Samstag, 15. Oktober 2016

Rezension: Harry Potter und das verwunschene Kind - J. K. Rowling/ John Tiffany/ Jack Throne



Titel: Harry Potter und das verwunschene Kind - Teil 1 und 2
Autoren: J. K. Rowling/ John Tiffany/ Jack Throne
 Seiten: 336
  Verlag: Carlsen
  Preis: 19,99 €   
Ersterscheinung: 24. 09. 2016
  Reihe: Teil 8 von 8?
*klick zur Verlagsseite





Kurzbeschreibung:
Die achte Geschichte. Neunzehn Jahre später. Das Skript zum Theaterstück! 

Es war nie leicht, Harry Potter zu sein – und jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden. Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will. Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet.

Meinung:
Harry Potter ist natürlich ein Phänomen und mit dem Namen sind auch viele Erwartungen verbunden. Die Originalreihe ist einfach genial und da ich mit Büchern, die aus keinem zusammenhängenden Text bestehen, eh zumeist meine Schwierigkeiten habe, war ich wirklich skeptisch, ob ich diese Fortsetzung wirklich lesen soll.

Aber es kommt dann eben oft anders als man denkt, eine Arbeitskollegin hatte das Buch dabei und mir dann direkt aufgedrängt hat, sodass ich nicht widerstehen konnte.

Jetzt am Ende kann ich sagen, dass ich das Buch dafür, dass es nur ein Manuskript ist, eigentlich ziemlich gut fand. Natürlich kommt die Geschichte nie ans Original heran, aber das kann es in dieser Form ja auch gar nicht. 

Wirklich positiv fand ich, dass man sich durch den Start bei der bereits bekannten Szene aus dem letzten Buch gleich wieder in der Geschichte drin gefühlt hat. Leider werden dann gleich einige Jahre übersprungen, die mir schon ein bisschen gefehlt haben. Doch danach geht es wieder recht detailliert weiter, aber eben ausschließlich mit der Geschichte rund um Albus Potter. Der Fokus liegt ganz klar auf dieser einen Hauptgeschichte, Nebengeschichten gibt es einfach keine. So erfährt man von den anderen Potterkindern leider auch überhaupt nichts mehr. 

Natürlich gibt es trotzdem einige Entwicklungen, wie es mit unseren geliebten Figuren weiterging und wo sie nun in ihrem Leben angekommen sind. Das sind zwar nur ein paar eingestreute Fakten, aber für jeden Fan durchaus interessant.  So hat Harry in diesem Teil ganz andere Probleme und die Problematik mit Draco Malfoy spielt auch wieder eine Rolle. 

Ich fand die Probleme und Entwicklungen manchmal ein bisschen konstruiert, manchmal aber auch richtig gut und überraschend. Durch die Manuskriptform können sie auch einfach nicht so toll herausgearbeitet sein, genauso wie die Figuren, sondern es kommt auf Stichworte und die Fantasie des Lesers an. Jedoch konnte ich mir trotz der wenigen Beschreibungen und der vielen Dialoge fast alles richtig gut vorstellen und die Geschichte hautnah miterleben, weshalb ich mich doch gut unterhalten gefühlt habe.

Fazit:
So fand ich die Geschichte wirklich gut und anschaulich lesbar und für seine Möglichkeiten auch gut erarbeitet und geschrieben. Es kommt natürlich nicht ans Original ran und durch die Manuskriptform geht auch viel Potential durch zu schnelle Entwicklungen, fehlende Tiefe bei den Figuren und viele offengebliebene Fragen bei den Nebenfiguren verloren, aber wie gesagt, dass ist einfach durch die Erzählform bedingt. Insgesamt fand ich „Harry Potter und das verwunschene Kind“ aber recht solide und habe mich über manche neue Infos rund um Harry Potter und seine Freunde gefreut. Deshalb gibt es von mir 3,5 Buchherzen.

Infos zu den Autoren (Quelle: Amazon.de):
J.K. Rowling hat mit ihren Harry-Potter-Romanen weltweit alle Rekorde gebrochen. Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, über 450 Millionen Mal verkauft und in 79 Sprachen übersetzt. J.K. Rowling lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Schottland.

John Tiffany hat als Theaterregisseur schon mehrere erfolgreiche Theaterproduktionen geleitet. Für seine Arbeit hat er zahlreiche internationale Preise erhalten.

Jack Thorne schreibt Drehbücher für Film, Fernsehen, Radio und Theater. Für seine Werke wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet.


Kommentare:

  1. Es ging mir mit dem Buch ziemlich ähnlich. Anfangs wusste ich nicht, ob ich es lesen wollte, doch dann habe ich es mir doch gekauft und auch ziemlich bald gelesen. Ich war auch relativ schnell in der Form drin und habe es teilweise nicht mehr als Theaterstück wahrgenommen. Aber du hast recht, dass es einfach nicht so detailiert ausgearbeitet sein kann, wie die anderen Bücher, aber trotzdem war es gut gemacht.

    Liebe Grüße,
    Katja :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, da hast du recht. Bei mir war es zwischenzeitlich gedanklich auch kein Theaterstück mehr, und das ist schon bemerkenswert :)

      Liebe Grüße,
      Steffi

      Löschen