Montag, 13. April 2015

*Rezension* Der Rabe ist Acht - Corinna Antelmann


Titel: Der Rabe ist Acht
Autor: Corinna Antelmann
ISBN: 978-3944572055
Seiten: 200
Verlag: Mixtvision
Ersterscheinung: 12. März 2014
Preis: 12,90 €  gebunden

Kurzbeschreibung
Die ausgezeichnete Autorin Corinna Antelmann führt den Leser gemeinsam mit Maja und Klebe auf den schmalen Grad zwischen Liebe und Wut, Hoffnung und Enttäuschung. Sehr ernsthaft und auf Augenhöhe mit den Protagonisten widmet sie sich dem Thema Gewalt an Schulen. Aus jeweils wechselnder Perspektive erzählen der Junge Klebe und das Mädchen Maja von der Möglichkeit eines Amoklaufs.

Meinung
Da ich schon viele gute Bücher vom Mixtvision Verlag gelesen habe und mir der Klappentext von „Der Rabe ist Acht“ sehr gut gefallen hat, mußte ich natürlich auch dieses lesen. Nur muß ich leider diesmal sagen, hat es mir nicht so gut gefallen.

Schon von der ersten Seite an war ich etwas verwirrt und konnte mich nicht richtig in die Handlung hineinversetzen. Sie entwickelte sich als zu übertrieben und nicht mehr nachvollziehbar. Es war einfach alles zu unrealistisch dargestellt. Das Buch konnte mich in keinster Weise fesseln und ich war froh, des es nur 200 Seiten hatte. Der Schluß war auch nicht nach meinem Geschmack und hinterließ bei mir einen sehr unzufriedenen Eindruck.

Die Charakteren dagegen konnten mich überzeugen. Ihre Darstellung durch die Autorin war gut und ziemlich glaubwürdig. Maja wird als fleißige Musterschülerin dargestellt, die gerne mal aus ihrem braven Dasein ausbrechen möchte. Dann lernt sie Klebe kennen, der das genaue Gegenteil von ihr ist. Zwar sehr intelligent, er beschäftigt sich am liebsten mit Zahlen, aber dennoch frei und etwas aufmüpfig. Er geht den Lehrern mit seinen ständigen Fragen auf die Nerven. Beide entwickelten sich im Laufe des Buches gut weiter und sie kommen sich etwas näher. Sie verbringen sehr viel Zeit miteinander und plötzlich nimmt ein fataler Plan ihrerseits seinen Lauf.....

Man merkt die Emotionen der Protagonisten, ihre Enttäuschung und das Nicht-verstanden-werden von der Erwachsenenwelt. Eigentlich schon erschreckend, was sich so junge Leute aus lauter Verzweiflung dann ausdenken.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach, leicht und dennoch literarisch angehaucht. Für ein Jugendbuch ganz ok. Kurze Kapitel, welche jeweils aus Sicht einer Person, also mal von Maja und von Klebe abwechselnd, erzählt werden, runden das Ganze ab.

Cover
Dies ist mal ein Cover, das mir persönlich so gar nicht gefällt. Titel und Bild passen zwar perfekt zum Inhalt des Buches, brachten aber bei mir nicht den Wow-Effekt. Naja, solche muß es auch geben.

Fazit
„Der Rabe ist Acht“ konnte bei mir diesmal leider nicht punkten. Charakteren und die Grundidee waren ziemlich gut, leider nur nicht so umgesetzt, wie ich es mir gewünscht hätte. Alles war so verwirrend und surreal. Deshalb kann ich diesmal auch nur 2 von 5 Buchherzen vergeben.

 

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Corinna Antelmann wurde 1969 in Bremen geboren und studierte Kulturwissenschaft und Ästhetik in Hildesheim. Nach ihrem Diplom arbeitete sie als Drehbuchautorin, Regieassistentin und Dramaturgin, war Headwriterin der Trickompany Hamburg und leitete die Jugendtheatergruppe der theaterwerkstatt Hannover. Für ihr Jugendbuch Der Rabe ist Acht erhielt sie das Mira-Lobe-Stipendium des Österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. 2013 wurde sie für das Buch mit dem Frau Ava Literaturpreis ausgezeichnet. Heute arbeitet Corinna Antelmann als freie Autorin und Lehrbeauftragte für Storytelling. Sie lebt in Linz.

Kommentare:

  1. Ach, das Cover sieht eigentlich gar nicht einmal so schlecht aus ;)
    Aber schade, dass dich das Buch nicht überzeugen konnte.

    Liebe Grüße
    Jessi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo.
      ja, das Cover ist ganz ok und der Klappentext war auch gut....leider fehlte es an der Umsetzung...

      Lg. Heike

      Löschen