Dienstag, 21. Juli 2026

Rezension: Ashfield Academy: Der Ruf des Wasserspeiers - Sophie Oldenstein

Titel: Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers
Autorin: Sophie Oldenstein

Seiten: 220    
Verlag: BELTZ & Gelberg 
Preis: 17,00 € Hardcover
Ersterscheinung: 16. 07. 2026 
Reihe: Teil 1 von ??
  
 
 

Kurzbeschreibung:

Nicky erhält ein Stipendium für die rätselhafte Ashfield Academy und lässt ihr bisheriges Leben hinter sich. Zwischen Internatsalltag, seltsamen Regeln und neuen Bekanntschaften spürt sie schnell, dass an diesem Ort etwas nicht stimmt. Gemeinsam mit Agatha, Pauly und Shu entdeckt sie ihre verborgenen magischen Fähigkeiten – und stößt auf einen alten Kriminalfall. Als dunkle Mächte erwachen und das nahe Dorf bedrohen, müssen die vier über sich hinauswachsen, um Ashfield zu retten.

Meinung:

Das Cover, die Aufmachung und die Kurzbeschreibung haben mich sofort angesprochen. Auch die Leseprobe hat mich sofort mitgerissen. Nicht nur der etwas düstere Prolog, sondern auch den Start fand ich sehr gelungen.

Wir begleiten Nicky als sie in dem kleinen Örtchen Ashfield ankommt und dabei gleich auf den etwas schrulligen, aber herzlichen Norville mit seinem besonderen Hund Padraig und den jungen Pip trifft.

Diese ersten Begegnungen haben mir super gefallen und ich wollte mehr erfahren.

Der Plot an sich ist recht spannend und auch actionreich. Es gibt durchaus einige Gefahren und auch interessante Wendungen, aber irgendwie hat mich die Geschichte mit der Zeit ein bisschen verloren.

Zum einen fand ich die Figuren insgesamt doch ein bisschen stereotyp gezeichnet. Und auch wenn ich es toll fand, dass der Umgangston sehr flapsig und lustig ist, fand ich den Umgang der Freunde untereinander manchmal doch ein bisschen zu hart. Klar, es hat für die Geschichte gut funktioniert, aber so wirklich in mein Herz geschlichen haben sich die Freunde eher nicht. Da ist weiterhin eher Platz für Norville und Pip. Aber ich fand es gut, dass mit Pauly eine Figur im Rollstuhl vorkommt und gezeigt wird, dass man auch damit Abenteuer erleben kann.

Ein weiterer Kritikpunkt war das sehr schwammige Worldbuilding. An sich erfahren wir kaum etwas von der Schule an sich bzw. dem Schulalltag. Wir lernen nur wenige Figuren kennen und alles wirkt ein bisschen aus einem größeren Kontext gerissen. Klar, handelt es sich hierbei nur um einen Auftakt, aber mir war es hier trotzdem zu wenig Hintergrund.

Und auch das Magiesystem fand ich etwas undurchsichtig. Es ist ja schön und gut, dass einige ihre Fähigkeiten haben, aber das mit den Zirkeln und den Beschwörungen fand ich irgendwie nicht ganz ausgereift. Auch, dass Carla York so viel über all das zu Wissen scheint, aber die Infos nicht wirklich weitergibt.

Dennoch war die Geschichte ziemlich unterhaltsam und schnell zu lesen. Das Ende war spannend und die Auflösung hat mir gut gefallen.

Fazit:

Eine interessante Geschichte, die vor allem im Moment lebt und wenig Worldbuilding und Hintergründe, aber dafür viel Action und Spannung liefert. Mir persönlich war es etwas zu einfach, aber für kurzweilige Unterhaltung hat es gereicht. Auch bei den Figuren bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits wirken viele etwas stereotyp, aber teilweise haben sie doch auch Besonderheiten, wie das eine im Rollstuhl sitzt. Den Umgang untereinander fand ich ein bisschen zu hart, auch wenn man merkt, dass es meist lustig gemeint ist und die Figuren dennoch zusammenwachsen. Insgesamt würde ich 3,5 Buchherzen vergeben. 
 Vielen Dank an vorablesen.de und den BELTZ & Gelberg für das Leseexemplar. 


Infos zur Autorin (Quelle: vorablesen.de): 
Sophie Oldenstein (*1988) hat schon immer gerne Geschichten erzählt, weswegen es sie ans Theater und auf unterschiedliche Positionen hinter den Kulissen verschlagen hat. Während ihrer Zeit am Landestheater Eisenach entstanden mehrere eigene Theaterstücke für die dortige Bürgerbühne sowie erste eigene Regiearbeiten.
  
 
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Samstag, 18. Juli 2026

Rezension: Wenn die Bienen schweigen - Caryl Lewis

Titel: Wenn die Bienen schweigen
Autorin: Caryl Lewis
Übersetzerin:  Anu Stohner
Seiten: 304    
Verlag: dtv - Hanser Reihe 
Preis: 18,00 € Paperback
Ersterscheinung: 16. 07. 2026 
Reihe: 
(Wahrscheinlich) Nein
 
 
 
 
Kurzbeschreibung:
Nachdem die letzte Biene ausgestorben ist, gerät die Welt aus den Fugen. Im Alter von elf Jahren werden Mädchen in Camps gezwungen, wo sie per Hand die Blüten der Obstbäume bestäuben. Kaum gebärfähig, werden sie verheiratet. Jess ist eines dieser Mädchen. Sie kennt die Welt vor dem Kollaps aus Büchern und liebt die Natur. Frei will sie sein, leben! Und schon lange weiß sie, dass Pinsel nicht zum Bestäuben von Pflanzen erfunden wurden. Als sie eines Tages zufällig an Farbtuben gerät, schleicht sie sich aus dem Camp und malt ein leuchtendes Bild an die große Mauer. In den anderen Mädchen entfacht sie damit den Funken der Rebellion. Und einmal gedacht, lässt sich der Gedanke der Freiheit nicht mehr unterdrücken. 

Meinung:
Da mich Dystopien ja schon immer ansprechen, hat mich auch dieser Klappentext sofort gefesselt. Und erneut ist es eine düstere Zukunftsszenerie, die durchaus im Bereich des Möglichen liegt und gerade dadurch so erschreckend und realistisch wirkt.

Die Autorin stellt am Beispiel von Protagonistin Jess sehr eindrucksvoll dar, wie schrecklich sich die Zukunft verändert hat. Es herrscht das Militär - Macht und Unterdrückung sind an der Tagesordnung. 

Die Stimmung im Camp ist sehr gedrückt und belastend, der Plot eher ruhig und von viel harter Arbeit und Routine geprägt. Routine, die immer mal wieder durch neue, erschreckende Erkenntnisse und Entwicklungen durchbrochen wird. Es gibt auch ein paar Lichtblicke, diese sind aber auch eher klein gehalten und durchbrechen die bedrückende Atmosphäre immer nur partiell. Dennoch schafft es die Autorin wirklich, mit scheinbar kleinen Mitteln Akzente zu setzen und zum Nachdenken anzuregen. 

Die Entwicklungen erfahren wir alle nur aus der Sicht von Protagonistin Jess. Sie erzählt, was ihr erzählt worden ist, wie es früher war und wie es eben jetzt ist. So bekommt man schon einen guten Einblick, was sich alles getan hat und eben auch, wie schrecklich es jetzt ist. Und mit der Zeit wird da immer mehr drauf gesetzt, auch wenn es eher kindgerecht dargestellt und auf Details verzichtet wird. Dennoch machen die Schilderungen auch so wirklich betroffen.

Die Geschichte funktioniert so wirklich ganz gut, aber um für mich perfekt zu sein, hätte ich doch noch etwas mehr Einblick in andere Sichten gebraucht. z. B. auch in die Sicht der Jungen/Männer, die auch zum Militär beordert werden, ohne dass sie es wollen. Oder eben auch, in das Leben/ die Aufruhren in der Stadt, ohne, dass nur aus der Ferne und vom Hörensagen davon berichtet wird. Also einfach noch mehr Worldbuilding und mehr Tiefe. 
Und ich hätte mir definitiv ein Ende gewünscht, dass nicht nur grobe Richtungen/Möglichkeiten vorgibt, sondern mehr konkrete Antworten liefert.

So ist es zwar auf vielen Ebenen zufriedenstellend und für einen Auftakt fände ich es echt passend, aber ich habe das Gefühl, dass es die Autorin als Gesamtende so stehen lassen möchte und dafür ist es mir einfach viel zu offen. Nachdem ich die Figuren so intensiv begleitet habe, möchte ich schon Wissen, woran sie jetzt sind und da ist mir das doch definitiv zu wenig. 

Fazit:
„Wenn die Bienen schweigen“ ist eine sehr bedrückende und gleichzeitig wieder erschreckend greifbare Dystopie, die es schafft, mit vielen leisen Tönen zu erschrecken und zu überzeugen und auch für jüngere Leser geeignet ist. Dennoch hätte ich gerne noch mehr Tiefe/ andere Einblicke gehabt und auch wenn das Ende auf vielen Ebenen zufriedenstellend ist, ist es mir als Gesamtende leider viel zu offen. Sollte noch eine Fortsetzung kommen, ist es gut, aber ich habe das Gefühl, dass es das war und dann fehlen mir einfach konkretere Antworten. In der Hoffnung, dass mich mein Gefühl trügt und es vielleicht doch noch eine Fortsetzung gibt und da der Rest wirklich gut gemacht ist, würde ich das offene Ende mal nicht so stark bewerten und noch 4 Buchherzen vergeben.  
 Vielen Dank an vorablesen.de und den dtv Verlag für das Leseexemplar. 


Infos zur Autorin (Quelle: vorablesen.de): 
Caryl Lewis, geb. 1978, ist eine preisgekrönte walisische Autorin, Dramatikerin und Drehbuchautorin. Sie ist Gastdozentin für Kreatives Schreiben an der Cardiff University und lebt mit ihrer Familie auf einer Farm in der Nähe von Aberystwyth in Wales. Drift, ihr Debütroman in englischer Sprache, wurde mit dem »Wales Book of the Year«- Award ausgezeichnet.
  
 
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Donnerstag, 16. Juli 2026

Top Ten Thursday #503 - Jahreszeit im Titel

Huhu ihr Lieben,

heute gibts wieder einen neuen Top Ten Thursday und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander weitergeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.

Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.

Das Thema für diese Woche lautet:
 
Zeige uns 10 Bücher, in deren Titel eine Jahreszeit genannt wird

 
Tja, eigentlich ein leichtes Thema. Mit Sommer hätte ich einige eigene Listen füllen können, Winter war auch noch ok, aber Frühling und Herbst waren bei mir nicht oft vertreten. Deshalb gibt es heute gleich 2 Bücher der gleichen Reihe und das 2. Herbstbuch ist mir bei der Suche aufgefallen und da mir das Cover richtig gut gefällt (und ich wenigstens 2 von jeder Sorte wollte) durfte es mit auf die Liste.

Die aufgeführten Bücher haben mich überzeugt und sind auf jeden Fall lesenswert. Die Links bei den Titeln (falls vorhanden) führen euch zu den jeweiligen Rezensionen. 
- Plötzlich Fee 4: Frühlingsnacht - Julie Kagawa
- Kirschroter Sommer - Carina Bartsch
- Mein bester letzter Sommer - Anne Freytag (Keine Rezension geschrieben, aber Highlight)
- Vielleicht der schönste Sommer - Eleonore Holmgren
 
- Herbstlichtzauber - Sophie Jomain
- Wunder einer Winternacht - Marko Leino
- Winterkalt - Catherine Shepherd
- Die Gabe des Winters - Mara Erlbach
 
 
Was sagt ihr zu den Büchern? Kennt ihr das ein oder andere Buch davon? 


Das Thema für nächste Woche lautet: 
Auf welche 10 Neuerscheinungen im 2. Halbjahr freust du dich am meisten?
 
Liebe Grüße,
Steffi

Montag, 13. Juli 2026

Mitmachaktion - CoverLiebe 42

Guten Morgen ihr Lieben,

heute gibt es einen neuen Beitrag zur CoverLiebe - Aktion.
Aleshanee von Weltenwanderer hat die Aktion in Anlehnung an den Cover Monday, der lange Zeit von Moyas Buchgewimmel veranstaltet wurde, erneut aufgegriffen und es geht bei der Aktion klar um wunderschöne und besondere Cover und natürlich um den Austausch darüber, sowie das Entdecken neuer Bücher

Jeden 2. Montag im Monat darf jeder ein besonderes Cover vorstellen - Grenzen gibts dabei zum Glück keine und jeder kann einsteigen. 
 
Dieses Mal habe ich mich in der Entscheidung etwas schwer getan. Ich hätte noch einige Fantasy-Cover, die auf der Merkliste warten. Aber irgendwie wollte ich dieses Mal wieder eine andere Richtung zeigen. Und da ich schon wieder unter Fernweh leide, ist meine Wahl auf Das Atelier in Rom - Italienische Sommerträume von Kerstin Garde gefallen.
Ich finde das Cover auf den ersten Blick einfach stimmig und anziehend. Ich mag die Farben, aber auch die Details und habe beim Betrachten schnell das Gefühl, wirklich in dieser kleinen Gasse in Rom zu stehen und den italienischen Flair zu spüren. Das Cover wirkt auf mich sehr natürlich und ich finde auch den Titel sehr stimmig integriert. Und auch der Blumenkranz drum rum passt dazu.  
 
Hier gibt es den Klappentext. 

Nachdem ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist, will Marla nur eins: Abstand gewinnen und ihr Leben neu ordnen. Also macht sie sich auf den Weg nach Rom, wo sie vor Jahren mit ihren Freundinnen den Sommer verbrachte und ihre erste große Liebe Maurizio kennenlernte.

In den Gassen des Künstlerviertels Trastevere trifft Marla völlig unerwartet den Mann von damals wieder. Er ist immer noch ein leidenschaftlicher Künstler und glaubt fest daran, dass das Schicksal sie erneut zusammengeführt hat. Marla ist von dieser Begegnung überwältigt und versucht zunächst, Abstand zu halten. Doch ihre Wege kreuzen sich immer wieder, vor allem, als Maurizio sie bittet, an einer besonderen Kunstausstellung mitzuwirken. Alte Gefühle flammen wieder auf. Doch kann sich Marla ein Leben an Maurizios Seite voller Kreativität und Leidenschaft vorstellen?

Da es eine klassische Liebesgeschichte ist, ist es aktuell nichts für mich. 
 
Ich habe übrigens wieder mal erst beim Erstellen des Beitrags festgestellt, dass es sich hierbei um den 4. Teil einer Reihe handelt. Wobei die Teile eher lose dadurch miteinander verbunden sind, dass alle in Italien spielen. Aber auch die Cover haben durch den Kreis um den Titel einen gewissen Wiedererkennungswert. 
Teil 1 und 2 gefallen mir optisch auch ganz gut, Teil 3 wirkt irgendwie ein bisschen unecht und spricht mich deshalb nicht ganz so an. 

 
Und, was sagt ihr zu dem Cover/der Reihe? Habt ihr es/sie schon gesehen?

Liebe Grüße,
Steffi 
 
P. S. Die nächste CoverLiebe findet am 10. August statt. 

Samstag, 11. Juli 2026

Hörbuchrezension: Wild, Wild Ghost - Annika Hanke

Titel: Wild, Wild Ghost - 
Oder: Wenn Western auf Geisterjagd trifft
 Autorin: Annika Hanke   
Sprecherin: Leonie Landa    
Laufzeit: 11 h 53 Min - ungekürzt
  Verlag: Argon Hörbuch        
Preis: ab 19, 59 € im Download - Im Abo günstiger  
Ersterscheinung: 31. März 2026          
Reihe: Nein
 
 
 
Kurzbeschreibung:
Seit Jahren arbeitet die junge Robyn Moore in der Londoner Detektei Robinson & White, um ihrem Ziel einen Schritt näher zu kommen: in der Zeit reisen zu können und ihren verschwundenen Vater zu suchen. Doch dazu muss sie zuerst die Prüfung zum Special Ghost Agent absolvieren.
Gar nicht so einfach, dennoch gibt Robyn alles und schafft es schließlich, ins Saint Louis des Jahres 1899 zu reisen. Eigentlich sollte sie sich, im Wilden Westen angekommen, darauf konzentrieren, den Geist von John Cartwright zu erlösen. Allerdings nutzt Robyn die Chance, um endlich in der Vergangenheit zu graben und nach ihrem Vater zu suchen.
Alles läuft gut, bis sie auf dem Anwesen der Familie Cartwright auf den Geisterjäger Anthony Walker trifft, der kein anderes Ziel zu verfolgen scheint, als sie zur Weißglut zu treiben...

Meinung:
Cover und Idee fand ich ja von Anfang an genial. Geisterjagd mit Zeitreisen zu verbinden, ziemlich cool. Deshalb durfte das Hörbuch auch einziehen, obwohl ich bereits vorab in einigen Rezensionen gelesen hatte, dass die Liebesgeschichte zu viel Raum einnimmt. Also etwas, was ich ja eigentlich gar nicht leiden kann.

Aber ich habe der Geschichte trotzdem eine Chance gegeben und habe es im Nachhinein auch wirklich nicht bereut. 

Denn, auch wenn die Liebesgeschichte natürlich wirklich viel Raum einnimmt, fand ich sie irgendwie sehr glaubhaft und passend, vor allem, weil die Autorin trotz vieler Möglichkeiten auf  nervige Dreiecks- oder sogar Vierecksbeziehungen verzichtet. Also, das ist wirklich ein großer Pluspunkt und macht die Geschichte sehr sympathisch.

Genauso wie die starke Protagonistin Robyn, die weiß, was sie will und wirklich nicht auf den Mund gefallen ist. Ihre Sprüche haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. So mochte ich auch die erzeugte Atmosphäre von Anfang an und fand den Plot insgesamt sehr unterhaltsam. 

Natürlich hätte ich den Fokus gern ein bisschen anders gehabt, denn, man muss leider schon zugeben, dass es kaum Wordbuilding oder genauere Infos dazu gibt, wie das alles möglich ist. Es wird einfach vorausgesetzt, dass es so ist, aber kein wirklicher Erklärungsversuch gestartet und das fand ich ein bisschen sehr einfach. Aber auch so hat die Geschichte wirklich gut funktioniert. 
Auch wenn ich mal wieder anmerken muss, dass ich es nicht wirklich glaubhaft fand, dass sich die  Protagonisten so leicht im Jahr 1899 zurechtfinden. Aber gut, manchmal sollte man einfach nicht alles hinterfragen ;).

Es gibt durchaus einige interessante Aspekte, gut erarbeitete Wendungen und auch abseits der Liebesgeschichte starke und wichtige emotionale Momente und ich muss auch sagen, dass ich das Ende größtenteils wirklich zufriedenstellend fand, auch was die Liebesgeschichte betrifft. 

Sprecherin Leonie Landa kenne ich schon von einigen anderen Geschichten und erneut konnte sie mich mit ihrer jugendlichen Stimme und ihrer tollen Art, die Figuren lebendig werden zu lassen, vollkommen überzeugen. 

Fazit:
Angesprochen hat mich vor allem die Idee, die zwar in der Umsetzung ein bisschen einfach abgehandelt wurde, aber dennoch zusammen mit dem Rest unterhalten und überzeugen konnte. Auch wenn der Fokus auf die Liebesgeschichte ein bisschen zu groß ist, ist diese gut erarbeitet und glaubhaft. Außerdem bringen die starke Protagonistin, die lebendige Sprecherin, die Atmosphäre, der Humor und auch die Entwicklungen wirklich viel Lesefreude und ich vergebe gerne solide 4 Buchherzen.  
Herzlichen Dank an den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zur Autorin (Quelle: Argon-verlag):
Annika Hanke wurde 1996 in der Nähe von Hamburg geboren und lebt mittlerweile mit ihren beiden Hunden und ihrer Mitbewohnerin in einer Autorinnen-WG in Thüringen. Sie ist die wohl erfolgreichste Sportvermeiderin, leidenschaftlicher K-POP Stan und liebende Hundemama – wobei diese Liebe bei dem Großen nicht allzu oft auf Gegenseitigkeit beruht. Inspiration für ihre Geschichten bekommt sie durch ihren Alltag, Musik und durch Spaziergänge mit ihren Fellnasen Tony und Penny. Zu finden ist sie bei Instagram und Tiktok unter @seiteinerzeile.
 
Infos zur Sprecherin (Quelle: Argon-verlag):
Leonie Landa ist Schauspielerin, Hörbuch- und Synchronsprecherin. Sie besuchte bereits mit acht Jahren die Theaterschule Zeppelin in Hamburg und spielte u. a. in Rote Rosen und Morden im Norden mit. Als Hörbuchsprecherin begeistert sie zahlreiche Hörer:innen mit ihren einnehmenden Inszenierungen von Jodie Picoult zu Romy Hausmann und Jenny Han. 

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