Sprecherin: Leonie Landa
Laufzeit: 11 h 53 Min - ungekürzt
Verlag: Argon Hörbuch
Reihe: Nein
Seit Jahren arbeitet die junge Robyn Moore in der Londoner Detektei Robinson & White, um ihrem Ziel einen Schritt näher zu kommen: in der Zeit reisen zu können und ihren verschwundenen Vater zu suchen. Doch dazu muss sie zuerst die Prüfung zum Special Ghost Agent absolvieren.
Gar nicht so einfach, dennoch gibt Robyn alles und schafft es schließlich, ins Saint Louis des Jahres 1899 zu reisen. Eigentlich sollte sie sich, im Wilden Westen angekommen, darauf konzentrieren, den Geist von John Cartwright zu erlösen. Allerdings nutzt Robyn die Chance, um endlich in der Vergangenheit zu graben und nach ihrem Vater zu suchen.
Alles läuft gut, bis sie auf dem Anwesen der Familie Cartwright auf den Geisterjäger Anthony Walker trifft, der kein anderes Ziel zu verfolgen scheint, als sie zur Weißglut zu treiben...
Meinung:
Cover und Idee fand ich ja von Anfang an genial. Geisterjagd mit Zeitreisen zu verbinden, ziemlich cool. Deshalb durfte das Hörbuch auch einziehen, obwohl ich bereits vorab in einigen Rezensionen gelesen hatte, dass die Liebesgeschichte zu viel Raum einnimmt. Also etwas, was ich ja eigentlich gar nicht leiden kann.
Aber ich habe der Geschichte trotzdem eine Chance gegeben und habe es im Nachhinein auch wirklich nicht bereut.
Denn, auch wenn die Liebesgeschichte natürlich wirklich viel Raum einnimmt, fand ich sie irgendwie sehr glaubhaft und passend, vor allem, weil die Autorin trotz vieler Möglichkeiten auf nervige Dreiecks- oder sogar Vierecksbeziehungen verzichtet. Also das ist wirklich ein großer Pluspunkt und macht die Geschichte sehr sympathisch.
Genauso wie die starke Protagonistin Robyn, die weiß, was sie will und wirklich nicht auf den Mund gefallen ist. Ihre Sprüche haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. So mochte ich auch die erzeugte Atmosphäre von Anfang an und fand den Plot insgesamt sehr unterhaltsam.
Natürlich hätte ich den Fokus gern ein bisschen anders gehabt, denn, man muss leider schon zugeben, dass es kaum Wordbuilding oder genauere Infos dazu gibt, wie das alles möglich ist. Es wird einfach vorausgesetzt, dass es so ist, aber kein wirklicher Erklärungsversuch gestartet und das fand ich ein bisschen sehr einfach. Aber auch so hat die Geschichte wirklich gut funktioniert.
Auch wenn ich mal wieder anmerken muss, dass ich es nicht wirklich glaubhaft fand, dass sich die Protagonisten so leicht im Jahr 1899 zurechtfinden. Aber gut, manchmal sollte man einfach nicht alles hinterfragen ;).
Es gibt durchaus einige interessante Aspekte, gut erarbeitete Wendungen und auch abseits der Liebesgeschichte starke und wichtige emotionale Momente und ich muss auch sagen, dass ich das Ende größtenteils wirklich zufriedenstellend fand, auch was die Liebesgeschichte betrifft.
Sprecherin Leonie Landa kenne ich schon von einigen anderen Geschichten und erneut konnte sie mich mit ihrer jugendlichen Stimme und ihrer tollen Art, die Figuren lebendig werden zu lassen, vollkommen überzeugen.
Fazit:
Angesprochen hat mich vor allem die Idee, die zwar in der Umsetzung ein bisschen einfach abgehandelt wurde, aber dennoch zusammen mit dem Rest unterhalten und überzeugen konnte. Auch wenn der Fokus auf die Liebesgeschichte ein bisschen zu groß ist, ist diese gut erarbeitet und glaubhaft. Außerdem bringen die starke Protagonistin, die lebendige Sprecherin, die Atmosphäre, der Humor und auch die Entwicklungen wirklich viel Lesefreude und ich vergebe gerne solide 4 Buchherzen.
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