Donnerstag, 5. März 2015

*Rezension* Der Drohnenpilot - Thorsten Nesch


Titel: Der Drohnenpilot 
Autor: Thorsten Nesch
ISBN: 978-3958540248
Seiten: 288
Verlag: Mixtvision
Ersterscheinung: 25. Februar 2015
Preis: 13,90 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Der 17-jährige Darius hat keinen Job und keinen Plan von der Zukunft. Am liebsten zockt er Computerspiele. Da wird ihm am Ende eines Games ein Job angeboten: als Drohnenpilot! Tolles Gehalt, eigene Wohnung. Darius nimmt an und schiebt seine Bedenken erst mal zur Seite. Bis ein Einsatz völlig schief läuft ...

Meinung
Der interessante Klappentext hat mich neugierig auf das Buch gemacht. Ich habe von Herrn Nesch noch nichts gelesen und war natürlich dann doppelt gespannt darauf. Leider muß ich sagen, hat es meine Erwartungen nicht erfüllt.

Die Handlung versprach eigentlich ab der ersten Seite an spannend und interessant zu werden. Leider war es dann aber nicht so der Fall. Sie erschien mir flach und teilweise richtig unüberlegt. Das Thema „Totale Überwachung durch Drohnen und dadurch Entmenschlichung“ hat der Autor meiner Meinung nach nicht so gut rübergebracht. Es wirkte auf mich überhaupt nicht real und war an manchen Stellen Science-Fiction mäßig. Das Menschliche fehlte und niemand gab sich die Mühe, irgend etwas dagegen zu tun.

Die Charakteren stellten sich als absolut flach und lapidar dar. Ich konnte mich in keinen hineinversetzen und war etzwas enttäuscht von ihnen. Der Hauptprotagonist Darius wirkte auf mich sehr naiv und beeinflussbar. Er sitzt ständig vor dem Computer und spielt Cyber-Spiele, anstatt sich nach einer Arbeit umzusehen. Am Ende eines Spieles erscheint ein Hinweis, einen Job als Drohnenpilot zu bekommen. Darius ist gleich Feuer und Flamme und macht sich auf ein Vorstellungsgespräch auf. Er erhält den Job auch, weiß allerdings noch nicht so genau, was ihn erwartet. Seine Freundin findet die Firma nicht ganz koscher und hat so ihre Bedenken. Darius wimmelt alles ab und redet sich alles schön. Irgendwann einmal merkt er, das er für seine Firma töten muß und beendet das Arbeitsverhältnis. Hier merkte ich schon ganz deutlich, wie naiv Darius für sein Alter ist. Mir erschien die Firma von Anfang an suspekt und ich wollte Darius immer zuschreien: pass auf, die locken dich nur....da stimmt etwas nicht. Über die anderen Darsteller erfuhr ich relativ wenig und auch die Umgebungsbeschreibungen waren nicht nach meinem Geschmack.

Am Ende wurde zwar fast alles wieder gut, trotzdem hinterließ dieses Jugendbuch einen schalen Geschmack bei mir. Zum Glück hatte es nur 286 Seiten, also zum Lesen eigentlich schnell. Der Schreibstil von Herrn Nesch war einfach und ok. Kapitellänge und Schriftgröße passten auch.

Cover
Das Cover wirkte auf mich interessant und ich denke, im Buchladen hätte ich es bestimmt auch in die Hand genommen. Titel und Bild passen perfekt zum Inhalt des Buches.

Fazit
Leider wurde ich mit „Der Drohnenpilot“ überhaupt nicht war. Leider nur geringe Spannung und Charaktere, die mir zu nichtssagend waren. Er bekommt von mit gute 2 von 5 Buchherzen und keine Leseempfehlung.

 
Vielen Dank an den Mixtvision Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplares.

Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Thorsten Nesch wurde in Solingen geboren. Er lebt in der BRD und Kanada.
Sein erster Roman "Joyride Ost" (Rowohlt Verlag) wurde als Bestes Deutschsprachiges Jugendbuchdebüt nominiert und die Filmrechte verkauft.
2012 erhielt er den Hans-im-Glück Literaturpreis. Jury: "Ein erzählerischer Glücksfall in der aktuellen deutschsprachigen Literatur".
Er erhielt unter anderem das Literaturstipendium des Landes NRW. Aufenthaltsstipendien führten ihn nach Dänemark (H.A.L.D.) und nach Hausach (LeseLenz).
In dem Rahmen hielt er auch die erste Poetik-Dozentur für Kinder- und Jugendliteratur an einer pädagogischen Hochschule (Karlsruhe).
Sein Roman "School-Shooter" wurde von der Filmstiftung NRW gefördert und vom WDR als Hörspiel produziert und ausgestrahlt.

Kommentare:

  1. Schade, das du keine so gute Zeit mit meiner Geschichte gehabt hast.Ich wünsche dir Glück beim nächsten Buch, Thorsten

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    1. Tut mir leid, die Geschichte war halt leider nichts für mich....

      Lg. Heike

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