Titel: Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers
Autorin: Sophie Oldenstein
Seiten: 220
Verlag: BELTZ & Gelberg
Preis: 17,00 € Hardcover
Ersterscheinung: 16. 07. 2026
Reihe: Teil 1 von ??
Kurzbeschreibung:
Nicky erhält ein Stipendium für die rätselhafte Ashfield
Academy und lässt ihr bisheriges Leben hinter sich. Zwischen
Internatsalltag, seltsamen Regeln und neuen Bekanntschaften spürt
sie schnell, dass an diesem Ort etwas nicht stimmt. Gemeinsam mit
Agatha, Pauly und Shu entdeckt sie ihre verborgenen magischen
Fähigkeiten – und stößt auf einen alten Kriminalfall. Als dunkle
Mächte erwachen und das nahe Dorf bedrohen, müssen die vier über
sich hinauswachsen, um Ashfield zu retten.
Meinung:
Das
Cover, die Aufmachung und die Kurzbeschreibung haben mich sofort
angesprochen. Auch die Leseprobe hat mich sofort mitgerissen. Nicht
nur der etwas düstere Prolog, sondern auch den Start fand ich sehr
gelungen.
Wir
begleiten Nicky als sie in dem kleinen Örtchen Ashfield ankommt und
dabei gleich auf den etwas schrulligen, aber herzlichen Norville mit
seinem besonderen Hund Padraig und den jungen Pip trifft.
Diese
ersten Begegnungen haben mir super gefallen und ich wollte mehr
erfahren.
Der
Plot an sich ist recht spannend und auch actionreich. Es gibt
durchaus einige Gefahren und auch interessante Wendungen, aber
irgendwie hat mich die Geschichte mit der Zeit ein bisschen verloren.
Zum
einen fand ich die Figuren insgesamt doch ein bisschen stereotyp
gezeichnet. Und auch wenn ich es toll fand, dass der Umgangston sehr
flapsig und lustig ist, fand ich den Umgang der Freunde untereinander
manchmal doch ein bisschen zu hart. Klar, es hat für die Geschichte
gut funktioniert, aber so wirklich in mein Herz geschlichen haben
sich die Freunde eher nicht. Da ist weiterhin eher Platz für
Norville und Pip. Aber ich fand es gut, dass mit Pauly eine Figur im
Rollstuhl vorkommt und gezeigt wird, dass man auch damit Abenteuer
erleben kann.
Ein
weiterer Kritikpunkt war das sehr schwammige Worldbuilding. An sich
erfahren wir kaum etwas von der Schule an sich bzw. dem Schulalltag.
Wir lernen nur wenige Figuren kennen und alles wirkt ein bisschen aus
einem größeren Kontext gerissen. Klar, handelt es sich hierbei nur
um einen Auftakt, aber mir war es hier trotzdem zu wenig Hintergrund.
Und
auch das Magiesystem fand ich etwas undurchsichtig. Es ist ja schön
und gut, dass einige ihre Fähigkeiten haben, aber das mit den
Zirkeln und den Beschwörungen fand ich irgendwie nicht ganz
ausgereift. Auch, dass Carla York so viel über all das zu Wissen
scheint, aber die Infos nicht wirklich weitergibt.
Dennoch
war die Geschichte ziemlich unterhaltsam und schnell zu lesen. Das
Ende war spannend und die Auflösung hat mir gut gefallen.
Fazit:
Eine
interessante Geschichte, die vor allem im Moment lebt und wenig
Worldbuilding und Hintergründe, aber dafür viel Action und Spannung
liefert. Mir persönlich war es etwas zu einfach, aber für
kurzweilige Unterhaltung hat es gereicht. Auch bei den Figuren bin
ich etwas zwiegespalten. Einerseits wirken viele etwas stereotyp,
aber teilweise haben sie doch auch Besonderheiten, wie das eine im
Rollstuhl sitzt. Den Umgang untereinander fand ich ein bisschen zu
hart, auch wenn man merkt, dass es meist lustig gemeint ist und die
Figuren dennoch zusammenwachsen. Insgesamt
würde ich 3,5 Buchherzen vergeben.
Vielen Dank an vorablesen.de und den BELTZ & Gelberg für das Leseexemplar.
Infos zur Autorin (Quelle: vorablesen.de):
Sophie Oldenstein (*1988) hat schon immer gerne Geschichten erzählt,
weswegen es sie ans Theater und auf unterschiedliche Positionen hinter
den Kulissen verschlagen hat. Während ihrer Zeit am Landestheater
Eisenach entstanden mehrere eigene Theaterstücke für die dortige
Bürgerbühne sowie erste eigene Regiearbeiten.
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