Samstag, 10. Oktober 2026

Hörbuchrezension: Die Hexen vom Honeysuckle House - Liz Parker

Titel: Die Hexen vom Honeysuckle House
 Autorin: Liz Parker  
Übersetzerin: Jasmin Humburg
Sprecherin: Cornelia Prescher
    
Laufzeit: 9 h 20 Min - ungekürzt
  Verlag: Argon Hörbuch        
Preis: ab 16, 65 € im Download - Im Abo günstiger  
Ersterscheinung: 01. Oktober 2026          
Reihe: Nein
 
 
 
 
Kurzbeschreibung:
Willkommen in Honeysuckle House – zwischen verzauberten Buchladen-Regalen und den düsteren Schatten der Vergangenheit!

Zwei Schwestern, ein verzauberter Buchladen und ein mörderisches Erbe. Im nebligen Burdock Creek hütet Evie Caldwell die Bienen von Honeysuckle House, während Florence der Magie misstraut. Doch ein dunkler Fluch verwebt ihre Schicksale: Alle dreizehn Jahre stirbt ein geliebter Mensch. Als Florences Geburtstag naht, erwacht das Haus auf gefährliche Weise. Zwischen Kürbisgewürz und uralten Tagebüchern suchen sie nach der Wahrheit hinter ihrer Macht.

Meinung:
Die Idee eines verzauberten Hauses und eines Fluchs der alle 13 Jahre ein Leben fordert, hat mich angesprochen. Und Hexen mag ich ja eh auch gerne, deshalb war ich sehr gespannt.

In der Gegenwart begleiten wir die beiden Schwestern Florence und Evie, die unterschiedliche Ansichten dazu haben, wie sie den Fluch (hoffentlich) außer Kraft setzten können. Während Florence auf ihre Magie verzichtet, nutzt Evie sie, um den Menschen im Dorf zu helfen. Trotzdem haben sich beide durch die unterschiedlichen Ansichten und ihre Erfahrungen in der Kindheit etwas entfremdet. 

Dennoch geht es in diesem Buch um so viel mehr, denn man bekommt die Handlung noch durch viele weitere Perspektiven erzählt und das nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Vergangenheit. 

Regina und Violet haben in den 1960er Jahren im Haus gewohnt und sind die Vorfahren von Florence und Evie. Und auch ihre Geschichte erleben wir nach und nach mit und man kann sagen, dass diese wirklich sehr tragisch und von Verrat geprägt ist. 

Generell mochte ich es sehr gerne, dass es unterschiedliche Sichten gibt. Zu Beginn war es aber etwas verwirrend, bis man wirklich wusste, wer wer ist. Außerdem gab es durch die verschiedenen Sichten noch mehr Fokus auf die Liebesgeschichten, da diese in allen Perspektiven eine Rolle spielen. Für mich fast etwas zu viel, aber am Ende war es für mich dann doch stimmig.

Generell hat die Geschichte für mich erst nach und nach ihren Zauber entfaltet. Die Figuren wurden immer greifbarer und viele davon sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Ganz zauberhaft war natürlich Evies Tochter Clara und auch das verzauberte Haus selbst. Das war auf jeden Fall das erste Mal, dass ein Haus solche Emotionen in mir geweckt hat und ich mir selbst auch gewünscht hätte, in solch einem verzauberten Haus mit Seele zu wohnen. 

Die Atmosphäre ist teils magisch, teils cozy, teils aber auch mystisch und erschreckend düster. Es ist ein guter Mix, der sich aber auch erst mit der Zeit entfaltet. 
Die Handlung fand ich recht gut, die Spannung ist meist eher subtil, kann aber durchaus tragen und vor allem am Ende wird es doch richtig tragisch und mitreißend. 

Die Magie an sich war eher ein bisschen Diffus. Sie ist einfach da, aber so ganz klar eingegrenzt, was sie jetzt leisten kann, oder nicht, wird sie nicht. Das fand ich ein bisschen schade, aber so wirklich gestört hat es mich auch nicht.  

Tarot spielt auch eine große Rolle. Jeder Abschnitt im Buch wird mit einer Tarotkarte eingeleitet, die man dann näher beschrieben kommt und die Figuren ziehen auch oft Karten, um sich Rat zu holen. 
 
Sprecherin Corenlia Prescher hat gut und lebendig gelesen und super zur Geschichte und ihren Figuren gepasst. 

Fazit:
„Die Hexen vom Honeysuckle House“ ist eine Geschichte, die erst nach und nach ihren vollen Zauber entfaltet. Anfangs etwas verwirrend und von scheinbaren Nichtigkeiten erschlagen, aber mit der Zeit spielt das alles eine Rolle und die meisten Figuren wachen seinem immer mehr ans Herz. Vor allem auch das Haus selbst. Die Hintergründe und Geheimnisse fand ich durchaus tiefer gehend als gedacht und insgesamt gab es einen guten Mix aus teils magischer, cozy Grundstimmung mit erschreckend düsteren Offenbarungen und Geheimnissen. Am Ende wird es noch richtig tragisch und mitreißend und ich war doch etwas traurig, als ich die Figuren gehen lassen musste. Insgesamt vergebe ich wirklich gute 4 Buchherzen, bei denen ich aktuell sogar noch überlege, ob es doch noch knappe 5 werden. 
Herzlichen Dank an den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zur Autorin (Quelle: Argon-verlag):
Liz Parker ist Autor:in von Witches of Honeysuckle House, In the Shadow Garden und The other March Sisters. Als Kräuterkundler:in und Hexe lebt Liz in Los Angeles und liebt Tarot, Astrologie und Gespräche mit Pflanzen.

Info zur Sprecherin (Quelle: sprecherdatei.de):
Cornelia Prescher ist ausgebildete Sprecherin und lebt in der Nähe von Hamburg. Die Liebe zum Sprechen begann vor Jahren als Layout-Sprecherin und sie war sofort begeistert von der Arbeit am Mikrofon. Inzwischen ist sie seit einigen Zeit hauptberuflich als Sprecherin etabliert.

Sie liest Hörbücher ein, liebt es zu synchronisieren und ist auch im VoiceOver und Kommentarbereich für Doku und Reportagen, Hörspiel, Werbung und Imagefilm zu hören.
Mit ihrer warmen, weichen, mittelkräftigen Stimme bewegt sie sich von selbstbewusst, mütterlich, klug, elegant und kompetent bis gerne auch mal zu arrogant und zickig.
  
 
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