Kurzbeschreibung:
Viele Jahre wurde Odile von ihrem
Ziehvater und Zauberer Regnault auf die Mission ihres Lebens
vorbereitet: Sie soll sich im Königreich Auréal als Prinzessin
ausgeben, die verzauberte Krone stehlen und auf diese Weise die
verbotene Magie wiederherstellen. Doch als der König brutal ermordet
und ihr eigener Bruder verdächtigt wird, ist Odile gezwungen, sich
mit ihrer Erzfeindin Marie d'Odette – die echte, von Odile
verfluchte Prinzessin – zusammenzutun. Hin und hergerissen zwischen
der Loyalität zu Regnault und ihren wachsenden Gefühlen, verstrickt
sich Odile mehr und mehr in ein Netz aus Verrat und Täuschung. Um
das Königreich zu retten, muss sie den wahren Weg zur Magie und den
echten Mörder finden, bevor er – oder es – erneut zuschlägt.
Meinung:
Grundsätzlich
hat mich hier das Cover zuerst angesprochen, da ich es irgendwie
besonders finde. Aber auch die Kurzbeschreibung klang interessant und
ich darf sagen, dass mich die Geschichte nicht enttäuscht hat. Sie
war eine sehr schöne Neuerzählung von Schwanensee mit vielen
interessanten Elementen und Magie.
Außerdem fand
ich es richtig toll, dass die Liebesgeschichte nicht klassisch
aufgebaut wurde, sondern sie andere Wege genommen hat.
Denn, generell
hat es mich hier gar nicht so sehr gestört, dass die
Liebesgeschichte stark im Fokus steht. Natürlich, ganz so sehr,
hätte ich es (wie immer) nicht gebraucht, aber sie war gut
erarbeitet und für mich glaubhaft.
Das liegt vor
allem an den starken Figuren. Protagonistin Odile fand ich ziemlich
besonderes, da sie zu Beginn eigentlich eher wie eine der Bösen
wirkt, aber daran doch auch selbst zweifelt. Klar, war es für
Außenstehende schnell durchschaubar, wie sie manipuliert wird, aber
für sie selbst fand ich ihren Weg und ihre Entwicklung wirklich
glaubhaft und stark.
Aber auch die
Nebencharaktere fand ich gut ausgearbeitet und ihrer Rolle würdig.
Allen voran natürlich Marie, die auch kein leichtes Päckchen zu
tragen auch, auch wenn ihr Leben auf den ersten Blick traumhaft
aussieht.
Mir haben die
Wendungen wirklich gut gefallen. Einige fand ich auch echt
unerwartet, andere waren vorhersehbarer, aber durchaus stimmig
vorbereitet.
Grundsätzlich
hat mir auch das Setting sehr gut gefallen. Wir befinden uns in einer
an Frankreich im 17. Jahrhundert angelehnten Welt mit Magie. Dennoch
hätte es da durchaus noch ein bisschen mehr Potential beim
Worldbuilding gegeben, so wurde vieles erst gegen Ende klar und
einiges ist auch eher im dunkeln geblieben.
Generell ist es
eher eine ruhige und emotionale Geschichte, die aber doch auch
einige Spannungsspitzen und mit der Zeit auch immer mehr Action zu
bieten hat. Vor allem gegen Ende geht es Schlag auf Schlag.
Prinzipiell fand ich das Ende eigentlich richtig gut, nur hat es mich
total verwirrt, als dann plötzlich noch ein neuer Handlungsstrang
aufgemacht wurde, bei dem ich erst an eine Fortsetzung gedacht habe.
Jedoch wurde dieser dann super eilig und überstürzt in einem Epilog
auflöst.
Das fand ich
insgesamt nicht ganz so gut gelöst und hat meine Freude am Ende doch
ein bisschen getrübt. Also lieber ganz darauf verzichten, oder doch
noch eine Fortsetzung bringen.
Richtig
besonders fand ich auch den Schreibstil. Dieser ist nämlich richtig
poetisch und bildhaft und erzeugt eine richtig dichte und mitreißende
Atmosphäre. Und Sprecherin Rebecca Veil konnte diese Stimmung auch
gut vermitteln und hat für mich sehr unterhaltsam und lebendig
gelesen.
Fazit:
Eine sehr schöne
Neuerzählung von Schwanensee mit vielen interessanten Elementen und
Magie. Es ist zwar eher eine ruhige Geschichte mit großem Fokus auf
die Liebesgeschichte, diese ist aber gut erarbeitet und nicht
klassisch aufgebaut. Die Charakter und die erzeugte Atmosphäre sind
wirklich sehr stark. Die Handlung drum rum fand ich auch sehr
überzeugend und die Wendungen haben mir meist sehr gut gefallen.
Etwas Luft nach oben gabs beim Worldbuilding und beim Ende. Denn, da
fand ich es komisch, dass unnötiger Weise nochmal ein neuer
Handlungsstrang aufgemacht wurde, der dann im Epilog völlig übereilt
wieder abgeschlossen wird. Somit bin ich in meiner Bewertung echt
lange zwischen 4 und 5 Buchherzen geschwankt, aber der unnötige
Dämpfer am Ende sorgt doch dafür, dass ich „nur“ sehr gute 4
Buchherzen vergebe.
Herzlichen Dank an den DAV - Der Audio Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.
Infos zur Autorin (Quelle: der-audio-verlag.de):
Ania Poranek wuchs in Ontario, Kanada auf und verbrachte ihre Sommer auf
dem Land in Polen, wo sie die Bibliothek ihres Großvaters plünderte und
sich um seine Hühner kümmerte. Ihre Liebe zu Tieren brachte sie dazu,
Tiermedizin zu studieren, doch nebenbei hörte sie nie auf zu Schreiben.
Heute lebt sie in Versailles, Frankreich, wo sie ihre Freizeit mit
Zeichnen und ihrem kampfeslustigen Hausdämon (Kater) Neptun verbringt.
Infos zur Sprecherin (Quelle: der-audio-verlag.de):
Rebecca Veil ist Musikerin und Sprecherin aus Leidenschaft. Sie
entdeckte schon früh ihre Liebe zu Musik und Theater. Nach einer Reise
als Straßenmusikerin durch Australien folgte ein Studium mit den
Schwerpunkten Gesang und Komposition in Berlin sowie eine Schauspiel-
und Sprechausbildung. Heute ist sie Trainerin für Schauspieltechnik nach
Michael Chekhov und unterrichtet diese mit besonderem Fokus auf
Sprachgestaltung.
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Da ich euch auch weiterhin die
Gelegenheit geben möchte, mit einem Klick weitere Infos einzuholen,
kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG folgende Links als Werbung:
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