Saphrit erzählt von einer Welt, die nicht einfach nur Kulisse ist. Sie lebt. Sie atmet durch ihre Wälder, erinnert sich in ihren Flüssen und warnt durch Tiere, Wurzeln und Wasser, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät. Unten, in Mossreach, lebt Seyra Vale. Ihr Alltag ist nicht schön, sondern hart: nasse Stege, dünner Brei, kalter Nebel, Arbeit im Schlamm und der ständige Blick zu den schwebenden Städten, die hoch über den Menschen unten glänzen. Dort oben leben jene, die von Saphrit nehmen, ohne den Preis wirklich zu spüren. Unten leben jene, die ihn jeden Tag bezahlen.
Seyra kennt diese Ordnung. Sie hasst sie vielleicht, aber sie hat gelernt, darin zu überleben. Sie sammelt Heilpflanzen, fährt mit dem Kahn durch die Flussarme und versucht, nicht zu sehr an ihre verschwundene Mutter zu denken. Dann verändert sich der Fluss.
Das Wasser riecht nach Metall. Tote Fische treiben an die Oberfläche. Schwarze Strömungen kriechen gegen den Lauf des Flusses. Kinder werden krank. Tiere fliehen aus Gegenden, in die sie niemals hätten kommen dürfen. Und Seyra hört etwas, das sie nicht hören dürfte: Der Fluss sagt ihren Namen.
Aus einem unheimlichen Morgen wird der Anfang einer Reise, die Seyra aus ihrem alten Leben reißt. Was zuerst wie eine Seuche wirkt, führt zu den alten Kräften Saphrits: zu Türmen, die Himmel, Ströme, Wurzeln und Erinnerungen im Gleichgewicht halten sollen. Doch dieses Gleichgewicht bricht. Nicht plötzlich. Nicht zufällig. Sondern, weil Menschen zu lange genommen, verschwiegen und verdreht haben. Seyra gerät zwischen Menschen, die sie schützen wollen, Menschen, die sie benutzen wollen, und Menschen, die selbst nicht mehr wissen, auf welcher Seite sie stehen. An ihrer Seite sind Figuren, die nicht glatt und bequem sind: ein Freund, der mit Witz gegen Angst kämpft; eine Wächterin, deren Härte mehr schützt, als sie zugibt; ein junger Mann aus der Welt über den Wolken, der seine Herkunft nicht einfach abstreifen kann; und Stimmen aus der Vergangenheit, die nicht ruhen.
Saphrit ist keine Welt, die sich ewig ausbeuten lässt. Je weiter Seyra kommt, desto deutlicher wird: Das Schweigen der Türme war nie Frieden. Es war Warnung. Und wenn eine lebende Welt endlich antwortet, dann nicht leise und nicht freundlich.
Montag, 10. August 2026
Mitmachaktion - CoverLiebe 43
Donnerstag, 6. August 2026
Top Ten Thursday #505 - Buchtitel in verschiedenen Farben
heute gibts wieder einen neuen Top Ten Thursday und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander weitergeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.
Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.
Steffi
Sonntag, 2. August 2026
Monatsrückblick Juli 2026
- Die Mitternachtsreise – Matt Haig (Hörbuch) (Rezi folgt) **** 04.07.26 8 Std. 52 Min.
- Wenn die Bienen schweigen – Caryl Lewis **** 11.07.26 304 S.
- Ashfield Academy 1: Der Ruf des Wasserspeiers – Sophie Oldenstein ***` 12.07.26 220 S.
- Mehl, Magie und Machenschaften – T. Kingfisher (Hörbuch) (Rezi folgt) ***` 14.07.26 9 Std. 24 Min.
- Prison Healer 2: Die Schattenrebellin – Lynette Noni (ebook) **** 19.07.26 528 S.
- The Escape Game: Mörderische Rätsel – Marissa Meyer/ Tamara Moss (Hörbuch) (Rezi folgt) ***** 22.07.26 13 Std. 53 Min.
- Der Nachtszirkus – Erin Morgenstern (Hörbuch) *abgebrochen* 24.07.26 2 Std. 31 Min
- Die Psychiaterin – Freida McFadden (Hörbuch) **** 29.07.26 7 Std. 4 Min.
Freitag, 31. Juli 2026
Hörbuchrezension: Die Psychiaterin - Freida McFadden
Autorin: Freida Mc Fadden
SprecherInnenn: Nina Reithmeier, Rubina Nath, Konstantin Marsch, Claudia Gräf, Stefan Kaminsky
Laufzeit: 07 h 04 Min - gekürzt
Verlag: Random House Audio
Preis: ab 12, 93 € im Download - Im Abo günstiger
Ersterscheinung: 13. Juli 2026
Reihe: Nein
Kurzbeschreibung:
Meinung:
Als sie auf die Kassetten der Patientensitzungen stößt, erlebt man Ausschnitte von unterschiedlichen Sitzungen, bekommt aber auch noch zusätzliche Infos aus der Sicht und dem Leben von Psychiaterin Adrienne. Generell fand ich das alles ziemlich interessant und spannend.
Mit der Zeit kommen aber auch bei Adrienne einige komische Verhaltensweisen ans Licht, die mich dann ein bisschen genervt haben. Ich fand die Sache, weshalb sie sich erpressen lässt, gar nicht sooo schlimm, als dass sie als Fachfrau in solch eine Spirale geraten dürfte. Denn, dass dies immer mehr werden würde, war ja von Beginn an abzusehen. Dennoch verleiht es ihrem Charakter natürlich Tiefe, auch wenn ich gerne noch erfahren hätte, weshalb sie bisher so ein Problem hatte, sich auf andere Menschen einzulassen. Das klassische Klischee, dass Psychologen und Psychiaterinnen selbst die größten Probleme haben, war mir hier ein bisschen zu einfach.
Außerdem war ich lange der Meinung, dass ich einiges durchschaut habe und fand es dann fast ein bisschen langweilig, da die Hinweise so deutlich darauf gezeigt haben.
Nach der großen Wendung kann ich aber nur sagen, dass ich der Autorin vollkommen auf den Leim gegangen bin und die Wendung ganz anders war, als von mir gedacht.
Dies hat mich auf jeden Fall wieder deutlich mehr überzeugt und zum Teil in seiner Skrupellosigkeit auch echt erschüttert. Ich fand es schon auch gut, wie die ganzen losen Enden zusammengefügt wurden und so viele Nebeninfos von vorher noch einen tieferen Sinn ergeben haben, auch wenn es am Ende dann schon ein bisschen einfach/schnell ging. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich die gekürzte Version gehört habe.
Das Buch wird ja von einigen Sprechern und Sprecherinnen vertont. Oftmals mag ich so viele verschiedene Sprecher gar nicht so gerne, aber hier wurden die unterschiedlichen Sprecher gut eingesetzt und man konnte die Stimmen auch gut zuordnen. Außerdem haben sie alle super gelesen und die Geschichte wirklich lebendig werden lassen.
Fazit:
Da ich euch auch weiterhin die Gelegenheit gebe möchte, mit einem Klick weitere Infos einzuholen, kennzeichnen ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG folgende Links als Werbung:
Sonntag, 26. Juli 2026
Vierter Bucheingang 2026
Liebe Grüße,
Steffi
















