Donnerstag, 15. April 2021

Top Ten Thursday #250 - noch nie, bzw. selten gezeigte Bücher

 Huhu ihr Lieben,

heute gibts wieder einen neuen Top Ten Thursday und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander weitergeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.

Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.
Das Thema für diese Woche lautet:
 
10 Bücher, die ihr richtig gut findet, abe noch nie beim TTT vorgestellt hat
 
 

Dies ist mein 250igster TTT-Beitrag. Das heißt also, ich bin fast 5 Jahre dabei und da ist es wirklich so gut wie unmöglich für mich ein Buch zu finden, dass ich richtig gut fande, aber noch nie beim TTT dabei hatte. Ich glaube, dass es das nicht wirklich gibt.
 
Ich habe lange rum gesucht und jetzt ein paar neuere Bücher gefunden, die ich noch nicht dabei hatte, wie die ersten beiden, und ein paar Bücher, die ich vor meiner Bloggerzeit glesen habe, wie Phönixfluch, Blutbraut und Sieben Tage für die Ewigkeit. Die anderen hatte ich bisher einfach nur selten dabei.  
 
Falls vorhanden, führen euch die Links zu den jeweiligen Rezensionen.
- Vom gleichen Blut - Alexander Hartung
- Amissa: Die Verlorenen - Frank Kodiak
- Wie angelt man sich einen Piraten? - Marity Sydow Hamann
- Phönixfuch - Jennifer Benkau

- Mumienherz - Thilo P. Lassak
- Schattenfreundin - Christine Drews
- Sieben Tage für die Ewigkeit - Marc Levy
- Das Böse - Alex Kava
- Blutbraut - Lynn Raven
 
Was sagt ihr zu meiner Auswahl? Kennt ihr das ein oder andere Buch davon? 


 
Das Thema für nächste Woche lautet: 
Zeige uns 10 deiner liebsten Anime und / oder Zeichentrick Serien
 
Liebe Grüße,
Steffi

Dienstag, 13. April 2021

Hörbuchrezension: All This Time: Lieben heißt unendlich sein - Mikki Daughtry & Rachel Lippincott

Titel: All This Time - Lieben heißt unendlich sein
Autorinnen: Mikki Daughtry & Rachel Lippincott
Übersetzerin: Nina Frey
   Sprecher: Fabian Kluckert 
 Laufzeit: 10 h 53 Min  - ungekürzt      
Verlag: Der Audio Verlag - DAV                
Preis: ab 15,39 € - 1 MP³ - CD      
Ersterscheinung: 18. 03. 2021        
Reihe: Nein
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Kyle und Kimberly sind schon seit Jahren das perfekte Paar – Quarterback und Head-Cheerleader. Doch am Abend ihres Highschool-Abschlusses bricht Kyles Welt brutal zusammen: Kim hat sich heimlich an einer anderen Uni beworben, und gerade als sie ihre Beziehung beenden möchte, haben die beiden einen schrecklichen Autounfall. Kyle kommt im Krankenhaus mit schweren Verletzungen zu sich, Kim hat den Unfall nicht überlebt. Kyle versinkt in Trauer und Schuldgefühlen – bis er auf dem Friedhof Marley begegnet, die ebenfalls einen großen Verlust erlitten hat. Sie verstehen einander und können den Schmerz des anderen lindern, während sie sich von Tag zu Tag näherkommen.

Meinung:

Ich habe mir das Buch ausgesucht, da ich gerne mal wieder was richtig emotionales und ergreifendes Lesen bzw. Hören wollte. Erwartet hat mich eher ein großes Wechselbad der Gefühle.

Los ging es damit, dass ich anfangs doch etwas Probleme mit dem Sprecher hatte. Fabian Kluckert hat eine jugendliche Stimme, die gut zu Protagonist Kyle passt, aber wirklich gerne gehört habe ich sie anfangs nicht. Mit der Zeit ging es dann besser, vor allem, wenn Kyle selbst dran war, aber nicht wirklich anfreunden konnte ich mich mit den anderen Stimmen. Sobald vor allem weibliche Stimmen dran waren, oder Kyle in seinen Emotionen fast hysterisch wurde, habe ich mich manchmal schon etwas in einer Parodie gefühlt, was bei einem emotionalen Thema einfach nicht zielführend ist. Nach und nach habe ich mich daran gewöhnt, weshalb ich dann auch doch in die Handlung finden konnte, aber bei den Extremsituationen ist es mir immer wieder aufgefallen. Wobei ich nicht sagen kann, dass er keinen guten Job macht. Er bemüht sich die Emotionen rüber zu bringen und gibt den Charakteren eben auch Persönlichkeit, aber für mich hat es einfach nicht immer ganz gepasst und war es manchmal etwas drüber.

Und drüber waren für mich auch einige Wendungen der Geschichte. Zu Beginn gibt’s diesen Unfall und Kyle in seiner Trauer. Dies fand ich ganz solide dargestellt, auch wie er dann auf Marley trifft und sie besser kennenlernt. Die Faszination von ihm konnte ich zwar nicht so ganz nachvollziehen, aber prinzipiell war es schon ok. Marley ist auf jeden Fall besonders und nicht wie andere Frauen. Sie ist ruhig, in sich gekehrt und einfach auch von ihren Lebenserfahrungen gezeichnet. Es ist aber schön zu beobachten, wie sie beide zusammen versuchen zu heilen.

Dann kommt nach ca. dreiviertel des Buchs die erste große Wendung. Ich hatte schon erwartet, dass da noch was kommen muss, da es so zu einfach gewesen wäre. Was es genau war, hab ich aber nicht kommen sehen und die Tatsache an sich fand ich schon auch wirklich schockierend für Kyle. Da habe ich wirklich total mit ihm mitgelitten und fand die Vorstellung echt ergreifend und emotional. Seine Reaktionen darauf fand ich zum Einen nachvollziehbar, zum Anderen aber doch auch  etwas übertrieben.

Danach wurde es ziemlich abgedreht und so ganz kann man sich nicht vorstellen, dass eine Geschichte so ablaufen könnte. Aber irgendwie hat es mich trotzdem in die Handlung gezogen und ich hab es, bis auf die hysterischen Anfälle, eigentlich ganz gern gehört. Nur der große Knall am Ende war mir dann definitiv nochmal zu viel. Den hätte ich so nicht gebraucht, das vorher hätte wirklich auch schon gereicht.

Nicht unbedingt total glaubhaft, aber doch schön fand ich die Entwicklung des Freundesgespanns und auch Kyles persönliche Entwicklung, dass er verstehen lernt, auf was es im Leben und bei der Liebe ankommt.

Fazit:

Eine Geschichte, die ein Wechselbad der Gefühle ausgelöst hat. Zum Einen bin ich mit dem Sprecher nicht immer ganz warm geworden und einige Wendungen fand ich doch etwas überdreht und zu viel, vor allem die letzte am Ende, die ich wirklich nicht mehr gebraucht hätte. Aber auf der anderen Seite konnte ich mich oft auch gut in Kyle hineinversetzten, auch wenn er manchmal etwas zu hysterisch war. Vor allem die erste große Wendung hat mich im Kern sehr berührt und aufgezeigt, wie kostbar ein aufgebautes Leben ist und ich hatte doch auch nette Stunden mit der Geschichte, weshalb ich insgesamt knappe 3,5, Buchherzen vergebe.
Herzlichen Dank an den DAV - Der Audio Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zu den Autorinnen (Quelle: lovelybooks.de): 
Die Schriftstellerin Mikki Daughtry studierte Theaterwissenschaften an der Brenau University. Nach ihrem Abschluss zog sie nach Los Angeles und fing dort an als Drehbuchautorin zu arbeiten. In dieser Zeit gab sie dann ihr Debüt mit ihrem Jugendbuch „All this Time – Lieben heißt unendlich sein“.

Rachael Lipincott, geboren in Philadelphia, ist eine US-amerikanische Autorin. Nach ihrem HighSchool Abschluss in Pennsylvania, studierte sie English Writing an der University of Pittsburgh. Ihren Durchbruch als Autorin schaffte sie mit ihrem Weltbestseller Five Feet Apart. Der mit den Starschauspielern Cole Sprouse und Haley Lu Richardson verfilmt wurde. Neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin betreibt Lipincott einen Foodtruck. Heute lebt die Autorin in Pennsylvania. 
 
Infos zum Sprecher (Quelle: der-audio-verlag.de):
Fabian Kluckert, geboren 1991 in Berlin, ist Schauspieler, Synchronsprecher, Synchronregisseur und Dialogbuchautor. Er ist einer der drei Söhne von Jürgen Klucker, der seit Jahrzeiten sehr bekannt und beliebt im Synchron- und Sprecherbereich ist (u.a. bekannt als die Stimme von Benjamin Blümchen).
   
 
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Samstag, 10. April 2021

Rezension: Die Meisterin 3: Alte Feinde - Markus Heitz

Titel: Die Meisterin - Alte Feinde
    Autor: Markus Heitz 
Seiten: 432
 Verlag: Knaur HC   
Preis: 14, 99 € broschiert  
Ersterscheinung: 01. 03. 21     
Reihe: Teil 3 von 3
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Ein blutiger Zwischenfall in Leipzig lässt Geneve Cornelius und Vatikan-Polizist Alessandro Bugatti keine Zeit für aufkeimende Gefühle: In der Stadt ist ein uralter Dämon aufgetaucht, der alle Angehörigen der Schattenwelt unterwerfen will. Die Heilerin und letzte Erbin der Scharfrichter-Dynastie Cornelius eilt zurück in ihre Heimatstadt, kann jedoch allein gegen den Dämon nur wenig ausrichten. Geneves einzige Chance sind Verbündete aus Leipzigs Schattenwelt, unter ihnen die mächtige Vampirin Sia und der mysteriöse Bestatter Konstantin Korff. Kann es ihnen gemeinsam gelingen, ihren ältesten Feind ein für alle Mal zu besiegen?

Meinung:

Nachdem ich die vorherigen beiden Teile gern gelesen habe, war ich natürlich auf den Abschluss der Reihe gespannt und ich kann wirklich sagen, dass er mich nicht enttäuscht hat.

Los geht es mit den privaten Problemen zwischen Geneve und Alessandro, aber diese sind schnell geklärt bzw. rücken schnell in den Hintergrund, da sich das Geschehen überschlägt. Es gibt grauenhafte Morde von einem ganz speziellen und unbekannten Wesen, das unbesiegbar daher kommt. Und auch hier wird es sehr persönlich und dramatisch für die Figuren.

Ich mag nicht zu sehr ins Detail gehen, aber die Handlung ist dieses Mal wirklich extrem spannend. Der Autor bleibt seiner Erzählweise durch den Geist von Geneves Mutter treu und diese Erzählart passt einfach perfekt zur Reihe. Auch dieses Mal gibt es wieder einige Wechsel in der Erzählung. Natürlich zwischen Gegenwart und Vergangenheit, aber auch zwischen unterschiedlichen Handlungsorten in der Gegenwart. Dabei hat er Autor es wieder sehr geschickt gemacht, dass er immer genau dann wechselt, wenn es am spannendsten ist, weshalb man das Buch schwer aus der Hand legen kann.

Die Geschichte der Gegenwart ist dieses Mal sehr präsent, auch weil sie so brutal und umfassend ist und dem Leser oftmals der Mund offen stehen bleibt, aber auch weil Figuren aus anderen Büchern von Markus Heitz hinzukommen, was sich ja im Vorgänger schon angedeutet hat. Ich habe zwar nur „Oneiros – Tödlicher Fluch“ gelesen, weshalb mir nur Bestatter Konstantin Korff bekannt war, aber der Autor verpackt die Infos so gut, dass es mir so vorkam, als würde ich auch die anderen schon länger kennen.

Die Figuren sind eh auch eine Besonderheit dieser Reihe, sie sind alle so lebendig. Auffallend ist aber auch, dass sie sich wenig entwickeln müssen. Klar, erfährt der Leser erst nach und nach mehr, aber die Figuren selbst müssen sich kaum weiterentwickeln, sondern sind einfach stark und unverwechselbar.

Aber auch in der Vergangenheit gibt es wieder eine Geschichte, die ungewöhnlich ist, aber doch auch was mit der Gegenwart zu tun hat. Dieser Teil, zusammen mit den Anekdoten aus der Henkerszeit, nimmt dieses Mal weniger Raum ein. Das fand ich aber sehr angenehm und passend, da mir das vorher immer etwas zu viel war. Aber jetzt fand ich es perfekt austariert.

Am Ende gibt es einen großen und einen kleinen Showdown. Als kleinen Kritikpunkt kann ich anführen, dass mir manche Entwicklungen ein bisschen zu schnell gingen, aber insgesamt war alles super zufriedenstellend, auch da alle offenen Fragen beantwortet wurden. Und schön fand ich auch, dass die einzelnen Teile in einem angenehmen Abstand erschienen sind, sodass man der komplexen Handlung immer noch gut folgen konnte, auch dank der kleinen, eingebauten Erinnerungsstützen.

Fazit:

Ein richtig guter Abschlussband. Alles ist noch düsterer und brutaler und doch wird auch ein Faden zu den vorherigen Bänden und auch zu Charakteren aus anderen Büchern von Markus Heitz gespannt und insgesamt einfach alle offenen Fragen beantwortet. Dabei gibt es viel Spannung und einige unerwartete Wendungen. Es gibt auch wieder den 2. Handlungsstrang aus der Vergangenheit und Anekdoten aus der Henkerszeit, aber spürbar weniger davon, was der Geschichte, in meinen Augen, sehr gut getan hat. So fand ich das Verhältnis nämlich sehr stimmig und alles sehr interessant, ohne dass die Spannung zu sehr unterbrochen wird. Somit war das für mich der beste Band und als kleinen Kritikpunkt kann ich nur anbringen, dass am Ende einiges ein bisschen zu schnell ging, aber insgesamt bin ich rundum zufriedengestellt, weshalb ich knappe 5 Buchherzen vergebe.
Vielen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zum Autor (Quelle: droemer-knaur.de):
Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Er schrieb über 40 Romane und wurde etliche Male ausgezeichnet. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" gelang dem Saarländer der nationale und internationale Durchbruch. Dazu kamen erfolgreiche Thriller um Wandelwesen, Vampire, Seelenwanderer und andere düstere Gestalten der Urban Fantasy und Phantastik. Die Ideen gehen ihm noch lange nicht aus.


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Infos zur Reihe:
1. Die Meisterin - Der Beginn *klick zu meiner Rezension*
2. Die Meisterin - Spiegel & Schatten *klick zu meiner Rezension*
3. Die Meisterin - Alte Feinde
 
Rezension zu Oneiros - Tödlicher Fluch
 

Donnerstag, 8. April 2021

Top Ten Thursday #249 - Vorfreude auf Neuerscheinungen

Huhu ihr Lieben,

heute gibts wieder einen neuen Top Ten Thursday und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander weitergeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.

Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.
Das Thema für diese Woche lautet:
 
10 Neuerscheinungen in diesem Jahr auf die du dich freust


Puh, ganz so leicht, wie gedacht, war das dieses Mal gar nicht, da es ja jetzt erst im April gekommen ist. Viele der Neuerscheinungen aus dem Frühjahr sind schon erschienen und die Herbstvorschauen noch nicht da. Aber mit etwas Suchen sind mir doch wieder ein paar Bücher eingefallen, auf die ich mich freue. 

Vor allem die erste Reihe war gleich klar, diese fallen auch alle noch in die Frühjahrsvorschauen und erscheinen demnächst. Das meiste sind Fortsetzungen, auf die ich schon lange warte, vor allem die Fortsetzung von Cainstorm Island, da ich damit schon gar nicht mehr gerechnet habe. Und der neue Fitzek ist ja was besonderes, da es ja kein Thriller wird. 

In der zweiten Reihe sind Bücher die ich mir auf jeden Fall mal näher ansehen werde. Da ich die Lockwood & Co Reihe von Jonathan Stroud so toll fand, bin ich auf die neue gespannt und auch auf die Fortsetzungen von Die Göttinnen von Otera und der Reihe von Elizabeth Lim. Beim Reich der sieben Höfe bin ich noch nicht ganz sicher, ob ich die Reihe weiterlese. Ich fand sie echt gut, aber eigentlich hat mir der Abschluss nach Teil 3 bzw. 4 auch gut gepasst. Mal gucken, ob mir das Buch mal in die Hände fällt.
- Kingdoms of Smoke 3 - Sally Green - 21.05.21
- Cainstorm Island 2: Der Gefangene - Marie Gollien 18.06.21
- Rule of Wolves: Thron aus Nacht und Silber - Leigh Bardugo - 01.06.21
- The Age of Darkness 2: Schatten über Behesda - 19.04.21
- Der erste letzte Tag - Sebastian Fitzek - 28.04.21

- Scarlett & Browne: Die Outlaws - Jonathan Stroud - 13.04.21
- Die Göttinnen von Otera 2: Purpur wie Rache - Namina Forna - 01.10.21
- Der Bruder - Christine Brand - 13.04.21
- Bestickt mit Tränen des Mondes - Elizabeth Lim - 29.07.21
- Das Reich der sieben Höfe 5: Silbernes Feuer - Sarah J. Maas 17.11.21
 
 
Was sagt ihr zu meiner Auswahl? Freut ihr euch auch auf das ein oder andere Buch davon? 


 
Das Thema für nächste Woche lautet: 
10 Bücher die ihr richtig gut findet, aber noch nie beim TTT vorgestellt habt

 
Liebe Grüße,
Steffi
 

Dienstag, 6. April 2021

Rezension: Gomorrha - Eva Siegmund

Titel: Gomorrha - Utopia Gardens 2
Autorin: Eva Siegmund
Seiten: 352   
Verlag: Knaur TB
Preis: 12,99 € 
Ersterscheinung: 01. 03. 21
Reihe: Teil 2 von 3
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Berlin in einer nahen Zukunft: Wer sich nicht scheut, gegen rigorose Gesetze zu verstoßen, kann seinen Körper mithilfe illegaler Prothesen in eine tödliche Waffe verwandeln – oder ein Objekt der Lust. Diese Kriminellen werden »Cheater« genannt. Viele der Veränderten finden ihr Auskommen im größten Club der Welt, dem Utopia Gardens.

In »Gomorrha« muss der junge Cop Birol feststellen, wie eng Rache und Schuld beieinanderliegen. Währenddessen verstrickt sich die zum Strafdienst verurteilte Modderin Raven immer tiefer in die Geheimnisse rund um einen verschwundenen Millionärssohn – und in dessen virtuelle Präsenz.

Birol, seine Kollegin Laura und Raven müssen erneut in die Tiefen des Utopia Gardens eintauchen – wo alles käuflich und nichts real zu sein scheint.

Meinung:

Nachdem es noch nicht so lange her ist, dass ich den Auftakt dieser Reihe gelesen habe und die Autorin auch hilfreiche Erinnerungsstützen eingebaut hat, habe ich doch wieder recht schnell in diese düstere Geschichte hineingefunden.

Nachdem mir beim Vorgänger ja vor allem ein Fokus bzw. eine sichtbare Richtung gefehlt hat, in die die Geschichte gehen soll, habe ich mich bei diesem Zwischenteil deutlich leichter getan. Die wichtigsten Figuren sind abgesteckt und man kann sie nun zuordnen. Und auch die Handlung ergibt nun langsam ein stimmiges Bild.

Dabei ist es immer noch so, dass das Setting sehr speziell ist und man leider immer noch nichts dazu erfährt, wie die Welt so wurde, aber naja, damit habe ich mich abgefunden, da die Reihe einfach einen anderen Fokus setzt. Es geht eher darum die Geschichte dieser bestimmten Figuren zu erzählen und nun verbinden sich ihre Geschichten auch immer mehr.

Vor allem bei den Protagonisten Polizistin Laura und dem Albinomädchen Raven war das wirklich sehr schön zu beobachten, auch, dass aus beiden sogar wirklich Freunde werden. Auch wenn Raven hier auch deutlich ihre dunkle Seite gezeigt und mich sehr schockiert hat. Der dritte im Bunde Birol ist mir immer noch nicht ganz so nah und sympathisch gewesen, obwohl ich auch ihn gut verstehen konnte.

Dieses Mal nimmt Raven einen großen Teil der Handlung ein, da es weitere Angriffe auf ihr Alter Ego „Dark“ gibt und sie auf das Geheimnis hinter dem verschwundenen Millionärssohn gestoßen ist. Dieser Handlungsstrang ist immer noch recht abgefahren und es gibt leider immer noch keine Erklärung dazu, wie das möglich war, aber dafür ist ja auch am Abschlussband noch Zeit.

Lesen hat sich die Geschichte gut lassen, der Plot war spannend und düster, aber doch auch mit einigen Lichtblicken aufgebaut und es gab auch ein paar interessante Wendungen. Das Ende ist wieder eher offen gehalten, aber es gibt nun eine deutlichere Richtung, wo alles hingehen könnte.

Fazit:

Prinzipiell fand ich die Geschichte ziemlich spannend und interessant zu lesen, aber auch einfach echt düster und speziell, das muss man mögen. Es gab aber einige interessante und schockierende Wendungen und vor allem eben eine deutlichere Richtung, wo alles hingehen könnte und auch die Figuren sind mehr abgesteckt, auch wenn sie durchaus noch überraschen und schockieren können. Insgesamt hat mir dieser Zwischenteil dadurch etwas besser gefallen, als der Vorgänger und ich vergebe knappe 4 Buchherzen. 
Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zur Autorin (Quelle: droemer-knaur.de):
Eva Siegmund wurde 1983 in Bad Soden geboren. Sie arbeitete als Kirchenmalerin, Juristin und Verlagsmitarbeiterin, bevor sie sich voll und ganz dem Schreiben widmete.Seit 2014 ist sie freie Autorin. Für ihre Romane hat sie bereits zahlreiche Preise gewonnen. Sie lebt in Berlin. Weitere Infos zur Autorin unter www.evasiegmund.de.



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Infos zur Reihe:
1. Utopia Gardens 1 - Sodom *klick zu meiner Rezension*
2. Utopia Gardens 2 - Gomorrha 
3. Utopia Gardens 3 - Babylon  *Erscheint am 01.07.2021*