Freitag, 28. Februar 2014

Rezension: Ein schmutziges Spiel - Karen Keskinen




Titel: Ein schmutziges Spiel - Jaymie Zarlin Thriller
Autorin: Karen Keskinen
Seiten: 416
Verlag:  Egmont Lyx
Preis: 9, 99
Ersterscheinung: 09. 01. 2014  
Reihe: Teil 1 von ??





Kurzbeschreibung:
Nach dem Tod ihres Bruders hat Jaymie Zarlin ihr Leben völlig umgekrempelt. Sie betreibt nun eine kleine Privatdetektei in Santa Barbara und sucht nach vermissten Menschen, Tieren und Gegenständen. Als ihr ehemaliger Freund, der Deputy Sheriff Mike Dawson, sie bittet, einen angeblich geklärten Mord an einem Teenager noch einmal unter die Lupe zu nehmen, führen sie die Spuren in die feine Gesellschaft der kalifornischen Stadt. Jaymie ahnt nicht, in welches Wespennest sie sticht. Schon bald ist ihr eigenes Leben in großer Gefahr ...

Meinung:
„Ein schmutziges Spiel“  ist ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Denn es wird nicht nur so spannend, wie die Kurzbeschreibung verspricht, sondern zwischen den Seiten befindet sich eine anregende Geschichte mit der richtigen Prise Menschlichkeit, Sympathie und Mitgefühl, aber auf der anderen Seite auch Skrupellosigkeit, sowie unerwartete Abgründe und Wendungen. 

Besonders an diesem Buch ist schon einmal, dass es sich so liest, als wäre es ein fortführender Teil. Es werden teilweise Hintergründe und Zusammenhänge angedeutet, die der Leser gar nicht wissen kann. Diese Taktik sorgt dafür, dass man die Antworten unbedingt wissen will und man beim Lesen schnell vorwärts kommt. Manche dieser Fragen werden dann auch beantwortet, aber leider nicht alle. So dass trotz des runden Abschlusses ein kleiner Wehmutstropfen zurück bleibt, weil man immer noch nicht weiß, was hinter Jaymies Einstellungen liegt. Aber evtl. gibt es ja einen Folgeband, in dem man die Antworten dann erhält? 

Doch auch die Handlung kann sich sehen lassen. Die Suche nach dem wahren Mörder führt Jaymie auf viele verschiedene Wege und Abgründe und trotzdem ist dabei noch Zeit bewegende Nebengeschichten zu erzählen. Es gibt faszinierende Nebenfiguren, die einem zum Lachen und zum Weinen bringen und mit ihren, manchmal ganz kleinen Rollen, direkt ins Herz des Lesers treffen.

Protagonistin Jaymie Zarlin ist ein sympathischer und starker Charakter. Sie hat sich zwar den Tod ihres Bruders noch nicht verziehen, aber dennoch, oder gerade deswegen, hat sie das Herz am richtigen Fleck. Nur einmal kommt sie kurz ins Wanken, wobei ich diese Stelle nicht so wirklich gelungen fand. Selbstzweifel ja, aber nicht so überhetzt und unüberlegt. Gott sei Dank dauert diese Sache nur ca. 5 Seiten und fällt damit kaum negativ ins Gewicht. 

Der Schreibstil an sich ist sehr flüssig und mitreißend. In Verbindung mit den geschickt ausgewählten psychologischen Elementen kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen und das, obwohl keineswegs eine spannungsgeladene Szene die Nächste jagt. Eine gewisse Grundspannung ist immer vorhanden, aber dennoch gibt es auch noch genügend Zeit für zwischenmenschliche Beziehungen. Doch auch die laufen nicht immer wie erwartet und gewohnt. So nimmt auch die Liebesgeschichte eine etwas andere Wendung und das finde ich eigentlich sehr gelungen und erfrischend.

Die Identifikation des Mörders wird von der Autorin gut und stimmig aufgebaut. So hat man am Ende, durch Ausschlussverfahren, zwar schon konkrete Vermutungen, aber dennoch bietet das Finale noch einige Überraschungen und unerwartete Zusammenhänge, sowie eine Extra Portion Nervenkitzel und Gefahr. 

Fazit:
Für mich ist „Ein schmutziges Spiel“ ein gut erarbeiteter und überzeugender Krimi mit Thrillerelementen. Charaktere, Handlung und Schreibstil spielen perfekt zusammen uns erzeugen einen regelrechten Sog. Ich hoffe, dass es bald mehr von Jaymie Zarlin zu lesen gibt. 5 von 5 Buchherzen und eine unbedingte Leseempfehlung. 
 Einen herzlichen Dank an den Lyx-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Infos zur Autorin: (Quelle: Lyx.de)
Karen Keskinen wurde in Salinas, Kalifornien, geboren. Nachdem sie einige Zeit in
Neuseeland lebte, wohnt und arbeitet sie heute als Autorin in Santa Barbara.

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