Samstag, 26. November 2016

*Rezension* Die Akte Harlekin - Thomas Vaucher




Titel: Die Akte Harlekin
Autor: Thomas Vaucher
ISBN:  978-3952464007
Seiten: 352
Verlag: Riverfield
Ersterscheinung: 17. August 2016
Preis: 22,00 €  gebunden


Kurzbeschreibung
Ein Serienkiller, der seine Opfer sämtlicher Körperflüssigkeiten beraubt, versetzt die Bevölkerung in der Hansestadt Bremen in Angst und Schrecken. Die Angehörigen der Ermordeten begehen wenige Tage nach den Verbrechen Selbstmord, nachdem sie angegeben haben, ihnen seien die Getöteten als Geister erschienen. Die Polizei tappt im Dunkeln und engagiert den ehemaligen Kommissar und Experten für Okkultes, Richard Winter, als externen Ermittler für den Fall. Im Laufe seiner Nachforschungen macht Winter eine grauenvolle Entdeckung, die ihn jedoch bald selbst ins Visier des Killers geraten lässt …

Kommissar Winters erster Fall.

Meinung
Nach der Anfrage des Verlages und dem Durchlesen des Klappentextes wusste ich sofort, dies könnte ein Buch ganz nach meinem Geschmack werden. Und so war es dann auch…ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und war einfach nur begeistert.

Der Einstieg in dieses Werk durch einen Prolog war schon ganz aufregend. Gleich wurde ich mit dem ersten Mord konfrontiert, welcher auch noch sehr genau beschrieben wurde. Die Spannung stieg an und hielt sich auch konstant bis zum Schluss. Durch viele okkulte und mystische Einschübe ging meine Gefühlswelt bis an ihre Grenzen und ich fand es fantastisch, wie der Autor so genial seine Leser beeindrucken konnte.

Durch die ganze Handlung schlängeln sich Wendungen und unerwartete Ereignisse, sodass ich zu keiner Zeit darauf kam, wer der Mörder war. Es geschah auch alles Schlag auf Schlag, wodurch sich das Buch dann auch sehr schnell lesen ließ. Was mich am meisten begeistern konnte, waren die Portraits, die der Mörder von jedem seiner Opfer mit den eigenen Körpersäften gemalt hatte. Gruseliger geht’s wirklich nicht, vor allem, da diese als „Geister“ erschienen und ihre Hinterbliebenen in den Selbstmord trieben.

Zu den Charakteren selbst gibt’s nicht viel zu erzählen. Sie fügten sich exakt in den Plot ein und waren einfach super. Alle bekamen eine große Rolle, wodurch Nebendarsteller nicht wirklich erschienen. Am besten hat mir Kommissar Winter gefallen. Durch seine lockere Art, erschien er mir sehr sympathisch. Durch seine immer wieder auftretenden Albträume, die er mal mehr, mal weniger gut verarbeitete, gestaltete er sich als sehr real und authentisch. Auch Catharina Weiß war so eine tolle Darstellerin. Zu ihr verrate ich nicht mehr, ihr würdet es mir im Leben nicht glauben, was dabei herauskommt.

Der Schreibstil von Herrn Vaucher war locker und leicht, dennoch sehr fesselnd und gruselig. Die Kapitel wurden kurz gehalten und nicht nur von Winter, sondern auch einige direkt vom Täter, erzählt. Vor jedem Kapitel wurde ein Schachzug abgedruckt, welcher im echten Leben von einer echten Schachpartie zeugt. Mehr Infos dazu auf der letzten Seite des Buches.

Das Ende war gut und logisch durchdacht und beantwortete jede offene Frage. Eine Überraschung gab es auch noch, was, wird aber nicht verraten. Für mich war es unglaublich. Ich hoffe, bald wieder etwas von diesem Autor lesen zu dürfen.

Fazit
Bei „Die Akte Harlekin“ gab es nichts auszusetzen. Fantastischer Thriller mit vielen gruseligen und okkulten Einschlägen, tolle Charaktere und ein ausgezeichneter Plot. Ich vergebe die Höchstpunktzahl von  5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.

Vielen Dank an den Riverfield Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Thomas Vaucher (35) arbeitet als Autor und Lehrer. Er ist zudem als Schauspieler und Musiker tätig. Vaucher hat schon mehrere historische Romane geschrieben, die im renommierten Schweizer Stämpfli Verlag veröffentlicht wurden. »Die Akte Harlekin« ist sein erster Thriller und spielt, da dem Autor die schöne Hansestadt sehr am Herzen liegt, in Bremen. Vaucher ist verheiratet und lebt mit seiner Frau in der Nähe von Freiburg (CH).

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