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Samstag, 5. Juli 2014

*Rezension* Blinde Vögel - Ursula Poznanski


Titel: Blinde Vögel
Autor: Ursula Poznanski
ISBN:  978-3805250450
Seiten: 480
Verlag: Wunderlich
Ersterscheinung: 2. April 2013
Teil: 2 von ?
Preis: 16,95 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Zwei Tote in Salzburg. Sie stranguliert, er erschossen. Die Tat eines zurückgewiesenen Liebhabers? Aber die beiden scheinen zu Lebzeiten keinerlei Kontakt miteinander gehabt zu haben. Oder täuscht der erste Blick? Das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger ist ratlos. Aber Beatrice mag die Sache nicht auf sich beruhen lassen und verfolgt die Spuren, die die Toten im Internet hinterlassen haben. Auf Facebook wird Beatrice fündig: Beide waren dort Mitglieder in einem Forum, das sich ausgerechnet mit Lyrik befasst. Gedichte werden hier mit stimmungsvollen Fotos kombiniert und gepostet. Ganz harmlos. Ganz harmlos? Bald ahnt Beatrice, dass die Gedichte Botschaften enthalten, die nur wenige Teilnehmer verstehen. Düstere Botschaften, in denen es um Angst und Tod geht. Und dann stirbt eine der Lyrik-Liebhaberinnen...

Meinung
Nach „Fünf“ ist „Blinde Vögel“ der zweite Teil Für das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger. Und ich muß sagen, auch dieser Fall war wieder tödlich spannend, von der ersten bis zur letzten Seite. Ein Buch, das ich einfach nicht aus der Hand legen konnte und sehr schnell durchgelesen hatte.

Dieses mal stellt die Geschichte ein aktuelles Thema dar. Facebook. Weit verbreitet und sehr viel genutzt. Darum war es für die Autorin bestimmt nicht leicht, darüber zu recherchieren und zu schreiben. Die Handlung beginnt rätselhaft und mysteriös und der Spannungsbogen baute sich sogleich auf und hielt auch bis zum Schluß an. Unvorhersehbare Wendungen ereigneten sich stetig, sodaß das Geschriebene rasant an Fahrt annahm. Die Autorin hinterließ immer wieder Spuren, welche im Sand verliefen und in die Irre führen sollten. Genial.....

Der Perspektivenwechsel zwischen der Gegenwart und Passagen vom Täter her war leicht verständlich, störte mich überhaupt nicht und ich kam ganz gut rein. Bis zum Ende des Buches blieb mir die Lösung des Falles diffus und unentschlüsselt. Im Leben wäre ich nicht auf den Täter gekommen. Solche Ende gefallen mir sehr gut, da einfach bis zu den letzten Seiten alles offen ist.

Zu den Protagonisten kann ich sagen, das sich die Charakteren zum Vorgängerband weiterentwickelt haben. Auch das Privatleben vorallem von Kommissarin Kaspary wurde wieder mit einbezogen. Die Verknüpfung von Arbeit und Privat ist Frau Poznanski gut gelungen. Es war nicht zuviel und auch nicht zuwenig.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Die Seiten flogen nur so dahin. Die Facebook-Beiträge setzten sich ab und wurden in einer anderen Schrift gestaltet. Was mir noch ganz gut gefallen hat, waren die Ausschnitte aus Gedichten von berühmten Dichtern. Sie wirken sehr lyrisch und passen eigentlich nicht in einen Thriller. Aber mit der Verknüpfung der Personen im Facebook und deren Gespräche fügen sie sich toll ein. Schade nur, das ich manchmal nur Ausschnitte davon zu lesen bekam.

Cover
Das Cover sieht mystisch und düster aus und deutet auf einen interessanten Thriller hin. Die Farben wurden auch wieder perfekt gewählt und die rote Titelschrift in der Mitte ist etwas höher gedruckt.

Fazit
Auch mit „Blinde Vögel“ konnte mich Frau Poznanski überzeugen. Es ist ein spannender und interessanter Thriller mit viel Wiedererkennungswert. Er bekommt von mir 4 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.


Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren. Sie war als Journalistin für medizinische Zeitschriften tätig. Inzwischen widmet sie sich ganz dem Schreiben und lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Freitag, 4. Juli 2014

Rezension: Die Landkarte der Liebe - Lucy Clarke




Titel: Die Landkarte der Liebe
Autorin: Lucy Clarke
  Seiten: 352
Verlag: Piper
 Preis: TB 9,99 €
Ersterscheinung: 09. 10. 12
  Reihe: Nein
*klick*  zu Amazon








Kurzbeschreibung:
Ein meerblaues Reisetagebuch. Das ist alles, was Katie von ihrer Schwester bleibt. Denn Mia ist tot. In Bali stürzte sie von einer Klippe. Katie hat nur eine Chance, das Geheimnis um den Tod ihrer unnahbaren Schwester zu lüften: Ihr Tagebuch zu lesen und den Stationen ihrer Reise zu folgen. Und so taucht Katie immer tiefer ein in das Leben ihrer Schwester und entziffert Stück für Stück Mias ganz persönliche Landkarte der Liebe …

Meinung:
Sowohl Klappentext, als auch Cover haben mich sofort angesprochen. Während das Cover auf den ersten Blick eher einen lockeren Sommerroman verspricht, sorgt der Klappentext dafür, dass man sich auf eine eher tragische Geschichte einstellt. 

„Die Landkarte der Liebe“ ist die Geschichte zweier grundsätzlich verschiedener Schwestern, die erst im Verlauf der Geschichte einander verstehen lernen und dabei mit vielen Familiengeheimnissen und Schicksalsschlägen klarkommen müssen. 

Die ältere Schwester Katie ist bodenständig, ehrgeizig und vernünftig. Sie hat einen festen Job, man kann sich immer auf sie verlassen und ist verlobt. Ihre jüngere Schwester Mia ist das komplette Gegenteil. Sie ist leichtfertig, spontan, unberechenbar und eher ein Traumtänzer. Obwohl die beiden teilweise einige Klischees bedienen, wirken sie doch auch tiefgründig und haben so ihre Ecken und Kanten. 

Dennoch ist es mir oft etwas schwer gefallen, mich mit den beiden zu identifizieren. Während Katie zwar manchmal etwas kühl gewirkt hat, konnte ich ihre Reaktionen zumeist wenigstens verstehen. Außerdem fand ich es bewundernswert, dass sie sich, nur mit dem Tagebuch ihrer toten Schwester ausgestattet, auf die große Reise macht und dabei versucht, den Geheimnissen ihrer Schwester auf den Grund zu kommen. Mia war mir persönlich einfach zu sehr Freigeist. Sie wirkt zwar offener wie Katie, jedoch waren ihre Handlungen für mich grundsätzlich nicht nachvollziehbar und sie mir kaum sympathisch. 

Das hat sich etwas als Problem dargestellt, weil der Roman davon lebt, dass man an dem Schicksal der beiden Schwestern Anteil nimmt. So war mir zwar die Tragweite der Entwicklungen immer bewusst, aber so wirklich berühren konnten sie mich eher selten. 

Erzählt wird die Geschichte aus zwei, sich abwechselnden Erzählsträngen, jeweils aus Katies und Mias Sicht. Diese Erzählvariante ist hierfür gut gewählt, da man dadurch erst nach und nach Einblick in die ganzen Hintergründe und die Geschichte dadurch etwas Spannung erhält. Nur fand ich es etwas schade, dass man bei Mias Teil nie genau wusste, was nun auch genauso im Tagebuch stand, und damit auch von Katie gelesen werden konnte und welche Teile nur der Leser wusste. 

Von der Handlung her, gibt es eigentlich genügend Wendungen und Offenbarungen, damit der Roman spannend bleibt. Jedoch sinkt das Spannungslevel durch das fehlende Verständnis manchmal ein bisschen ab. Schade fand ich auch, dass die Umgebungsbeschreibungen der tollen exotischen Reiseziele ein bisschen zu kurz kamen. So konnte man sich leider auch hierbei zu wenig hineinversetzen.

Auch wenn am Ende alle Fragen beantwortet werden, war mir der Schluss doch ein bisschen zu abrupt. Dennoch konnte ich das Buch am Ende doch mit einem relativ beruhigten Gefühl schließen.

Fazit:
Von der Idee her, hat „Die Landkarte der Liebe“ wirklich das Zeug zu einem überzeugenden und berührenden Roman, nur leider ist die Umsetzung nicht so gut gelungen, wie es hätte sein können. Ich konnte mich nicht wirklich in Mia einfühlen und ihre Handlungen nicht nachvollziehen. Dadurch war auch die Spannung nicht wirklich durchgängig auf 100 Prozent und auch das Ende war etwas zu abrupt. Dennoch hat die Geschichte einen gewissen Charme und lässt den Leser zumindest nach Beenden des Romans beruhigt zurück. Am Ende gibt´s solide 3 Buchherzen, aber keine direkte Leseempfehlung.

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon):
Lucy Clarke studierte englische Literatur an der Universität von Cardiff und lebt heute in Bournemouth. Sie ist passionierte Tagebuchschreiberin und mit einem professionellen Windsurfer verheiratet, mit dem sie ihre Liebe zum Meer und zum Reisen teilt. »Die Landkarte der Liebe« ist ihr erster Roman.

Donnerstag, 3. Juli 2014

*Rezension* Die Akademie der Abenteuer 3: Das Schiff aus Stein - Boris Pfeiffer


Titel: Die Akademie der Abenteuer - Das Schiff aus Stein
Autor: Boris Pfeiffer
ISBN:  978-3737370004
Seiten: 272
Verlag: Meyers
Ersterscheinung: 1. September 2011
Teil: 3 von ???
Preis: 14,95 €  gebunden

Kurzbeschreibung
Eine spannende Entführungsgeschichte bei den Phöniziern hält Rufus, Fili und No in Band 3 der Reihe „Die Akademie der Abenteuer“ in Atem.
Nachdem die drei Freunde ihre letzte historische Flut überstanden haben, sehnen sie sich eigentlich nach einer Pause. Aber diese währt nicht lange ... Bald finden sich die drei in der Zeit der
Phönizier wieder und erleben, wie der Sohn eines berühmten Glasmachers von griechischen Piraten verschleppt wird. Er scheint ein besonderes Geheimnis zu hüten ... Doch auch in der Gegenwart geht es turbulent zu: Der Kopf der Nike, den Rufus dem Fluthändler James McPherson anvertraut hatte, ist verschwunden. Hat da womöglich seine Mutter die Finger im Spiel?

Meinung
Da ich die ersten beiden Bände „Die Knochen der Götter“ und „Die Stunde des Raben“ nur so verschlungen habe, und das als Erwachsene :-), mußte der dritte Teil natürlich auch her und bei Tauschticket fand ich ihn dann auch. Meine Euphorie ging sofort wieder los und ich wurde nicht enttäuscht. Ich würde auf jeden Fall raten, bei Band 1 anzufangen, da die Bücher fortgeführt werden.

Schon ab der ersten Seite an, hatte mich das Buch wieder gefangen. Der Autor schreibt so bildgewaltig und real, das ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Mischung aus Spannung, Wissen und Geschichte kommt wieder gut zur Geltung. Ich finde, diese Reihe ist genau etwas für „lesefaule“ Jungs, denn Abenteuer und Geschichte kommen ja eigentlich immer gut an, oder? Aber auch für Mädchen ein reines Leseparadies. Der Fantasie werden keine Grenzen gesetzt.

Von der Handlung möchte ich nicht viel verraten, dieses Abenteuer muß jeder selbst für sich bestreiten. Nur eins ist gesagt: Rufus, Fili und No müssen wieder ein Rätsel lösen, in dem es diesmal um eine geheimnisvolle Glasscherbe geht. Durch ihre Traumfluten kommen sie der Sache immer näher. Diesmal sind auch noch drei weitere Jungendliche mit in der Traumflut. Trotz einiger Streitigkeiten arbeiten alle gut zusammen und kommen am Schluß auf die richtige Lösung.

Das Ende hat mir gut gefallen. Alles Rätsel wurden gelöst und mir blieben keine Fragen offen. Hoffentlich kommt bald der 4. Teil heraus. Mich interessiert es brennend, wie die Geschichte um Rufus und die Akademie weitergeht.

Die Charakteren haben sich zu den beiden Vorgängerbänden gut weiterentwickelt, sie wirken etwas reifer und älter. Auch die „neu“ hinzugekommen Darsteller wurden vom Autor gut beschrieben und ich erfuhr einiges über sie. Kindliche Emotionen spielen auch eine große Rolle. Ich spürte die Freude, die Wut und auch das leichte Gezicke, welches ja für dieses Alter ganz normal ist.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig und wie gesagt, ziemlich bildgewaltig. Trotzdem hält er sich auf einem etwas höheren Niveau als ein normales Jugendbuch und somit haben natürlich auch Erwachsene ihre Freude daran. Die Kapitel wurden kurz gehalten und ganz toll fand ich noch, das die Dialoge von Oliver in kursiv gehalten wurden. Er kann nicht sprechen und drückt sich durch schreiben und malen aus.

Cover
Dieses Mal wurde es in grün gehalten. Das Steuerrad ist wieder in der unteren Hälfte abgebildet. Diesmal mit einem Schiff und Kindern. In der oberen rechten Ecke gefindet sich wieder das Etikett der Schule. Mir gefällts.

Fazit
„Das Schiff aus Stein“ ist meines Erachtens der bisher beste Teil der Reihe. Spannung pur und eine abenteuerliche Geschichte dominieren die Handlung. Für alle wissbegierigen Kinder, Jugendlichen und junggebliebenen Erwachsenen ein absolutes Lesemuß. Es bekommt von mir 5 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.


Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
BORIS PFEIFFER wurde 1964 in Berlin geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte. Er machte Abitur, wurde Buchhändler und Taxifahrer, studierte Sprachwissenschaften und Landschaftsplanung an der TU-Berlin und Drehbuch an der Berliner Filmhochschule dffb und arbeitete als Regieassistent und Regisseur am Theater. 1994 wurde sein erstes Theaterstück für Kinder am Berliner GRIPS Theater uraufgeführt. 2003 erschien sein erstes Kinderbuch: ,Kira und Buttermilch'. Inzwischen hat er über 80 Theaterstücke und Bücher geschrieben.

Montag, 30. Juni 2014

Rezension: Dark Academy 3: Dunkle Seelen - Gabriella Poole




Titel: Dark Academy - Dunkle Seelen
Autorin: Gabriella Poole
Seiten: 304
Verlag: cbt
 Preis: ??
Ersterscheinung: 14. 12. 10
  Reihe: Teil 3 von 3








Kurzbeschreibung:
Diesmal hat die Dark Academy ihre Pforten in Istanbul geöffnet. Cassie ist fasziniert von der schönen Stadt, doch ihr bleibt keine Zeit, sich auszuruhen. Denn bald werden nacheinander zwei Jungen tot aufgefunden. Dass an der Akademie Schüler verschwinden, ist nichts Neues, doch diesmal handelt es sich um Auserwählte. Und auf einmal fehlt von Ranjit jede Spur. Obwohl Cassie ihm immer noch übel nimmt, dass er sie in New York alleingelassen hat, und die unerwarteten Annäherungsversuche Richards sie nicht kalt lassen, kann sie nicht leugnen, sich Sorgen um Ranjit zu machen. Hat er etwas mit den mysteriösen Todesfällen zu tun oder hat es ein Außenstehender auf die Auserwählten abgesehen? Ist Ranjit etwa selbst in Gefahr?

Meinung:
Der Roman startet wieder mit einem spannenden und fragenaufwerfenden Prolog, der drei Wochen vor Beginn der Haupthandlung spielt und in dem einer der Auserwählten von einer ihm bekannten Person umgebracht wird. 

Dadurch wird eine große Spannung geweckt, die zwar zuerst wieder etwas abflaut, aber den Leser spätestens das letzte Drittel des Romans nicht mehr los lässt.

Die Dark Academy ist dieses Mal in Istanbul und die Autorin beschreibt hierbei geschickt die einzelnen Besonderheiten der neuen Umgebung und vermitteln dem Leser einige tolle Bilder und Sehnsüchte. Man findet sich auch dieses Mal gleich wieder im Buch zurecht und hofft nun endlich auf ein paar Entwicklungen und Antworten.

Es gibt zwar in diesem Roman kaum neue Charaktere, aber dafür rücken endlich ein paar der bereits bekannten mehr in den Vordergrund. So spielt z. B. Richard wieder eine größere Rolle und man versteht ihn, und seine oft nicht ruhmreichen Taten, nun auch immer besser.

So hat sich Cassie nun auch deutlich weiter entwickelt. Sie nimmt nun ihrer Rolle als Auserwählte an, und kommt auch besser mit ihrem Geist Estelle klar. Zwar gibt es immer noch einige Diskussionen zwischen den beiden, aber bei weitem weniger, als im Vorgängerband und Cassie lässt sich auch weniger davon beeinflussen. Sie kämpft mit einem großen Gefühlschaos, das aber ziemlich altersgerecht dargestellt wurde. Auch ihre Streitereien mit Isabelle sind nachvollziehbar, wenn auch nicht unbedingt schön. 

Auch wenn dieser Teil das meiste Tempo der Reihe mitbringt und manchmal nun auch endlich etwas tiefgründiger und genauer wirkt, wird doch auch wieder viel Potential verschenkt. So erfährt man zwar über einige Charaktere etwas mehr, dafür bleiben die anderen, wie z. B. Ranjit doch weiterhin zu sehr im Hintergrund. 

Wie bereits erwähnt, sind die letzten 100 Seiten wirklich spannend und man hat das Gefühl nun endlich antworten und die Reihe zu einem guten Schluss zu bekommen. Es kommen viele dunkle Geheimnisse ans Licht und es gibt einige unvorhergesehene Wendungen. Doch leider, täuscht das. Denn das Ende ist da und die Antworten hat der Leser immer noch nicht. Der Schluss ist viel zu offen und wirkt so, als wäre noch ein Nachfolger geplant gewesen, der dann aber nicht umgesetzt wurde. Sehr schade und enttäuschend. 
 
Fazit:
Eigentlich der beste Band der Reihe, der vor allem auf den letzten 100 Seiten wirklich fesseln kann. Und auch wenn man noch vieles tiefer erarbeiten hätte können, merkt man doch bei manchen Charakteren deutliche Verbesserungen. Die Handlungen und Schlussfolgerungen sind schlüssig und altersentsprechend. Nur jetzt kommt jetzt das große ABER, weswegen ich am Ende doch wieder nicht mehr als 3 Buchherzen vergeben kann, nämlich der viel zu offene Schluss der Reihe. Es bleiben einfach zu viele Fragen offen, was sehr enttäuschend ist. 

Infos zur Autorin (Quelle: Klappenbroschur):
Gabriella Poole wurde in Glasgow geboren, verbrachte 12 Jahre ihres Lebens auf Barbados und lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Elgin, im Norden Schottlands. 

Infos zur Reihe:
1. Dark Academy - Geheimer Pakt *klick zu meiner Rezension*
2. Dark Academy - Verborgene Macht *klick zu meiner Rezension*
3. Dark Academy - Dunkle Seelen

Montag, 23. Juni 2014

*Rezension* Drowning - Rachel Ward


Titel: Drowning - Tödliches Element
Autor: Rachel Ward 
ISBN:  978-3551520524
Seiten: 335
Verlag: Carlsen - Chicken House
Ersterscheinung: 22. November 2013
Preis: 14,99 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
Er kommt zu sich. Ein Tropfen trifft sein linkes Auge. Dann schießt Regen aus dem grauen Himmel. Er dreht den Kopf zur Seite, spuckt Schlamm und Kies aus, entdeckt ein Gesicht, wenige Meter entfernt. Haare kleben wie dünne Schlangen auf der Stirn. Aus dem Mundwinkel rinnt Wasser. Bleiche Haut, dreckverschmiert, geschlossene Augen. Es ist sein eigenes Gesicht! Als Carl aufwacht, ist Rob tot. Doch Carl kann sich an nichts erinnern. Nicht, wie sein Bruder ertrunken ist, oder warum sie an dem See waren und auch nicht, weshalb Neisha, die offensichtlich bei ihnen war, Todesangst vor ihm hat. Er weiß nur, dass er herausfinden muss, was passiert ist. Bevor vollendet wird, was an jenem Tag begann.

Meinung
Der Klappentext und das Cover sprachen mich an und machten mich ganz neugierig auf das Buch. Nach dem Vorwort war ich mir sicher, dieses Buch mußte ich lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Schon nach den ersten paar Seiten war ich gefangen in der Geschichte rund um Rob, Neisha und Carl. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und die 335 Seiten hatte ich schnell durch. Spannend und interessant fing es an und endete auch damit. Und das Zwischendrin, einfach klasse.

Emotionen und Gefühle spielen eine große Rolle. Ich wurde in eine Welt aus Angst, Hass und Traurigkeit gezogen. Die Autorin brachte dies sehr gut in der Darstellung ihrer Protagonisten rüber. Carl, der durch den Unfall sein Gedächtnis verloren hat, wirkte auf mich naiv, schüchtern und völlig neben der Rolle. Er hatte Wahnvorstellungen und sah immer wieder seinen toten Bruder Rob, aber nur wenn er mit Wasser in Berührung kam. Durch die Gespräche mit Neisha, Rob Freundin, erinnert er sich langsam wieder und macht sich dann Vorwürfe, er hätte seinen Bruder getötet. Neisha hat bei mir den Eindruck eines hinterhältigen Mädchens hinterlassen. Klar hat sie ihren Freund verloren, aber irgendwie kam sie mir nicht ganz koscher vor. Für beide begann eine schwere Zeit, mit Aufarbeiten und Verstehen, wobei ich sagen muß, das die Eltern der beiden Jugenlichen nicht wirklich behilflich waren. Carls Mutter, eine Alkoholikerin, mit wenigen nüchterenen Momenten und Neishas Vater sehr dominant und aggressiv, wobei man von ihm eh nicht so viel erfährt. Ich muß sagen, diese emotionale Darstellung der Charakteren fand ich sehr überzeugen und real und teilweise ziemlich heftig.

Der Schreibstil der Autorin ist düster, aber trotzdem leicht zu lesen. Er verbreitet eine Stimmung, die ich nicht so genau beschreiben kann. Es entstand Gänsehautfeeling pur, was daran lag, das Frau Ward das Element Wasser sehr spezifisch beschrieben und damit gearbeitet hat. Die Kälte spürte ich deutlich und war wie gebannt. Die Kapitel wurden kurz gehalten und die Schrift ist normal.

Das sehr dramatische Ende war nicht so ganz nach meinem Geschmack, teils etwas verwirrend und auf jeden Fall nicht so erwartet. Für meinem Geschmack dann auch etwas zu kurz. Trotzdem ein abgeschlossenes Ende, mit keinen übriggebliebenen Fragen.

Cover
Das Cover finde ich sehr ansprechend, aber auch irgendwie gruselig. Es passt zum Titel und man sieht das Wasser, das den rotgehaltenen Titel versinken lässt. Mir gefällts.

Fazit
„Drowing“ konnte mich überzeugen. Es hat mir einge gruselige und spannede Lesemomente beschert und ich fand es klasse, wie die Autorin die Emotionen der Charakteren herausgearbeitet hat. Ich kann es nur weiter empfehlen und vergebe deshalb 4 von 5 Buchherzen, mit dem einen Abzug, das mir das Ende nicht so gefallen hat. 

 

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Rachel Ward, 1964 geboren, wuchs in der Grafschaft Surrey südlich von London auf und studierte Geografie in Durham. Erst mit 40 Jahren widmete sie sich dem Schreiben. Ihr Debüt "Numbers - Den Tod im Blick" ist international vielfach ausgezeichnet und 2011 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden. Die daraus entstandene "Numbers"-Trilogie wurde weltweit zum Bestseller. Rachel Ward lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Bath, England.

Sonntag, 8. Juni 2014

Rezension: Dark Academy: Verborgene Macht - Gabriella Poole




Titel: Dark Academy - Verborgene Macht
Autorin: Gabriella Poole
Seiten: 304
Verlag: cbt
 Preis: ??
Ersterscheinung: 14. 12. 10
  Reihe: Teil 2 von 3







Kurzbeschreibung:
Die geheimnisvolle Dark Academy ist nach New York umgezogen und Cassie ist nicht mehr die unschuldige Neue. Nun gehört sie selbst zu den Auserwählten und muss hart kämpfen, die erstaunlichen und einzigartigen Kräfte unter Kontrolle zu halten, die sie entwickelt. Estelle, der bösartige Geist in ihr, fordert ständig Nahrung, die Cassie nicht zu geben bereit ist: Das hieße, das Leben ihrer Mitschüler zu riskieren. Estelles Ausbrüche bedrohen sogar Cassies Liebe zu Ranjit. Als Cassie auf ihre schlimmste Feindin trifft, muss sie alles aufs Spiel setzen. Kann sie die unheimlichen Kräfte einsetzen, um ihre Freunde vor einem schrecklichen Schicksal zu bewahren, oder wird sie daran selbst zugrunde gehen?

Meinung:
Nachdem der Auftaktband der Reihe ja doch ziemlich spannend geendet hat und viel Potential relativ ungenutzt blieb, war ich doch gespannt, wie es weiter geht. 

Das Buch startet mit einem Prolog, der in der Ferienzeit spielt und einen kleinen Vorgeschmack liefert, wie einschlagend und gefährlich sich Cassies neue Situation gestaltet. Dabei ist der Leser sofort wieder mitten in der Geschichte und sehr gespannt darauf, mehr über die Hintergründe dieser Wesen und ganz besonders über Cassies Umgang mit ihrer speziellen Situation zu erfahren. 

Cassie ist, wie bereits im Vorgänger, eine sympathische Protagonistin, die dass alles am liebsten gar nicht wahr haben möchte, und es schrecklich findet, sich an ihrer besten Freundin Isabella zu nähren. 

Jedoch ist es Schade, dass es kaum Hintergrundinformationen zu dieser neuen Spezies gibt und ihre Existenz ein bisschen zu selbstverständlich genommen wird. Aber auch wenn die Bücher immer fälschlicher Weise als Vampirromane beworben werden, handelt es sich doch um etwas völlig anderes und dementsprechend hätte ich doch noch einige Fragen auf die ich bisher leider keine Antworten bekommen habe.

Generell hat diese Fortsetzung auch wieder denselben Hauptmängel, wie sein Vorgänger, nämlich dass die Tiefe fehlt. 

Die Charaktere an sich spielen jeweils ihrer Rollen, können sie aber nicht wirklich komplett zufriedenstellend ausfüllen, weil sie etwas zu oberflächlich wirken und sich auch kaum weiter entwickeln. Auch die Liebesgeschichte zwischen Cassie und dem geheimnisvollen Ranjit fällt unter dieses Problem. Sie ist plötzlich da, wird immer mal wieder kurz und etwas übertrieben angeschnitten, aber eigentlich hat sie relativ wenig Hand und Fuß. Vor allem Ranjit bleibt immer noch geheimnisvoll und wirkt dabei oft kaum präsent. 

Die einzige Ausnahme hierbei macht Isabella. Sie hat einfach eine super lockere Art, die auch etwas auf den Leser überspringt und dabei die Geschichte belebt. Sie ist schon etwas sehr speziell, dabei aber immer liebenswürdig und eine tolle Freundin, die man sich nur wünschen kann.

Geschrieben ist der Roman dabei ganz solide, so dass sich die Geschichte schnell und ohne Probleme lesen lässt. Dabei wird die Geschichte in der 3. Person aus Cassies Sicht beschrieben, wobei vor allem die inneren Diskussionen mit dem ungewünschten Geist von Estelle gut beschrieben wurden. Denn auch wenn Cassie eigentlich gut sein will, hat Estelle einige überzeugende Argumente, bei denen Cassie leicht schwach werden könnte.

Fazit:
Generell ist es hier auch wieder so, dass sich die Geschichte aufgrund der übergroßen Schrift, aber auch wegen einer einigermaßen durchgehend spannenden Handlung zügig lesen lässt.  Es fehlen vor allem eine gewisse Tiefe, Hintergrundinfos und eine sichtbare Weiterentwicklung der Charaktere, aber dennoch weiß der Plot kurzweilig zu unterhalten. Am Ende gibt’s, wie auch für den Vorgänger solide 3 Buchherzen. 

Infos zur Autorin (Quelle: Klappenbroschur):
Gabriella Poole wurde in Glasgow geboren, verbrachte 12 Jahre ihres Lebens auf Barbados und lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Elgin, im Norden Schottlands.

Infos zur Reihe:
1. Dark Academy - Geheimer Pakt *klick zu meiner Rezension*
2. Dark Academy - Verborgene Macht