Kurzbeschreibung:
Hazel Trépas ist kein gewöhnliches Mädchen. Als dreizehntes
Kind wurde sie einem Gott versprochen: dem Tod persönlich. Von ihm
erhielt sie eine Gabe, die sie zu einer der größten Heilerinnen des
Königreichs machen sollte: Hazel erkennt auf einen Blick, wie jede
Krankheit geheilt werden kann.
Doch jede Gabe hat ihren Preis. Hazel sieht auch, wenn das
Schicksal eines Menschen besiegelt ist. Geplagt von den Geistern
jener, deren Leiden sie beenden musste, sehnt Hazel sich nach
Freiheit. Als der König tödlich erkrankt und das Reich vor dem
Zerfall steht, wird Hazel an den Hof gerufen. Dort begegnet sie Prinz
Leo, einem charmanten Thronfolger, der ebenso rebellisch ist wie
Hazel selbst. Kann Hazel den Tod überlisten, um den König zu
retten? Und zu welchem Preis?
Meinung:
Optisch
ist das Buch auf jeden Fall ein Highlight und zwar auf allen Ebenen.
Nicht nur der genial gestaltete Buchumschlag, der trotz der düsteren
Elemente einfach total ansprechend ist, sondern auch der Farbschnitt
und vor allem auch das Buch selbst, sind einfach super gelungen.
Und
auch die Geschichte klingt vielversprechend und hat viele gute
und besondere Elemente. Es ist eine tolle Mischung aus Fantasy und
Märchenadaption. Hazels Schicksal geht dem Leser meist wirklich sehr
nah, da sie durch die Ich-Erzählung aus ihrer Sicht und ihrer vielen
Zweifel, doch viel Tiefe bekommt. Außerdem werden auch einige
interessante Themen und moralische Fragen aufgeworfen, im Verlauf
gibt es ein paar spannende Wendungen und wie auch bei der Gestaltung
des Buches, gibt es sowohl düstere und beklemmende, aber auch helle
und freudige Momente.
Die
Grundidee fand ich sehr spannend und faszinierend. Hazel ist ein
dreizehntes Kind und da dies so besonders ist, bekommt sie einen Gott
als Paten. Jedoch ist ihr Pate der Gott des Todes und will, dass sie
die beste Heilerin wird. Ich fand die Szenen mit den Göttern echt
gut dargestellt und war sehr traurig, als Hazels Pate im Verlauf
immer weniger Raum einnimmt und allgemein das große Potential der
Geschichte nicht vollständig genutzt wurde.
Denn,
auch wenn die Geschichte grundsätzlich unterhaltsam ist und mir
einige schöne Lesestunden beschert hat, hatte ich mir doch etwas
mehr, oder etwas bedeutsameres davon erwartet, vor allem im
Mittelteil und gegen Ende hin.
Irgendwie wird Hazels Bestimmung im Verlauf immer kleiner und sie verliert sich
etwas im Leben am königlichen Hof. Ich verstehe schon, dass es da
einige wichtige Entwicklungen für sie gab und dabei nochmal viele
moralische Fragen aufgeworfen wurden, aber für mich ist da irgendwie
vieles zu blass geblieben. Leider auch die anderen Figuren, sowie die Liebesgeschichte, die im letzten Drittel doch immer mehr Raum
einnimmt, aber total oberflächlich bleibt. Und generell hatte ich am
Ende einfach das überwältigende Gefühl, dass man aus diesen tollen
Grundelementen mehr hätte machen können.
Der
Epilog hat mich nochmal sehr berührt und mich auch ein paar Tränchen
verdrücken lassen, aber auch da hatte ich einfach das Gefühl, dass
mir vieles vorenthalten wurde, trotz des kurzen Abrisses, wie es zu
der beschriebenen Situation kam.
Den
Schreibstil fand ich doch sehr intensiv. Teilweise recht
ausschweifend und detailliert, aber gleichzeitig doch auch fesselnd.
Wenn ich mal zum Lesen gekommen bin, sind die Seiten meist eher
schnell verflogen, zumindest in den Szenen, wo es vor allem um Hazel
ging. Ihr Schicksal ging mir sehr nah, der Rest blieb halt leider
oftmals etwas unscheinbar und konnte mich dann nicht ganz so berühren.
Fazit:
Eine
märchenhafte Geschichte, mit einigen düsteren Elementen, die mich
von der Grundidee her wirklich unterhalten und überzeugen konnte.
Hazel ist eine sehr tiefgründige Protagonistin und ich habe viel mit
ihr gefühlt und gelitten. Leider fand ich den Fokus ab dem
Mittelteil nicht mehr ganz so gelungen, vieles ist mir da einfach zu
blass geblieben und z. B. Hazels Pate immer mehr in den Hintergrund
gerückt. Prinzipiell hatte ich einfach etwas das bedauernde Gefühl,
dass man so viel mehr hätte draus machen können. Somit vergebe ich
3,5 Buchherzen, die aber eher ab-, statt aufgerundet werden.
Vielen Dank an vorablesen.de und den Ullstein Verlag für das Leseexemplar.
Infos zur Autorin (Quelle: vorablesen.de):
Erin A. Craig lebt mir ihrer Familie in Michigan und ist
#1-New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie studierte an der University of
Michigan Theaterproduktion. Als Bühnenmanagerin hat sie eine Vielzahl
von tragischen und gruseligen Opern inszeniert voller Séancen und
mörderischen Clowns, bevor sie beschloss, Bücher zu schreiben, die
ebenso schaurig sind. Sie ist eine begeisterte Leserin, großer
Basketballfan und leidenschaftliche Sammlerin von Schreibmaschinen und
Glitzerschuhen.
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