Sprecher: Christoph Maria Herbst
Laufzeit: 8 h 52 Min - ungekürzt
Verlag: Argon Hörbuch
Ersterscheinung: 21. Mai 2026
Reihe: Nein
Wilbur hätte nicht gedacht, dass er Agnes Bagdale noch einmal begegnen würde. Als Kind war der Buchladen der alten Dame in Sheffield sein Zufluchtsort, nicht nur wegen seiner geliebten Bücher. Bei »Bagdale's Bookshop« konnte er die Probleme zu Hause einen Moment vergessen. Und dort begann seine eigene Laufbahn als Buchhändler.
Jetzt, Jahrzehnte später, ist Wilbur erfolgreich, einsam und am Ende seines Lebens angekommen. Doch statt dem Tod wartet ein rätselhafter Zug auf ihn. Und Agnes. Sie nimmt ihn mit, zurück durch die Zeit, auf eine Reise, die ihn seine bedeutsamsten Momente noch einmal durchleben lässt. Die glücklichsten Momente, wie damals in den Flitterwochen in Venedig mit seiner großen Liebe Maggie. Aber auch die schlimmsten, in denen er alles verlor.
Meinung:
Die Idee, sich mit dem „Was hätte sein können“ zu beschäftigen, mochte ich ja schon bei der Mitternachtsbibliothek. Und auch hier fand ich sie super interessant.
Generell hat mir die Geschichte gut gefallen. Man lernt Wilbur kurz vor seinem Tod kennen und es dauert ein bisschen, bis die Geschichte so richtig in Fahrt kommt. Was aber auch normal ist, denn man muss die Figuren ja erst kennenlernen und die Ereignisse aus Wilburs Kindheit waren zwar für ihn sehr bedeutsam, für den Hörer wird es aber erst später richtig spannend. Nämlich da, als der Tote Wilbur mutige Entscheidungen trifft, um seinem jüngeren "Ich" die Möglichkeit zu geben, das Leben anders zu Leben.
Ich habe Wilbur gerne dabei begleitet, wie er sich selbst nochmal klar wird, wo er im Leben falsch abgebogen ist und worauf es wirklich ankommt. Nämlich die Menschen, die uns wichtig sind.
So regt die Geschichte sehr zum Nachdenken an und macht deutlich, dass unser Leben von vielen kleinen und großen Entscheidungen abhängt und wenn man sich der Entscheidungen bewusst wird, auch immer wieder zurück kann.
Obwohl mich die Geschichte gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt hat, hätte ich mir gewünscht, dass sie mich vielleicht noch ein bisschen mehr emotional mitzieht und mich wirklich stark berührt. Das war jetzt eher selten der Fall. Aber da kann ja der Autor nichts dafür.
Und auch das Ende war mir dann ein bisschen sehr Friede-Freude-Eierkuchen, aber gut, lieber so, als das totale Drama.
Sprecher Christoph Maria Herbst hat gut zur Geschichte und zu Wilbur gepasst. Auch wenn ich ihn eher als Komiker im Kopf habe und man das seiner Vortragsart auch immer anmerkt, hat er es gut geschafft, Wilbur auch eine souveräne und authentische Art zu verleihen und die bedeutungsschwere Atmosphäre der Geschichte gut zu vermitteln.
Infos zum Autor (Quelle: Argon-verlag):
Da ich euch auch weiterhin die Gelegenheit geben möchte, mit einem Klick weitere Infos einzuholen, kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG folgende Links als Werbung:


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Bitte beachte, dass du mit Absenden eines Kommentars und beim Setzen eines Hakens für weitere Benachrichtigungen auf Folgekommentare Du Dich einverstanden erklärst, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Username, E-Mailadresse) eventuell abgespeichert und von Blogger / Google weiterverarbeitet werden.
Weitere Informationen findest Du unter Datenschtz