Montag, 12. Oktober 2020

Rezension: Die Tribute von Panem X: Das Lied von Vogel und Schlange - Suzanne Collins

Titel: Die Tribute von Panem X - Das Lied von Vogel und Schlange
    Autorin: Suzanne Collins
Übersetzer: Peter Klöss & Sylke Hachmeister
Seiten: 608
 Verlag: Oetinger   
Preis: 26, 00 € HC, 15, 99 € Ebook
Ersterscheinung: 19. 05. 20     
Reihe: Prequel  
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Es ist der Morgen der Ernte der zehnten Hungerspiele. Im Kapitol macht sich der 18-jährige Coriolanus Snow bereit, als Mentor bei den Hungerspielen zu Ruhm und Ehre zu gelangen. Die einst mächtige Familie Snow durchlebt schwere Zeiten und ihr Schicksal hängt davon ab, ob es Coriolanus gelingt, seine Konkurrenten zu übertrumpfen und auszustechen und Mentor des siegreichen Tributs zu werden. Die Chancen stehen jedoch schlecht. Er hat die demütigende Aufgabe bekommen, ausgerechnet dem weiblichen Tribut aus dem heruntergekommenen Distrikt 12 als Mentor zur Seite zu stehen – tiefer kann man nicht fallen. Von da an ist ihr Schicksal untrennbar miteinander verbunden. Jede Entscheidung, die Coriolanus trifft, könnte über Erfolg oder Misserfolg, über Triumph oder Niederlage bestimmen. Innerhalb der Arena ist es ein Kampf um Leben und Tod, außerhalb der Arena kämpft Coriolanus gegen die aufkeimenden Gefühle für sein dem Untergang geweihtes Tribut. Er muss sich entscheiden: Folgt er den Regeln oder dem Wunsch zu überleben – um jeden Preis.

Meinung:

Da ich die Tribute von Panem Reihe sehr interessant und vor allem so extrem mitreißend fand, war ich auf dieses Prequel gespannt. Der hohe Preis hat mich lange überlegen lassen, aber am Ende hat die Neugier gesiegt.

Ich wollte gerne wissen, weshalb Präsident Snow so geworden ist, wie wir ihn in der Hauptreihe kennengelernt haben und wollte auch gerne wieder von der Handlung mitgerissen werden.

Das Buch startet mit der im Klappentext beschriebenen Situation, dass der 18 jährige Coriolanus Snow versucht den Schein aufrecht zu erhalten, dass seine Familie nach wie vor wohlhabend ist, aber eigentlich können sie sich kaum etwas zu essen leisten. Man merkt schon zu Beginn, dass Snow ein sehr spezieller Charakter ist. Immer auf sein Wohl und seinen Stolz bedacht, aber doch blinken manchmal sympathische Ansätze durch.

Es war durchaus interessant, Panem bzw. auch das Kapitiol zu der frühen Zeit zu erleben. Der Krieg ist erst kurz vorbei und von dem bekannten, pompösen Leben aus der Hauptgeschichte ist noch nicht viel zu entdecken. Trotzdem gibt es schon einige Parallelen und auch nette Infos, die nebenbei eingestreut werden. So erfährt man, dass die Hungerspiele anfangs noch ohne großes Konzept durchgeführt wurden, wie es zu den Wetten und den Mutationen kam und auch was es mit den Spotttölpeln auf sich hat. Diese Infos fand ich nett und interessant, aber ich muss schon sagen, dass sich das Handlung teilweise etwas gezogen hat.

Es gibt nämlich viele Seiten, aber irgendwie doch wenig Inhalt. Die Geschichte plätschert die meiste Zeit einfach etwas vor sich hin und eine wirkliche Verbindung konnte ich nur zu wenigen Figuren aufbauen. Lucy Gray ist natürlich wichtig, aber so wirklich nah war sie mir nicht. Zu einem gewissen Grad beeindruckt hat mich Coriolanus „Freund“ Sejanus, auch wenn es da auch etwas viel des Guten war. Gerne mehr erfahren hätte ich von seiner Cousine Tigris, auch was später aus ihr geworden ist.

Die Hungerspiele an sich sind weiterhin einfach grausam, wenn auch teilweise auf eine andere Art. Es ist den Verantwortlichen eigentlich egal, ob sie Tribute lebend in der Arena ankommen, oder nicht. Sie werden gehalten wie Tiere und verhungern zum Teil auch. Grausam, aber trotzdem konnte mich das alles leider nicht so packen wie im Original.

Am enttäuschendsten fand ich aber leider wieder mal das Ende. Das fand ich gar nicht nachvollziehbar und viel zu schnell abgehandelt. Das hat für mich auch gar nicht zum Rest gepasst und so gewirkt, als müsste man jetzt endlich mal zu einem Ende kommen, egal wie.

Fazit:

Eine nette Vorgeschichte, die ein paar interessante Infos zum bereits Bekannten einstreut, aber insgesamt fand ich sie doch eher etwas langatmig, nicht wirklich mitreißend und vor allem das Ende total enttäuschend. Für mich war es das viele Geld nicht wirklich wert ist, trotzdem vergebe aber noch knappe 3 Buchherzen, da ich an einigen Hintergrundinfos doch auch meinen Spaß hatte und sich die Geschichte auch ohne mitreißende Spannung ganz solide lesen lies.   

Infos zur Autorin (Quelle: oetinger.de):
Suzanne Collins, 1962 geboren, begann ihre Karriere Anfang der 90er-Jahre als Drehbuchautorin für das amerikanische Kinderfernsehen. 2003 veröffentlichte sie mit dem Roman »Gregor und die graue Prophezeiung« den ersten Band einer fünfteiligen Abenteuer-Reihe, die sich schnell zum internationalen Bestseller entwickelte. 2009 erschien »Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele« und erwies sich als Senkrechtstarter. Die packende Gesellschaftsutopie fesselte Leser in der ganzen Welt, und errang die ersten Plätze der Beststellerlisten in den führenden Medien der USA. Das Time Magazine wählte Suzanne Collins auf die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten 2010. In Deutschland wurde »Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele« mit dem Jugendliteraturpreis 2010 ausgezeichnet. Der zweite Band »Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe« eroberte sowohl in den USA als in Deutschland die Bestsellerlisten und auch der dritte und damit letzte Teil der Trilogie, im August 2010 in den USA erschienen, sprang sofort von 0 auf Platz 1!
 
 
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Infos zur Reihe: 
1. Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele
2. Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe
3. Die Tribute von Panem - Flammender Zorn

Prequel: Die Tribute von Panem X - Das Lied von Vogel und Schlange

2 Kommentare:

  1. Huhu Steffi :)

    Schade, dass dich das Buch nicht so überzeugen konnte wie erhofft. Ich habs nicht gelesen, was zum einem am Preis liegt und zum anderen mag ich Snow einfach überhaupt nicht^^ und ein Buch zu lesen, wenn man den Prota nicht mag, finde ich echt schwierig.
    Ich hab schon von einigen gehört, dass das Buch viele Längen hat und gerade das Ende nicht so richtig passt. Schade, aber es macht mich auch nicht neugieriger auf das Buch. Eins weniger auf der langen Leseliste ;)

    Ich hab mal gelesen, dass ein Gerücht umging, dass es wohl bei der Geschichte um Snow einen weiteren Band geben soll. Ist denn die Geschichte abgeschlossen oder ist da noch viel offen?

    Lieben Gruß
    Andrea

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    1. Hallo Andrea,

      ja, das ist da gar nicht schlecht, wenn du es nicht lesen willst :D

      Oh, davon hab ich ja noch nichts gehört. Also ich würde das Ende schon eher als realtiv abgeschlossen betrachten, aber natürlich gäbe es noch viel Zeit zwischen dem 18-jährigen Snow von damals und dem 82-jährigen bei den Hungerspielen des ersten Bands.

      Also von dem her könnten sie da bestimmt noch was rauspressen, das dann evtl. auch noch etwas mehr Einblick gibt.

      Ich bin gespannt, ob es weitergeht, lesen werde ich es dann aber wohl nicht, vor allem, wenn es wieder so teuer wäre, vowon auszugehen ist.

      Liebe Grüße,
      Steffi

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