Sonntag, 28. Februar 2016

Rezension: Das Nebelhaus - Eric Berg




Titel: Das Nebelhaus
Autor: Eric Berg
Seiten: 416  
Verlag: Limes
Preis: TB 9,99 € 
Ersterscheinung: 04. 03. 13
Reihe: Nein

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Kurzbeschreibung:
Seit Jahren haben die Studienfreunde Timo, Philipp, Yasmin und Leonie sich aus den Augen verloren. Als sie sich im Internet wiederbegegnen, verabreden sie sich für ein Wiedersehen auf Hiddensee. Doch das Treffen endet in einem grauenvollen Verbrechen: In einer stürmischen Septembernacht werden drei Menschen erschossen, eine Frau wird schwer verletzt und fällt ins Koma.
Zwei Jahre nach dem Massaker beginnt die Journalistin Doro Kagel, den Fall neu aufzurollen. Nach und nach kommt sie den tatsächlichen Geschehnissen jener Nacht auf die Spur und bald keimt in ihr ein schrecklicher Verdacht auf …

Meinung:
Ich muss sagen, der Start ins Buch hat mich gar nicht mal so von den Socken gehauen. Er ist zwar ok, aber die Täterin scheint von Anfang an klar zu sein und nur das „Warum“ im Raum zu stehen. Doch schon bald war ich mitten in der Geschichte und wollte unbedingt eine Antwort auf die Frage nach dem „Warum“. Doch auch damit ist es schnell nicht mehr genug, denn mit der Zeit werden noch mehr Fragen aufgeworfen und neue Hintergründe und Zusammenhänge aufgedeckt, bis ich dann doch auch an der Täterin gezweifelt und nach und nach fast jeden verdächtigt habe. 

Der Handlungsaufbau hat mir gut gefallen. Das liegt auch ein bisschen an der besonderen Erzählweise, in der zwischen Szenen aus Gegenwart und Vergangenheit abgewechselt wird. So begleiten wir immer ein Kapitel lang Journalistin Doro bei ihren Recherchen und bekommen im Anschluss daran einen Einblick in die Zeit vor zwei Jahren und können so auch miterleben, was damals wirklich passiert ist. Obwohl dadurch manches ein bisschen ausführlich dargestellt wurde, hat mich diese Art des Erzählens durchaus überzeugt. 

Auch davon abgesehen lässt sich der Roman sehr gut und flüssig lesen. Je weiter er voran schreitet, desto mehr Spannung wird aufgebaut und auch die bildhaften Beschreibungen sorgen für eine fesselnde Atmosphäre. 

Die Figuren bleiben lange Zeit ziemlich geheimnisvoll. Nach und nach bekommt man aber doch immer ein bisschen mehr von ihrem Inneren zu sehen. Davon ist zwar vieles nicht wirklich sympathisch und manches vielleicht auch ein bisschen klischeebelastet, aber doch nachvollziehbar und mit einigen Überraschungen beschrieben. 

Das Ende selbst fand ich richtig gut gewählt, da es alles andere als alltäglich ist, sich die Spannung darin gipfelt und auch alle offenen beantwortet werden. 

Fazit:
Ein richtig toller Krimi, ganz ohne Polizei, dafür aber mit einer besonderen Erzählweise. Durch die abwechselnden Kapitel aus Gegenwart und Vergangenheit werden mit der Zeit viele Fragen aufgeworfen, aber auch stimmig, zufriedenstellend und doch überraschend beantwortet. Ich hatte viel Lesespaß und vergebe sehr gute 4 Buchherzen. 

Infos zum Autor (Quellen: randomhouse.de und wikipedia.de):
Eric Berg ist das Pseudonym des Autors Eric Walz, der sich vor allem mit historischen Romanen einen Namen gemacht hat. 
Aber auch als Eric Berg zählt er zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. 2013 verwirklichte er einen langgehegten schriftstellerischen Traum und veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman Das Nebelhaus, der Leser wie Kritiker gleichermaßen begeisterte. Nach Das Küstengrab ist Die Schattenbucht nun der dritte Roman des Erfolgsautors.

Kommentare:

  1. "Das Nebelhaus" fand ich nocht gut, aber das zweite Buch "Das Küstengrab" war so ähnlich und alles andere als spannend, dass ich wohl den neuen Krimi "Die Schattenbucht" nicht mehr lesen werde.
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Mh, also ich hab das Küstengrab noch nicht genauer angeguckt, jedoch werde ich mir wohl die Schattenbucht auf der Messe etwas genauer angucken. Aber es ist jetzt auf jeden Fall kein unbedingtes Muss.

      lg, Steffi

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