Dienstag, 22. September 2020

Rezension: The Fourth Monkey 3: Das Haus der bösen Kinder - J. D. Barker

Titel: The Fourth Monkey 3 - Das Haus der bösen Kinder
Autor: J. D. Barker
Übersetzer: Leena Flegler    
Seiten: 672  
 Verlag: Blanvalet
   Preis: Broschiert: 15,00 €
 Ersterscheinung: 27. 07. 2020
  Reihe: Teil 3 von 3
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Eine Obdachlose findet auf dem Friedhof von Chicago die Leiche einer Frau, deren Augen, Zunge und Ohren entfernt und in kleine weiße Schachteln verpackt wurden. Neben der Toten liegt ein Schild mit der Aufschrift »Vater, vergib mir«. Kurz darauf tauchen weitere, ähnlich zugerichtete Opfer auf. Für die Polizei von Chicago und das FBI ist klar, dass die Morde die Handschrift des immer noch flüchtigen Four Monkey Killers Anson Bishop tragen. Doch Detective Sam Porter glaubt nicht daran – die Tatorte liegen zu weit entfernt voneinander, als dass nur ein Täter infrage kommen könnte. Zudem stimmt auch etwas mit der Haut der Leichen nicht. Als sich Bishop aus heiterem Himmel stellt und beteuert, keines der Verbrechen begangen zu haben, die ihm zur Last gelegt werden, fällt der Verdacht auf Sam Porter selbst – denn er hat kein Alibi, dafür aber ein verheerendes Geheimnis…

Meinung:

Endlich ist er da, der langersehnte Abschlussband der „The Fourth Monkey-Reihe“. Der zweite Teil war ja wirklich böse, da er einfach mittendrin aufgehört hat und darüber hatte ich mich ja extrem geärgert.

Leider gab es den neuen Teil dieses Mal nicht mehr als Hörbuch-CD, weshalb ich jetzt beim Abschluss das Medium gewechselt habe. Das finde ich auch immer etwas schade.

Nichtsdestotrotz war ich extrem gespannt, wie dieser extrem mitreißende Thriller ausgeht. Und ich muss auch sagen, dass ich trotzdem wieder sehr gut ins Buch gefunden habe. Dadurch, dass ich die ersten beiden Teile als Hörbuch gehört habe, hatte ich die Stimmen der einzelnen Figuren noch im Kopf und diese haben sich beim Lesen automatisch zugeschaltet. Eine interessante Erfahrung, die ich so auch noch nicht gemacht habe, vor allem weil die Geschichte in der Hörbuchversion ja von vielen verschiedenen Sprechern erzählt wird.

Aber nun endlich mal zum Buch selbst. Dieses Mal wird auf größere Erinnerungsstützen verzichtet, weshalb Vorwissen hier dringend nötig ist. Und die Handlung geht auch ziemlich nahtlos weiter.

Protagonist Sam Porter hat sich im letzten Teil ja ziemlich manipulieren lassen und jetzt kommt alles noch schlimmer. Plötzlich steht nämlich er in Verdacht, etwas mit den Morden zu tun zu haben und ich muss echt sagen, dass ich das sehr geschickt konstruiert fand. Alles, was man bisher zu wissen glaubte, wird nochmal in Zweifel gezogen und der Autor spielt geschickt mit der Unsicherheit der Protagonisten und auch des Lesers.

Auch dieses Mal herrscht ein hohes Tempo in der Handlung, und das, obwohl das Buch mit fast 700 Seiten nicht gerade dünn ist. Es gibt immer wieder neue Wendungen, sowie die ein oder andere schockierende Überraschung und viel Spannung.

Man möchte jetzt endlich wissen, was wirklich hinter allem steckt und ob es wirklich sein kann, dass der redliche Detektive Sam Porter da überall mit drin steckt.

Erneut wird die Handlung in den bekannten, unterschiedlichen Perspektiven erzählt. So gibt es neben Sam auch wieder Kapitel aus der Sicht seiner Kollegen Nash und Clair, sowie des FBI-Agenten Poole und natürlich auch wieder Tagebucheinträge von früher. Und auch mehrere Handlungsstränge, die sich am Ende aber erneut sinnvoll verbinden.

Eigentlich wäre bis dahin alles perfekt, nur leider kann es der Autor am Ende nicht lassen, den Schlussteil doch wieder etwas offen zu gestalten. Es wird schon eine deutliche Richtung vorgegeben, aber so wie es dort steht, wären trotzdem auch andere Ausgänge möglich. Das hat mich doch wieder etwas enttäuscht zurückgelassen, auch weil ich mir schon noch ein paar Worte dazu gewünscht hätte, wie es denn jetzt weitergeht. So wird die alte Geschichte wirklich zufriedenstellend abgeschlossen, aber dann ist halt einfach Schluss.

Fazit:

Eigentlich ein perfekter Abschlussband mit extrem viel Spannung, verzwickten Wendungen und falschen Fährten und vor allem auch allen wichtigen Antworten, nur leider kann es der Autor am Ende nicht lassen, den Schlussteil doch wieder etwas offen zu gestalten. Da hätte ich mir auch ein eindeutiges Ende und vor allem auch ein paar Worte dazu gewünscht, wie es denn jetzt weitergeht. Das hat mich nach der großen Euphorie doch wieder etwas enttäuscht, weshalb es doch „nur“ gute 4 Buchherzen gibt und es wohl seinen Platz als Monatshighlight wieder räumen muss.
Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zum Autor (Quelle: randomhouse.de):
J.D. Barker hat bereits einen preisgekrönten Roman veröffentlicht, für den er hochgelobt wurde. »The Fourth Monkey: Geboren, um zu töten« ist sein erster Thriller und der Beginn einer Serie um Detective Sam Porter. Barker lebt in Englewood, Florida, und in Pittsburgh, Pennsylvania.

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Infos zur Reihe:
1. The Fourth Monkey - Geboren um zu leben *klick zu unserer Rezension*
2. The Fourth Monkey - Das Mädchen im Eis *klick zu meiner Rezension*
3. The Fourth Monkey - Das Haus der bösen Kinder
 

Sonntag, 20. September 2020

Hörbuchrezension: Cryptos - Ursula Poznanski

 
Titel: Cryptos
  Autorin: Ursula Poznanski
Sprecherin: Laura Maire 
Laufzeit: 12 h 53 Min - ungekürzt     
Verlag: der Hörverlag   
Preis: ab 14,27 € - 2 MP3 - CD´s 
Ersterscheinung: 17. August 2020   
Reihe: Nein

 

 

Kurzbeschreibung:

Kerrybrook ist Janas Lieblingswelt: ein idyllisches Fischerdorf mit viel Grün, geduckten Häuschen und einer Burgruine. Es gibt Schafe, gemütliche Pubs und vom Meer her weht ein kühler Wind. Manchmal lässt Jana es regnen. Meistens dann, wenn an ihrem Arbeitsplatz mal wieder die Kühlung ausfällt und es schon vor elf Uhr so heiß ist, dass man kaum mehr atmen kann.

Jana ist Weltendesignerin. Auf ihrem Desktop entstehen die alternativen Realitäten, in denen jeder spannende Abenteuer erleben kann, während er sich eigentlich in einer Art VR-Kapsel befindet. Denn in einer Wirklichkeit, in der das Klimasystem bereits gekippt ist, bleibt für die meisten Menschen nur die Flucht ins Virtuelle …

Meinung:

Ich habe nun ja schon einige Bücher von Ursula Poznanski gelesen und auch die Kurzbeschreibung von Cryptos hat mich extrem neugierig gemacht und das wirklich zu recht.

Den Start ins Buch fand ich total gelungen. Auch wenn man erst nach und nach erfährt wie es in Janas Welt wirklich zugeht, habe ich mich sofort mit ihr verbunden gefühlt und sofort ein Bild ihrer Arbeit und ihrer Welten vor mir gehabt.

Ich konnte mir bildlich und naturgetreu vorstellen, wie sie in Kerrybrook über grüne Wiesen geht oder als Elfe in Macandor durch die Gegend fliegt. Aber auch, als sie dann auf ihrer Flucht durch die unterschiedlichen Welten kam und es für den Hörer immer wieder etwas Neues zu entdecken gab, war ich total gefesselt und fasziniert. Die unterschiedlichen, extrem fantasievollen und zum Teil auch innovativen Welten sind ein extremer Pluspunkt dieser Geschichte. Ich wollte gar nicht mehr aufhören und bin teilweise sogar nach Ankunft an meinem Zielort einfach länger im Auto sitzen geblieben, damit ich noch etwas zuhören und mit Jana zusammen weiter die unterschiedlichen Welten erkunden darf.

Aber auch die Hintergrundstory ist spannend. Es verschwinden ungewöhnlich viele Leute aus Kerrybrook und Jana versucht herauszufinden, weshalb. Dabei stößt sie auf Ungereimtheiten und gerät in Lebensgefahr.

Als sie dann nach ihrer langen Flucht durch die unterschiedlichen Welten endlich herausfindet, was hinter allem steckt und es darum geht, Menschen zu retten, ist die Handlung nach wie vor spannend, aber ich muss schon sagen, dass ich dann nicht mehr ganz so an die Geschichte gefesselt war. Ich habe sie weiterhin sehr gerne gehört und finde sie auch gut umgesetzt, aber die Sahne auf der Kirsche hat am Ende dann doch etwas gefehlt. Vor allem das Ende fand ich irgendwie etwas simpel, bzw. bin ich mir auch nicht so sicher, dass die Lösung auf Dauer funktioniert.

Die Figuren fand ich soweit ganz gut. Jana ist sehr lebendig und authentisch beschrieben. Bei manch anderen wäre noch etwas Luft nach oben gewesen, aber im Großen und Ganzen bin ich echt zufrieden.

Auch die Details, die man von der wirklichen Welt erhält fand ich durchaus anschaulich und ausreichend. Klar, wäre da noch mehr möglich gewesen, aber für mich hat es genau so gepasst.

Am Ende gibt es eine kleine Liebesgeschichte, die ich sehr zart und deshalb auch glaubhaft fand. Gebraucht hätte ich sie nicht unbedingt, aber es ist auch völlig in Ordnung, dass sie in diesem Maße vorhanden war.

Sprecherin Laura Maire macht wieder einen wunderbaren Job. Ihre jugendliche und frische Stimme ist einfach sympathisch und passt perfekt zu Protagonistin Jana. Durch ihre aktive und zur Handlung passende Vorlesearbeit habe ich mich der Geschichte und Protagonistin Jana noch näher gefühlt.

Fazit:

Eine Geschichte, die mich vor allem in der ersten Hälfte nicht mehr losgelassen hat. Ich war völlig fasziniert von den unterschiedlichen und total realistischen Welten, die dank der fantasievollen und detaillierten Beschreibungen vor meinem inneren Auge wirklich zum Leben erweckt wurden und ich wollte immer noch mehr erfahren und erleben. In der zweiten Hälfte bin ich dann wieder etwas auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Auch wenn die Geschichte nach wie vor spannend, unterhaltsam und gut durchdacht war, hat der vorherige Wow-Effekt etwas nachgelassen. Das Ende fand ich schon ok, aber doch etwas einfach und schwächer als den Rest. Insgesamt habe ich die Geschichte aber wirklich gern gehört, auch dank der tollen Sprecherleistung von Laura Maire und vergebe sehr gute 4 Buchherzen und eine Lese- bzw. Hörempfehlung. 
Herzlichen Dank an Den Hörverlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zur Autorin (Quelle: randomhouse):  
Ursula Poznanski, 1968 in Wien geboren, veröffentlicht seit 2003 Kinderbücher. Für »Die allerbeste Prinzessin« erhielt sie den Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien 2005 und stand auf der Auswahlliste für den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien. Ihr Cyberthriller »Erebos« wurde von der Jugendjury mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 ausgezeichnet. Ende 2011 erschien ihr zweiter Jugendroman, der Thriller »Saeculum«. Es folgten »Layers« (2015), »Elanus« (2016), »Aquila« (2017) und »Thalamus« (2018).

Info zur Sprecherin (Quelle: randomhouse):
Laura Maire, geboren 1979 in München, absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Bekannt wurde sie durch eine Hauptrolle in der ARD-Vorabendserie »Verdammt verliebt«. Sie synchronisierte u. a. Brie Larson in »Raum« (2016 mit einem Oscar ausgezeichnet) und Ashley Greene (als Alice Cullen) in der »Twilight«-Reihe. Daneben war sie immer wieder in »How I Met Your Mother« zu hören. Maire erhielt 2011 den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin. 2014 las sie für den Hörverlag den Thriller »Schattengrund« von Elisabeth Herrmann und erhielt für ihr »virtuoses Sprach-Spiel« noch einmal den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin.


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Donnerstag, 17. September 2020

Top Ten Thursday #221 - Autoren mit den meisten Büchern im Regal

Huhu ihr Lieben,

heute gibts wieder einen neuen Top Ten Thursday und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander weitergeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.

Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.

Das Thema für diese Woche lautet:

10 Autoren, von denen du die meisten Bücher im Regal hast

 
Auch ein Thema, das wir schon mal hatten, aber bereits 2017. Kam mir eigentlich gar nicht so lange her vor. Die Liste hat sich wohl vor allem deswegen verändert, weil ich den Blog jetzt ja alleine führe und nun nur meine Bücher in das Ranking fallen, trotzdem sind 3 Autorinnen auch weiterhin in der Liste. 

Prinzipiell muss ich sagen, dass ich gar niemand bin der unbedingt alle Bücher von einem bestimmen Autor gelesen bzw. sogar im Regal haben muss. Deshalb sind die Zahlen gar nicht mal so hoch. Aber natürlich habe ich tortzdem ein paar gefunden, die sich mit mehreren Büchern in meinem Regal tummeln.
 
 
Platz 10 - 8 Teilen sich mit jeweils 7 Büchern 3 Autoren:
 
10.  Leigh Bardugo 
 Ihr Grischa-Verse Universum hat mir gut gefallen, aber auch der neue Auftakt Das neunte Haus.
 
9.  Sebastian Fitzek 
Von ihm habe ich ja die letzten Bücher alle gelesen, nicht alle haben mir gleich gut gefallen. Trotzdem bin ich auf das neue - Der Heimweg - sehr gespannt. 
 
8. J. K. Rowling 
 Klar, mit den Harry Potter Büchern vertreten, ihre anderen Büchern hatte ich teilweise mal auf dem SuB, aber dann doch nicht gelesen.



 Auch die Plätze 7 und 6 sind geteilt mit jeweils 8 Büchern:

7. Torsten Dewi 
Ist als Autor eher unbekannt, ich habe aber viele Begleitbücher der Serie Charmed im Regal stehen, von denen eben 8 er geschrieben oder an denen er zumindest mitgeschrieben hat.  
 
6. Jeaniene Frost
Ein Überbleibsel von der Zeit vor dem Blog. Da habe ich die Cat & Bones Reihe sehr geliebt. Aber dann wars irgendwie genug für mich.


Die AutorInnen, die sich die Plätze 5 - 2 teilen sind in meinem Regal jeweils mit 9 Büchern vertreten.

5. Cecelia Ahern
Auch eher ein Überbleibsel, obwohl ich von ihr auch neuere Bücher im Regal stehen habe (z. B. Flawed). 
 
4. Kerstin Gier 
Ist ja eine meiner Lieblingsautorinnen, aber trotzem hab ich noch nicht alles von ihr gelesen. Ich liebe aber ihren Humor. 
 
3. Kai Meyer
Ihn habe ich ja erst so wirklich für mich entdeckt, mit der Merle-Reihe und auch dem Prequel zur Seiten der Welt Reihe. Die Originalreihe liegt leider immer noch ungelesen auf dem SuB, aber das möchte ich wirklich bald ändern und ich kann mir gut vorstellen, dass da bald noch weitere Bücher dazu kommen.  

2. Julie Kagawa
Von ihr könnte ich schon mehr Bücher im Regal haben, denn ich habe 2 unvollständige Reihen hier, die ich noch nicht begonnen habe. Gelesen hab ich bisher nur Plötzlich Fee, aber auch da möchte ich bald mal in eine der anderen Reihen (Talon, Plötzlich Prinz) starten.

 
Und zur unangefochtenen Nummer 1 gibts einen kleinen Sprung auf 13 Bücher.
 
1. Cassandra Clare
Natürlich gehts um ihre Schattenjäger-Welt. Die Originalreihe ist komplett gelesen, von den anderen fehlt mir jeweils noch was. Aber ich muss sagen, dass es mir hier langsam auch schon wieder etwas zu viel wird, da ich solche Endlosreihen einfach nicht mag, bzw. irgendwann einfach die Lust dran verliere. Deshalb habe ich jetzt die neue Reihe, deren Auftakt gerade erst erschienen ist, erstmal gar nicht näher ins Auge gefasst habe.
 
 
 
Was sagt ihr zu meiner Auswahl? Habt ihr auch den ein oder anderen Autor im Regal oder sogar heute mit Vertreten?



Das Thema für nächste Woche lautet:
10 Bücher, in deren Titel ein Ort genannt wird

Liebe Grüße,
Steffi

Montag, 14. September 2020

Rezension: Die Meisterin 2: Spiegel & Schatten - Markus Heitz


Titel: Die Meisterin - Spiegel & Schatten
    Autor: Markus Heitz 
Seiten: 448
 Verlag: Knaur HC   
Preis: 14, 99 € broschiert  
Ersterscheinung: 20. 08. 20     
Reihe: Teil 2 von 3



Kurzbeschreibung: 
Die Heilerin Geneve ist die letzte Nachfahrin der Scharfrichter-Dynastie Cornelius. Als in ihrer Wahlheimat Leipzig eine junge Frau ermordet wird, führt die Spur direkt zu Geneve. Die Ermordete war Mitglied des Londoner Wicca-Covens und extra nach Leipzig gereist, um Geneves Rat einzuholen – offenbar wollte sie die Heilerin zu einer antiken Spiegel-Scherbe befragen.

Geneve kontaktiert ihren Freund, den Vatikan-Polizisten Alessandro Bugatti. Gemeinsam versuchen sie, den Mord an der jungen Wicca aufzuklären und Licht in die Hintergründe des Verbrechens zu bringen. Hängen Gegenwart und Historie einmal mehr zusammen?

Meinung:

Den ersten Teil der Reihe rund um die Heilerin Geneve fand ich ja recht interessant und durch den historischen Anteil anders, als das, was ich sonst immer lese. Deshalb ist er mir auch gut in Erinnerung geblieben und ich habe jetzt auch ohne Probleme in die Fortsetzung gefunden.

Geneve sieht sich wieder mit übernatürlichen Problemen konfrontiert, die ihr alles abverlangen und das sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart.

Denn die Geschichte wird erneut auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen in der Gegenwart, in der Herr Heitz mit der Gefahr aus den Spiegeln spielt. Die Idee dahinter fand ich cool und die Stimmung durchaus mystisch und überspringend, sodass ich mich doch auch öfters nach spiegelnden Oberflächen umgesehen habe, als das normal der Fall ist. 

Dabei wird auch ein Bogen zum ersten Teil, sowie zu anderen Heitz Büchern geschlagen. Ich habe vor einigen Jahren „Oneiros – Tödlicher Fluch“ gelesen und nun taucht der damalige Protagonist Konstantin Korff wieder auf. Und auch eine andere bekannte Figur aus einer anderen Reihe wurde für den Abschlussband angekündigt, die ich persönlich zwar nicht kenne, aber solche Verbindungen finde ich immer ganz cool.

Und auch die Geschichte in der Vergangenheit ist nötig, um einen Teil der Probleme aus der Gegenwart zu verstehen, auch wenn ich wieder etwas das Gefühl hatte, dass man den Part nicht unbedingt so ausführlich gebraucht hätte. Aber das ist das, was die Reihe ausmacht, denn hier kann der Autor sein Wissen über die alten Henker einbringen und dem Leser neues Wissen vermitteln. Manchmal nimmt das etwas die Spannung raus und ich bin doch immer wieder lieber in der Gegenwart gewesen, aber es ist schon so, dass die meisten Infos interessant sind.

Es werden auch andere Sichten beleuchtet und auch die allwissende Erzählerin spielt wieder eine Rolle, die zwischen dem Wechsel zwischen den unterschiedlichen Perspektiven und Zeiten noch zusätzliches Wissen einstreut.

Den Schreibstil fand ich erneut sehr fesselnd und atmosphärisch. Dieses Mal startet die Geschichte auch gleich mit viel Spannung, wobei sie dann wieder etwas abflacht, nur um wieder neu Fahrt aufzunehmen. Das Finale ist erneut sehr spannend und es werden auch einige bisher offene Fragen beantwortet, aber auch neue aufgeworfen.

Dabei ist auch dieser Teil recht abschlossen, aber man ist doch neugierig, wie alles noch zusammenhängt und was der Abschlussband noch bringt.

Fazit:

Ein solider und unterhaltsamer Mittelband, der seinem Muster treu bleibt, die Geschichte aber trotzdem auch vorantreibt und sowohl Antworten gibt, als auch neue Fragen aufwirft. Wieder gibt es einen besonderen Genre-Mix mit viel historischem Wissen, das zwar interessant zu lesen ist, aber doch manchmal auch die Spannung etwas raus nimmt und etwas das Gefühl hinterlässt, dass die Schilderungen aus der Vergangenheit nicht ganz so ausführlich nötig wären. Aber ich habe die Geschichte trotzdem wieder gerne gelesen und bin jetzt auch auf den Abschlussband und die angedeuteten Verbindungen gespannt. Insgesamt fand ich ihn minimal schwächer als den Auftakt, aber es gibt immer noch knappe 4 Buchherzen. 
Vielen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zum Autor (Quelle: droemer-knaur.de):
Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Er schrieb über 40 Romane und wurde etliche Male ausgezeichnet. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" gelang dem Saarländer der nationale und internationale Durchbruch. Dazu kamen erfolgreiche Thriller um Wandelwesen, Vampire, Seelenwanderer und andere düstere Gestalten der Urban Fantasy und Phantastik. Die Ideen gehen ihm noch lange nicht aus.


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Infos zur Reihe:
1. Die Meisterin - Der Beginn *klick zu meiner Rezension*
2. Die Meisterin - Spiegel & Schatten 
3. Die Meisterin - ???
 

Donnerstag, 10. September 2020

Top Ten Thursday #220 - Zeichentrickfilme, aber ohne Disney

Huhu ihr Lieben,

heute gibts wieder einen neuen Top Ten Thursday und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander weitergeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.

Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.

Das Thema für diese Woche lautet:

10 deiner liebsten Zeichentrick/Anime Filme (ohne Disney)



Puh, ein wirklich schwieriges Thema, da Disney ja irgendwie alles in dem Bereich selbst gemacht oder zumindest aufgekauft hat. Deshalb musste ich heute wirklich ganz weit in meine Kindheit zurückgehen und die grauen Hirnzellen (in Verbindung mit Google) anstrengen, aber die Filme habe ich als Kind echt geliebt und rauf und runter geschaut. Einzig Asterix gucke ich heute noch ab und an.Obwohl ich jetzt auch mal Lust auf die anderen alten Filme bekommen würde :D

Die beiden Anime Filme sind auch schon eher Lückenfüller, denn eigentlich mochte ich bei Anime früher eher die Serien wie die Filme. Aber naja, von beiden habe ich zumindest mal einen Film gesehen.

- Charlie - Alle Hunde kommen in den Himmel
- Feivel - Der Mauswanderer
- Asterix - Der Gallier 
- In einem Land vor unserer Zeit

- Babar - König der Elefanten
- Der Glücksbärchi Film
- Dedektiv Conan
- Pokémon - Der Film


Was sagt ihr zu meiner Auswahl? Kennt ihr die Filme?



Das Thema für nächste Woche lautet:
10 Autoren, von denen du die meisten Bücher im Regal hast

 
Liebe Grüße,
Steffi