Samstag, 22. Februar 2014

*Rezension* Der Preis der Ewigkeit - Aimée Carter


Titel: Der Preis der Ewigkeit
Autorin: Aimée Carter
ISBN:  978-3862788699
Seiten: 300
Verlag: Mira Taschenbuch
Ersterscheinung: 1. Februar 2014
Teil: 3 von 3
Preis: 9,99 €  Broschiert


Kurzbeschreibung
Neun Monate dauerte Kates Gefangenschaft. Neun Monate, in denen sie eine eifersüchtige Göttin, einen rachsüchtigen Titanen und eine ungeplante Schwangerschaft überlebt hat. Jetzt will die Königin der Götter ihr Kind und Kate kann nichts dagegen tun. Da bietet ihr Götterkönig Cronus einen Handel an: Wenn sie ihm Ergebenheit schwört, wird er die Menschheit verschonen und ihr das Kind lassen. Doch ihr geliebter Henry, ihre Mutter und der Rest des Rats müssen sterben. Sollte Kate sich hingegen weigern, will Cronus auf der Erde wüten, bis alles Leben ausgelöscht ist.
Das Schicksal aller, die sie liebt, liegt in ihren Händen. Kate muss einen Weg finden, das mächtigste Wesen des Universums zu besiegen, selbst wenn es sie alles kostet. Selbst wenn es sie die Ewigkeit kostet.

Meinung
Da mich das Cover sehr angezogen hat, habe ich mich bei Blogg dein Buch um ein Exemplar beworben und wurde schließlich genommen. Als ich es dann in den Händen hielt, war ich so fasziniert, das ich erst später bemerkte, das es ja der 3. und letzte Teil einer Trilogie ist. Nichtsdestotrotz machte ich mich ans Lesen.

Ich muß sagen, am Anfang tat ich mich ziemlich schwer, mich in die Geschichte hineinzufinden. Die Charakteren wurden zwar von der Autorin sehr gut und detailgerecht dargestellt, aber ich merkte, mir fehlten einfach die zwei Vorgängerbände, um die Handlung richtig zu verstehen. Viele Warums und Weshalbs waren in meinem Kopf und leider zog sich das Buch dann halt so dahin.

Ich liebe zwar die Mythologie, aber im Laufe des Buches stellte sich für mich einfach heraus, das mir dieser Schlußband viel zu lapidar und klischeehaft dargestellt wurde. Die Götter erhiehlten weltliche Namen, spielen sich gegeneinander aus, bringen die Menscheit nur aus Langeweile und Frust um. Es wurde mir zu platt dargestellt, Taten folgten auf Taten, und das viel zu schnell, so dass ich kaum mit dem Nachdenken mitkam. Spannung und unerwartete Wendungen blieben aus und es ging einfach immer nur hin und her.

Das Ende kam mir zu abrupt und die Geschichte war plötzlich aus. Der letzte Kampf, vorher ein großes Tohuwabohu, dann ein paar Kampfszenen und schon war Kronos sofort gestürzt und gefangengenommen. Viel zu schnell für mich.

Emotionen und Gefühle spielen eine sehr große Rolle. Vor allem da es um die große Liebe, Vertrauen und Freundschaft geht, war ich ganz begeistert, wie emotional es mich dann doch berüht hat. Die Seiten waren schnell gelesen, der Schreibstil flüssig und leicht und die Schriftgröße war auch ok. Trotz der manchmal etwas konfusen und verwirrenden Dialogen zwischen den Darstellern hatte ich einige gute Lesestunden damit.

Cover
Das Cover finde ich wunderschön. Die Grüntöne und das Mädchen in der Mitte deuten auf eine mystische Geschichte hin und machen einen sehr neugierig.

Fazit
Alles in allem war „Der Preis der Ewigkeit“ ganz ok zu lesen. Ich tat mich etwas schwer, da ich die Vorgeschichte nicht kannte. Wahrscheinlich hätte mir das Buch dann besser gefallen. Trotzdem erhält es von mir gutgemeinte 2 von 5 Buchherzen.

 

Vielen Dank an Blogg dein Buch (http://www.bloggdeinbuch.de/)  und dem Mira-Taschenbuch Verlag (http://www.mira-taschenbuch.de/gesamtprogramm/darkiss/) für dieses Leseexemplar. Wer diesen krönenden Abschluß der Trilogie gerne lesen möchte, kann ihn hier (http://www.mira-taschenbuch.de/gesamtprogramm/darkiss/der-preis-der-ewigkeit/) erwerben.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Aimée Cater wurde 1986 in Michigan geboren, wo sie heute noch lebt. Bereits mit elf Jahren hat sie angefangen, Romane zu schreiben. Sie geht gern ins Kino, spielt mit ihren Hunden und liebt es, jeden Morgen das Kreuzworträtsel in der Zeitung zu lösen.

Freitag, 21. Februar 2014

Eine Reise durchs Buchregal - Aufgaben Februar

Hallo Ihr Lieben,

heute möchten wir unsere zwei Aufgaben für Februar für die Challenge "Eine Reise durchs Buchregal" erledigen und euch vorstellen.

1. Heikes Lieblingsverlag und 3 Bücher die begeistert haben

Meine Favourit ist der blanvalet Verlag. 
 http://www.randomhouse.de/blanvalet/

Ich finde das sie eine große Auswahl an verschiedenen Genres haben, wobei für jeden etwas dabei ist. Da wir selbst viele Leseexemplare von diesem Verlag bekommen und die Bearbeiter der E-Mails total freundlich sind, habe ich mich für diesen Verlag entschieden. Hier mal kurz etwas zur Geschichte vom Verlag:

Der Verleger Lothar Blanvalet, geboren am 12. August 1910 in Berlin, stammte aus einer alten Hugenotten–Familie. Eigentlich wollte er Schauspieler werden, trat jedoch auf Wunsch seiner Familie eine Lehrstelle in einem Berliner Verlag an.
Lothar Blanvalet gründete 1935 – er war selbst gerade einmal 25 Jahre alt – den gleichnamigen Lothar Blanvalet Verlag mit Sitz in Berlin. Während des Zweiten Weltkriegs unterband das NS–Regime seine Tätigkeit, doch bereits im Januar 1946 bekam der findige Verleger sowohl von den US–Amerikanern als auch von den Franzosen und Briten wieder eine Verlagslizenz für die jeweilige Besatzungszone. Und die nutzte er wie kaum ein Zweiter. So erschienen bei dem Berliner Verlag damals beispielsweise Werke von F. Scott Fitzgerald, Walt Whitman und Klaus Mann.
Politisches Engagement zeigte der Verleger Lothar Blanvalet nicht nur anlässlich der Berlin–Blockade 1948, als er mit seinen Flugschriften kritisch Stellung bezog, sondern auch im Jahr 1967, als er eine Veranstaltung mit dem Titel Ist unsere Demokratie bedroht in der Berliner Deutschlandhalle organisierte.
Wie clever Lothar Blanvalet bei der Akquirierung seiner Erfolgsautoren vorging, verdeutlicht folgendes Beispiel, das damals der Spiegel verbreitete: 1953 wollte er gern ein Buch des französischen Meeresforschers Jacques–Yves Cousteau verlegen. Also telegrafierte er Cousteaus Frau nach Marseille: "Was isst Ihr Mann am liebsten?" Die Antwort kam postwendend: "Geflügel". Entsprechend servierte Lothar Blanvalet dem scheuen Franzosen bei ihrem Zusammentreffen also Ente – und bekam die Buchrechte.

Und hier noch meine 3 Bücher von diesem Verlag, die mich begeistert haben:

http://steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de/2013/06/rezension-die-seelen-der-nacht-deborah.htmlhttp://steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de/2013/08/rezension-oma-packt-aus-brigitte-kanitz.htmlhttp://steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de/2013/05/rezension-abendruh-tess-gerritsen.html



2. Ein Buch (Bücher) die nicht in mein Bücherregal passen

Dies zu beantworten habe ich schon etwas länger überlegen müssen. Entschieden habe ich mich dann für die Karl May Bücher.
http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSR2QV4lPYx3jpRjwSgOvFg0tMIiGbBNvL69YTVq16OjS5cK0z8s96FutU
Ich habe 34 Stück davon und die stehen nur ihm Regal, weil ich sie von meinem verstorbenen Opa vererbt bekommen habe. Ein Andenken sozusagen.


1. Steffis Lieblingsverlag und 3 Bücher die begeistert haben

Puh, so eine schwere Frage. Also ich habe wirklich lange überlegt, aber auf diese Frage gibt es für mich eigentlich keine eindeutige Antwort. Ich lese viele Bücher aus vielen verschienden Genres und aus noch mehr  unterschiedlichen Verlagen. Und aus all diesen Verlagen gibt es Bücher die ich besonders toll finde. Um die Frage dennoch zu beantworten, habe ich einfach aus den infrage kommenden Verlagen ausgelost und herausgekommen ist der Arena Verlag:
Er hat eine große Auswahl aus tollen Jugendbüchern, die auch überwiegend total tolle Cover haben.
http://www.arena-verlag.de/arena

Hier ein paar Infos zum Verlag (Quelle: Arena.de):
Der Arena Verlag ist einer der bedeutendsten Kinder- und Jugendbuchverlage in Deutschland. Er wurde 1949 von Georg Popp gegründet und hat seither seinen Sitz in Würzburg. Georg Popp leitete den Verlag dreißig Jahre lang. Seit 1979 gehört der Arena Verlag zur Westermann-Gruppe in Braunschweig.

 Der Name Arena steht seit Verlagsgründung für Wissen und Unterhaltung, für anspruchsvolle, informative und gleichzeitig auch spannende Kinder- und Jugendliteratur. Als erster Verlag in Deutschland bringt Arena 1958 eine Taschenbuchreihe für Kinder und Jugendliche auf den Markt. 1972 erhält der Verlag den Deutschen Jugendliteraturpreis für Otfried Preußlers »Krabat«, Willi Fährmann erhält den Preis 1981 für »Der lange Weg des Lukas B.«. Es folgen zahlreiche weitere Auszeichnungen und Preise. 1981 entwickelt Arena als erster Verlag ein pädagogisch
durchdachtes, mehrstufiges Leselernkonzept, das heute unter dem Namen ›Der Bücherbär‹ bekannt ist. 1987 übernimmt Arena das Kinder- und Jugendbuchprogramm des Züricher Verlags Benziger. Seit 2000 gehört auch das traditionsreiche Programm des 1818 gegründeten Ensslin Verlags zu Arena. Das erste eigene Hörbuch-Programm startet Arena 2006 unter dem Label ›Arena audio‹. Mit rund 2.000 lieferbaren Titeln hält der Arena Verlag heute ein vielfältiges Angebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bereit. Arena ist Partner des Bilderbuchpreises ›Der Meefisch‹.


Und hier noch meine 3 Bücher von diesem Verlag, die mich begeistert haben:

https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhy7kRUSPQlksW5k3AqQlxkFAEFe3uuk6Qypg2WJjiPgqx_ek-LG4fU-3fitQ6FraVJvxRMEXGGlBusgm4tuc6VE3O2rpuUwfYX64_fnerYy15oHhHU6lhpeB9lLIh0l8hDtuoVS80eemQ/s1600/DSCN1308.JPGhttp://steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de/2013/08/re-read-rezension-saphirblau-liebe-geht.htmlhttp://steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de/2013/08/re-read-rezension-rubinrot-liebe-geht.html



 2. Ein Buch, das nicht in mein Bücherregal passt

Auch diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Wie bereits oben erwähnt, lese ich viele Bücher aus vielen verschiedenen Genres und Verlagen. Dementsprechend sehen die Bücher auch alle anders aus. Die einzigen Bücher, die ich nicht so wirklich mag, sind Sachbücher, aber davon habe ich keine in meinem Regal.

Nach langer Suche in meinem Regal, habe ich mich dann für das Kinderbuch Die Fee und die vier Elemente entschieden, das im Moment noch im Regal steht.

http://steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de/2014/02/rezension-die-fee-und-die-vier-elemente.html
Das Bilderbuch ist für Kinder von 3 - 5 Jahren und da ich keine Kinder habe, passt das nicht so wirklich rein. Aber da ich mein Semesterpraktikum in einer Mutter-Kind-Einrichtung abgeleistet habe, konnte ich das dafür gut verwenden. Aber nun werde ich das Buch bald an die Nichte von meinem Freund weitergeben.

Donnerstag, 20. Februar 2014

*Rezension* Unearthly Heiliges Feuer - Cynthia Hand


Titel: Unearthly - Heiliges Feuer
Autor: Cynthia Hand
ISBN:  978-3499256998
Seiten: 400
Ersterscheinung: 1. Oktober 2012
Verlag: rororo
Teil: 2 von 3
Preis: 9,99 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
Die 16-jährige Clara ist ein Schutzengel, mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, dazu ausersehen, Menschen zu retten. Nicht so einfach, wenn man mitten unter ihnen lebt und nicht auffallen darf. Ihre erste Mission, einen Jungen aus dem Feuer zu retten, misslang. Claras Schwäche blieb nicht unentdeckt: Die schwarzen Engel - gefallene Seelen, die die Welt mit Traurigkeit überziehen – wollen Clara auf ihre Seite ziehen. Leider nicht ihr einziges Problem. Denn jemand, der ihr sehr nahesteht, soll in den nächsten Monaten sterben. Clara ahnt: Das Feuer war nur der Anfang.

Meinung
„Heiliges Feuer“ ist der zweite Teil der Engel-Trilogie rund um Clara und Christian. Er knüpft nahtlos an seien Vorgänger „Dunkle Flammen“ an ich ich befand mich sofort wieder in der Geschichte. Leider ist dieser aber diesmal mehr von düsterer Stimmung. Witz und Charme fehlen zwar nicht, waren aber im ersten Teil mehr ausgeprägt. In diesem Taschenbuch dominiert Melancholie und ernste Stimmung.

Nun zur Handlung. Die Dreiecksbeziehung zwischen Clara, Tucker und Christian geht weiter. Clara ist sich ihrer Gefühle nicht immer ganz sicher. Vorallem jetzt, da ihre „Engel“-Aufgaben klar sind und sie und Christian wissen, um was es sich handelt. Emotional geht es also hoch her. Außerdem stirbt dann auch noch Claras Mutter, die Gefühle schäumen über. Eine Überraschung gibt es allerdings auch, Claras Vater taucht auf und er entpuppt sich als reiner Engel.

Ganz gut fand ich, das ich in diesem Band diesmal viel mehr über die Schwarzflügler erfahren habe. Sehr detailgerecht und bildlich vorstellbar hat die Autorin dies beschrieben. Auch der Engelsrat ist neu in der Geschichte. Viele Bekannte outen sich als Engel und Clara und Anela staunen nicht schlecht, wer alles dabei ist. Hierbei muß ich noch hinzufügen, das Frau Hand wieder einmal auch die Landschaftsbeschreibungen super schön dargestellt hat. Ich war wie im Traum und fügte mich perfekt in die Handlung ein.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder flüssig und sehr einfach zum Lesen. Die 397 Seiten flogen nur so dahin. Ich freue mich schon wahnsinnig auf den Abschluß der Trilogie, welcher zum Glück ja schon auf meinem SuB liegt und bald von mir gelesen wird.

Die Charakteren haben sich sehr weiterentwickelt. Meines Erachtens sind sie viel reifer und erwachsener geworden. Auch Claras 15jähriger Bruder Jeffrey hat sich vom pupertierenden Kind zum nachdenklichen Jugendlichen entwickelt. Es stellt sich heraus, das auch er schon seine Aufgabe bekommen hat und diese erfüllen wollte.

Cover
Wieder ein traumhaftes Cover. Diesmal in weiß gehalten, im Hintergrund wieder der Wald. Clara sticht mit ihren roten Haaren heraus und es ist auf jeden Fall einen Hingucker wert.

Fazit
„Unearthly – Heiliges Feuer“ konnte mich, wie auch sein Vorgänger, absolut überzeugen. Es machte Spaß in die Welt voller Engel einzutauchen und dieses Mal wirklich viel über die einzelnen Personen zu erfahren. Deshalb bekommt dieser Band auch 5 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung von mir.


Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Cynthia Hand unterrichtet Kreatives Schreiben an der Pepperdine University in Los Angeles. Sie lebt mit Mann und Sohn in Südkalifornien. Besuchen Sie die Autorin online unter: www.cynthiahand.blogspot.com

Mittwoch, 19. Februar 2014

Rezension: Tanz auf Glas - Ka Hancock




 Titel: Tanz auf Glas
Autorin: Ka Honcock
Seiten: 528
Verlag: Knaur
Preis: HC: 19,99 €
Ersterscheinung: 02. 09. 2013  
Reihe: Nein







Kurzbeschreibung:
Vielleicht hätten Lucy Houston und Mickey Chandler sich nie verlieben dürfen. Und erst recht nicht heiraten. Denn beide haben ein schweres Schicksal zu tragen. Doch die Liebe geht ihre eigenen Wege, und so führen Lucy und Mickey eine ungewöhnliche, aber glückliche Ehe. Als ihr Leben eine dramatische Wendung nimmt, wird die Kraft ihrer Gefühle einer harten Prüfung unterzogen.

Meinung:
Eines lässt sich nicht abstreiten  - „Tanz auf Glas“ ist eindeutig keine leichte Kost. Beide Protagonisten sind vom Leben gezeichnet und leiden an Krankheiten. Während Lucy den Brustkrebs vorerst knapp besiegt hat, kämpft Mickey ständig gegen seine bipolare Störung, denn er ist seit seiner Kindheit manisch-depressiv.
Im Buch wird sehr ausführlich, deutlich und gefühlvoll beschrieben, wie die beiden sich kennengelernt haben, welche Last ihre jeweiligen Diagnosen darstellen, und wie viel Kraft und Mut sie für ihr gemeinsames Leben benötigen. Doch trotz allem gibt es auch viele schöne Zeiten und Momente, die die Autorin in Relation setzt und dadurch beim Leser eine gewisse Faszination schafft. 

Besonders fand ich auch, dass die Autorin sehr deutlich auf Mickeys Krankheitsbild eingeht und dem Leser viele fachliche Informationen an die Hand gibt, aber dabei auch immer Mickeys eigene Wahrnehmung nie außer Acht lässt. Jedes Kapitel wird von einem kurzen Abschnitt aus Mickeys Sicht eingeleitet, welcher immer sehr deutlich zeigt, wie Mickey versucht seine Krankheit in der Waage zu halten. Und Mickey ist wirklich ein faszinierender Charakter. Denn einerseits wertet er sich selbst durch seine Krankheit etwas ab und hat eindeutig seine Ecken und Kante, aber trotzdem ist er einfach sympathisch, spritzig, humorvoll und liebenswert. 

Der Hauptteil des Buches wird aus Lucys Sicht erzählt. Auch sie musste in ihrem Leben schon viel mitmachen, aber dennoch verliert sie nie den Mut, ist immer hilfsbereit und großherzig. Ihr Charakter hat bei weitem weniger Ecken und Kanten und erscheint dadurch schon fast etwas zu Perfekt. Jedoch hat mich das nicht gestört, sondern einfach irgendwie gefreut, dass sie so ist, wie sie ist. Man kann nicht abstreiten, dass das Buch auch noch ein paar andere Klischees bedient, so z. B. dass in der Kleinstadt alle für die beiden da sind und immer zusammenhalten, aber auch das fand ich irgendwie passend. Denn Mickey und Lucy müssen in diesem Buch mit so vielen Schicksalsschlägen fertig werden, dass sie meiner Meinung, zum Ausgleich ein bisschen Gut-Menschen-Tun verdient haben.

Im Großteil des Romans fand ich die Geschichte wirklich lesenswert, aber der große Wow-Effekt wollte sich nicht ganz einstellen. Doch das hat sich auf den letzten 100 Seiten geändert. Auch wenn die Handlung nicht wirklich sehr überraschend ist, wird sie spätestens dann so emotional und ergreifend, dass man gar nicht mehr anders kann, als mitten in der Geschichte zu sein und zusammen mit den Charakteren zu bangen, zu leiden und zu weinen. Und weinen musste ich da wirklich viel…

Einen einzigen Punkt fand ich etwas unpassend und verwirrend, nämlich dass Protagonistin Lucy in der Lage ist, eine Art Todesfee zu sehen. Bei der kindlichen Lucy aus den Rückblenden, hatte das noch einen gewissen Charme, aber später passt das irgendwie nicht mehr zum Roman. Da diese Stellen nicht so häufig auftreten, ist es auch nicht wirklich tragisch, aber für mich wäre es ohne diese Einschübe wohl stimmiger erschienen. 

Fazit:
Ein anrührender Roman, der sich mit schwerwiegenden Themen beschäftigt und kein Auge trocken lässt. Dabei überzeugt die Autorin mit warmherzigen und tiefgründigen Charakteren und einer tragischen Handlung, die vor allem durch viele, kleine, besondere Highlights lesenswert wird. Hauptsächlich durch die große Emotionalität am Ende des Romans hat mich die Autorin dann ganz und gar für ihr Werk eingenommen, weshalb ich 5 von 5 Buchherzen und eine unbedingte Leseempfehlung vergebe.

Infos zur Autorin: (Quelle: knaur.de)
Ka Hancock, in Utah geboren, arbeitet als Krankenschwester und hat sich auf den Bereich der Psychiatrie spezialisiert. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Salt Lake City und hat vier erwachsene Kinder. "Tanz auf Glas" ist ihr Debütroman.

Dienstag, 18. Februar 2014

*Rezension* Wir in drei Worten - Mhairi McFarlane


Titel: Wir in drei Worten
Autor: Mhairi McFarlane
ISBN:  978-3426514535
Seiten: 496
Ersterscheinung: 1. Oktober 2013
Verlag: Knaur
Preis: 9,99 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
Rachel und Ben. Ben und Rachel. Zu Uni-Zeiten waren sie unzertrennlich. Beste Kumpels waren sie. Die Welt konnte ihnen nichts anhaben. Doch in der Nacht vor der Abschlussfeier ist etwas passiert. Seitdem haben sie sich nicht mehr gesehen. Zehn Jahre und 781 erfolglose Google-Suchen später stehen sie sich unerwartet gegenüber. Alles ist wieder wie früher. Und doch ist es ganz anders. Ben ist verheiratet, und Rachel hat sich gerade von ihrem Verlobten getrennt.

Meinung
„Wir in drei Worten“: dazu kann ich nur sagen: Ein klasse Roman. Die Vermischung von Liebes- und Unterhaltungsroman wurde genau richtig in die Waagschale gelegt und heraus kam ein Buch, das man gelesen haben muß. Lustig, ironisch, sehr gefühlvoll und vorallem absolut real sind einige postivie Beschreibungen, welches dazu führten das mich dieses Werk einfach in den Bann gezogen hat. Normalerweise lese ich Liebesgeschichten nur so mal mittendrin, diesmal war ich aber begeistert. Stellenweise fühlte ich mich richtig mit in die Geschichte eingebunden und litt mit den Personen mit.

Die eigentliche Geschichte spielt in der Gegenwart, wobei man mittendrin Einschübe aus der Vergangenheit, also zu Uni-Zeiten erhält. Somit konnte man sich noch besser zurückversetzen und alles besser verstehen, was damals geschehen war. Zehn Jahre, nachdem Rachel und Ben die Uni verlassen haben, treffen sie sich zufällig wieder. Und das knistern beginnt von vorne. Keiner will es wahrhaben, da Rachel sich erst getrennt hat und Ben verheiratet ist. Eine heitere Handlung beginnt. Daran hat mir gut gefallen, das die Charakteren sehr lebendig wirken. Alles waren mir sympathisch, jeder auf seine eigene Weise. Egal ob schräger Vogel oder schüchtern und bodenständig. Jeder Protagonist wurde von der Autorin super gut dargestellt und in Szene gesetzt.

Der Schreibstil ist locker, fluffig und einfach toll zu lesen. Die fast 500 Seiten flogen nur so dahin und irgendwie tat es mir schon etwas leid, als das Buch zu Ende war. Ein typisches Ende aber. Friede, Freude, Eierkuchen....jeder bekommt das, was er wollte. Mir leider etwas zu klischeehaft. Aber naja, gehört halt einfach zu einem Liebesroman dazu. Die Kapitel wurden kurz gehalten und die Schriftgröße ist ganz normal.

Cover
Das Cover finde ich sehr schön. Die bunten Farben wurden frühlingsmäßig gewählt, was auf die vielen Gefühle im Buch perfekt passt. Ein Pärchen in der Mitte rundet das Ganze ab.

Meinung
„Wir in drei Worten“ ist ein sehr gefühlvoller und lebendiger Liebes- und Unterhaltungsroman, der mir einige gute Lesestunden gebracht hat. Das Ende war mir etwas zu klischeehaft und immer das Gleiche, wodurch ich dadurch „nur“ 4 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung gebe.


Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Mhairi McFarlane wurde 1976 in Schottland geboren. Ihre geographischen Lebensdaten in Kurzform lauten Falkirk – Afrika – Milton Keynes – Nottingham und entsprechen in etwa dem Weg, den ein Designerkleidungsstück zurücklegt, bevor es in einem Laden zur Ruhe kommt. Mhairis Ruhepol ist in Nottingham, wo sie mit einem Mann und einer Katze lebt. Bevor sie sich dort niederließ und als Journalistin arbeitete, studierte sie an der Universität Manchester. Mhairi kennt den Ort, an dem Rachel und Ben sich kennenlernen, also wie ihre Westentasche. Und wie ihre Figuren liebt sie es, ein Glas Wein zu trinken und bei gutem Essen mit Freunden zusammenzusitzen. „Wir in drei Worten“ ist ihr erster Roman.