Freitag, 29. August 2025

Rezension: Irida und die Stadt der Geheimnisse - Markus Heitz

Titel: Irida und die Stadt der Geheimnisse
Autor: Markus Heitz

Seiten: 368    
Verlag: Oetinger 
Preis: 18,00 € HC
Ersterscheinung: 28. 07. 2025
Reihe: Teil 1 von ??
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Nächtliche Raubgräber im Maisfeld, ein rätselhafter Schlüssel und ein Vermisster in den Schlossberghöhlen - in denen es obendrein spukt! Irida und ihre Freunde, die „Furchtlosen“, gehen dem seltsamen Fall im beschaulichen Städtchen Hohenburg nach. Die mysteriösen Ereignisse führen Irida auf die Spur einer geheimen Anderswelt - und von bösartigen Wesen, die als Menschen getarnt unter den Einwohnern leben. Woher kommen sie? Was haben sie vor? Ist das mystische Reich in Gefahr? Irida und ihre Freunde wissen bald nicht mehr, wem sie vertrauen können. Und dann gibt es da noch ein allgegenwärtiges Kaninchen…

Meinung:

Wow, was für ein hübsches Buch. Das Cover ist total ansprechend. Ich mag den warmen Zeichenstil, die vielen Blumenelemente und auch die Zweiteilung des Covers und auch der Farbschnitt passt super dazu. Gleichzeitig hat auch der Klappentext sofort meine Neugier geweckt und vom Autor hab ich auch schon einige tolle Bücher gelesen.
Also, eigentlich alles Zutaten, für ein richtig tolles Leseerlebnis, oder?

Leider war es bei mir nicht ganz so. Ich muss sagen, dass ich doch einige Kritikpunkte habe.

Ich bin fast nie gänzlich in die Geschichte hineingekommen. Obwohl in Hohenburg viel passiert und der Plot an sich spannend ist, hat mir lange Zeit etwas der rote Faden gefehlt. Es werden verschiedene mystische Ereignisse und Wesen erwähnt, Protagonistin Irida ist ungewöhnlich stark, es gibt noch eine dunkle Gruppe, die sich regelmäßig trifft und heimliche Sachen plant und dann auch noch das allgegenwärtige Kaninchen, das immer auftaucht, aber wie alles genau zusammenhängt, erfährt man in diesem Auftakt leider nicht wirklich.

Vorteilhaft daran ist, dass es so nicht vorhersehbar ist, aber mir waren die Antworten, selbst für einen Auftakt, einfach zu wenig. Auf den letzten Seiten gibt es zumindest ein paar Erklärungen, die auch eher unerwartet sind, aber mich haben sie insgesamt einfach nicht wirklich zufriedengestellt.

Gleichzeitig bin ich auch mit den Figuren einfach nicht wirklich warm geworden. Sie werden zwar von Beginn an beschrieben, aber fast nur mit Oberflächlichkeiten und wenig Tiefe und auch im Verlauf gibt es leider kaum Entwicklung. Ein bisschen bei Protagonistin Irida, aber die anderen bleiben einfach platt. Mir hat somit eine emotionale Verbindung total gefehlt, auch wenn ich teilweise ganz gut dargestellt fand, weshalb sie sich nicht zugehörig fühlt.

Jedoch haben die Figuren manchmal extrem abgebrüht reagiert, übernatürliche Wesen oder eine Leiche sind z.B. kaum der Rede wert und das fand ich nicht so ganz glaubhaft.

Auch beim Schreibstil hat mir irgendwie etwas Leichtigkeit gefehlt, vor allem für ein Jugendbuch. Es wurde sich irgendwie viel auf Nebensächlichkeiten fokussiert und auch wenn es einige humorvolle Momente gibt, war es mir teilweise etwas zu übertrieben eingesetzt. So z. B. Die ständigen Wortverdreher von Iridas rumänischen Kumpel Jeremy, die ich zwar anfangs noch lustig fand, in der Menge ist mir dieses Stilmittel viel zu häufig benutzt worden und hat dann eher genervt, als unterhalten. Aber das mag bei der eigentlichen Zielgruppe ab 11 Jahren vielleicht anders sein.

Positiv hervorzuheben ist der große Fokus auf die Freundschaft der Gruppe und darauf, dass eine mögliche Liebesgeschichte bisher keine Rolle spielt.

Das Ende ist dadurch, dass es nur wenige Erklärungen gibt, recht offen gehalten und somit kann das Buch nicht für sich alleine stehen.

Fazit:

Die Optik ist wirklich toll, die Umsetzung hat mich leider nicht ganz so überzeugt. Da alles recht oberflächlich bleibt und es auch lange dauert, bis es mal ein paar Erklärungen und nicht immer nur angedeutete Unstimmigkeiten gibt, habe ich nie so wirklich in die Geschichte gefunden. Auch weil das ebenso auf die Figuren zutrifft und auch diese mir kaum nah gekommen sind. Zusätzlich hat mir beim Schreibstil etwas Leichtigkeit gefehlt und manche Stilmittel wurden mir einfach zu inflationär benutzt. Somit war die Geschichte zwar nicht vorhersehbar, aber bleibt bisher auch ziemlich offen. Gefallen hat mir die Grundidee der vielen, teils untypischen mystischen Wesen und Besonderheiten und der große Fokus auf die Freundschaft. Jedoch war mir das zu wenig, um mich komplett zu überzeugen. Ich würde aber dennoch noch knappe 3 Buchherzen vergeben, da ich auch ein paar Lichtblicke entdecken konnte und es noch viel Potential für die Fortsetzungen gibt.
 Vielen Dank an vorablesen.de und den Oetinger Verlag für das Leseexemplar. 


Infos zum Autor (Quelle: vorablesen.de): 
Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Er schrieb über 50 Romane und wurde etliche Male ausgezeichnet. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" gelang dem Saarländer der nationale und internationale Durchbruch. Dazu kamen erfolgreiche Thriller um Wandelwesen, Vampire, Seelenwanderer und andere düstere Gestalten der Urban Fantasy und Phantastik. Die Ideen gehen ihm noch lange nicht aus.
 
 
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