Donnerstag, 14. April 2016

Rezension: Wolfgang muss weg! - Cathrin Moeller




Titel: Wolfgang muss weg!
Autorin: Cathrin Moeller
    Seiten: 304
Verlag: Mira Taschenbuch

  Preis: 9, 99 Euro 
Ersterscheinung: 10. 06. 2015
Reihe: Nein






Kurzbeschreibung:
Da liegt er nun, ganz friedlich – in der Tiefkühltruhe zwischen Erbsen und Möhrchen: Wolfgang, Annemies Gatte. Einst erfolgreicher Polizist, bekennender Macho, einfallsloser Liebhaber. Jetzt mausetot. Dass es nur ein Unfall war, dafür hat Annemie keine Zeugen. Zum Glück weiß sie als gute Hausfrau, wie man Blutflecken entfernt. Doch als sich plötzlich die anstrengende Schwiegermutter bei ihr einquartiert und Wolfgangs bester Freund beginnt herumzuschnüffeln, begreift Annemie, dass ihr Mann seinen Frieden nicht dauerhaft in der Tiefkühltruhe finden wird. Mit ihrer Schwiegermutter und ihrer besten Freundin Dörte begibt Annemie sich auf eine irrwitzige Odyssee. Vorbei an neugierigen Zöllnern, verzweifelten Ex-Geliebten und einem viel zu attraktiven Carabinieri – immer mit der Leiche im Gepäck.

Meinung:
Die Geschichte klingt ja schon sehr skurril, aber auch extrem lustig. Nachdem ich von dem Buch schon viel Gutes gehört hatte, habe ich mich auch sehr darauf gefreut mal wieder etwas anderes zu lesen.

Dabei hatte ich anfangs doch ein paar Schwierigkeiten das Buch wirklich lustig zu finden.  Die vielen Wortspiele und Zufälle habe ich zwar durchaus erkannt, aber das große Gejammer und die Naivität von Annemie gingen mir doch etwas auf die Nerven. Jedoch bekommt sie nochmal deutlich die Kurve und als dann Freundin Dörte und Schwiegermutter Sigrun hinzukommen und als die irrwitzige Reise ihren Lauf nimmt musste ich immer öfter schmunzeln oder sogar lachen. 

Keine Frage, die Handlungsverlauf ist total irrwitzig und in keinster Weise authentisch, aber darauf kommt bei dem Buch auch nicht an, denn falsch oder störend wirkt es zu keiner Zeit. Es soll einfach witzig sein und den Leser unterhalten und das ist definitiv der Fall.

Besonders gut fand ich den Handlungsaufbau. Denn es steckt viel mehr hinter der ganzen Sache, als man anfangs vermuten könnte. Also gibt es immer wieder Überraschungen und Wendungen und zusätzlich geht natürlich alles Mögliche schief, sodass es bestimmt nicht langweilig wird.
Die Figuren sind natürlich sehr klischeebelastet, aber bieten doch auch die ein oder andere unerwartete Entwicklung. Alles in allem passen sie perfekt zur Geschichte. 

Der Schreibstil ist flüssig, teilweise doch etwas makaber und von viel schwarzem Humor durchzogen. Wenn man mal in der Geschichte drin ist, kann man das Buch nur noch schwer auf die Seite legen.

Fazit:
Ein ziemlich skurriler und irrwitziger Roman mit sehr überzogener Handlung. Doch die Autorin hat es so geschickt gelöst, dass es einfach Spaß macht und man aus dem Schmunzeln nicht mehr herauskommt. Es gibt einige Überraschungen und Langeweile kommt bestimmt nicht auf, weshalb  „Wolfgang muss weg“ einfach ein paar unterhaltsame und kurzweilige Lesestunden bietet. Deshalb gibt es gute 4 Buchherzen und eine deutliche Empfehlung.

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon.de):
In der Grundschule ließ Cathrin Moeller noch andere für sich schreiben: Ihre Mutter verfasste die verhassten Deutsch-Aufsätze. Erst später, in ihrem Beruf als Theaterpädagogin, entdeckte sie den Spaß am Schreiben. Seitdem schleicht sie sich täglich morgens um fünf Uhr ins Wohnzimmer und kuschelt sich mit dem Hund Giovanni aufs Sofa, wo sie ihre Geschichten erfindet.
Die Autorin hat ihren Mann, einen echten Hauptkommissar, zwar noch nicht ermordet, würde es aber tun, wenn er seine Socken nicht selbst fände.

Kommentare:

  1. Ich hatte das bei der LBM 2015 als Leseprobe eingesammelt, aber mir war es zuviel Klamauk...

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    1. Huhu,
      ja, also eigentlich bin ich bei sowas auch immer eher skeptisch, aber hier hat die Autorin mich mit ihrer Leichtigkeit doch überzeugen und zum Lachen bringen können. Aber ich versteh es völlig, wenn einem die Geschichte zu viel ist.

      lg, Steffi

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