Liebe Grüße,
Steffi
Kurzbeschreibung:
Vor sechs Monaten endete die vierte Staffel von The Escape Game mit einem Schock, als die Kandidatin Alicia Angelos am Set ermordet aufgefunden wurde. Nun stehen neue Kandidaten bereit, um die kniffligsten Rätsel der Show zu lösen. Mit dabei: Sierra Angelos, das Mädchen, das alle für die Mörderin ihrer Schwester halten. Sierra ist hier, um zu gewinnen – und um ein für alle Mal ihre Unschuld zu beweisen. Als im Spiel Hinweise auf den Mord auftauchen, wird klar, dass das Spiel um Leben und Tod noch lange nicht vorbei ist. Wenn Sierra und ihre Teammitglieder gewinnen – und überleben – wollen, müssen sie das größte Rätsel von allen lösen: Wer hat Alicia Angelos getötet?
Meinung:
Die Idee hat mich sofort angesprochen und auch der Klappentext war genau meins.
Den Start fand ich etwas verwirrend, da man sofort die Figuren und ihre Bewerbungsvideos für die Show kennenlernt und ich schon fast befürchtet habe, da ewig viele kennenlernen zu müssen. Aber dann sind es nur 4, die aber unterschiedlicher nicht sein könnten. Sierra, Beck, Carter und Adi.
Sierra war letzte Staffel schon dabei, ihre Schwester wurde während der Show ermordet und viele halten sie für die Täterin.Sie wirkt kalt und kühl, taut mit der Zeit aber auf.
Beck ist trans, was für die Geschichte aber keine Rolle mehr spielt. Ist immer gut gelaunt und positiv, außerdem Synästhetiker, (kann Stimmen usw. schmecken) und baut selbst Escape Rooms.
Adi ist ein reiches Kind der seinen Vater noch nicht kennengelernt hat. Seine Mutter ist total schwierig, nur auf sich bedacht, und würde für ihren vergangenen Ruhm als Schauspielerin alles opfern. Außerdem ist er sehr schlau und liest viel.
Carter fand ich am schwierigsten. An sich ist sie eine 0-8-15 Figur, aber durch ihren Cartoon-Avatar „Kick it Carter“ ist sie sehr berühmt. Es wird extrem oft erwähnt, dass sie eine Solve-Spezialistin ist, aber nie, was das genau bedeutet und das hat mich wirklich genervt. Sie selbst ist so unsicher, dass es manchmal auch nervt, aber teilweise wächst sie dann auch über sich hinaus.
Auch die ersten Zeit nach dem Start fand ich nicht ganz perfekt gelöst. Es hätte gern bereits anfangs mehr Fokus auf die Rätsel geben dürfen und weniger auf die Streiterei mit dem anderen Team, oder die schlechte Stimmung am Set. Aber denke, das war wichtig um zu zeigen, wie es bei sowas laufen kann. Und später hatte ein Teil davon ja auch durchaus noch seine Bedeutung.
Der Verlauf hat mir dann wirklich immer besser gefallen. Es war schön und glaubhaft, wie die Figuren zusammenwachsen und auch die Wendungen fand ich wirklich interessant.
Vor allem am Ende hat es mich richtig schockiert und den letzten Escape haben wir ja wirklich mit viel Drama und Gefahr erlebt. Ich hatte die Wendungen nur bedingt auf dem Schirm und war doch echt überrascht und mitgerissen. Und danach dann völlig begeistert.
Das Ende ist unerwartet offen, da es mit einem „Fortsetzung folgt“ endet. Fand ich aber ok, da es so wenigstens noch weitergeht.
Sprecherin Aileen Wrozyna macht auch einen tollen Job. Sie liest sehr lebendig und abwechlsungsreich und passt gut zur Geschichte und den Figuren.
Saphrit erzählt von einer Welt, die nicht einfach nur Kulisse ist. Sie lebt. Sie atmet durch ihre Wälder, erinnert sich in ihren Flüssen und warnt durch Tiere, Wurzeln und Wasser, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät. Unten, in Mossreach, lebt Seyra Vale. Ihr Alltag ist nicht schön, sondern hart: nasse Stege, dünner Brei, kalter Nebel, Arbeit im Schlamm und der ständige Blick zu den schwebenden Städten, die hoch über den Menschen unten glänzen. Dort oben leben jene, die von Saphrit nehmen, ohne den Preis wirklich zu spüren. Unten leben jene, die ihn jeden Tag bezahlen.
Seyra kennt diese Ordnung. Sie hasst sie vielleicht, aber sie hat gelernt, darin zu überleben. Sie sammelt Heilpflanzen, fährt mit dem Kahn durch die Flussarme und versucht, nicht zu sehr an ihre verschwundene Mutter zu denken. Dann verändert sich der Fluss.
Das Wasser riecht nach Metall. Tote Fische treiben an die Oberfläche. Schwarze Strömungen kriechen gegen den Lauf des Flusses. Kinder werden krank. Tiere fliehen aus Gegenden, in die sie niemals hätten kommen dürfen. Und Seyra hört etwas, das sie nicht hören dürfte: Der Fluss sagt ihren Namen.
Aus einem unheimlichen Morgen wird der Anfang einer Reise, die Seyra aus ihrem alten Leben reißt. Was zuerst wie eine Seuche wirkt, führt zu den alten Kräften Saphrits: zu Türmen, die Himmel, Ströme, Wurzeln und Erinnerungen im Gleichgewicht halten sollen. Doch dieses Gleichgewicht bricht. Nicht plötzlich. Nicht zufällig. Sondern, weil Menschen zu lange genommen, verschwiegen und verdreht haben. Seyra gerät zwischen Menschen, die sie schützen wollen, Menschen, die sie benutzen wollen, und Menschen, die selbst nicht mehr wissen, auf welcher Seite sie stehen. An ihrer Seite sind Figuren, die nicht glatt und bequem sind: ein Freund, der mit Witz gegen Angst kämpft; eine Wächterin, deren Härte mehr schützt, als sie zugibt; ein junger Mann aus der Welt über den Wolken, der seine Herkunft nicht einfach abstreifen kann; und Stimmen aus der Vergangenheit, die nicht ruhen.
Saphrit ist keine Welt, die sich ewig ausbeuten lässt. Je weiter Seyra kommt, desto deutlicher wird: Das Schweigen der Türme war nie Frieden. Es war Warnung. Und wenn eine lebende Welt endlich antwortet, dann nicht leise und nicht freundlich.