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Donnerstag, 31. Oktober 2013

*Rezension* Danach - Koethi Zan


Titel: Danach
Autor: Koethi Zan
ISBN:  978-3651000452
Seiten: 448
Verlag: Fischer Scherz
Ersterscheinung: 25. April 2013
Preis: 14,99 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Sarah Farber hat überlebt. Drei lange, grausame Jahre in einem Kellerverlies. Zehn Jahre ist das her, aber Sarah kann nicht vergessen – die Dunkelheit, die Kälte, die Verzweiflung, die Panik. Und sie weiß noch immer nicht, was damals mit ihrer besten Freundin Jennifer geschehen ist. Jetzt kann sie nicht länger vor ihrer Vergangenheit davonlaufen. Ihr Peiniger soll auf Bewährung freikommen, und sie ist die Einzige, die das verhindern kann. Aber nur, wenn sie sich dem Schlimmsten stellt, das sie sich vorstellen kann: der Wahrheit.

Meinung
Als erstes muß ich mal sagen, wow....dieses Buch ist für mich der Wahnsinn. Ein absolut spannender Thriller, den man unbedingt lesen muß. Es raubt einen den Atem und lässt dich nicht mehr los. Kopfkino pur, welches teilweise richtig gruselig und grausam zum Vorschein kam. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann.

Die Geschichte selbst wird sehr gut erklärt und wechselt immer zwischen damals und heute. Dies bereitet aber keine Schwierigkeiten, ich konnte alles sehr gut nachvollziehen. Spannung gab es von der ersten Seite an, was vorallem am Schreibstil lag. Dieser ist zwar einfach, aber mit sovielen Emotionen gespickt, das es eine wahre Pracht war, die Erlebnisse rund um Sarah mit zu verfolgen.

Die Charakteren spielten für mich diesmal eine große Rolle. Jede einzelne fügt sich perfekt in die Geschichte hinein und wirkt auf den Leser völlig verschieden. Durch die großen Gefühle und Emotionen, kommen dann diese noch besser zur Geltung und machen daraus einen perfekten Thriller.

Der Thriller erzählt die Geschichte von Sarah, ihrer Freundin und anderen Frauen. Diese werden entführt, gefangen gehalten und aufs Äußerste gefoltert. Ziemlich brutal und grausam teilt uns dies die Autorin mit. Nach der zufälligen Flucht und einige Jahre später, werden diese Frauen von ihrer Vergangenheit eingeholt. Sie machen sich auf den Weg, Fragen beantwortet zu bekommen. Auf jeden Fall kein Buch für schwache Nerven. 
 
Zitat (Klappentext)
»In den ersten zweiunddreißig Monaten und elf Tagen unserer Gefangenschaft waren wir dort unten zu viert. Und dann nur noch drei. Es war still im Keller, und wir fragten uns, wer wohl als Nächstes dran sein würde.«

Ganz toll fand ich auch noch das sehr unerwartete Ende. Ein würdiger Abschluß, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Puzzleteil für Puzzelteil fügt sich zusammen und alles klärt sich genau auf. Einfach perfekt. So liebe ich ein Buch.


Cover
Das Cover gefällt mir sehr gut. Titel und Bilddarstellung greifen das Thema im Buch auf und es macht auf jeden Fall Lust, es zu lesen.

Fazit
„Danach“ ist für mich ein absolut genialer und überaus spannender Thriller. Er schockt und lässt einem nicht zu Atem kommen. Er bekommt von mir 5 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung für alle, die keine schwachen Nerven besitzten.

 

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Koethi Zan stammt aus Alabama und hat in Yale Jura studiert. Sie arbeitete als Anwältin für Film, Fernsehen und Theater, zuletzt beim Musiksender MTV. Heute konzentriert sie sich ganz auf das Schreiben und hat bereits zahlreiche Ideen für weitere Thriller. Koethi Zan lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Hudson im Bundesstaat New York.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Rezension: Rebecca - Daphne Du Maurier: Roman vs Musical

            
Titel:  Rebecca
Autorin: Daphne Du Maurier
  Seiten: 480 
Verlag: Fischer
   Preis: TB ab 7, 95 Euro    
Ersterscheinung: 1940
  Reihe: Nein  







Kurzbeschreibung:
Ein dunkles Geheimnis liegt über dem alten englischen Herrensitz Manderley. Als Maxim de Winter mit seiner jungen, zweiten Frau dorthin zurückkehrt, ist sie überwältigt von der feindseligen Atmosphäre des Gemäuers und den subtilen Grausamkeiten der Dienstboten. Manderley trägt noch immer den Stempel von Rebecca, Maxims schöner erster Frau, deren Schatten eine große Liebe zu zerstören droht. Ein dunkles Geheimnis liegt über dem alten englischen Herrensitz Manderley. Als Maxim de Winter mit seiner zweiten Frau dorthin zurückkehrt, ist die junge schüchterne Braut überwältigt von der feindseligen Atmosphäre des Gemäuers und den subtilen Grausamkeiten der Dienstboten. Allgegenwärtig auf Manderley ist noch immer Rebecca, Maxims schöne erste Frau, deren Schatten eine große Liebe zu zerstören droht.

Meinung:
Es ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her, dass ich das wunderbare Musical "Rebecca" gesehen habe. Ich muss zugeben, ich hatte davor noch nie etwas davon gehört und dementsprechend konnte ich mir auch keine Vorstellungen darüber machen.  Aber das, was mich am Ende erwartet hat, konnte mich mir als überzeugen und fesseln. 

Deshalb war ich nun auch auf die Romanvorlage ziemlich neugierig. Die Tatsache, dass ich das Musical und damit die Handlung bereits kannte, ist mir dabei sowohl positiv, wie auch negativ aufgefallen. Positiv vor allem deshalb, weil ich sonst wohl nie auf dieses Buch aufmerksam geworden wäre und ich vergleichen konnte, wie der Roman im Vergleich zum Musical abschneidet und wie viel von der Ausgangsgeschichte erhalten wurde. Negativ hingegen, war auf jeden Fall, dass die Spannung dadurch, da ich die ganzen Geheimnisse und Hintergründe schon kannte, nicht mehr ganz zum Tragen kam. Denn da das Buch bereits 1940 erschienen ist, ist die Spannung  eh nicht ganz so dicht, wie man es heute kennt. Dabei ist die Geschichte selbst, vor allem für die damalige Zeit, wirklich eine gute Mischung aus Thriller, Krimi und dramatischer Liebesgeschichte, mit einigen tollen, nicht vorhersehbaren Wendungen und einer unglaublichen Atmosphäre. Doch der Schreibstil ist zum einen unglaublich bildlich, eindrucksvoll und ziemlich leicht zu lesen, aber für Leser der heutigen Zeit ziemlich blumig und ausschweifend. Somit gelingt es der Autorin zwar zumeist die Phantasie ihrer Leser anzuregen, indem sie die Umgebungen im Roman ziemlich detailliert beschreibt, aber gleichzeitig dauert es lange, bis man wirklich ins Buch findet und von der Geschichte gefesselt wird. 

Da ich bereits die gekürzte und auf den Punkt gebrachte Version vom Musical kenne und liebe, habe ich mich mit dem ausschweifenden Erzählsteil teilweise echt schwer getan. Aber dennoch orientiert sich das Musical sehr nah an der Buchverlage, wobei wirklich die wichtigsten Szenen zumeist detailgetreu übernommen wurden. 

Die Charaktere in Rebecca sind meiner Meinung nach alles großartige Unikate. Die Protagonistin, die ihre Geschichte in der Ich-Form erzählt, ist eine namenlose Frau. Doch trotzdem hat man das Gefühl, im Laufe der Geschichte das  „Ich“ immer besser kennenzulernen. Sie ist zu Beginn und auch noch lange danach einfach eine extrem schüchterne Frau mit Minderwertigkeitskomplexen, die sich in einen reichen Mann verliebt und durch die Anfeindungen der Haushälterin, sowie die Geheimnisse der Vergangenheit wächst und sich weiterentwickelt.   Die Rolle des „Ichs“ wurde sowohl im Musical wie auch im Roman gut umgesetzt. 

Doch auch die anderen Charaktere sind durchaus erwähnenswert. So ist Maxim de Winter im Buch extrem kalt und hartherzig, diese Züge hat er zwar auch in der Musicalversion, aber es fällt im Buch viel schwerer ihn zu mögen und ihn trotz seiner Gründe hierfür zu verstehen. Auch die Rolle der Haushälterin Mrs. Danvers spielt sowohl im Musical, als auch im Buch eine tragende Rolle. Ihre kaum versteckte Feindseligkeit und bedingungslose Treue und Liebe zur verstorbenen Rebecca sind wirklich hervorstechend und überzeugend.  Doch wirklich beispiellos ist die Figur von Rebecca de Winter. Obwohl die Frau schon über ein Jahr Tod ist und kein einziges Mal in Erscheinung tritt, ist ihre Figur vor allem im zweiten Teil der Geschichte ständig präsent. 

Fazit:
Meiner Meinung nach ist der Roman "Rebecca" etwas zu ausschweifend, um wirklich dauerhaft fesseln zu können. Das ist bei der Musicalversion schon anders. Aber dennoch ist die Handlung, vor allem für die damalige Zeit wirklich komplex, spannend und unvorhersehbar. Die Geschichte ist zudem extrem atmosphärisch und die Charaktere sind unglaublich stark gezeichnet. Am Ende gibt’s für den Roman sehr gute 3,5 und für das Musical volle 5 Buchherzen. 
Infos zur Autorin (Quelle: Fischer-Verlage):
Daphne Du Maurier (1907-1989) entstammt einer Familie von Schriftstellern und Künstlern, wuchs in London und Paris auf und begann 1928 mit Feuilletons und Kurzgeschichten ihre schriftstellerische Tätigkeit. Für ihre Verdienste als Schriftstellerin (ihre weit über 20 Romane, historischen Biographien und Novellen-Sammlungen sind in Millionenauflagen in der ganzen Welt verbreitet) verlieh die englische Königin Daphne Du Maurier 1969 den Titel »Dame«.

Montag, 21. Oktober 2013

Rezension: Ich. darf. nicht. schlafen. - S. J. Watson





Titel:  Ich. darf. nicht. schlafen
Autor: S. J. Watson
  Seiten: 400 
Verlag: Scherz 

   Preis: TB 9, 99 Euro    
Ersterscheinung: 23. 08. 11
  Reihe: Nein





Kurzbeschreibung:
Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit?

Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann?

Meinung:
Auch wenn ich in letzter Zeit echt viele Bücher mit dem Thema Gedächtnisverlust gelesen habe, fand ich den Klappentext einfach extrem vielversprechend und spannend. Dementsprechend gut hat mir auch der Anfang von Ich. Darf. Nicht. Schlafen gefallen. Das beklemmende Gefühl, als Christine das erste mal, in dem ihr fremden Schlafzimmer aufwacht und das Unglauben und die Angst, als sie feststellt, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, sind sofort präsent und greifen auf den Leser über.  Ich war von der ersten Seite an von Christines schwerem Schicksal ergriffen und wollte, genau wie Christine, alles darüber erfahren.

Im ersten Viertel kann der Thriller auch wirklich fesseln und überzeugen. Der Schreibstil ist sehr bildhaft, klar und flüssig, aber teilweise auch etwas ausschweifend. Ein Fakt den ich anfangs noch ganz gut fand, aber mit der Zeit eher negativ auffällt. Denn dadurch, dass Christine alles so extrem detailliert in ihr Tagebuch schreibt, hatte ich im Mittelteil (ca. Seite 100 – 300) oft das Gefühl, etwas auf der Stelle zu treten und dass sich manches zu oft wiederholt, oder aus vielen unwichtigen Details zusammensetzt. Dazwischen streut der Autor zwar immer mal wieder neue und wichtige Bruchstücke aus Christines Vergangenheit und damit des geheimnisvollen Ganzen ein, wodurch man zeitweilig schon das Gefühl hat, wieder ein neues Puzzlestück an seinen angestammten Platz einsetzten zu können, aber die konstante Spannung bleibt in diesem Mittelteil doch etwas auf der Strecke.  Man merkt, dass der Autor den Leser etwas hinhalten möchte und seine Geheimnisse unerwartet und gezielt aufdecken will. Dies ist immer eine gute Strategie, um einen Thriller spannend und mitreißend zu machen, jedoch hat die Umsetzung nicht ganz perfekt geklappt.

Doch nichtsdestotrotz schafft es das letzte Viertel gut über den schwächeren Mittelteil hinwegzutrösten. Denn die Auflösung der Geschichte ist wirklich extrem nervenaufreibend, für mich doch eher unerwartet und trotzdem logisch. So bin ich dem Autor gut auf den Leim gegangen und habe seine gezielt falschen Hinweise alle aufgenommen und für mich weiter gesponnen, nur um dann festzustellen, dass doch alles ganz anders ist. Der Schluss ist für mich zwar etwas zu offen gehalten, dennoch kann ich mir aber auch gut vorstellen kann, dass dieses Finale für manche einen besonderen Reiz hat.  

Über die Charaktere will ich gar nicht so viele Worte verlieren. Die einzige, die man wirklich etwas kennenlernt, ist Protagonistin Christine und dabei weiß sie selbst ja nicht einmal mehr wer sie ist. Dennoch entwickelt sie sich im Laufe des Romans stetig weiter und lernt mithilfe ihres Tagebuchs auch selbst Entscheidungen zu treffen und die Dinge zu hinterfragen und ich konnte mich eigentlich ganz gut in sie hineinversetzten. Den Nebencharakteren hätte etwas mehr tiefe nicht geschadet, aber dennoch haben sie genügend Präsenz, um in ihrer Rolle im Roman zu überzeugen. 

Fazit:
Ein Thriller mit einem wirklich fesselndem Anfang und einem faszinierendem letzten Viertel. Der Zwischenteil hat gute Ansätze, wirkt durch zu viele Wiederholungen und unnötige Details manchmal etwas sehr langatmig, weswegen es am Ende leider „nur“ für 3 von 5 Buchherzen reicht. 


Infos zum Autor (Quelle: Fischerverlage):
S. J. Watson wurde in den Midlands geboren, lebt in London und hat viele Jahre für den staatlichen britischen Gesundheitsdienst (NHS) gearbeitet. Sein erster Roman ›Ich. Darf. Nicht. Schlafen.‹ wurde aus dem Stand zu einem internationalen Mega-Bestseller, der in über 40 Ländern erscheint und in Hollywood verfilmt wird.

Samstag, 19. Oktober 2013

Rezension: Sturz in die Zeit - Julie Cross




Titel:  Sturz in die Zeit
Autorin: Julie Cross
  Seiten: 512  

Verlag: Fischer Jugendbuch
   Preis: geb. 16, 99 Euro    
Ersterscheinung: 17. 08. 12
  Reihe: Teil 1 von 3






Kurzbeschreibung:
Jackson Meyer, Student in New York, hält sich für einen ganz normalen Neunzehnjährigen, bis er zufällig feststellt: Er kann für ein paar Stunden in der Zeit zurückreisen. Alles ist nur ein harmloser Spaß, bis eines Tages die Katastrophe passiert: Zwei Fremde überfallen ihn und seine Freundin Holly im Studentenwohnheim – und erschießen Holly. In seiner Panik stürzt Jackson in die Vergangenheit und landet plötzlich zwei Jahre vor dem Ereignis. Von da an hat er nur eines im Sinn: zurückzukommen und Holly zu retten. Er wird ALLES dafür tun. ALLES - für seine große Liebe.

Meinung:
„Sturz in die Zeit“ ist ein Jugendroman, der sich durchaus positiv von den meisten anderen Vertretern dieses Genres unterscheidet. Zum einen gibt es, seltenerweise, einen 19-jährigen männlichen Protagonisten. Während man sonst immer eher in die Gefühlswelt von Frauen eintaucht, bietet dies doch mal einen neuen Anreiz und eine neue Perspektive. Denn während bei den weiblichen Protagonisten in diesem Alter ja oft ein Fokus auf die romantische Gefühlslage gelegt wird, sind die schwärmerischen Episoden hier vergleichsweise gering. Obwohl der Klappentext ja viel Liebe verspricht, nimmt dieser Teil doch eher eine Nebenrolle ein. Und in Verbindung mit dem Rest der Handlung bin ich auch wirklich froh über diese Entscheidung, denn während Jacksons Sprünge durch die Zeit extrem spannend und rasant aufgebaut sind, sind die Teile, in denen er sich um Holly bemüht mit der Zeit eher etwas langwierig, weil ich so von der Spannung im Buch gefangen war und immer mehr über die Hintergründe zu den Zeitsprüngen und über die großen Geheimnisse aus Jacksons Vergangenheit erfahren wollte.

So ist Jackson zu Beginn ein ganz normaler, etwas verwöhnter Junge, der aus wohlhabenden Verhältnissen kommt. Als er durch Zufall entdeckt, dass er durch die Zeit reisen kann, sieht er dies eher als Spaß und versucht mit seinem Freund Adam die Hintergründe davon zu durchleuchten. Doch als Holly erschossen wird, wird aus Spaß ziemlich schnell bitterer Ernst und die Geschichte viel komplexer und vielschichtiger als man erwartet hat. So steckt das Buch voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen, die die Spannung konstant auf einem hohen Level halten. Durch die neuen Erkenntnisse, die Jackson über seine Familie erhält und seine emotionale Verbundenheit, die vor allem durch die Trauer über den frühen Tod seiner Schwester deutlich wird, erhält die Geschichte auch einen teilweise dramatischen und tiefgründig-emotionalen Anteil. Die Autorin hat ihre verschiedenen Ideen geschickt miteinander verwoben und zu einer harmonischen Mischung aus Jugend-Action-Thriller, Liebesgeschichte und Familiendrama mit Fantasy-Elementen verstrickt.

Dabei ist die Logik hinter den Zeitsprüngen und Geheimnissen zwar nicht immer ganz einfach zu verstehen, aber am Ende ergibt alles einen Sinn und werden viele Fragen bereits beantwortet. So finde ich es auch schön, dass das Ende selbst nicht mit einem gemeinen Cliffhanger endet, sondern ziemlich abgeschlossen ist und so auch als Gesamtende dienen könnte. Jedoch ist es ein wirklich trauriges Ende, weshalb ich mich doch freue, dass die Fortsetzung bereits erschienen ist. 

Die Charaktere sind in der Gesamtbetrachtung gut aufgebaut und durchdacht. Auch wenn die Nebencharaktere wie Adam und Holly teilweise hinter ihren Möglichkeiten bleiben, sind sie dennoch sympathisch. Und vor allem Jackson entwickelt sich im Laufe des Romans glaubhaft weiter. Es gibt aber auch viele Nebencharaktere, die nicht in das typische „komplett Gut oder Böse Schema“ eingeteilt werden können, und bei denen Jackson selbst eine Einteilung vornehmen muss. Dies passt super in die Handlung und das Grübeln über ihre wahren Absichten hat mir viel Spaß gemacht.

Fazit:
Ein spannendes, actionreiches und doch auch emotionales Jugendbuch, das sich nicht nur durch seinen männlichen Protagonisten von vielen anderen Jugendbüchern unterscheidet. Die Handlung ist  komplex und bietet viele Überraschungen, beantwortet aber zum Ende hin auch viele der offenen Fragen. Es bietet eine gute Basis für den Folgeband und erhält von mir 4 von 5 Buchherzen, sowie eine Leseempfehlung. 

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon):
Julie Cross wurde in Heidelberg geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Illinois, in der Nähe von Chicago. Dies ist ihr erster Roman. 

Infos zur Reihe:
1. Sturz in die Zeit
3. engl. Orginaltitel Timestorm (erscheint im Jan. 14)

Freitag, 18. Oktober 2013

*Rezension* Silber Das erste Buch der Träume - Kerstin Gier


Titel: Silber - Das erste Buch der Träume
Autor: Kerstin Gier
ISBN:  978-3841421050
Seiten: 416
Verlag: Fischer Jugendbuch
Ersterscheinung: 18. Juni 2013
Preis: 18,99 €   Hardcover

Kurzbeschreibung
Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet. Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett. Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …

Meinung
Nachdem mir ja die Edelstein-Trilogie sehr gut gefallen hat und auch die Mütter-Mafia zu meinen Lieblingsbüchern zählt, habe ich mich an Silber gemacht. Vorneweg schon mal muß ich sagen, das die Autorin einfach klasse ist und egal was sie schreibt, man wird einfach verzaubert und mitgerissen von ihrem Humor.

Die Handlung selbst ist mal ganz was anderes, was ich so noch nicht gelesen hatte. Ich finde in die Träume anderer Menschen eindringen zu können irgendwie furchteinflössend und beängstigend. Die Autorin hat dies aber gekonnt dem Leser vermittelt und ich fühlte mich selbst wie im Traum, als ich diesen Roman las. Auch der Schreibstil von Frau Gier ist wieder einmal sehr flüssig und angenehm zu lesen, ganz toll fand ich auch die Blumenverschnörkelungen mitten einigen Seiten im Buch.

Die Charakteren übermitteln eine positive Energie und werden gekonnt, jede für sich, in Szene gesetzt. Sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte positiv weiter und ich konnte keinen feststellen, der mir nicht gefiel. Jede Person ist auf seine eigene Art liebenswürdig, teilweise lustig, aber auch ernst und erwachsen.

Was mir auch noch gut gefallen hat, waren die Auszüge aus dem Tittle-Tattle-Blog, bei dem ich leider noch keine Vermutung habe, wer dahinter stecken könnte. Diese Einschübe wurden durch fette Schrift und Bilder ausgearbeitet.

Unerwartete Wendungen machen das Ganze zu einem noch größeren Lesevergnügen und am Ende blieben mir viele Fragen offen. Leider muß ich sagen, das mir die jetzt lange Wartezeit von fast einem Jahr, bis der nächste Teil erscheint, gehörig auf die Nerven geht. Aber da kann man ja nix machen und ich muß mich dem leider fügen. :-(

Cover
Das Cover ist wunderschön und greift genau das Thema des Buches auf. Die Farben wurden diesmal in schwarz, rot und silber (sagt ja schon der Titel) gehalten. Viele Verzierungen und Schnörkel bilden den Hingucken schlecht hin.

Fazit
Der erste Teil der Tetralogie „Silber – Das erste Buch der Träume“ verzaubert einem wirklich in einen Buchtraum, aus dem man nicht mehr heraus möchte. Spannend, romantisch und zauberhaft wiurde ich in eine Traumwelt versetzt und es machte mir einfach Spaß, dieses Buch zu lesen. Es bekommt von mir 4 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.

 

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
1995 begann die zu dieser Zeit nicht wirklich ausgelastete Diplom-Pädagogin mit dem Schreiben. Seither hat Kerstin Gier zahlreiche Frauen- und Liebesromane verfasst, die allesamt von ihren Leserinnen mit Begeisterung aufgenommen werden. Gleich die erste Veröffentlichung, "Männer und andere Katastrophen", wurde mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt. 2005 wurde Kerstin Giers Buch "Ein unmoralisches Sonderangebot" mit dem DeLiA-Literaturpreis als bester deutschsprachiger Liebesroman des Jahres ausgezeichnet. Besonderer Beliebtheit erfreut sich auch die humorvolle Reihe rund um die "Mütter-Mafia". Unterbeschäftigung wie in der Zeit vor der Schriftstellerei hat die Autorin vermutlich länger nicht mehr erlebt.

Dienstag, 8. Oktober 2013

*Rezension* Cassia & Ky Die Ankunft - Ally Condie


Titel:  Cassia & Ky   Die Ankunft
Autor: Ally Condie
ISBN: 978-3841421517
Seiten: 608
Verlag: Fischer Jugendbuch
Ersterscheinung:  7. Januar 2013
Preis: 16,99 €  Gebunden
 

Kurzbeschreibung
In den zerklüfteten Schluchten der Canyons hat Cassia nicht nur ihre große Liebe Ky wiedergefunden – sondern auch die Erhebung, eine Untergrundbewegung, die das System stürzen will. Als sich beide der Erhebung anschließen, müssen sie sich jedoch trennen. Ky wird auf einem Stützpunkt in einer Äußeren Provinz zum Piloten ausgebildet und Cassia in die Hauptstadt beordert. Dort trifft sie auf Xander, der als Funktionär für die Gesellschaft arbeitet. Kann sie sich ihm anvertrauen? Als eine tödliche Seuche ausbricht und die gesamte Bevölkerung zu vernichten droht, muss Cassia eine Entscheidung treffen …

Meinung
Leider muß ich diesmal sagen, das mich der letzte Teil dieser Trilogie nicht wirklich überzeugt hat. Wie ja schon gesagt, sind Dystopien nicht mein Lieblingsgenre, und „Die Ankunft“ bestätigt mir dies diesmal leider. Da ich aber als absolute Bücherratte kaum ein Buch abbreche, machte ich mich an die Arbeit, um es fertig zu lesen. Dies ging dann trotz der 600 Seiten ziemlich schnell, was auch daran lag, das der Schreibstil gemäß eines Jugendbuches ziemlich einfach und flüssig war.

Zum Glück hatte dieser Roman kurze Kapitel, somit konnte ich das Buch doch öfters mal zur Seite legen. Die Geschichte selbst wir wieder aus drei Perspektiven in der Ich-Form erzählt.

Jetzt aber das große ABER......Von Anfang an zog sich die weitere Geschichte um Cassie, Ky und Xander so in die Länge, das es teilweise schon langweilig war. Die Charakteren haben sich meiner Meinung nach nicht wirklich entwickelt und hatten auch nicht viel Bezug zueinander. Jeder hat irgendwie sein Ding durchgezogen und es fühlte sich für mich etwas abgehackt an. Ich kann dieses Gefühl auch nicht besser beschreiben, gerade halt so, wie wenn Cassia, Ky und Xander jeder für sich alles allein machen würden. Dabei sollten sie doch wieder zusammen finden. Passiert dann auch zum Schluß, aber dies hätte schon viel früher beschrieben werden können.

Auch die Nebendarsteller wurden nicht so gut dargestellt und beschrieben. Man erfährt ziemlich wenig über sie, nur Oberflächlichkeiten. Auch die poetischen Einschübe der Autorin kamen mir diesmal ziemlich kitschig und völlig fehl am Platz vor. Das Ende war abgedroschen und irgendwie vorhersehbar. Keine Art von Spannung und auch die Romantik kam diesmal sehr zu kurz.

Cover
Das Cover gefällt mir wiederum sehr gut. Diesmal in rot gehalten. Die zerbrochene Kugel spiegelt das Thema gut wieder und im großen und ganzen ist dieser 3. Teil einfach ein Hingucker.

Fazit
Der letzte Teil der Trilogie „ Die Ankunft“ konnte mich nicht so sehr überzeugen. Langatmig und teilweise langweilig geschrieben. Leider kann ich diesfür auch nur 2 von 5 Buchherzen vergeben. Eine Leseempfehlung gebe ich nicht wirklich, dies muß jeder selbst diesmal für sich entscheiden.

 

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Ally Condie lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Salt Lake City, USA. Nach dem Studium unterrichtete sie mehrere Jahre lang Englische Literatur in New York, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Ihre Romane um ›Cassia & Ky‹ werden in mehr als 30 Sprachen übersetzt und sind große internationale Bestseller.

Infos zur Trilogie:
  1. Cassia & Ky Die Auswahl → Rezension
  2. Cassia & Ky Die Flucht → Rezension
  3. Cassia & Ky Die Ankunft