinen, bestimmt sehr prägenden und traurigen Ausschnitt aus der Jugend des Dunklen, aber keine Vorgeschichte. Dafür ist sie zu oberflächlich und einfach mit zu wenig Text versehen, da viele Bilder auch gar keinen Text haben, sondern die Geschichte nur durch die Bilder weitererzählen.

Fazit:

Die Geschichte lebt auf jeden Fall von den gelungen Zeichnungen und nicht vom Text, der nur sehr spärlich vorhanden ist. Somit erzählt „Demon in the Wood“ für mich auch keine Vorgeschichte, sondern nur eine sehr kleine, aber durchaus prägende Episode aus der Jugend des Dunklen, die für mich aber viel zu oberflächlich bleibt. Deshalb finde ich nicht, dass man diese Grafic Novel unbedingt gelesen haben muss, da sie ja doch auch recht hochpreisig dafür ist, dass man sie innerhalb von maximal einer Stunde durchgeblättert hat. Auch wenn die Aufmachung schon hochwertig ist. Aber da ich trotz des Wissens um eine Gravic Novel deutlich mehr inhaltliches erwartet habe, reicht es einfach nicht für mehr als gute 2 Buchherzen.
 Vielen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zur Autorin (Quelle: droemer-knaur.de):
Leigh Bardugo wurde in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf. Nach Stationen im Journalismus und im Marketing kam sie schließlich als Special Effects-Designerin zum Film. Leigh lebt und schreibt in Hollywood.


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Infos zum Grischaverse:

Die Grischa-Trilogie
1. Grischa - Goldene Flammen *klick zu meiner Rezension*
2. Grischa - Eisige Wellen *klick zu meiner Rezension*
3. Grischa - Lodernde Schwingen *klick zu meiner Rezension*

Die Krähen-Reihe
1. Das Lied der Krähen *klick zu meiner Rezension*
2. Das Gold der Krähen *klick zu meiner Rezension*

Thron aus Asche und Gold
1. King of Scars - Thron aus Gold und Asche *klick zu meiner Rezension*
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Zusatzbücher
- Die Sprache der Dornen
- Demon in the Wood: Schatten der Vergangenheit: Die Vorgeschichte des Dunklen (Grafic Novel)
 

Samstag, 13. Februar 2021

Hörbuchrezension: Soul Hunters - Chris Bradford

Titel: Soul Hunters  
Autor:
Chris Bradford
Sprecherin: Laura Maire
Übersetzer: Alexander Wagner  
Laufzeit: 7 h 12 Min - gekürzt     
Verlag: cbj audio   
Preis: ab 13,19 € - 6 CD´s  
Ersterscheinung: 9. November 2020    
Reihe: Teil 1 von ??
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Eines Abends wird die junge Genna von einer Gang überfallen ― in letzter Minute kommt ihr ein Fremder zu Hilfe. Ein Zufall? Keineswegs. Denn als sie kurz darauf Opfer einer Entführung wird und ihr wieder der junge Held zur Seite springt, wird klar, dass etwas Mysteriöses vor sich geht. Und die Erklärung ihres Retters Phoenix findet Genna noch verrückter: Die sie verfolgende Gang gehöre den „Soul Hunters“ an, einer finsteren Sekte, die hinter Gennas Seele her sei, um durch ihre Zerstörung die Welt ihrer Menschlichkeit zu berauben. Phoenix behauptet, ihr Guardian und Gennas einzige Rettung zu sein …

Meinung:

Auf die Geschichte bin ich nur zufällig aufmerksam geworden. Das Cover fand ich ansprechend, den Klappentext sehr spannend, Laura Maire als Sprecherin mag ich eigentlich auch ganz gerne und es gab schon einige begeisterte Stimmen dazu.

So bin ich voll Vorfreude ins Hörbuch gestartet, da ich das Grundthema mit wiedergeborenen Seelen auch sehr interessant fand. Und der Autor hat auch nicht viel Zeit verloren, bis die Handlung so wirklich los geht.

Zwar gibt es einen Prolog, wo man eine Opferungsszene aus früheren Zeiten miterlebt, aber dann lernen wir schnell Protagonistin Genna kennen, die Geschichte liebt, bei einer Ausstellung magisch von einem grünen Jadedolch angezogen wird und Damien kennenlernt. Und damit beginnt Gennas persönliche Hölle, denn Damien will sie umbringen.

Und es beginnt ein Katz- und Mausspiel, das Genna nur dank Phoenix überleben kann, der als ihr Retter auftritt, sie immer wieder beschützt und ihr versucht klar zu machen, dass sie eine wiedergeborene Seele ist, die schon viele Leben gelebt hat und die von den Seelenjägern ausgelöscht werden soll.

Vom Prinzip her immer noch total spannend, aber ich bin leider nicht mit der Geschichte warm geworden. Mich hat gestört, dass es außer den Verfolgungsszenen und kurzen Rückblenden in frühere Leben nicht viel gegeben hat. Es gibt keine Hintergründe, kein großes Ganzes, dass den Sinn dahinter wirklich erklären würde und die eingestreuten Rückblenden in frühere Leben von Genna und Phoenix waren zwar ganz nett, haben aber auch keine Tiefe mitgebracht. Und auch bei den immer wiederkehrenden Verfolgungsszenen weiß man nach den ersten paar Malen eh wie sie ausgehen.

Für mich hat hier einfach das Verhältnis von Action und wirklicher Handlung nicht gestimmt. So kam für mich mit der Zeit auch immer weniger Spannung auf, obwohl der Autor wirklich viel Action rein gebracht hat. Aber zeitweise habe ich mir vor lauter genervt sein sogar gewünscht, dass sie Genna jetzt endlich opfern, damit Ruhe ist. Insgesamt fand ich auch das Verhältnis von den Wächtern und Seelenjägern zu hoch, ständig ist Genna ihnen in die Arme gelaufen. Das war einfach zu viel, um glaubhaft zu sein.

Dazu kam auch noch das Problem, dass mir Protagonistin Genna immer unsympathischer wurde. Obwohl ihr Unglaube prinzipiell nachvollziehbar war, fand ich ihr Verhalten mit der Zeit einfach nur noch bescheuert und anstrengend. So bringt sie die Seelenjäger mit ihren dummen Aktionen immer wieder selbst ins Spiel und ist dann auf die Hilfe von Phoenix angewiesen.

Aber auch Bösewicht Damien hat mich mit der Zeit einfach aufgebracht. Er hat immer große Reden geschwungen und mein Nervenkostüm noch zusätzlich strapaziert.

Ich habe lange gehofft, dass es zumindest zum Schluss irgendwelche bedeutenden Hintergründe und Erklärungen gibt, dem war aber leider nicht so. Der Showdown hat dann zumindest eine kleine Überraschung mit gebracht, da zumindest keine Liebesgeschichte aufgekommen ist und es auch erstaunlich abgeschlossen ist, aber ich war am Ende einfach froh, wie es vorbei war.

Den Erzählstil, die Stimme und Umsetzung von Laure Maire mochte ich eigentlich schon, aber in Verbindung mit den anderen Punkten hat es das Gefühl von genervt sein einfach noch verstärkt.

Fazit:

Eigentlich hat die Geschichte viele positive Aspekte, wie eine tolle Grundidee und viel Action. Aber ich bin leider nicht mit ihr warm geworden, da ich das Verhältnis nicht stimmig fand. Denn außer sich sich ständiger wiederholender Action gabs leider wenig Handlung, mir haben Hintergründe und einfach Tiefe gefehlt. Zusätzlich fand ich die Figuren mit der Zeit einfach anstrengend, weshalb ich froh war, als es ich es geschafft hatte. Dabei fand ich das Ende doch recht abgeschlossen und abgesehen von den flachen Hintergründen eigentlich auch irgendwie zufriedenstellend, aber insgesamt kann ich einfach nicht mehr als gute 2 Buchherzen vergeben. 
Herzlichen Dank an den cbj Audio Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zum Autor (Quelle: randomhouse.de):
Chris Bradford praktiziert als Autor, was er selbst »Method Writing« nennt: Für seine Arbeit an der Bodyguard-Serie belegte er einen Kurs als Personenschützer und ließ sich als professioneller Bodyguard ausbilden. Und für die Soul Hunters Trilogie reiste er um die ganze Welt, um die in der Geschichte beschriebenen Kulturen aus nächster Nähe kennen zu lernen. Er lebte mit den Shona in Zimbabwe, wanderte auf dem Inka-Trail und meditierte mit buddhistischen Mönchen tief in den japanischen Bergen. Seine Bücher wurden in über 25 Sprachen übersetzt und erhielten mehr als 35 Jugendbuchpreise und –nominierungen. Chris Bradford lebt in England mit seinen beiden Söhnen.


Info zur Sprecherin (Quelle: randomhouse.de):
Laura Maire, geboren 1979 in München, absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Bekannt wurde sie durch eine Hauptrolle in der ARD-Vorabendserie »Verdammt verliebt«. Sie synchronisierte u. a. Brie Larson in »Raum« (2016 mit einem Oscar ausgezeichnet) und Ashley Greene (als Alice Cullen) in der »Twilight«-Reihe. Daneben war sie immer wieder in »How I Met Your Mother« zu hören. Maire erhielt 2011 den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin. 2014 las sie für den Hörverlag den Thriller »Schattengrund« von Elisabeth Herrmann und erhielt für ihr »virtuoses Sprach-Spiel« noch einmal den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin.


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Samstag, 24. Oktober 2020

Rezension: Niemalswelt - Marisha Pessl

Titel: Niemalswelt
    Autorin: Marisha Pessl
Übersetzerin: Claudia Feldmann
Seiten: 384
 Verlag: Carlsen   
Preis: 18, 00 € HC
Ersterscheinung: 22. 03. 19     
Reihe: Nein 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Seit Jims ungeklärtem Tod hat Bee keinen ihrer Freunde mehr gesprochen. Als sich die fünf ein Jahr später in einem noblen Wochenendhaus an der Küste wiedertreffen, entgehen sie nachts nur knapp einem Autounfall. Unter Schock und vom Regen durchnässt kehren sie ins Haus zurück. Doch dann klopft ein geheimnisvoller Unbekannter an die Tür und eröffnet ihnen das Unfassbare: Der Unfall ist wirklich passiert und es gibt nur einen Überlebenden. Die Freunde sind in einer Zeitschleife zwischen Tod und Leben gefangen, in der sie dieselben elf Stunden immer wieder durchlaufen – bis sie sich geeinigt haben, wer von ihnen überlebt. Der Schlüssel zur Entscheidung scheint Jims Tod zu sein – in ihrer Verzweiflung beginnen die Freunde nachzuforschen, was wirklich mit ihm passiert ist, in jener Nacht, in der er in den Steinbruch stürzte. Und langsam wird klar, dass sie alle etwas zu verbergen haben …

Meinung:

Die Kurzbeschreibung und das Cover haben mich sofort angesprochen. Die Idee mit der Niemalswelt fand ich total interessant, da ich sowas noch nicht gelesen habe.

Leider hatte ich schon zu Beginn etwas Probleme wirklich ins Buch zu finden. Bee´s Erzählungen fand ich von Anfang an nicht ganz so spannend, vor allem da sie zu vielen ausführlichen Aufzählungen neigt, die ich so bestimmt nicht gebraucht hätte.

Jedoch hatte ich Verständnis für sie, da es ja nicht leicht ist, seinen Freund zu verlieren. Ich war schon auch auf die anderen Figuren gespannt, obwohl sich meine Vermutung bestätigt hat, dass davon kaum welche sympathisch sind. Manche zumindest ein bisschen, aber von denen erfährt man doch auch nicht ganz so viel. Die anderen sind aber total unsympathisch und das steigert sich mit der Zeit auch noch, weshalb ich zu keinem einen wirklichen Bezug aufbauen konnte.

Ich fand es zwar zum Teil nachvollziehbar, dass man erstmal skeptisch reagiert, wenn man sowas unglaubliches erfährt und sich auch erstmal dagegen stellt. Das wird mit den Trauerphasen ja gut beschrieben, aber doch fand ich diesen Teil irgendwie zu lang, da da einfach nicht viel sinnvolles passiert.

Als es dann doch darum geht, herauszufinden was mit Jim passiert ist, war das doch auch irgendwie nicht ganz rund für mich. Da ja doch alle ein Geheimnis und irgendwie damit zu tun haben. Für mich kam einfach irgendwie keine Spannung auf, ich habe dann viel nur noch überflogen und habe überlegt, ob ich das Buch nicht einfach zur Seite lege. Das habe ich dann nicht gemacht, da mich am Ende doch etwas interessiert hat, was alles dahinter steckt, aber es war einfach nicht meine Geschichte und nicht mein Schreibstil, denn diese ausführlichen Aufzählungen haben sich doch auch durchs ganze Buch gezogen.

Das Ende war naja, zum Teil irgendwie so erwartet, zum Teil doch auch mit kleineren Überraschungen. Aber doch zumindest recht abgeschlossen.

Fazit:

Ein Jugend-Thriller mit einer interessanten Idee, aber einer Umsetzung, die mich nicht überzeugt hat. Der Schreibstil war mir zu ausführlich und zu wenig mitreißend, sodass ich doch öfters überlegt habe, ob ich das Buch einfach abbreche. Die Charaktere waren entweder wenig greifbar oder zu unsympathisch und die Handlung hat sich teilweise etwas lang im Kreis gedreht. Die Auflösung hatte ein paar kleine Überraschungen, aber vieles hatte ich so ähnlich erwartet und ich war einfach nur froh, dass es dann vorbei war. Also insgesamt ein kleiner Flop, weshalb es auch nicht für mehr als 2 Buchherzen reicht. 

Infos zur Autorin (Quelle: carlsen.de): 
Marisha Pessl stammt aus Asheville, North Carolina, und lebt mittlerweile in New York. Ihr Debütroman Die alltägliche Physik des Unglücks wurde ein internationaler Bestseller, hat diverse Preise gewonnen und ist von der New York Times als eines der 10 Best Books of the Year ausgewählt worden. Niemalswelt ist ihr erstes Buch für Jugendliche und junge Erwachsene.

 
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Sonntag, 16. August 2020

Rezension: Das Gottesspiel - Danny Tobey

Titel: Das Gottesspiel
Autor: Danny Tobey
Übersetzer: Jürgen Langowski
   Seiten: 560  
 Verlag: Heyne
   Preis: TB: 16,99 €
 Ersterscheinung: 13. 07. 2020
  Reihe: Nein




Kurzbeschreibung:
»Wenn du gewinnst, werden all deine Träume wahr. Wenn du verlierst, bist du tot.« Diese Botschaft erhält Charlie, als er sich für das Gottesspiel anmeldet, das angesagteste Virtual-Reality-Game der Welt. Es wird von einer Künstlichen Intelligenz kontrolliert, die Charlie und seinen Freunden immer neue Aufgaben auf ihre Smartphones und ihre VR-Brillen schickt: Mal müssen sie eine virtuelle Hydra erlegen, mal ein altes Ritual zu Ehren eines längst vergessenen Gottes durchführen. Doch dann werden die Aufgaben, die die KI ihnen stellt, immer gefährlicher, und Charlie erinnert sich wieder an die Botschaft zu Beginn des Spiels. Was kann ihm eine KI schon antun? Wenn er im Spiel stirbt, hat das keine Auswirkungen auf sein Leben in der realen Welt – oder? 

Meinung:
Ich habe früher auch gern Browsergames und ähnliches gespielt und deshalb mag ich zwischendurch ganz gerne mal so Geschichten, wo es drum geht, dass man einem Spiel verfällt. Und dabei ist es natürlich noch spannender, wenn sich dabei das Spiel mit dem realen Leben mischt. 

Und auch das Cover hat mich irgendwie gleich angesprochen, weshalb ich doch sehr gespannt auf diese Geschichte war.

Dabei muss ich sagen, dass das Buch und ich irgendwie keine Freunde geworden sind. Anfangs war mir alles etwas zu detailliert, es hat ewig gedauert, bis überhaupt das Spiel in Fahrt kam. Außerdem fand ich die Charaktere leider von Beginn an recht unsympathisch. 

So nach ca. 150 Seiten ging es dann los mit dem Spiel und der Mittelteil hat mir dann doch besser gefallen, auch wenn ich immer gleich den Vergleich mit „Erebos“ von Ursula Ponznaski im Kopf hatte. Es hatte zwar einige Parallelen, aber es war doch interessant mitzuverfolgen, wie das Spiel seine Spielchen treibt und wie es die Figuren dazu bringt, das zu machen, was es möchte und vor allem sie auch dazu bringt, ihr Gewissen außen vor zu lassen. Das ist ja ein Aspekt, den man leider durch Anonymität des Internets auch jetzt schon immer öfter beobachten kann, weshalb ich mir zum Teil schon auch echt vorstellen kann, dass es so ähnlich ablaufen könnte. Wenn auch wirklich nur so ähnlich, denn die hier dargestellten Beispiele sind teilweise schon ziemlich extrem und sehr abgebrüht. 

Leider muss ich sagen, dass mir der Schlussteil, also die letzten 120 Seiten leider gar nicht mehr gefallen haben. Da wurde alles so chaotisch, teilweise sehr speziell im Programmierwissen, und ehrlich, für mich hat das einfach alles keinen Sinn mehr ergeben. Ich konnte den Sinn hinter den Aufgaben des Spiels nicht mehr nachvollziehen und auch die Motive dahinter und die Auflösung des Ganzen fand ich einfach extrem wirr und nicht überzeugend. Da hat sich das Buch für mich leider wirklich zum Flop entwickelt und mich total enttäuscht zurückgelassen. 

Sonst fand ich den Schreibstil eigentlich ganz angenehm lesbar. Er ist sehr jugendlich gehalten, weshalb es auch einige Ausdrücke gibt, die jugendliche halt auch gern verwenden. Das hat für mich aber doch zur Geschichte gepasst. Auch der allwissende Erzähler, der abwechselnd immer mal wieder die unterschiedlichen Jugendlichen beleuchtet und dem Leser Hintergrundwissen und auch Wissensvorsprünge offenbart, fand ich gut gewählt. 

Und prinzipiell gibt es schon recht unterschiedliche Protagonisten, die alle ihr Päckchen zu tragen und ihre Geheimnisse haben. Das Problem ist eben nur, dass keiner von ihnen irgendwelche Sympathiepunkte bei mir wecken konnte, weshalb ich auch da nicht wirklich mitgefiebert habe.

Der Plot geht schon stetig voran, aber teilweise doch eher gediegen und handfeste Spannung ist meistens nur partiell erkennbar, was mich aber im Mittelteil ja wirklich nicht gestört hat. Insgesamt hätte ich die Geschichte schon solide gefunden, aber wie gesagt, hat das Ende mich einfach total enttäuscht.

Fazit:
Eine Geschichte, die mich lange etwas zwiegespalten, am Ende aber leider nur noch enttäuscht zurückgelassen hat. Die Grundidee ist nicht neu, aber ganz solide und zwischenzeitlich recht spannend umgesetzt, die Figuren sind speziell und ausführlich beschrieben, aber leider unsympathisch, den Schreibstil fand ich eigentlich ganz angenehm zu lesen, aber das Ende war mir viel zu chaotisch und wirr und hat mir überhaupt nicht gefallen. Deshalb reichts insgesamt auch nicht für mehr als 2 Buchherzen. 
 Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zum Autor (Quelle: randomhouse.de):
Danny Tobey wurde in Texas geboren und besuchte das Harvard College, die Yale Law School und die University of Texas Southwestern Medical School. Er ist Experte auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und wurde 2019 für seine Forschungen zu den gesetzlichen Grundlagen der KI mit dem Burton Award der Library of Congress ausgezeichnet.

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