Samstag, 14. Februar 2026

Hörbuchrezension: Das Buch der Wünsche - Meg Shaffer

Titel: Das Buch der Wünsche
  Autorin: Meg Shaffer
SprecherInnen: Nora Schulte & Richard Barenberg
Übersetzerin: Paule Telge 
Laufzeit: 9 h 54 Min - ungekürzt    
Verlag: Random House Audio 
Preis: ab 20,44 € - Download - Im Abo günstiger
Ersterscheinung: 10. Nov. 2025   
Reihe: Nein
 
 
 

Kurzbeschreibung:

In einer von Einsamkeit geprägten Kindheit fand Lucy Hart Trost in Büchern, insbesondere in der "Clock Island"-Reihe von Bestsellerautor Jack Masterson. Jetzt ist sie Mitte zwanzig und kann ihre Liebe zum Lesen mit ihren Schülern teilen, vor allem mit dem Waisenjungen Christopher. Lucy würde alles dafür tun, Christopher zu adoptieren, doch um ihm ein richtiges Zuhause zu geben, fehlen ihr die nötigen finanziellen Mittel. Als Jack Masterson einen Wettbewerb ausschreibt – mit dem einzigen Exemplar seines neuesten Romans als Preis – schöpft Lucy neue Hoffnung. Vor Ort erwarten sie nicht nur zahlreiche Rätsel, sondern auch gerissene Gegner und der ablenkend gut aussehende Illustrator Hugo Reese. Um zu gewinnen, muss sich Lucy ihren Ängsten stellen. Und der Autor selbst hat ein Geheimnis, das den Ausgang des Wettbewerbs stark beeinflusst ...

Meinung:

Die Kurzbeschreibung hat mich gleich angesprochen. Bücher, die Trost spenden, kennen wohl die meisten und auch sonst fand ich es mal eine etwas andere Story.

Und das merkt man der Geschichte selbst auch schnell an. Denn, sie ist fast ein bisschen märchenhaft aufgebaut und erzählt. Es gibt die schwierige Ausgangslage, dann eine unglaubliche und unerwartete Möglichkeit, etwas zu erreichen, dazu einen „Prinzen“, der super lieb ist und auch das Ende ist doch fast etwas zu schön, um wahr zu sein. Wobei die Autorin doch auch immer wieder Elemente eingebaut hat, die dafür sorgen, dass die Geschichte auf dem Boden der Tatsachen bleibt. Denn, es gibt doch auch einige Rückschläge und negative Entwicklungen, womit klar verdeutlicht wird, dass alle Menschen ihr ganz persönlichen Päckchen zu tragen haben, auch wenn man es manchmal nicht auf den ersten Blick erkennen kann.

Generell hab ich die Geschichte aber gerne gehört. Lucy ist eine herzensgute Protagonistin, die alles dafür gibt, den Waisenjungen Christopher glücklich zu machen. Ihr Umgang miteinander ist wirklich süß und Christopher ist auch sehr besonders dargestellt. Aber besonders fand ich eh die meisten Figuren im Buch, allen voran den etwas liebevoll verrückt wirkenden Bestsellerautoren Jack Masterson, der sich gefühlt von heute auf morgen einen etwas ungewöhnlichen Wettbewerb ausdenkt, an dem nur bestimmte Menschen teilnehmen dürfen.

Dennoch habe ich mit Lucys manchmal etwas sturer und kopfloser Art doch auch ab und an meine Probleme gehabt. Wenn sie sich in Lebensgefahr begeben will, nur um Christopher nochmal zu sehen oder nicht über ihren Schatten springen kann, Hilfe anzunehmen, weil sie das selbst schaffen will/muss. Da konnte ich manchmal nicht anders, als die Augen zu verdrehen, aber dennoch macht sie das eben auch menschlich und realistisch, und sorgt eben auch dafür, dass es nicht zu märchenhaft wird und sie eben auch noch einiges an Entwicklungspotential während der Geschichte ausleben kann.

Die Liebesgeschichte hätte ich mal wieder nicht unbedingt gebraucht, war aber auch nicht aufdringlich und schön in die Hauptgeschichte integriert.

Gut gefallen hat mir auch, dass es zu Beginn eines jeden Abschnitts in der Geschichte eine kurze Szene aus dem ersten Clock Island Buch gibt. Das hat die Sache für mich irgendwie noch etwas rund gemacht und natürlich fand ich auch die verarbeiteten Themen, wie z. B. Dass man sich seinen Ängsten stellen muss usw. echt gut.

Hauptsprecherin Nora Schulte hat gut zur Geschichte gepasst und sehr lebendig gelesen. Richard Barenberg hat hauptsächlich die Szenen aus dem Clock Island Buch gelesen, aber auch die fand ich sehr passend und ansprechend vertont.

Fazit:

Eine märchenhaft erzählte Geschichte, die berührt und viele wichtige Themen bearbeitet. Die Charaktere sind alle besonders, manchmal auch etwas stur und eigenwillig, aber man kann nicht anders, als sie ins Herz zu schließen. Die Handlung ist unterhaltsam, teils etwas abgedreht und doch auch tiefgründig. Auch wenn ich nicht alles perfekt fand, mochte ich einfach die besondere Stimmung und auch das etwas fast zu schöne Ende, weshalb ich trotz ein paar kleinerer Kritikpunkte die vollen 5 Buchherzen und eine Lese-/ Hörempfehlung für alle gebe, die Wünsche haben und gerne davon lesen, wie sie in Erfüllung gehen.
Herzlichen Dank Randomhouse Audio für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zur Autorin (Quelle: penguin.de):  
Meg Shaffer ist Teilzeit-Dozentin für kreatives Schreiben und Vollzeit-MFA-Kandidatin für Fernsehen und Drehbuchschreiben am Stephens College in Columbia, Missouri. Wenn sie sich nicht gerade Hitchcock-Filme ansieht, liest sie Star Trek-Romane oder macht ein Nickerchen.

Info zu den Sprechern (Quelle: penguin.de):
Nora Schulte ist freischaffende Schauspielerin und Sprecherin. 1993 in Berlin geboren und aufgewachsen absolvierte sie ihre Schauspielausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Es folgten u. a. Engagements an den Staatstheatern in Nürnberg, Kassel und Braunschweig und am neuen theater Halle. Mit ihrer einfühlsamen, warmen und sprudelig-fröhlichen Stimme ist Nora Schulte in zahlreichen Audioproduktionen zu hören und auch im TV oder auf der Kinoleinwand zu entdecken.

Richard Barenberg, geboren 1976 in Surabaya (Indonesien), studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Anschließend führten ihn Engagements u. a. ans Nationaltheater Weimar, ans Maxim Gorki Theater Berlin, ans Theater Oberhausen, ans Volkstheater Rostock und an die Komödie am Ku'damm. Als Hörbuchsprecher ist er besonders durch seine Lesungen der Bestseller von Jeffrey Archer, Andy Weir, Andreas Brandhorst und Terry Brooks bekannt.
 
  
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