Kurzbeschreibung:
Nächtliche Raubgräber im Maisfeld,
ein rätselhafter Schlüssel und ein Vermisster in den
Schlossberghöhlen - in denen es obendrein spukt! Irida und ihre
Freunde, die „Furchtlosen“, gehen dem seltsamen Fall im
beschaulichen Städtchen Hohenburg nach. Die mysteriösen Ereignisse
führen Irida auf die Spur einer geheimen Anderswelt - und von
bösartigen Wesen, die als Menschen getarnt unter den Einwohnern
leben. Woher kommen sie? Was haben sie vor? Ist das mystische Reich
in Gefahr? Irida und ihre Freunde wissen bald nicht mehr, wem sie
vertrauen können. Und dann gibt es da noch ein allgegenwärtiges
Kaninchen…
Meinung:
Wow, was für ein hübsches Buch. Das
Cover ist total ansprechend. Ich mag den warmen Zeichenstil, die
vielen Blumenelemente und auch die Zweiteilung des Covers und auch
der Farbschnitt passt super dazu. Gleichzeitig hat auch der
Klappentext sofort meine Neugier geweckt und vom Autor hab ich auch
schon einige tolle Bücher gelesen.
Also, eigentlich alles Zutaten, für
ein richtig tolles Leseerlebnis, oder?
Leider war es bei mir nicht ganz so.
Ich muss sagen, dass ich doch einige Kritikpunkte habe.
Ich bin fast nie gänzlich in die
Geschichte hineingekommen. Obwohl in Hohenburg viel passiert und der
Plot an sich spannend ist, hat mir lange Zeit etwas der rote Faden
gefehlt. Es werden verschiedene mystische Ereignisse und Wesen
erwähnt, Protagonistin Irida ist ungewöhnlich stark, es gibt noch
eine dunkle Gruppe, die sich regelmäßig trifft und heimliche Sachen
plant und dann auch noch das allgegenwärtige Kaninchen, das immer
auftaucht, aber wie alles genau zusammenhängt, erfährt man in
diesem Auftakt leider nicht wirklich.
Vorteilhaft daran ist, dass es so nicht
vorhersehbar ist, aber mir waren die Antworten, selbst für einen
Auftakt, einfach zu wenig. Auf den letzten Seiten gibt es zumindest
ein paar Erklärungen, die auch eher unerwartet sind, aber mich haben
sie insgesamt einfach nicht wirklich zufriedengestellt.
Gleichzeitig bin ich auch mit den
Figuren einfach nicht wirklich warm geworden. Sie werden zwar von
Beginn an beschrieben, aber fast nur mit Oberflächlichkeiten und
wenig Tiefe und auch im Verlauf gibt es leider kaum Entwicklung. Ein
bisschen bei Protagonistin Irida, aber die anderen bleiben einfach
platt. Mir hat somit eine emotionale Verbindung total gefehlt, auch
wenn ich teilweise ganz gut dargestellt fand, weshalb sie sich nicht
zugehörig fühlt.
Jedoch haben die Figuren manchmal
extrem abgebrüht reagiert, übernatürliche Wesen oder eine Leiche
sind z.B. kaum der Rede wert und das fand ich nicht so ganz
glaubhaft.
Auch beim Schreibstil hat mir irgendwie
etwas Leichtigkeit gefehlt, vor allem für ein Jugendbuch. Es wurde
sich irgendwie viel auf Nebensächlichkeiten fokussiert und auch wenn
es einige humorvolle Momente gibt, war es mir teilweise etwas zu
übertrieben eingesetzt. So z. B. Die ständigen Wortverdreher von
Iridas rumänischen Kumpel Jeremy, die ich zwar anfangs noch lustig
fand, in der Menge ist mir dieses Stilmittel viel zu häufig benutzt
worden und hat dann eher genervt, als unterhalten. Aber das mag bei
der eigentlichen Zielgruppe ab 11 Jahren vielleicht anders sein.
Positiv hervorzuheben ist der große
Fokus auf die Freundschaft der Gruppe und darauf, dass eine mögliche
Liebesgeschichte bisher keine Rolle spielt.
Das Ende ist dadurch, dass es nur
wenige Erklärungen gibt, recht offen gehalten und somit kann das
Buch nicht für sich alleine stehen.
Fazit:
Die
Optik ist wirklich toll, die Umsetzung hat mich leider nicht ganz so
überzeugt. Da alles recht oberflächlich bleibt und es auch lange
dauert, bis es mal ein paar Erklärungen und nicht immer nur
angedeutete Unstimmigkeiten gibt, habe ich nie so wirklich in die
Geschichte gefunden. Auch weil das ebenso auf die Figuren zutrifft
und auch diese mir kaum nah gekommen sind. Zusätzlich hat mir beim
Schreibstil etwas Leichtigkeit gefehlt und manche Stilmittel wurden
mir einfach zu inflationär benutzt. Somit war die Geschichte zwar
nicht vorhersehbar, aber bleibt bisher auch ziemlich offen. Gefallen
hat mir die Grundidee der vielen, teils untypischen mystischen Wesen
und Besonderheiten und der große Fokus auf die Freundschaft. Jedoch
war mir das zu wenig, um mich komplett zu überzeugen. Ich würde
aber dennoch noch knappe 3 Buchherzen vergeben, da ich auch ein paar
Lichtblicke entdecken konnte und es noch viel Potential für die
Fortsetzungen gibt.
Vielen Dank an vorablesen.de und den Oetinger Verlag für das Leseexemplar.
Infos zum Autor (Quelle: vorablesen.de):
Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Er
schrieb über 50 Romane und wurde etliche Male ausgezeichnet. Mit der
Bestsellerserie um "Die Zwerge" gelang dem Saarländer der nationale und
internationale Durchbruch. Dazu kamen erfolgreiche Thriller um
Wandelwesen, Vampire, Seelenwanderer und andere düstere Gestalten der
Urban Fantasy und Phantastik. Die Ideen gehen ihm noch lange nicht aus.
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