Titel: The House Spahir - Der blutige Schlüssel
Autorin: Marissa Meyer
Sprecherin: Dagmar Bittner
Übersetzerin: Aimée de Bruyn Ouboter
Laufzeit: 13 h 06 Min - ungekürzt
Verlag: Argon Hörbuch
Preis: ab: 23, 23 € - Download - Im Abo günstiger
Ersterscheinung: 23. Feb. 2026
Reihe: Nein
Kurzbeschreibung:
Mallory Fontaine ist vieles – eine
gewiefte Fremdenführerin, eine talentierte Zeichnerin und: Sie kann
mit Geistern kommunizieren. Doch als sie eine Gruppe von Gästen
durch das berüchtigte Haus Saphir führt, wird aus einer
gewöhnlichen Tour eine Reise in die dunkle Vergangenheit des
Anwesens. Als dann noch ein mysteriöser Fremder auftaucht, der mehr
mit dem Haus und seiner Geschichte zu tun haben könnte, als er
zugibt, wird aus einer harmlosen Tour ein gefährliches Spiel ums
Überleben. Kann sie die Wahrheit hinter den Legenden des Hauses
Saphir aufdecken, bevor sie selbst zur nächsten Legende wird?
Meinung:
Nachdem ich die
„Luna-Chroniken“ der Autorin so genial fand, wollte ich schon
länger mal was neues von ihr lesen oder hören und so hat sich „The
House Saphir“ angeboten, auch weil es nach einer interessanten und
etwas mystischen Geschichte klang und ich Märchenadaptionen auch
immer zusätzlich spannend finde.
Ich war zu
Beginn schon etwas irritiert, da man zum Einstieg ein Bestiarium mit
einer Aufzählung unterschiedlichster Fantasywesen erhält, die
eigenartige Namen haben und die man nicht zuordnen kann. Dies hat
mich eher etwas erschlagen, als dass ich es hilfreich fand. Den Start
in die Geschichte selbst fand ich aber eigentlich recht gut. Man ist
gleich bei einer von Mallorys Führungen durch das Haus Saphir dabei
und erlebt schon gleich die Besonderheiten. Zum einen wird deutlich
dass Mallory eine gewiefte Schwindlerin ist, aber auf der anderen
Seite auch mit Geistern sprechen kann.
Ich fand die
Ausgangslage wirklich interessant, leicht gruselig, aber
hauptsächlich humorvoll und auch gut vorstellbar und die
Hintergründe wirklich interessant und teilweise auch tiefgründig.
Was mich leider nicht so wirklich überzeugen konnte, war die
Umsetzung davon.
Zum einen fand
ich das World-Building kaum vorhanden. Man kann sich denken, dass man
irgendwo in einem alternativen Frankreich in der Vergangenheit
unterwegs ist, aber ganz klar, wird das nie. Man wird einfach
irgendwo hineingeworfen, und erhält ab und an mal einen kleinen
Einblick, der für mich aber selten ausreichend war. Ich fand nicht
nur das Magsiesystem, sondern auch das System der vielfältigen
Götter und ihrer Gaben eigentlich voll interessant, aber näher
darauf eingegangen wird kaum und auch das Grundmärchen kann man nur
erkennen, wenn man es eben vorher gut kennt. Und auch diese
eingeworfenen Bestien fand ich eben eher störend, als unterhaltsam.
Da ich mit den ausgefallenen Namen (Trotz des Bestiariums zu Beginn)
nichts anfangen konnte und mich das eher verwirrt hat, als wenn man
Bezeichnungen gehabt hätte, denen man als Fantasyleser schon mal
begegnet wäre.
Ein weiterer
Minuspunkt war für mich die Tatsache, dass der Plot oftmals kaum
voran ging. Es dauert gefühlt ewig, bis Mallory auf die Idee kommt,
sich mal mit den Geistern vor Ort auszutauschen und ähnliches. Viel
Zeit wird für Beschreibungen der Einrichtung oder für Schwärmereien
für den Grafen oder ähnliches verschwendet. Deshalb baut sich die
Spannung nicht kontinuierlich auf, sondern hat immer wieder
Durchhänger. Dennoch kommt es zu großen Erwartungen an das Ende und
die Auflösung betreffend und an sich muss ich sagen, dass es zwar
einen actionreichen Showdown und einige nette Wendungen gab, aber das
Potential wurde einfach nicht richtig genutzt. Das zieht sich etwas
durch die ganze Geschichte und bleibt auch am Ende so.
Nichtsdestotrotz
fand ich Mallory als Protagonistin ziemlich interessant. Sie ist kein
klassischer Sympathieträger, aber mich hat sie mit ihrer trockenen,
schlagfertigen und besonderen Art dennoch mitgezogen und zum Lachen
gebracht. Also an sich habe ich sie schon gern begleitet, wenn es
eben um das Hauptthema und nicht um die ganzen Nebensächlichkeiten
ging. Die anderen Charaktere sind leider alle etwas blass geblieben.
Die Liebesgeschichte hab ich nicht gefühlt, fand ich aber zumindest
einigermaßen nachvollziehbar.
Sprecherin
Dagmar Bittner hat wieder einen genialen Job gemacht und dafür
gesorgt, dass ich trotzdem immer wieder dran geblieben bin und ich
mich gut in Mallory hineinversetzen konnte.
Fazit:
Eine
interessante, leicht gruselige Ausgangslage, eine höchst humorvolle
Erzählweise und eine ungewöhnliche Protagonistin haben leider nicht
gereicht, um mich wirklich zu überzeugen. Dafür wurde einfach zu
wenig von dem vorhanden Potential genutzt, es gab leider kaum
stimmiges World-Buidling und zu viel Fokus auf Nebensächlichkeiten.
Insgesamt bleibt etwas Enttäuschung zurück, weshalb ich trotz der
guten Ansätze eher knappe 3 Buchherzen vergebe.
Herzlichen Dank an den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.
Infos zur Autorin (Quelle: Argon-verlag):
Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat
Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und
arbeitete viele Jahre als Lektorin. Mit ihrem Debüt Die Luna-Chroniken legte
sie sofort eine NYT-Bestseller-Serie vor. Sie lebt mit ihrer Familie in
der Nähe von Seattle. Mehr unter www.marissameyer.com.
Infos zur Sprecherin (Quelle: Argon-verlag):
Dagmar Bittner ist als Hörbuchsprecherin ausgesprochen vielfältig und
schafft mit ihrer intensiven Altstimme mühelos den Spagat zwischen
spannungsreichen, gefühlvollen und informativen Stoffen.
WERBUNG
Da ich euch auch weiterhin die
Gelegenheit geben möchte, mit einem Klick weitere Infos einzuholen,
kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG folgende Links als Werbung: