Dienstag, 13. November 2018

*Hörbuchrezension* Nevernight: Die Prüfung - Jay Kristoff


Titel: Nevernight - Die Prüfung 
Autor: Jay Kristoff 
Sprecher: Robert Frank 
ISBN: 978-3839815823 
Laufzeit: 20 h 1 m  (3 MP3-CDs) 
Seitenanzahl der Printausgabe: 704 
Ersterscheinung: 24. August 2017 
Verlag: Argon Hörbuch 
Preis: ab 15,46 € autorisierte Lesefassung 
Teil: 1 von 3




Kurzbeschreibung
Mia Corvere ist ein Kind der Schatten, und sie kennt nur ein einziges Ziel: Rache an denjenigen zu üben, die ihre Familie hingerichtet haben. Ihre Feinde sind die mächtigsten Männer des Reiches – ein General, ein Konsul und ein Kardinal –, doch Mia ist zu allem entschlossen. Sie macht sich auf den Weg zur Enklave der Roten Kirche, einem geheimen Assassinenorden, um die Kunst des Tötens zu erlernen …

Meinung
Das ganze Marketing zu Teil 2 und auch das Grundthema mit den Assassinen hat mich irgendwie angesprochen und manchmal mag ich düstere und blutige Geschichten ganz gern. So war ich sehr gespannt, was mich in diesem Auftaktband erwartet.

Leider muss ich sagen, dass der Einstieg in die Geschichte denkbar schlecht gewählt ist. Die Welt ist sehr komplex, das an sich ist ja nichts schlimmes, aber die ganzen verwirrenden Zeitsprünge haben es mir sehr schwer gemacht, einen Zugang zu finden. Dabei ist die Welt an sich recht interessant. Sie ist an das frühere Rom angelehnt und es gibt einige lesenswerte Ideen. Da die Welt aber auch so komplex ist, hab ich mich durchgängig etwas schwer getan, der Geschichte immer gänzlich zu folgen. Ich höre meine Hörbücher zumeist nebenbei und das ist bei diesem hier wirklich schwer möglich. 

Auch der Schreib- bzw. Erzählstil an sich, ist sehr gewöhnungsbedürftig, da er oft sehr derb, direkt, düster und aggressiv ist. Gleichzeitig aber auch so ausschweifend, wiederholend und oft auch irgendwie wirr.  Aber auch mit viel schwarzem Humor und Mystik.

Erzählt wird die Geschichte von einem Erzähler, der die Handlung schildert, sich aber oft auch mit eigenen Worten einschaltet. Dies geschieht durch Einschübe, die in der Printversion wohl als Fußnoten dargestellt werden. Diese Einschübe fand ich anfangs noch ganz witzig und interessant, mit der Zeit wurden es aber einfach viel zu viele und sie haben mich auch immer wieder aus der Geschichte gerissen. Und beim Hörbuch hat man eben auch nicht die Möglichkeit die Fußnoten einfach zu ignorieren. 

Der Hörbuchsprechen Robert Frank macht einen guten Job. Ich fand seine etwas hohe Stimme anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit hab ich mich gut daran gewöhnt und fand sie auch sehr passend zum Genre und zur Atmosphäre. 

Am Ende ist dann auch noch etwas Spannung aufgekommen, da es doch einige unerwartete Wendungen gab, die ich aber zum Teil doch auch etwas übertrieben fand. 

Fazit
Es fällt mir schwer eine Bewertung abzugeben. Lange habe ich überlegt, aber auch mit mehr Zeit wurde es nicht leichter oder eindeutiger. Es gab einige gute Ansätze und Ideen, aber auch ganz viele Sachen, die mich einfach gestört und die mich mit der Geschichte nicht haben warm werden lassen. Auch wenn mich das Ende zwar noch ein bisschen versöhnt hat und ich deshalb auch zu Teil 2 gegriffen habe, kann ich aber aufgrund der vielen Schwierigkeiten doch nicht mehr als gute 2 Buchherzen vergeben.
Vielen Dank an den Argon Hörbuch Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.


Infos zum Autor und zum Sprecher: (Quelle argon-verlag.de)
Jay Kristoff verbrachte den Großteil seiner Jugend mit einem Haufen Bücher in einem spärlich beleuchteten Zimmer. Er ist zwei Meter groß und hat laut Statistik noch 13.020 Tage zu leben. Zusammen mit seiner Frau und dem faulsten Jack-Russell-Terrier der Welt wohnt er in Melbourne.

Robert Frank ist Sprecher, Schauspieler und Regisseur. Fantastik- und spannungserprobt inszeniert er dieses bildgewaltige Fantasy-Hörbuch gleichermaßen mitreißend und einfühlsam.


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Samstag, 10. November 2018

Hörbuchrezension: Der Pakt der Bücher - Kai Meyer

Titel: Der Pakt der Bücher 
Autor: Kai Meyer 
Sprecher: Simon Jäger   
Laufzeit: 11 h 27 m - ungekürzte Lesung 
Seitenanzahl der Printausgabe: 400 
Verlag: Argon Hörbuch 
Ersterscheinung: 26. September 2017 
Preis: ab 16,45 €  
Reihe: Teil 2 von 2 des Prequels zur Die Seiten der Welt - Reihe




Kurzbeschreibung:
Wer entscheidet, was Fiktion und was reale Welt ist?

Londons Straße der Buchhändler – Labyrinthe aus Regalen, Läden voller Geschichten auf vergilbtem Papier. Mercy Amberdale führt hier das Antiquariat ihres Stiefvaters und praktiziert die Magie der Bücher. Als man sie zwingt, das letzte Kapitel des verschollenen Flaschenpostbuchs an den undurchsichtigen Mister Sedgwick zu übermitteln, gerät das Reich der Bibliomantik aus den Fugen. Vergiftete Bücher und nächtliche Rituale, ein magisches Luftschiff und ein mysteriöser Marquis reißen Mercy in einen Strudel tödlicher Intrigen. Denn wer alle Kapitel des Flaschenpostbuchs vereint, kann die Grenze zwischen Wirklichkeit und Fiktion niederreißen. Wenn Mercy ihre Gegner nicht aufhält, droht ihrer Welt der Untergang – und die Invasion der Antagonisten.

Meinung:
Nachdem ich ja den ersten Band erst letzten Monat beendet habe, war ich natürlich sofort wieder mitten in der Geschichte, die nun 5 Monate später wieder sehr spannend einsetzt.

Wir erfahren nun endlich, was es mit dem Flaschenpostbuch auf sich hat, bekommen noch ein paar Einblicke in die Adamitische Akademie und den Widerstand dagegen und lernen auch den mysteriösen Cedric de Astarac und seinen großen Gegner Alexandre Absolon etwas genauer kennen, obwohl mich einige Infos davon eher etwas verwirrt, als gänzlich befriedigt haben.

Dabei wird auch die bibliomantische Welt immer tiefgründiger und greifbarer. So finde ich die Ideen wie zum Beispiel bücherfressende Pflanzen oder die Möglichkeit beim Lesen die Zeit anzuhalten wirklich sehr interessant.

Die Handlung selbst ist wieder sehr rasant, spannend und zum Teil auch etwas gefühlvoll, auch wenn sie mich nicht ganz so packen und rundum überzeugen konnte, wie im ersten Teil der Reihe. Dies liegt zum einen daran, dass mich einige der aufgeworfenen Infos etwas verwirrt haben, diese dann aber einfach so stehen gelassen werden. Und auch wenn ich den Showdown durchaus spannend fand, hätte ich mir irgendwie doch etwas mehr davon erhofft gehabt. Für mich wurde der Schluss etwas sehr schnell abgehandelt und dabei sind eben noch ein paar Fragen offengeblieben. Aber vielleicht werden diese ja in der „Die Seiten der Welt-Reihe“ aufgegriffen und beantwortet, die ja leider noch nicht gelesen habe. 

Erzählt wird die Geschichte dabei aber wieder aus unterschiedlichen Perspektiven, sodass man überall hautnah dabei ist. Der Schreib – bzw. Erzählstil ist erneut sehr unterhaltsam und für mich einfach total gelungen, was auch wieder an der tollen, sympathischen und abwechslungsreichen Stimme von Simon Jäger liegt. 

Bei den Charakteren überzeugt natürlich vor allem die resolute Mercy. Aber auch ihre Freunde sind greifbar, auch wenn ich mit ihren oft unüberlegten Handlungen nicht ganz so warm wurde. Als neuer und sehr spezieller Charakter kommt Fiona Faerfax dazu. Sie ist total offen, abenteuerlustig und auch etwas verrückt, hat das Herz aber am rechten Fleck und ich mochte sie echt gerne. Dafür fand ich es etwas schade, dass der Besserwisser dieses Mal etwas kürzer kam.

Die neue Antagonistin  Egyptienne ist definitiv skrupellos und hat einen an der Waffel, aber als Antagonistin passt sie gut ins Buch. 

Fazit:
Wieder eine unterhaltsame, farbenfrohe, spannende und sehr mitreißend erzählte Geschichte, die für mich aber nicht ganz an das Niveau von Teil 1 heranreicht. Ich habe sie gerne gehört, aber wurde nicht ganz so mitgerissen, wie ich es mir erhofft hatte. Dafür gab es doch ein paar wirre Aussagen, die aber leider so stehen geblieben sind und auch der Showdown wurde zwar actionreich, aber auch etwas schnell und einfach und mit offengebliebenen Fragen abgehandelt. Ich hoffe nun, dass diese Fragen in der Hauptreihe „Die Seiten der Welt“ noch eine Rolle spielen und so doch noch beantwortet werden. Für den Abschluss diese Prequels vergebe ich aber trotzdem solide 4 Buchherzen und eine Lese- bzw. Hörempfehlung.
Vielen Dank an den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs. 


Infos zum Autor (Quelle: Argon-verlag):
Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der wichtigsten deutschen Phantastik-Autoren. Er hat über fünfzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet.

Info zum Sprecher (Quelle: Argon-verlag):
Simon Jäger ist neben seiner Arbeit als Hörbuchsprecher auch als Dialogautor, Regisseur und Synchronsprecher tätig. Unter anderem ist er die deutsche Stimme von Matt Damon und Josh Hartnett. Mit seiner markanten, eindringlichen Stimme macht er Hörbücher zu einem atemlosen Genuss.



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Infos zur Reihe:
Prequel:
1. Die Spur der Bücher *klick zu meiner Rezension*
2. Der Pakt der Bücher

Hauptreihe:
1. Die Seiten der Welt
2. Die Seiten der Welt - Nachtland
3. Die Seiten der Welt - Blutbuch

Donnerstag, 8. November 2018

Top Ten Thursday #126 - Ein großer Hype um nichts?!?

Huhu ihr Lieben,

heute gibts wieder einen neuen Top Ten Thursday und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander weitergeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.

Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.

Das Thema für diese Woche lautet: 


  10 Bücher die gehyped wurden, die dich aber nicht begeistern konnten



Auf jeden Fall ein interessantes Thema. Prinzipiell treffen Bücher, die gehyped werden schon auch öfters meinen Geschmack, aber manchmal eben auch nicht. Deshalb mach ich mir gern selbst ein Bild davon. 
Dabei hab ich jetzt zum Großteil Bücher in die Liste genommen, die ich nicht unbedingt extrem schlecht fand, sondern oft einfach auch nur durchschnittlich und um die ich den Hype deshalb einfach nicht verstanden hab und bei denen ich dann auch die Fortsetzungen nicht mehr lesen wollte.

Falls vorhanden, sind die Titel zu den jeweiligen Rezensionen verlinkt. 

- Evermore - Reihe - Alyson Noél - Ok, aber nichts besonderes
- Die silberne Königin - Katharina Seck - Auch hier die Idee toll, die Umsetzung konnte mich nicht so sehr berühren wie alle anderen
- Der Winter der schwarzen Rosen - Nina Blazon - Ich liebe ihr anderen Bücher, die ich bisher gelesen habe, aber dieser Teil konnte mich nicht begeistern
- Zorn und Morgenröte - Renee Abdieh - Für mich sehr enttäuschend durch Unstimmigkeiten und lasche Handlung
- Mythos Academy - Jennifer Estep - Hier hab ich Teil 1 und 2 gehört, es war ok, aber packen konnte es mich nicht. Da mag ich andere Reihen von ihr viel, viel lieber.

- Interview mit einem Mörder - Bernhard Aichner - Überhaupt nicht meins, zu skurill.
- Die Flüsse von London - Ben Aaronovitch - Eigentlich auch ok, aber nicht mein Geschmack
- Das verbotene Eden - Thomas Thiemeyer - Sprecher fand ich extrem schlecht, aber auch die Handlung fand ich sehr langweilig
- Stolz und Vorurteil - Jane Austen - Als Buch überhaupt nicht meins, Schreibstil und Handlung langweilig, als Film mag ichs sehr gerne.
- Das Rosie-Projekt - Graeme Simsion - Klassisches "ganz ok Buch", um das ich den Hype aber nicht verstehe... Spezielle Person, Geschichte aber extrem vorhersehbar und trifft nicht meinen Humor.



Was sagt ihr zu meiner Auswahl? Kennt ihr das ein oder andere Buch davon?




Das Thema für nächste Woche lautet: 
10 Bücher mit einem braunen Cover


Liebe Grüße,
Steffi

Dienstag, 6. November 2018

Rezension: Der Insasse - Sebastian Fitzek






Titel: Der Insasse 
Autor: Sebastian Fitzek
Seiten: 384   
Verlag: Droemer HC
Preis: 22,99 € 
Ersterscheinung: 24. 10. 18
Reihe: Nein 







Kurzbeschreibung:
Vor einem Jahr verschwand der kleine Max Ber​k​hoff.
Nur der Täter weiß, was mit ihm geschah.
Doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt.
Max’ Vater bleibt nur ein Weg, um endlich Gewissheit zu haben:
Er muss selbst zum Insassen werden.

Meinung:
Endlich, der neue Fitzek. Lang habe ich darauf hin gefiebert, ihn dann auch wieder ganz schnell verschlungen. Und um eins vorwegzunehmen, Herr Fitzek hat wieder einen sehr lesenswerten Thriller geschrieben, aber trotzdem wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. 

Mit Thrillern von Sebastian Fitzek verbinde ich Nervenkitzel, fesselnde Spannung und eine unvorhersehbare und zumeist auch übertriebene Handlung, die ich beim Lesen aber trotzdem glaubwürdig finde und die extrem viele Schock- und Wow-Momente aufweist. 

Einen Großteil dieser Punkte erfüllt auch „Der Insasse“. Das Buch ließ sich wieder super schnell lesen, die Handlung ist vor allem in der zweiten Hälfte spannend, teils verwirrend, teils wieder etwas konstruiert und auch etwas übertrieben. Jedoch konnte ich dieses Mal einen Teil der Wendungen schon voraussehen und somit hatte ich nicht so viele Wow-Momente, wie ich das gewohnt bin, auch wenn ich davon abgesehen doch noch einige Überraschungen erleben durfte. 

Jedoch finde ich, dass der Hauptwendepunkt der Geschichte stark einem anderen Fitzekthriller, aber noch stärker einem anderen, sehr bekannten und auch verfilmten Psychothriller ähnelt und das hätte in meinen Augen nicht sein müssen. Von dieser Assoziation hatte ich auch vorher nicht gelesen oder gehört, sondern der Verdacht kam mir einfach während des Lesens, wo schon einiges auf diese Wendung hindeutete und was sich dann am Ende auch bestätigte. 

Sonst möchte ich noch etwas auf das Buch selbst eingehen. Der Schreibstil ist wie gewohnt gewaltig und atmosphärisch. Die Beschreibungen sind zum Teil schon ziemlich brutal und vor allem Eltern werden die Szenen mit den Kindern schon sehr zusetzten, auch wenn sie nicht bis ins Detail beschrieben sind, sondern viel auch nur angedeutet wird. Aber das reicht völlig, um das Kopfkino sehr lebendig und grausam laufen zu lassen. 

Die Figuren sind wieder recht besonders, auch wenn sie nicht so tiefgründig beschrieben werden. Sie werden fast alle größtenteils über bestimmte Einzelheiten definiert, aber das ist auch ok so, da diese Geheimnisse ja auch für Spannung sorgen. Am Ende werden die Geheimnisse aber aufgedeckt und die meisten wichtigen Fragen beantwortet. 

Den Schluss empfand ich auch als sehr passend und zufriedenstellend. Und auch die Danksagung ist echt lesenswert und hat mich schmunzeln lassen. 

Fazit:
Ein guter und lesenswerter Thriller, wenn auch nicht Fitzeks bester. Denn obwohl die Geschichte spannend war, ähnelte mir die Hauptwendung zu sehr anderen bekannten Geschichten, weshalb ich nicht so viele Überraschungen erlebt habe, wie in anderen Fitzek-Thrillern.  Jedoch ist das Kritik auf hohem Niveau, da Charaktere, Schreibstil, Atmosphäre, Plot und Auflösungen wieder ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Insgesamt gibt’s solide 4 Buchherzen. 
 Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zum Autor (Quelle: droemer-knaur.de):
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.


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Samstag, 3. November 2018

Rezension: Taurus: Die Erben der Macht - Michael Templar






Titel: Taurus - Die Erben der Macht
   Autor: Michael Templar
    Seiten: 304  
Verlag: Oetinger
     Preis: 15,00 €  
Ersterscheinung: 24. 09. 2018
 
Reihe: Teil 1 von 3






Kurzbeschreibung:
Das Schicksal der Welt liegt in der Macht der Sterne.

Natalie Hardaker bereist mit ihrem Großvater die ganze Welt, um die Geheimnisse der Astronomie zu entschlüsseln. Als dieser plötzlich verschwindet, macht sie sich auf die Suche nach ihm. Mithilfe des arroganten Giles findet sie heraus, dass er von einem antiken Kult entführt wurde, der auf der Suche nach dem sagenumwobenen Orakulum ist, Nostradamus’ Prophezeiungsmaschine. Und plötzlich steckt Natalie tief in jahrhundertealten Verstrickungen. Was ist, wenn sie die einzige ist, die die Welt retten kann?

Meinung:
Ich muss ja sagen, dass mich die Kurzbeschreibung und das tolle Cover gleich angesprochen haben. Prinzipiell habe ich mit Astronomie nicht viel am Hut, aber irgendwie ist es doch spannend in Fantasieromanen darüber zu lesen und zu entdecken, was sich die Autoren tolles ausgedacht haben. 

Und die Geschichte um Natalie und ihren Großvater ist wirklich interessant gestaltet. Natalie ist bei ihrem Großvater, einem berühmten Wissenschaftler, aufgewachsen und steht ihm sehr nah. Als er entführt wird, versucht sie natürlich alles in ihrer Machtstehende zu tun, um ihn zu finden. 

Das klingt schon sehr erwachsen für ein 13 jähriges Mädchen, aber ich habe es ihr schon irgendwie abgenommen, da sie durch ihre Erziehung in vielen Ländern auch sehr selbstständig und intelligent wirkt und ja auch Hilfe von Millionärssohn Giles und dessen Leibwächters hat. Außerdem hat sie doch einige kindliche Züge, die ihre Figur in der Gesamtbetrachtung doch authentisch erscheinen lassen. 

Der Plot ist auf jeden Fall sehr spannend und abenteuerreich gestaltet. Während am Anfang viele interessante Fragen aufgeworfen werden, bekommt der Leser auf der abenteuerlichen Reise mit vielen Wendungen und Gefahren einige interessante Antworten. Außerdem erfährt er viel zu den Hintergründen und erhält auch gut verpackte historische Details und Anspielungen und Infos zur Astronomie. 

So wird der Leser auch mitten in die Geschichte gezogen, muss selbst die Luft anhalten und rätselt auch mit den Protagonisten mit. Dabei gestaltet sich Natalies Weg manchmal schon etwas sehr einfach und die Antworten sind am Ende nicht alle total überraschend, sondern man konnte sich das ein oder andere schon selbst denken, aber insgesamt habe ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt und die Protagonisten gerne auf ihrer Reise begleitet.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Er ist einfach, aber auch malerischer und mit einer guten Mischung aus jugendlicher Leichtigkeit, mystischer Atmosphäre und spannenden Abenteuern und Action. Und es gibt auch ein paar ruhige, aber sehr passende Momente. 

Das Ende fand ich nochmal richtig gut. Es lässt zwar noch Fragen für die Fortsetzungen offen, ist aber für einen Auftaktband doch auch recht abgeschlossen und kommt ohne gemeinen Cliffhanger aus. 

Fazit:
Ein toller Auftakt in eine neue Kinderbuchreihe, die auch von älteren Lesern sehr gut gelesen werden kann. Das Setting ist spannend, der Plot voller Action, Mystik und Abenteuer und entwickelt sich im Verlauf stimmig weiter. Dabei gibt es zwar ein paar kleinere Kritikpunkte, aber insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt und ich bin auch gespannt, wie es weiter geht. Deshalb vergebe ich gute 4 Buchherzen.
 Vielen Dank an den Oetinger Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zum Autor (Quelle: oetinger.de):
Michael Templar lebt mit seiner Familie in Nordengland. Er hat klassische Altertumswissenschaften studiert und ist ein begeisterter Hobby-Astronom und -Historiker – beste Voraussetzungen um die Sternen-Saga zu schreiben. Nur wie man in die Zukunft schaut, hat er noch nicht herausgefunden.


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Infos zur Reihe:
1. Taurus - Die Erben der Macht
2. Orion - Der Jäger des Schicksals *Erscheinungstermin 15.04.19*
3. Scorpio - Der Hüter der Zukunft