Freitag, 26. Februar 2016

*Rezension* Darkmere Summer - Helen Maslin




Titel: Darkmere Summer
Autor: Helen Maslin
ISBN: 978-3551520821
Seiten: 400
Verlag: Chicken House
Ersterscheinung: 26. Februar 2016
Preis: 19,99 €  gebunden

Kurzbeschreibung
Der Plan war: Sommer, Sonne – und Leo. Schließlich hat Kate seine Einladung auf das alte Schloss nur angenommen, damit sie Zeit mit ihm verbringen kann. Doch seit sie und Leos Freunde in Darkmere sind, ist die Stimmung seltsam. Trotz der idyllischen Umgebung kommen die dunkelsten Seiten in ihnen zum Vorschein. Ist das Schloss wirklich verflucht? Kate fängt an zu recherchieren und stößt dabei auf das Tagebuch von Elinor. Ein Mädchen, das 1825 voller Hoffnung nach Darkmere kam. Und dort die Hölle auf Erden erlebte ...

Meinung
Es kommt zwar selten vor, aber „Darkmere Summer“ war mal wieder ein Buch, bei dem ich nichts zum Aussetzen habe. Grandios geschrieben, Spannung pur und eine Atmosphäre, die besser nicht sein könnte.

Besonders toll fand ich die Vermischung zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Einmal wird aus Sicht von Kate in der Gegenwart erzählt und zum anderen erfuhr ich die Geschichte von Elinor um 1825. Beide Zeiten wurden von der Autorin so genial miteinander verwoben, dass alles ein flüssiges Ganzes ergab.

Kate ist an ihrer Schule irgendwie eine Außenseiterin. Das unscheinbare Mädchen, das heimlich in Leo verliebt ist. Als sie urplötzlich eine Einladung von ihm bekommt, die Ferien mit auf seinem Schloss zu verbringen, ist sie total happy. Leider zeigte sich aber dann im Laufe der Geschichte immer mehr der wahre Charakter Leos und Kate bemerkt bis zum Schluss nicht, wer sie eigentlich ganz gern mag. Die Figuren selbst wurden von Frau Maslin super toll ausgearbeitet. Jeder hat eine andere Persönlichkeit und auch hier passt wieder alles perfekt zusammen.

Elinor ist die kleine Schwester von Anna und auch ein Mauerblümchen. Ihre große Schwester ist hübscher, mutiger und selbstbewusster als sie. Sie leben im Jahr 1825 und natürlich hat Anna viele Verehrer und soll auch bald an einen reichen Schlossbesitzer vergeben werden. Dann passiert ein tragischer Unfall und Anna wird für immer entstellt. Somit muss Elinor St. Cloud heiraten und versucht, ihren Eltern und ihrer Schwester alles gut zu machen. Voller Hoffnung geht sie nach Darkmere mit und dort beginnt für sie ein Leben voller Angst, Gewalt und Hass.

In der Gegenwart beginnen die Ferien für Kate und die anderen auf dem Schloss ganz gut, bis auf einmal unheimliche Dinge geschehen, die Freunde sich irgendwie verändern und alles den Bach hinab geht. In einem nahegelegenen Dörfchen beginnt Kate Nachforschungen in einem Museum und stellt fest, das auf Darkmere ein Fluch liegen soll. Sind deswegen alle so gewaltbereit? Bis zum Schluss haben sich noch einige unerwartete Ereignisse die Hand gegeben und ich war so gefesselt von dem Buch, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Am Ende klärt sich dann doch das Meiste auf und der Fluch konnte gebrochen werden.

Der Schreibstil von Frau Maslin war anziehend, dennoch leicht, spannend und absolut fesselnd. Die Seiten flogen nur so dahin. Die Kapitel wurden immer abwechselnd aus Sicht von Kate und Elinor geschrieben und bei jedem Kapitelanfang befanden sich wunderschöne Blumenranken. Auch hier hat die Autorin sehr viel Wert auf Details gelegt.

Fazit
„Darkmere Summer“ ist ein fesselndes und spannendes Buch, das mich nicht mehr los ließ. Eine Schauergeschichte, gepaart mit vielen Emotionen und tollen Charakteren. Die Vermischung von Gegenwart und Historischem ist der Autorin sehr gelungen und es entstand ein fließender Plot, bei dem ich nichts auszusetzen habe. 5 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.

Vielen Dank an den Chicken House Verlag für die Bereitstellung dieses tollen Exemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Helen Maslin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Cheltenham. Sie hat Englisch, Geschichte und Kunstgeschichte studiert – was auch immer noch ihre größten Interessen sind. An der Grundschule ihrer Kinder leitet sie einen Kunstklub. Das macht zwar Spaß, ist aber immer sehr chaotisch. Am liebsten mag Helen knallbunt gefärbte Haare, Peter Lorres Stimme, den Duft eines neuen Buches, Roy Lichtensteins Kunst, Nettigkeit und Kuchen.

Donnerstag, 25. Februar 2016

Rezension: Oink - Matt Whyman



Titel: Oink - Wie zwei Minischweine unser Familienleben auf den Kopf stellten
Autor: Matt Whyman
 Seiten: 384  
Verlag: Page & Turner
 Preis: nur noch ebook oder gebraucht 
Ersterscheinung: 17. 04. 12
Reihe: Nein

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Kurzbeschreibung:
Nachdem Matt Whymans sechsköpfige Familie eine der beiden Hauskatzen durch einen Autounfall und zwei der drei Haushühner durch einen Fuchs verloren hat, muss dringend ein neues tierisches Familienmitglied her. Das jedenfalls meint Matts Frau Emma, der das Haus nie voll genug sein kann. Im Scherz schlägt Matt ein Schwein vor. Ein Scherz mit Folgen. Denn was Emma sich in den Kopf setzt, führt sie auch aus. Und so dauert es nicht lange, bis der Whyman‘sche Familienverband neben den Kindern Lou, May, Honey und Frank, dem soziopathischen Kater Miso, der ehemaligen Legehenne Maggie und dem Schäferhund Sesi auch die beiden Minischweine Roxi und Butch umfasst. Die beiden – ach so niiiedlichen – Neuankömmlinge gedeihen prächtig. Und sie machen sich schnell daran, Haus und Familie völlig auf den Kopf zu stellen...

Meinung:
Also ich muss ja zugeben, dieses Buch war ein reiner Coverkauf. Die Schweinchen auf dem Cover sind so süß, da war ich schon auf den ersten Blick verliebt und musste das Buch einfach haben.
Die Kurzbeschreibung klang dazu auch noch ziemlich lustig, weshalb ich nun auch gerne zu dem Roman gegriffen und mich auf ein paar humorvolle Stunden gefreut habe.  

Dabei muss ich sagen, dass ich die ersten 50 Seiten eher etwas schwergängig fand. Man lernt die Familie kennen und die bisherigen Haustiere werden etwas genauer beleuchtet, aber so richtig lustig war es da eher selten.

Als dann die beiden Schweinchen auftauchen ändert sich das Bild aber und es gibt wirklich viele Szenen bei denen ich einfach laut loslachen musste. 

Durch die Ich-Erzählung kann man sich super in den Autor hineinversetzten und erlebt das Geschehen am eigenen Leib mit.  Die Schweine sind schon echt etwas Besonderes und ich habe mir oft gedacht, dass ich das wohl nicht alles so mitgemacht hätte. 

Der Schreibstil ist von viel trockenem Humor und zusätzlicher Selbstironie geprägt, aber dazwischen manchmal auch ein bisschen langatmig gehalten. Wenn wieder was passiert ist, musste ich viel lachen, aber das dazwischen hätte man manchmal noch ein bisschen mehr auf den Punkt bringen können. 

Neben der humorvollen Darstellung des Familienzuwachses gibt es auch noch einige nette Infos zu den Schweinen selbst und was man bei einer Anschaffung beachten sollte. Und ein paar ausgewählte Bilder veranschaulichen die ganze Geschichte zusätzlich. 

Die Figuren sind soweit ganz ok. Auf ihnen liegt ja auch nicht das Hauptaugenmerk und für die Geschichte sind sie ausreichend beschrieben. Vom Autor selbst bekommt man noch das klarste Bild, wobei deutlich wird, dass er viel für den Familienfrieden in Kauf nimmt und trotz aller Widrigkeiten nicht aufgibt. Dabei nimmt er zwar nicht immer den sinnvollsten Weg, ein Mann muss ja seine Ehre verteidigen, aber im Großen und Ganzen macht er einen ganz sympathischen Job. 

Fazit:
Eine ziemlich turbulente und unterhaltsame Familiengeschichte mit großem Fokus auf das liebevolle Chaos durch zwei Minischweine. Man muss oft lachen, aber dazwischen treten auch ein paar unnötige Langatmigkeiten auf. Am Ende vergebe ich solide 3,5 Buchherzen. 


Infos zum Autor (Quelle: Amazon.de):
Der erfolgreiche Kolumnist und Jugendbuchautor Matt Whyman lebt mit seiner Frau, vier Kindern und einer stetig wachsenden Tierschar in West Sussex, England.

*Rezension* Nightmares 1 Die Schrecken der Nacht - Jason Segel




Titel: Nightmares - Die Schrecken der Nacht
Autor: Jason Segel
ISBN: 978-3791519081
Seiten: 384
Verlag: Dressler
Ersterscheinung: 13. November 2014
Teil: 1 von 3
Preis: 17,99 €  gebunden

Kurzbeschreibung
Schlafe, Charlie, schlaf ruhig ein, im Traum wird es noch schlimmer sein

Kalter Kaffee, Unmengen Wasser, Klebeband zum Augenaufhalten: Der zwölfjährige Charlie versucht alles, um bloß nicht einzuschlafen. Seit er in der Villa seiner neuen Stiefmutter lebt, wird er Nacht für Nacht von absolut gruseligen Albträumen heimgesucht. Aber warum wirken die Monster und Ungeheuer soviel echter als andere Träume? Charlie muss sich etwas einfallen lassen, wenn er jemals wieder ruhig schlafen will.

Meinung
„Nightmares!  - Der Schrecken der Nacht“ ist der erste Teil der neuen Kinderbuchreihe ab 10 Jahren vom Autor Jason Segel. Viele kennen ihn bestimmt aus dem Fernsehen und ich war schon ganz gespannt, wie sein Debüt werden würde.

Vorweg muss ich schon mal sagen, dass ich an dem Buch überhaupt nichts auszusetzen hatte. Es war spannend, toll geschrieben, an einigen Stellen recht lustig und die vielen kleinen Zeichnungen im Buch waren einfach nur fantastisch. Auch das Cover mit dem orangefarbenen Buchschnitt ist ein echter Hingucker.

Die Charaktere erschienen mir sehr zum Inhalt passend. Egal ob Kinder oder Erwachsene, sie fügten sich toll in die Geschichte ein, waren alle sofort mir sympathisch. Ich merkte die Verbundenheit zwischen Charlie und seinen Freunden, seine Liebe zu seinem Bruder und das Missfallen an seiner Stiefmutter. Auch die Angstgefühle in den Träumen und dann in der Anderswelt kamen so real und echt rüber, dafür Hut ab.

Die Handlung selbst ist sehr kindgerecht aufgebaut, was auch mein Anlass als Erwachsene ist, die Reihe nicht weiter zu lesen. Für alle aber ab 10 Jahren ein wunderschönes und liebevoll gemachtes Buch über Freundschaft, Bewältigung der Ängste und den Zusammenhalt in der Familie.

Am Ende gabs mal keinen Cliffhänger, für mich ein abgeschlossenes Ende, wobei sich mir nur eine Frage stellte: Wie soll das im zweiten Teil „Die Stadt der Schlafwandler“ weiter gehen? Naja, ich selbst werde es nicht erfahren, Kinder in dem Alter habe ich nicht mehr, also werde ich mir die Rezensionen zu Gemüte führen J, weil neugierig bin ich ja schon….

Der Schreibstil war kindgerecht, einfach, aber auch sehr bildgewaltig. Die Kapitel kurz und die Schriftgröße genau richtig.

Fazit
„Nightmares – Die Schrecken der Nacht“ ist ein tolles Kinderbuch mit viel Spannung, Witz und Charme. Eine kleine Moral steckt auch dahinter: Jeder sollte sich seinen Ängsten stellen und es ist wichtig gute Freunde zu haben. Von mir gibt’s dafür 5 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.


Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Jason Segel hatte früher selbst schreckliche Albträume - genau wie Charlie. Und genau wie Charlie hat er irgendwann begriffen, dass uns unsere Ängste stark machen können, wenn wir uns ihnen stellen. Jason macht viele Sachen gerne, zum Beispiel: schauspielern, schreiben, musizieren oder Zeit mit Freunden verbringen. Wenn er nicht gerade Drehbücher schreibt oder Songs für Filme textet, ist er selbst auf der Leinwand zu sehen oder als Synchronsprecher zu hören. Vielleicht kennst Du ihn aus dem Kinofilm Die Muppets. Deine Eltern kennen ihn bestimmt aus einem seiner anderen Filme. Nightmares! - Die Schrecken der Nacht ist sein erstes Kinderbuch. Er hat es zusammen mit Kirsten Miller geschrieben.

Mittwoch, 24. Februar 2016

Rezension: Noah - Sebastian Fitzek




Titel: Noah
Autor: Sebastian Fitzek
Seiten: 560  
Verlag: Lübbe Hardcover
Preis:
19,99 €, TB: 9,99 €
Ersterscheinung: 20. 12. 13
Reihe: Nein
*klick* zu Amazon







Kurzbeschreibung:
Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat.

Meinung:
Ich habe nun ja schon ein paar Büchern von Sebastian Fitzek gelesen und  war bisher immer total geflasht. Als ich nun mal wieder Lust auf einen richtig tollen Thriller mit viel Nervenkitzel hatte, war klar, zu einem Buch von Herrn Fitzek zu greifen.

Die Kurzbeschreibung von „Noah“ klingt ja auch wieder enorm spannend. Und trotzdem war ich beim Lesen etwas überrascht, in welche Richtung sich der Roman entwickelt.  Denn dieses Mal ist es teilweise doch ziemlich schwere Kost. Das Thema ist extrem aktuell und brisant und der Roman zeigt Zustände und Probleme auf, über die wir zwar alle Bescheid wissen, wir aber nur zu gern verdrängen. 

Meiner Meinung nach, hat sich der Autor ziemlich intensiv mit dem Thema Ausbeutung unseres Planten und den Folgen davon auseinandergesetzt und dies auch in seinem Thriller wiedergegeben. 
Drum rum hat er eine ziemlich spannende, wenn gleich auch manchmal etwas überzogene Handlung gebaut. Doch diesen Weg geht der Autor ja gerne und ich finde es immer wieder faszinierend, wie realistisch er solche Entwicklungen darstellen kann.

Erzählt wir die Geschichte in verschiedenen Handlungssträngen, die erst viele Fragen aufwerfen, sich mit der Zeit aber stimmig annähern und verbinden. Es gibt einige unerwartete Wendungen und oft werden frühere Erklärungen im Laufe des Romans wieder über den Haufen geworfen und neu bestimmt. Der Autor schafft es oft zu erstaunen und zu schockieren und setzt im nächsten Moment gleich noch einen drauf.

Und auch wenn der Plot wirklich vielschichtig, spannend und tiefgründig ist, hat mir dieses Mal der typische Nervenkitzel doch etwas gefehlt. Das Buch ist sehr unterhaltsam, aber wie gesagt, doch auch keine leichte Kost, die man einfach mal so nebenbei lesen kann. 

Die Figuren, allen voran Noah fand ich zum Teil ziemlich gut dargestellt. Es wird richtig deutlich, wie schrecklich es sein muss nichts über sich zu wissen und erst recht, wenn man in solch eine Geschichte gerät. 

Fazit:
„Noah“ ist wieder ein wirklich toller und oft schockierender Thriller, auch wenn der typische Nervenkitzel hier etwas kurz kommt. Er setzt sich intensiv mit brisanten Themen auseinander, die zum Nachdenken anregen und die man schwer einfach so nebenbei Lesen kann.  Schreibstil und Charaktere sind wie immer top, die Handlung wie so oft etwas überzogen, aber dafür sehr realistisch dargestellt. Von mir gibt’s 4 Buchherzen und eine Leseempfehlung. 

Infos zum Autor (Quelle: amazon.de):
Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. "Therapie", erschienen 2006, war sein erstes Werk - und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie - und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender "Mailoholic" ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin.