Freitag, 10. Mai 2013

Rezension: Bis du erwachst - Lola Jaye




Titel: Bis du erwachst
Autorin: Lola Jaye
Seiten: 304
Verlag: rowohlt
Preis: 8, 99 Euro 
Ersterscheinung: 16. 07. 2010
Reihe: Nein





Inhalt:
Als Lena ihren Freund Justin auf frischer Tat mit einer anderen im Bett erwischt, steht sie so unter Schock, dass sie über einen Schuh stolpert, die Treppe hinunter stürzt und ins Koma fällt. Nach und nach versammelt sich ihre Familie ums Krankenbett und stellt dabei fest, wie sehr sie auf die immer hilfsbereite Lena angewiesen sind und wie wenig sie eigentlich von ihr Wissen. Ihre Schwestern Cara und Millie verstehen sich nur bedingt und waren bisher sehr auf ihr eigenes Leben fixiert. Ihre Mutter Kitty war nie wirklich für ihre Kinder da und hat Lena auf einem Berg Schulden sitzen lassen. Und dann gibt es noch Michael Johns, einen Mann den Lena nur flüchtig aus dem Bus kennt, der aber gleich von ihr verzaubert war. Diese Personen sorgen sich nun um Lena und hoffen jeden Tag, dass sie wieder erwacht und ganz nebenbei finden sie wieder zueinander und bekommen ihr Leben in den Griff.

Meinung:
Als ich die Inhaltsangabe von „Bis du erwachst“ gelesen habe, hat sie mich sofort angesprochen. Denn eigentlich lese ich gerne ab und an mal so tragische Familiengeschichten, die einem in Erinnerung rufen, wie kostbar  und kurz das Leben ist, weil man das einfach viel zu oft vergisst.

Dementsprechend regt der Roman auch wirklich zum Nachdenken an. Doch leider hatte ich mit der Umsetzung teilweise meine Probleme.

Es beginnt schon damit, dass die ganzen Charaktere, abgesehen von Lena, zu Beginn einfach unglaublich unsympathisch und sehr klischeehaft sind. Lenas Schwestern sind gegensätzlicher, wie sie nur sein können. Millie, die Jüngste der Dreien, ist ziemlich hübsch, hat aber ein gewaltiges Männerproblem. Sie sieht in jedem Mann ihre große Liebe und klammert sich an sie. Außerdem ist sie arbeitslos und nimmt es mit der Disziplin und Pünktlichkeit nicht so genau. Die andere Schwester Cara passt eher in das Raster selbstbewusste Karrierefrau. Sie hat zusammen mit ihrem langjährigen Freund eine eigene Bar und sagt gern, wo es lang geht. Auch Michael lernt man zu Beginn als einen sich selbst bemitleidenden und unsympathischen Zeitgenossen kennen.

In Rückblenden erfährt man mehr über Lena und ihre Familie, ihre Ängste und Zweifel,  wodurch man die ganze Situation mit der Zeit etwas besser versteht, aber dennoch fiel es mir oft schwer, wirklich mit ihnen mitzufühlen. Einerseits lag das wohl am Schreibstil der Autorin, der mir einfach etwas zu emotionslos war. Aber andererseits entwickelt sich der Roman einfach viel zu kitschig. Dabei mag ich kitschige und schnulzige Romane manchmal wirklich sehr gerne, aber hier läuft einfach alles zu glatt und geplant, wodurch man ziemlich bald weiß, wie der Roman enden wird.

Doch davon mal abgesehen lässt sich der Roman ganz gut lesen, und bietet dem Leser auch viele Weisheiten, die man sich ab und an verinnerlichen sollte. 

Fazit:
Ein netter Roman für zwischendurch, von dem ich mir aber etwas mehr Tiefgang, mehr emotionale Überzeugung und eine etwas weniger vorhersehbare und kitschige Handlung gewünscht hätte. Knappe 3 von 5 Buchherzen.


Infos zur Autorin (Quellen: Lovelybooks & Amazon):
Lola Jaye wurde in London geboren, wo sie auch immer noch wohnt. Einige Monate verbrachte sie in Nigeria, dem Land ihrer Vorfahren  Sie studierte Psychologie an der University of East London und am Regents College. Seitdem arbeitet sie als Therapeutin. Sie begann bereits mit 10 Jahren, Kurzgeschichten zu schreiben, merkte aber erst während einer Forschungsarbeit, dass sie wirkich dazu fähig ist. Ihr erster Roman "Für immer, dein Dad" erschien 2009 und war in Deutschland ein großer Erfolg.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Rezension: Jasmyn - Alex Bell - Unbedingt lesen ;)





Titel: Jasmyn
Autorin: Alex Bell
Seiten: 399
Verlag: rowohlt Polaris
Preis: 12, 90 Euro 
Ersterscheinung: 01. 02. 2011
Reihe: Nein




Inhalt:
Mit dem plötzlichen Tod ihres Ehemanns Liam bricht für die junge Geigenlehrerin Jasmyn eine Welt zusammen. Als die Trauer sie zu überwältigen droht, geschehen plötzlich unheimliche Dinge. Bei der Beerdigung fallen fünf schwarze, tote Schwäne auf Liams Grab, seine Eltern wollen nichts mehr mit ihr zu tun haben, sie fühlt sich beobachtet und verfolgt und hat immer öfter erschreckende Erscheinungen, von denen sie nicht weiß, ob sie real sind, oder sie einfach langsam, aber sicher verrückt wird. Um Antworten zu erhalten, wendet sie sich schließlich an Liams Bruder Ben, mit dem Liam nach einem Streit schon länger keinen Kontakt mehr hatte. Gemeinsam tauchen sie in eine Welt aus Magie und alten Legenden ein und stoßen dabei auf Geheimnisse, die Jasmyn nie für möglich gehalten hätte.

Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich von diesem Buch vorher noch nie etwas gehört habe und der Kauf eher ein Zufall war. Jedoch ein sehr glücklicher, denn der Roman hat mich ziemlich sprachlos zurückgelassen.
Denn „Jasmyn“ von Alex Bell ist ein ungewöhnlicher Roman, was sich schon im ersten Satz wiederspiegelt. Denn darin heißt es „Ein Buch wie dieses haben sie noch nie gelesen“. Eine ziemlich selbstbewusste Aussage, die mich zu Beginn eher skeptisch gemacht hat. Aber „Jasmyn“ bietet wirklich eine neue und atemberaubende Geschichte. Die Autorin verknüpft eher unbekanntere altdeutsche Sagen- und Märchenmotive von Bayrischen Märchenkönig Ludwig II zu einer spannenden, aber auch emotionalen Fantasygeschichte. 

Schon ab der ersten Seite befindet man sich mitten in der Geschichte. Liam ist bereits verstorben und bei Jasmyn steht die große Trauer im Vordergrund. Sie kann es noch gar nicht richtig begreifen, dass ihr geliebter Liam nun nicht mehr bei ihr ist. Dabei erhält der Leser durch kurze, aber doch eindrucksvolle Erinnerungen einen guten Einblick und lernt die beiden etwas besser kennen. Doch dabei wirkt die Trauer stets unglaublich realistisch, was dem Roman eine gewisse Schwere verleiht.  

Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mysteriöser wird es. Und viele der unheimlichen Erscheinungen sind überraschend dunkel, wodurch es auch teilweise leicht gruselig wird. Es werden immer neue brennende Fragen in den Raum geworfen, und man möchte unbedingt wissen, was da vor sich geht und wie alles zusammenhängt. Dabei bieten sich für den Leser viele Möglichkeiten sich Vorschläge für die Hintergründe zu überlegen, aber die Autorin überrascht dabei immer wieder mit solch unvorhergesehen Wendungen, dass ich in den seltensten Fällen mit meinen Vermutungen richtig lag. Und auch wenn am Ende manch kleinere Fragen doch unbeantwortet bleiben, ist die Geschichte um Liebe, Mystik, Gier und Hass in sich stimmig und einleuchtend und konnte mich bis zur letzten Seite fesseln. 

Jasmyn ist eine ungewöhnliche Protagonistin, was nicht nur darin begründet liegt, dass sie eine Albino-Frau ist und deshalb vermehrt unter Komplexen leidet. Aber dennoch ist sie stark und steht zu ihrer Meinung.  Man spürt auch, wie sehr sie ihren Mann geliebt hat und deshalb ist es auch verständlich, dass sie ihn immer verteidigt. 

Aber die wirkliche Sensation ist Ben, aus dem man den kompletten Roman über nicht schlau wird. Er ist einerseits sehr distanziert, kalt und teilweise mit seiner arroganten Art sogar richtig verletzend, aber andererseits kann er selten auch freundlich sein. Er gibt immer nur kleine Teile des Ganzen Preis und man wird einfach nicht schlau aus ihm. 

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen. Doch erst zusammen mit der unglaublich spannenden und fesselnden Handlung ergibt das einen Roman, den man nur schwer aus der Hand legen kann.

Fazit:
Mit „Jasmyn“ erschafft die junge Autorin einen unglaublich fesselnden Fantasyroman mit einer unverbrauchten Geschichte rund um alte deutsche Sagengeschichten. Durch die stimmige Mischung aus Tragik, Mystik und Realität, sowie vielen unvorhergesehen Wendungen ist diese Geschichte ein echtes Highlight und bekommt  wohlverdiente 5 von 5 Buchherzen. Es ist in meinen Augen ein unbedingtes Lese-Muss!

Infos zur Autorin (Quelle: rowohlt):
Alex Bell, geboren 1986, träumte schon als Kind davon, Schriftstellerin zu werden. Um einen Plan B in der Tasche zu haben, studierte sie aber erst einmal Jura. Nebenbei schrieb sie an ihrem ersten Roman. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin zusammen mit fünf Katzen, zwei Schildkröten und einem Hund in Hampshire.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Rezension: Die Sehnsucht der Krähentochter - Oliver Becker

 

Titel: Die Sehnsucht der Krähentochter
Autor: Oliver Becker
Seiten: 469
Verlag: Gemeiner
Preis: 12, 90 Euro 
Ersterscheinung: 12. 03 2012
Reihe: Teil 2 von 3




Inhalt:
Teichdorf im Schwarzwald, 1640: Mitten in der Zeit des dreißigjährigen Krieges leben die Junge Bernina und ihr Mann Anselmo auf dem Petersthal-Hof. 3 Jahre hat der Krieg Teichdorf den Rücken zugekehrt, doch nun kehrt er mit voller Kraft zurück. Angst und Schrecken stehen auf der Tagesordnung. Zum Schutz der Teichdorfer Bürger heuert der fanatische Pfarrer Egidius Blum spanische Söldner an. Doch sie tyrannisieren die Bevölkerung und halten die Bürger mit Gewalt unter Kontrolle. Zusätzlich beginnt der Pfarrer auch damit, wieder Hexenverbrennungen durchzuführen. Da Bernina nicht tatenlos zusieht und gegen die Schreckensherrschaft aufbegehrt, gerät auch sie bald in das Visier der Häscher. Als dann auch noch ihr Mann Anselmo aus unerklärlichen Gründen verschwindet und ihr nur eine kurze, nichtssagende Nachricht hinterlässt, nimmt das Abenteuer seinen Lauf.

Meinung:
Bei „Die Sehnsucht der Krähentochter“ handelt es sich zwar um den zweiten Band der Trilogie von Oliver Becker, jedoch ist es nicht nötig den Vorgänger zu kennen. Auch ich bin erst mit diesem Band in die Geschichte eingestiegen und hatte nie das Gefühl, dass mir fürs volle Verständnis irgendeine wichtige Information fehlt.  Ganz im Gegenteil, der Autor entführt den Leser, nach einem für mich etwas holprigen Einstig, geschickt in die grausame und harte Welt des dreißigjährigen Krieges.  Dabei weiß ich nicht einmal genau, wieso mir der Einstieg etwas schwer fiel. Denn wie bereits erwähnt, erhält der Leser alle nötigen Informationen. Außerdem befindet man sich ohne langes Vorgeplänkel gleich mitten in der Geschichte, doch aus welchem Grund auch immer, konnte mich der Roman erst nach ca. 50 Seiten so wirklich packen. Doch dann hat er mich nicht mehr los gelassen.

Die Handlung ist spannend und schafft es problemlos den Leser in seinen Bann zu ziehen, denn neben einem abwechslungsreichen, aber stets stimmigem  Plot, überrascht der Autor auch mit manch unvorhersehbarer Wendung. Doch auch der Schreibstil von Herrn Becker kann überzeugen. Denn nicht nur, dass er flüssig und leicht zu lesen ist, sondern der Autor besticht überwiegend mit seinen atmosphärischen, realistischen und bildhaften Beschreibungen, wodurch man sich beim Lesen gut in die angegebene Zeit versetzten kann.  So deutet er auch oft die Grausamkeiten dieser Zeit an, ohne zu genau ins Detail zu gehen. Diese Entscheidung kann ich nur bekräftigen, da dadurch die Fantasie angeregt wird, ohne die Handlung zu sehr darauf zu versteifen. Dementsprechend beschreibt der Autor in seinem Roman eine ausgewogene Mischung aus Romantik und Krieg. 

Außerdem sind die Charaktere sehr vielfältig. Protagonistin Bernina ist eine starke, selbstbewusste und vor allem sehr mutige Frau. Doch dabei wirkt sie immer menschlich und authentisch, und auch wenn ich, vor allem gegen Ende, nicht unbedingt alle Entscheidungen genauso getroffen hätte, war sie mir sehr sympathisch. Aber auch die Nebencharaktere sind vielseitig gestaltet und füllen den Roman mit Leben. Besonders Henker Nils hat mir gut gefallen, da er stets etwas Geheimnisvolles an sich hat. Aber auch seine Art, wie er mit Bernina umgeht, fand ich sehr angenehm, da er sie nie bedrängt, aber ihr dennoch immer zur Seite steht. Und in dieser Art und Weise könnte man auch über die meisten anderen Figuren  kurze Beschreibungen ihre Besonderheiten abgeben, denn sie bleiben dem Leser durch ihre Lebendig-und Vielfältigkeit lange im Gedächtnis.

Fazit:
Ein sehr ansprechender historischer Roman, für den man den Vorgänger nicht unbedingt gelesen haben muss und den ich nicht nur Stammlesern historischer Geschichten ans Herz legen möchte. Der Autor konnte mich mit einer spannenden Handlung, liebevoll gestalteten Charakteren, sowie einem anschaulichen Schreibstil überzeugen. 4 von 5 Buchherzen
 Ich danke Fr. Mechler von der Literaturagentur Lesen & Hören ganz herzlich für das Leseexemplar.

Infos zum Autor (Quelle: Amazon):
Der aus Blumberg im Schwarzwald stammende Oliver Becker lebt mit seiner Familie in Frankfurt am Main. Er schreibt Romane der unterschiedlichsten Genres - ob pralles Historienabenteuer, Kriminalroman, Komödie oder auch sozialkritische Tragödie. Für Becker liegt der Reiz des Schreibens gerade darin, immer wieder Neuland zu betreten. Oder wie er es sagt: "Das Einzige, worauf ich mich festlegen lasse: dass ich mich nicht festlegen lasse."

Infos zur Reihe (bereits komplett erschienen):
1. Das Geheimnis der Krähentochter
2. Die Sehnsucht der Krähentochter
3. Die Entscheidung der Krähentochter

Dienstag, 7. Mai 2013

Rezension: Working Mum - Allison Pearson

 
Titel: Working Mum
Autorin: Allison Pearson
Seiten: 478
Verlag: rororo
Preis: 9, 99 €
Ersterscheinung: 19. 09. 2003
Reihe: Nein

*Leseprobe*
 *Klick zu Amazon*






Inhalt:
Kate Reddy hat alles, was eine Frau sich wünschen kann: Zwei entzückende Kinder, einen liebevollen Gatten, ein halbwegs zuverlässiges Kindermädchen und einen anspruchsvollen Job als Top-Fondsmanagerin mit besten Karriereaussichten. Das einzige, was Kate fehlt, sind 24 zusätzliche Stunden täglich.
Denn in Kates Leben ist jede Minute doppelt verplant. Mit Volldampf rast sie durch den Alltag, zerreißt sich zwischen Schreibtisch und Schulaufführung, Klienten und Kinderzimmer. Dennoch kann sie keinem Teil ihres Lebens gerecht werden. Nicht ihren Ansprüchen an eine "richtige" Mutter, perfekt organisiert und pädagogisch wertvoll. Nicht ihrem Ehemann Richard, der sein Bestes gibt und es ihr doch nie recht macht. Und nicht ihrem Chef, für den jemand schon blau macht, wenn er nur Vollzeit arbeitet. Jeder Bereich schwappt in den anderen hinein und sorgt dort für Chaos. Wie ein tapferer Soldat kämpft Kate an allen Fronten. Bis Richard ihr aus scheinbar heiterem Himmel alles vor die Füße schmeißt und sie verlässt.

Meinung:
Also eigentlich klingt die Inhaltsangabe von „Working Mum“ ziemlich ansprechend. Und auch die Kundenbewertungen von  Amazon versprechen zumindest ein nettes Buch für zwischendurch. Und genau das habe ich mir darunter auch vorgestellt, aber leider kam es ganz anders.

Ich kann es nicht viel anders ausdrücken, als, dass ich das Buch ziemlich schrecklich fand. Dabei spielen zwar verschiede Faktoren eine Rolle, aber am schlimmsten war für mich der Schreibstil. Die Sätze sind zumeist sehr kurz, wirken oft einfach wie aneinandergereihte Aufzählungen. Dazwischen gibt es aber auch immer wieder Sätze, die so mit unnützen Informationen verschachtelt sind, dass man sich schon sehr konzentrieren muss, um nicht den Faden zu verlieren. Aber das war für mich noch nicht Mal das schlimmste. Das schlimmste war, dass viele Sätze einfach unfertig wirken. Um einen vermehrten Satzbeginn mit „Ich“ zu vermeiden, wurde das Personalpronomen sehr oft einfach weggelassen und der Satz mit dem Verb begonnen. „Fange an….“ , „Schließe meine Augen…“  Das hat mich jedes Mal einfach nur richtig gestört. 

Auch die Handlung ist leider ziemlich langweilig und langatmig. Vor allem das berufliche wird zumeist bis ins Detail beschrieben und viele Situationen wiederholen sich oft, oder sind sich zumindest sehr ähnlich, so dass man das Gefühl hat, andauernd das gleiche zu lesen. Zwischenzeitlich habe ich auch mal ein paar Sätze übersprungen, ohne dass mir irgendetwas gefehlt hätte. Leider kamen auch die witzigen Passagen bei mir nicht so wirklich an. Zwar gab es ab und an mal eine Stelle, über die ich zumindest schmunzeln konnte, aber das war echt selten. 

Zum Schluss noch zu den Charakteren, die mich leider auch nicht überzeugen konnten. Kate wird als Protagonistin noch ziemlich ausführlich beschrieben, jedoch kann ich nicht sagen, dass sie mir sympathisch ist, oder ich mich mit ihr identifizieren konnte / möchte. Ich habe vollsten Respekt vor Frauen, die einen anspruchsvollen Beruf und auch noch Familie managen, aber dabei kommt es auch immer noch auf das Wie an und dabei kann mich Kate nicht wirklich überzeugen.
Die anderen Figuren können die Geschichte leider auch nicht beleben, denn sie bleiben den ganzen Roman über ziemlich blass, farb- und lieblos. 

Fazit:
„Working Mum“ ist ein Roman, der meinen Geschmack komplett verfehlt hat. Ich habe ständig auf eine Besserung gehofft, welche aber leider nicht eingetreten ist und das Buch nur mit sehr viel Mühe zu Ende gelesen. 1 von 5 Buchherzen. 
Infos zur Autorin (Quelle: Wikipedia):
Allison Pearson wurde 1960 unter dem Namen Judith Allison Lobbett in Wales geboren. Sie arbeitet als Autorin und Zeitungskolumnistin.

Montag, 6. Mai 2013

*Rezension* Stirb, mein Prinz - Tania Carver


Titel: Stirb, mein Prinz
Autor: Tania Carver
ISBN:  978-3471350782
Seiten: 520
Verlag: List
Preis: 14,99 €

Inhalt
Bauarbeiter einer Abrissfirma entdecken in einem alten Haus einen Käfig aus menschlichen Knochen. Und das ist nicht das Einzigste. In dem Käfig befindet sich ein kleiner Junge. Sehr verwahrlost, kaum ansprechbar und in miserablen Zustand wird er ins Krankenhaus gebraucht. Wer ist dieser Junge und wer hat in dort eingesperrt? Kommissar Phil Brennan und sein Team stoßen auf einen kaltblütigen Menschensammler, der schon seit 30 Jahren einem bestimmten Ritual folgt. Dieser Killer dultet keine Einmischung und versucht, den Jungen zurückzuholen.

Meinung
Mein Lieblingsgenre sind einfach Thriller und Krimis und darum habe ich mich bei Vorablesen für dieses Buch beworben. Ich muß sagen, die Autorin hat mich mit „Stirb, mein Prinz“ sofort in ihren Bann gezogen. Ab der ersten Seite an, baut sich die Spannung kontinuierlich auf, ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil ist einfach und flüssig, die 520 Seiten liesen sich sehr schnell lesen. Die Kapitel wurden kurz gehalten, was ich persönlich sehr gerne mag, weil es denn Lesefluß nicht so stört, wie bei längeren Kapiteln.

Es geht um Kommissar Brennan und sein Team. Gekonnt zeigt die Autor auf, mit welchen kaltblütigen Mörder sich Brennan, Marina und Mickey abstreiten müssen. Die Charakteren werden sehr gut und sehr emotional beschrieben, es macht Spaß ihnen zu folgen, und man fiebert mit ihnen mit. Gefühle und Emotionen kommen sehr gut rüber, dies ist einfach ein Thriller aller erster Sahne.

Auch die Umgebungen und Tatorte hat Frau Carver sehr gut veranschaulicht, ich konnte mir alles sehr genau bildlich vorstellen. Teilweise ziemlich gruselig berührt mußte ich einige Male schon schlucken, und dieses Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven. Gewalttätige oder blutige Szenen wurden nicht so sehr aufgezeigt, aber dafür geht dieser Thriller schon ziemlich an die Nerven. Vorallem wenn es um Kinder geht, ist nicht zu spaßen. Trotzdem habe ich dieses Buch gierig verschlungen und es kommt eindeutig auf meine Lieblingsliste.

Mitten im Buch nimmt die Geschichte eine Wendung, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Personen werden in den Verdächtigungskreis aufgenommen, die eigenlich zu den Guten gehören sollten, aber eindeutig als korrupte Polizisten geoutet wurden. Somit ist es für das Team noch schweren, beurteilen zu können, wer „Gut und Böse“ ist. Dies wird aber sehr gut gemeistert. Die Ermittlungen von Kommissar Phil führen am Ende alle zusammen und ich fand es toll, das dieses Buch ein richtiges Ende hat. Meine Fragen dazu wurden alle geklärt und ich kann auf einen echt tollen und spannenden Thriller zurückblicken, der natürlich einen Platz in meinem Bücherregal bekommt.

Cover
Das pinke Cover hat mich sofort angesprochen. Es sieht so toll aus und der abgebildete Strick durch die Schrift wurde erhöht aufgedruckt. Ein echter Hingucker.

Fazit
Mit „Stirb, mein Prinz“ hat Frau Carver einen Thriller geschrieben, der gleichzeitig spannend, sehr emotional und interessant ist. Nichts für schwache Nerven, aber absolut lesenswert. Er hat mir sehr gut gefallen und ich vergebe dafür 5 von 5 Buchherzen.

 
Vielen Dank an Vorablesen, dem List Verlag und Frau Carver für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Tania Carver ist der Autorenname von Martyn und Linda Waites. Der preisgekrönte Krimiautor Martyn und die renommierte Kostümbildnerin Linda erfüllen sich mit dem gemeinsamen Schreiben einen Traum.