Titel: Das Buch der Wünsche
Autorin: Meg Shaffer
SprecherInnen: Nora Schulte & Richard Barenberg
Übersetzerin: Paule Telge
Laufzeit: 9 h 54 Min - ungekürzt
Verlag: Random House Audio
Preis: ab 20,44 € - Download - Im Abo günstiger
Ersterscheinung: 10. Nov. 2025
Reihe: Nein
Kurzbeschreibung:
In einer von Einsamkeit geprägten Kindheit fand Lucy Hart Trost
in Büchern, insbesondere in der "Clock Island"-Reihe von
Bestsellerautor Jack Masterson. Jetzt ist sie Mitte zwanzig und kann
ihre Liebe zum Lesen mit ihren Schülern teilen, vor allem mit dem
Waisenjungen Christopher. Lucy würde alles dafür tun, Christopher
zu adoptieren, doch um ihm ein richtiges Zuhause zu geben, fehlen ihr
die nötigen finanziellen Mittel. Als Jack Masterson einen Wettbewerb
ausschreibt – mit dem einzigen Exemplar seines neuesten Romans als
Preis – schöpft Lucy neue Hoffnung. Vor Ort erwarten sie nicht nur
zahlreiche Rätsel, sondern auch gerissene Gegner und der ablenkend
gut aussehende Illustrator Hugo Reese. Um zu gewinnen, muss sich Lucy
ihren Ängsten stellen. Und der Autor selbst hat ein Geheimnis, das
den Ausgang des Wettbewerbs stark beeinflusst ...
Meinung:
Die
Kurzbeschreibung hat mich gleich angesprochen. Bücher, die Trost
spenden, kennen wohl die meisten und auch sonst fand ich es mal eine
etwas andere Story.
Und
das merkt man der Geschichte selbst auch schnell an. Denn, sie ist
fast ein bisschen märchenhaft aufgebaut und erzählt. Es gibt die
schwierige Ausgangslage, dann eine unglaubliche und unerwartete
Möglichkeit, etwas zu erreichen, dazu einen „Prinzen“, der super
lieb ist und auch das Ende ist doch fast etwas zu schön, um wahr zu
sein. Wobei die Autorin doch auch immer wieder Elemente eingebaut
hat, die dafür sorgen, dass die Geschichte auf dem Boden der
Tatsachen bleibt. Denn, es gibt doch auch einige Rückschläge und
negative Entwicklungen, womit klar verdeutlicht wird, dass alle
Menschen ihr ganz persönlichen Päckchen zu tragen haben, auch wenn
man es manchmal nicht auf den ersten Blick erkennen kann.
Generell
hab ich die Geschichte aber gerne gehört. Lucy ist eine herzensgute
Protagonistin, die alles dafür gibt, den Waisenjungen Christopher
glücklich zu machen. Ihr Umgang miteinander ist wirklich süß und
Christopher ist auch sehr besonders dargestellt. Aber besonders fand
ich eh die meisten Figuren im Buch, allen voran den etwas liebevoll
verrückt wirkenden Bestsellerautoren Jack Masterson, der sich
gefühlt von heute auf morgen einen etwas ungewöhnlichen Wettbewerb
ausdenkt, an dem nur bestimmte Menschen teilnehmen dürfen.
Dennoch
habe ich mit Lucys manchmal etwas sturer und kopfloser Art doch auch
ab und an meine Probleme gehabt. Wenn sie sich in Lebensgefahr
begeben will, nur um Christopher nochmal zu sehen oder nicht über
ihren Schatten springen kann, Hilfe anzunehmen, weil sie das selbst
schaffen will/muss. Da konnte ich manchmal nicht anders, als die
Augen zu verdrehen, aber dennoch macht sie das eben auch menschlich
und realistisch, und sorgt eben auch dafür, dass es nicht zu
märchenhaft wird und sie eben auch noch einiges an
Entwicklungspotential während der Geschichte ausleben kann.
Die
Liebesgeschichte hätte ich mal wieder nicht unbedingt gebraucht, war
aber auch nicht aufdringlich und schön in die Hauptgeschichte
integriert.
Gut
gefallen hat mir auch, dass es zu Beginn eines jeden Abschnitts in
der Geschichte eine kurze Szene aus dem ersten Clock Island Buch
gibt. Das hat die Sache für mich irgendwie noch etwas rund gemacht
und natürlich fand ich auch die verarbeiteten Themen, wie z. B. Dass
man sich seinen Ängsten stellen muss usw. echt gut.
Hauptsprecherin
Nora Schulte hat gut zur Geschichte gepasst und sehr lebendig
gelesen. Richard Barenberg hat hauptsächlich die Szenen aus dem
Clock Island Buch gelesen, aber auch die fand ich sehr passend und
ansprechend vertont.
Fazit:
Eine
märchenhaft erzählte Geschichte, die berührt und viele wichtige
Themen bearbeitet. Die Charaktere sind alle besonders, manchmal auch
etwas stur und eigenwillig, aber man kann nicht anders, als sie ins
Herz zu schließen. Die Handlung ist unterhaltsam, teils etwas
abgedreht und doch auch tiefgründig. Auch wenn ich nicht alles
perfekt fand, mochte ich einfach die besondere Stimmung und auch das
etwas fast zu schöne Ende, weshalb ich trotz ein paar kleinerer
Kritikpunkte die vollen 5 Buchherzen und eine Lese-/ Hörempfehlung
für alle gebe, die Wünsche haben und gerne davon lesen, wie sie in
Erfüllung gehen.
Herzlichen Dank Randomhouse Audio für die Bereitstellung des Hörbuchs.
Infos zur Autorin (Quelle: penguin.de):
Meg Shaffer ist Teilzeit-Dozentin für kreatives Schreiben und
Vollzeit-MFA-Kandidatin für Fernsehen und Drehbuchschreiben am Stephens
College in Columbia, Missouri. Wenn sie sich nicht gerade
Hitchcock-Filme ansieht, liest sie Star Trek-Romane oder macht ein
Nickerchen.
Info zu den Sprechern (Quelle: penguin.de):
Nora Schulte ist freischaffende Schauspielerin und Sprecherin. 1993 in
Berlin geboren und aufgewachsen absolvierte sie ihre
Schauspielausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding.
Es folgten u. a. Engagements an den Staatstheatern in Nürnberg, Kassel
und Braunschweig und am neuen theater Halle. Mit ihrer einfühlsamen,
warmen und sprudelig-fröhlichen Stimme ist Nora Schulte in zahlreichen
Audioproduktionen zu hören und auch im TV oder auf der Kinoleinwand zu
entdecken.
Richard Barenberg, geboren 1976 in Surabaya (Indonesien), studierte
Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig.
Anschließend führten ihn Engagements u. a. ans Nationaltheater Weimar,
ans Maxim Gorki Theater Berlin, ans Theater Oberhausen, ans Volkstheater
Rostock und an die Komödie am Ku'damm. Als Hörbuchsprecher ist er
besonders durch seine Lesungen der Bestseller von Jeffrey Archer, Andy
Weir, Andreas Brandhorst und Terry Brooks bekannt.
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