Mittwoch, 15. April 2026

Rezension: Steingladiole: Erde vergisst nie - Liza Grimm

Titel: Steingladiole - Erde vergisst nie
Autorin: Liza Grimm
    Seiten: 400  
Verlag:  Knaur TB
    Preis: 18,00 €  Paperback
Ersterscheinung: 02. 03. 2026
  Reihe: Teil 3 von
 4
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Als Elementgesandte des Wassers kämpft Nara im großen Wettkampf der Akademie, um die Buchbinder in ihre Heimat zu bringen. In der Auswahl hat sie es schon weit geschafft, doch der Wettkampf ist längst nicht mehr ihre einzige Sorge. Jemand hat es auf sie und ihr Seelenbuch abgesehen. Als Nara dann auch noch mit einer unglaublichen Enthüllung konfrontiert wird, stellt sie alles in Frage, was sie je zu wissen geglaubt hat. Ihre Suche nach der Wahrheit lässt sie zurück in die Vergangenheit blicken und führt sie auf eine Reise zu ihren Wurzeln. Währenddessen geht die Auswahl an der Akademie unerbittlich weiter und Nara ist hin und hergerissen zwischen der Treue zu ihrem Volk und der Suche nach der Wahrheit.

Meinung:

Optisch steht auch diese Fortsetzung ihren Vorgängern in nichts nach. Auch wieder extrem ansprechend gestaltet und einfach eine Augenweide.

Und auch dieses Mal geht die Geschichte nahtlos weiter. Nara wird mit jemanden aus ihrer Vergangenheit konfrontiert und generell wird ihr Blick auf die ihr bekannte Welt und das System dahinter angezweifelt.

Und auch bei Katso ergeben sich einige unerwartete Veränderungen.

Schön fand ich, dass es dieses Mal durchaus ein paar Antworten und neue, unerwartete Entwicklungen gab, der Kritikpunkt, dass es bis dahin aber lange dauert, bleibt aber auch hier. Auch hier dreht sich im Mittelteil vieles im Kreis und beschäftigt sich mit Nebensächlichkeiten und Wiederholungen.

Dennoch mochte ich die Wendungen in der Handlung (und dass man mehr von der Welt ans ich erfährt) und auch die persönlichen Entwicklungen der Figuren waren auf jeden Fall interessant und tiefgründig dargestellt.

Wie immer endet das Buch mit einem Cliffhanger und ich bin wieder gespannt, was jetzt noch kommt. Dabei hoffe und ich gehe ich davon aus, dass es sich beim 4. Band dann auch wirklich um den Abschluss handelt, da dann alle 4 Elemente in den Titeln verarbeitet wurden und der Verlag es (wieder) auch so ankündigt.

Der Schreibstil war erneut mitreißend, wobei ich durchaus mal den ein oder anderen Füllsatz übersprungen habe, ohne, dass mir was von der Handlung gefehlt hätte.

Fazit:

Eine Fortsetzung, die ihrem Muster treu bleibt. Optisch eine Augenweide, von den Ideen und Entwicklungen wirklich spannend, aber dennoch teilweise künstlich in die Länge gezogen und mit vielen unnötigen Details versehen. Dennoch war ich dieses Mal mehr zufrieden, da es doch einige Antworten und Wendungen gab und ich hoffe jetzt einfach darauf, dass der nächste Teil dann wirklich der Abschluss ist, noch ein paar unerwartete Asse im Ärmel hat und alles zufriedenstellend auflöst. Ich vergebe knappe 4 Buchherzen.
  Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zur Autorin (Quelle: droemer-knaur.de):
Liza Grimm studierte in München Germanistik und verliebte sich währenddessen in Geschichten. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Fantasy- und Science-Fiction-Lektorin, bevor sie sich als Autorin selbstständig machte. Wenn sie gerade nicht schreibt, twittert sie leidenschaftlich gerne über ihren Hund oder redet auf Twitch über Bücher. Über ihre Social-Media-Kanäle erreicht sie über 120.000 Menschen.


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Infos zur Reihe:
1. Eislotus: Wasser findet seinen Weg *klick zu meiner Rezension
2. Feuerlilie: Asche spendet Leben *klick zu meiner Rezension
3. Steingladiole: Erde vergisst nie
4. Sturmdahlie: Wind bringt Veränderung (Erscheinungsdatum 1.12.26)
 

Montag, 13. April 2026

Mitmachaktion - CoverLiebe 39

Guten Morgen zusammen,

heute gibt es einen neuen Beitrag zur CoverLiebe - Aktion.
Aleshanee von Weltenwanderer hat die Aktion in Anlehnung an den Cover Monday, der lange Zeit von Moyas Buchgewimmel veranstaltet wurde, erneut aufgegriffen und es geht bei der Aktion klar um wunderschöne und besondere Cover und natürlich um den Austausch darüber, sowie das Entdecken neuer Bücher

Jeden 2. Montag im Monat darf jeder ein besonderes Cover vorstellen - Grenzen gibts dabei zum Glück keine und jeder kann einsteigen. 
 

So, schon das 2. Mal hab ich die CoverLiebe voll verpennt. Aber heute hab ich noch etwas Zeit, weshalb ich spontan aus meinen vorgemerkten Covern für die Aktion eins ausgesucht habe, welches zu meiner aktuellen Stimmung passt. 

Die Wahl fiel auf Küstenrauschen von Marieke Hansen. Denn, ich freue mich schon so sehr auf den Urlaub und einfach auf den Blick aufs Meer, sodass es mich sofort angesprochen hat. 
 
Ich finde, dass das Cover sehr zum Verweilen und Träumen einlädt und man sich bereits nach kurzem Betrachten direkt wie am Meer fühlt, fast die Wellen rauschen hören und auch die letzten Sonnestrahlen vom Sonnenuntergang auf der Haut fühlen kann. Dazu noch das Kreischen der Möwen und vielleicht ein laues Lüftchen.
 
Das Cover ist sehr authentisch und ich finde es sehr gelungen. Einzig die Lichtpunkte, die man im Sand sieht, finde ich nicht ganz so schön/stimmig. Das sieht im Vergleich zum Rest künstlich aus. Aber da ich mir eh lieber das Meer, statt den Strand ansehe, fällt es nicht so sehr ins Gewicht. 

Hier gibt es noch den Klappentext. 

Wenn aus Rivalität Liebe wird ... Ein humorvoller Roman voller nordischer Leichtigkeit, turbulenter Begegnungen und herzerwärmender Momente

Für Kleintierärztin Lea könnte es kaum schlimmer laufen: Job verloren, Freund weg - und das alles auf einmal. Eine Auszeit muss her. Da passt die Bitte ihres Opas, ihn in seiner Praxis an der Nordsee zu unterstützen, perfekt. Zurück in ihrer Heimat Krummhörn findet Lea das idyllische Leben wieder, das sie einst so liebte: freundliche Menschen, klare Seeluft und eine beruhigende Bodenständigkeit. Doch nicht alles ist so harmonisch, wie es scheint - vor allem nicht mit Großtierarzt Bajo, der gemeinsam mit ihrem Opa die Praxis führt und Lea mit seiner Sturheit regelmäßig den letzten Nerv raubt ...

 
Klassische Liebesgeschichte, also nichts mehr für mich. Ich bleib also lieber beim Betrachten vom Cover 😉.

Und, was sagt ihr zu dem Cover? Habt ihr es schon gesehen?

Liebe Grüße,
Steffi 
 
P. S. Die nächste CoverLiebe findet am 11. Mai statt. 

Samstag, 11. April 2026

Hörbuchrezension: Ungelöst: Die erste Zeugin - Arno Stobel

Titel: Ungelöst - Die erste Zeugin
 Autor: Arno Strobel  
Sprecher: Dietmar Wunder   
Laufzeit: 9 h 39 Min - ungekürzt
  Verlag: Argon Hörbuch        
Preis: ab 14,99 € - 1 MP³ - CD  (gekürzt), 
ab 19,50 € im Download (ungekürzt) - Im Abo günstiger  
Ersterscheinung: 25. Februar 2026          
Reihe: Teil 1 von ??
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Medizinstudentin Luisa Menkhoff erkennt eine verschwundene Frau auf einem Flugblatt. Es ist Jahre her, dass sie sie gesehen hat. Aber trotzdem kann sie sich erinnern, als wäre es gestern gewesen. Nicole Klement war die Lebensgefährtin des Mannes, der Luisa als Fünfjährige entführt hat. Und damals ebenfalls in die Sache verwickelt.

Luisa wendet sich umgehend an die Münchner Polizei. Als Luisa die Umstände ihrer Entführung als Kind schildert, ist die Polizei verblüfft. Luisa hat ein eidetisches Gedächtnis und erinnert sich an jedes Detail einer einmal erlebten Situation. Und alles, was sie sagt, deutet darauf hin, dass ihr damaliger Entführer jetzt Nicole Klement in seiner Gewalt hat.

Luisa wird als externe Beraterin zu dem aktuellen Vermisstenfall hinzugezogen. Bis klar wird, dass sie sich getäuscht haben muss. Denn es gibt Hinweise, dass es Lichner nicht gewesen sein kann. Aber warum fühlt Luisa sich dann beobachtet? Zu spät erkennt, dass sie etwas Entscheidendes übersehen hat, das allen Beteiligten zum Verhängnis werden könnte.

Meinung:

Ich hab mich sehr auf das neue Buch von Arno Strobel gefreut. Und mit Luisa Menkhoff gibt es eine Protagonistin mit bekanntem Namen, denn ihr Vater Bernd Menkhoff kam ja schon in mehreren Büchern des Autors vor.

Dennoch muss ich sagen, dass ich mich zu Beginn etwas schwer getan habe, so richtig in die Geschichte zu finden. Es ging mir einerseits irgendwie zu schnell, dass der Fokus auf persönliche Sympathien unter den Figuren gelegt wurde und ich es nicht wirklich glaubwürdig fand, dass Luisa, als eigentlich Außenstehende, so schnell in den Fall integriert wurde. Aber andererseits fand ich den Start recht langgezogen, da so wenig passiert ist und der Fall hat mich anfangs nicht so wirklich fesseln können.

Dabei war die Ausgangslage ziemlich interessant, nicht nur weil die bekannte Figur von Bern Menkhoff durch seine Tochter nochmal mehr Konturen und Tiefe bekommt, sondern auch, weil Luisa ja mit 5 Jahren entführt wurde und nun auch in den neuen Fall persönlich verstrickt ist. Und auch ihre Fähigkeit des fotografischen Gedächtnisses ist eigentlich total interessant, aber hier fand ich die Erinnerungen/Erzählungen irgendwie zu langgezogen, um mich wirklich mitzuziehen.

Gebessert hat sich das eigentlich erst im Mittelteil, als die Sache konkreter und gleichzeitig durch einige unerwartete Wendungen auch undurchsichtiger wird. Da bin ich kurz auch mal ins Überlegen gekommen, ob da was anderes dahinter stecken könnte, habe aber doch auch immer im Hinterkopf gehabt, dass eine Täuschung möglich wäre. Hier hat der Autor seine falschen Fährten geschickt gelegt und interessant verpackt.

Was mir mit der Zeit auch immer besser gefallen hat, war das Zusammenspiel der Ermittler und ja, irgendwie hat dann auch Luisa gut dazu gepasst. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass ein 2. Fall mich dann schneller/besser mitziehen könnte.

Das Ende fand ich ok und prinzipiell zufriedenstellend, auch wenn ich das allzeit beliebte Rundum-Geständnis des Täters langsam schon etwas plump finde. Auch wenn so ein Geständnis natürlich viele offene Fragen auf einfachem Weg beantwortet.

Sprecher Dietmar Wunder hat wieder einen soliden Job gemacht und auch gut zu Polizist Ramin gepasst. Zu Luisa eher nicht so und da er auch eher langsam, betont und tiefgründig liest, aber die Spannung nicht unbedingt total erhöht, kann das wahrscheinlich auch etwas dazu beigetragen haben, dass ich etwas länger gebraucht habe, um wirklich in die Geschichte zu finden.

Fazit:

Interessante Ausgangslage, dennoch hab ich anfangs doch recht lange gebraucht, um wirklich in die Geschichte zu finden und sie spannend zu finden. Im Mittelteil hat es sich gebessert, da kamen einige interessante und undurchsichtige Wendungen hinzu und der Fall hat dann auch mehr Fahrt aufgenommen und ich mochte das Zusammenspiel der unterschiedlichen Charaktere. Das Ende fand ich ok, auch wenn es mal wieder ein praktisches Rundum-Geständnis des Täters gab. Insgesamt würde ich 3,5 Buchherzen vergeben, sehe aber schon, dass das Ermittlerteam Potential hat, das in weiteren Fällen gut passen könnte.
Herzlichen Dank an den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zum Autor (Quelle: Argon-verlag):
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Hörern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt. Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller. Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.

Info zum Sprecher (Quelle: Argon-verlag):
Dietmar Wunder ist einer der profiliertesten Synchronsprecher und Dialogregisseure und als deutsche Stimme von James-Bond-Darsteller Daniel Craig bekannt. Mit seiner markanten, sehr wandlungsfähigen Stimme ist er ein äußerst beliebter Hörbuchsprecher, der nuancenreich Spannung vermitteln kann.


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Donnerstag, 9. April 2026

Top Ten Thursday #494 - männliche Autoren, die mich begeistert haben

 Huhu ihr Lieben,

heute gibts wieder einen neuen Top Ten Thursday und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander weitergeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.

Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.

 
Das Thema für diese Woche lautet:

Stelle uns 10 männliche Autoren vor, deren Bücher dich begeistert haben



Das Thema gab es 2018 schon mal und ich muss sagen, dass viele Namen davon mir immer noch zuerst eingefallen sind. Und es ist auch immer noch so, dass ich Prinzipiell Bücher von Autorinnen lese. Aber nach etwas überlegen gab es aber trotzdem mehr als genug Auswahl für eine 2. Liste - die recht Thriller-lastig ist 🙈.
 
Jedoch auch heute ohne Bilder der Autoren, da mir dafür die Zeit gefehlt hat, dafür meine Lieblingsbücher.
- Riley Sager (Ich hab schon einige echt tolle Thriller von ihm gelesen, vor allem Hope´s End und Verschließ jede Tür)
- Steve Cavanagh (Zwar bisher erst einen Thriller (Kill for me) gelesen, aber der hat mich umgehauen und macht Lust auf mehr)
- Andreas Suchanek (Auch hier hab ich mit Das vergessene Museum erst eins gelesen, aber auch das macht Lust auf mehr)
- Arno Strobel (Hat mich schon oft begeistert)
- Marc Raabe (Auch hier hab ich schon einige tolle Thriller gelesen und noch einige auf dem SuB)

- B. B. Alston (Auch hier mag ich die Amari-Reihe total gerne)
- Kevin Sands (Ich mag seine Kinderbuchreihen (The Blackthorn-Code, Shadow Thieves) total gerne, leider sind beide nicht weiter ins deutsche übersetzt worden) 
- Kai Meyer (Auch schon viele tolle Bücher gelesen)
- Linus Geschke (Vor allem die ersten beiden Bände der Tannenstein-Reihe haben mich sehr begeistert)
- J. D. Barker (The Fourth Monkey war genial, aber auch andere Thriller haben mir gefallen)


Was sagt ihr zu unserer Auswahl? Kennt und mögt ihr den ein oder anderen Autor davon auch?



Das Thema für nächste Woche lautet: 
Stelle uns 10 weibliche Autorinnen vor, deren Bücher dich begeistert haben


Liebe Grüße,
Steffi

Samstag, 4. April 2026

Hörbuchrezension: The House Saphir: Der blutige Schlüssel - Marissa Meyer

Titel: The House Spahir - Der blutige Schlüssel
 Autorin: Marissa Meyer  
Sprecherin: Dagmar Bittner 
Übersetzerin: Aimée de Bruyn Ouboter
Laufzeit: 13 h 06 Min - ungekürzt
  Verlag: Argon Hörbuch        
Preis: ab: 23, 23 € - Download  - Im Abo günstiger  
Ersterscheinung: 23. Feb. 2026          
Reihe: Nein
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Mallory Fontaine ist vieles – eine gewiefte Fremdenführerin, eine talentierte Zeichnerin und: Sie kann mit Geistern kommunizieren. Doch als sie eine Gruppe von Gästen durch das berüchtigte Haus Saphir führt, wird aus einer gewöhnlichen Tour eine Reise in die dunkle Vergangenheit des Anwesens. Als dann noch ein mysteriöser Fremder auftaucht, der mehr mit dem Haus und seiner Geschichte zu tun haben könnte, als er zugibt, wird aus einer harmlosen Tour ein gefährliches Spiel ums Überleben. Kann sie die Wahrheit hinter den Legenden des Hauses Saphir aufdecken, bevor sie selbst zur nächsten Legende wird?

Meinung:

Nachdem ich die „Luna-Chroniken“ der Autorin so genial fand, wollte ich schon länger mal was neues von ihr lesen oder hören und so hat sich „The House Saphir“ angeboten, auch weil es nach einer interessanten und etwas mystischen Geschichte klang und ich Märchenadaptionen auch immer zusätzlich spannend finde.

Ich war zu Beginn schon etwas irritiert, da man zum Einstieg ein Bestiarium mit einer Aufzählung unterschiedlichster Fantasywesen erhält, die eigenartige Namen haben und die man nicht zuordnen kann. Dies hat mich eher etwas erschlagen, als dass ich es hilfreich fand. Den Start in die Geschichte selbst fand ich aber eigentlich recht gut. Man ist gleich bei einer von Mallorys Führungen durch das Haus Saphir dabei und erlebt schon gleich die Besonderheiten. Zum einen wird deutlich dass Mallory eine gewiefte Schwindlerin ist, aber auf der anderen Seite auch mit Geistern sprechen kann.

Ich fand die Ausgangslage wirklich interessant, leicht gruselig, aber hauptsächlich humorvoll und auch gut vorstellbar und die Hintergründe wirklich interessant und teilweise auch tiefgründig. Was mich leider nicht so wirklich überzeugen konnte, war die Umsetzung davon.

Zum einen fand ich das World-Building kaum vorhanden. Man kann sich denken, dass man irgendwo in einem alternativen Frankreich in der Vergangenheit unterwegs ist, aber ganz klar, wird das nie. Man wird einfach irgendwo hineingeworfen, und erhält ab und an mal einen kleinen Einblick, der für mich aber selten ausreichend war. Ich fand nicht nur das Magsiesystem, sondern auch das System der vielfältigen Götter und ihrer Gaben eigentlich voll interessant, aber näher darauf eingegangen wird kaum und auch das Grundmärchen kann man nur erkennen, wenn man es eben vorher gut kennt. Und auch diese eingeworfenen Bestien fand ich eben eher störend, als unterhaltsam. Da ich mit den ausgefallenen Namen (Trotz des Bestiariums zu Beginn) nichts anfangen konnte und mich das eher verwirrt hat, als wenn man Bezeichnungen gehabt hätte, denen man als Fantasyleser schon mal begegnet wäre.

Ein weiterer Minuspunkt war für mich die Tatsache, dass der Plot oftmals kaum voran ging. Es dauert gefühlt ewig, bis Mallory auf die Idee kommt, sich mal mit den Geistern vor Ort auszutauschen und ähnliches. Viel Zeit wird für Beschreibungen der Einrichtung oder für Schwärmereien für den Grafen oder ähnliches verschwendet. Deshalb baut sich die Spannung nicht kontinuierlich auf, sondern hat immer wieder Durchhänger. Dennoch kommt es zu großen Erwartungen an das Ende und die Auflösung betreffend und an sich muss ich sagen, dass es zwar einen actionreichen Showdown und einige nette Wendungen gab, aber das Potential wurde einfach nicht richtig genutzt. Das zieht sich etwas durch die ganze Geschichte und bleibt auch am Ende so.

Nichtsdestotrotz fand ich Mallory als Protagonistin ziemlich interessant. Sie ist kein klassischer Sympathieträger, aber mich hat sie mit ihrer trockenen, schlagfertigen und besonderen Art dennoch mitgezogen und zum Lachen gebracht. Also an sich habe ich sie schon gern begleitet, wenn es eben um das Hauptthema und nicht um die ganzen Nebensächlichkeiten ging. Die anderen Charaktere sind leider alle etwas blass geblieben. Die Liebesgeschichte hab ich nicht gefühlt, fand ich aber zumindest einigermaßen nachvollziehbar.

Sprecherin Dagmar Bittner hat wieder einen genialen Job gemacht und dafür gesorgt, dass ich trotzdem immer wieder dran geblieben bin und ich mich gut in Mallory hineinversetzen konnte.

Fazit:

Eine interessante, leicht gruselige Ausgangslage, eine höchst humorvolle Erzählweise und eine ungewöhnliche Protagonistin haben leider nicht gereicht, um mich wirklich zu überzeugen. Dafür wurde einfach zu wenig von dem vorhanden Potential genutzt, es gab leider kaum stimmiges World-Buidling und zu viel Fokus auf Nebensächlichkeiten. Insgesamt bleibt etwas Enttäuschung zurück, weshalb ich trotz der guten Ansätze eher knappe 3 Buchherzen vergebe.
Herzlichen Dank an den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zur Autorin (Quelle: Argon-verlag):
Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und arbeitete viele Jahre als Lektorin. Mit ihrem Debüt Die Luna-Chroniken legte sie sofort eine NYT-Bestseller-Serie vor. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Seattle. Mehr unter www.marissameyer.com.
 
Infos zur Sprecherin (Quelle: Argon-verlag):
Dagmar Bittner ist als Hörbuchsprecherin ausgesprochen vielfältig und schafft mit ihrer intensiven Altstimme mühelos den Spagat zwischen spannungsreichen, gefühlvollen und informativen Stoffen.
 

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