Titel: Blind Walk
Autorin: Patricia Schröder
Seiten: 448
Verlag: Coppenrath
Seiten: 448
Verlag: Coppenrath
Preis: 17, 95 Euro
Ersterscheinung: 01. 06. 14
Reihe: Nein
Ersterscheinung: 01. 06. 14
Reihe: Nein
Kurzbeschreibung:
Als die 17-jährige Lida Donelley zusammen mit ihrem Freund
Jesper an einem sogenannten „Blind Walk", einem Event aus dem Internet,
teilnimmt, rechnet sie mit nicht mehr als ein bisschen Nervenkitzel. Zusammen
mit fünf anderen Jugendlichen werden Lida und Jesper mit verbundenen Augen in
der Wildnis ausgesetzt, ausgestattet mit einem Kompass und ein paar wenigen
Gegenständen. Doch von Anfang an ist die Stimmung in der Gruppe hochexplosiv.
Die Situation droht zu eskalieren, als die Jugendlichen nach kurzer Zeit die
Leiche einer der Männer finden, die sie in den Wald gebracht haben. Lida
beschleicht das unheimliche Gefühl, dass sie beobachtet werden. Schon bald wird
dieser erste Verdacht zur bösen Gewissheit: Irgendjemand da draußen macht Jagd auf
sie. Und der Jäger scheint es dabei vor allem auf sie, Lida, abgesehen zu
haben.
Meinung:
Also der Klappentext klang ja ziemlich interessant, hat bei
mir aber völlig falsche Vorstellungen geweckt. Auf jeden Fall habe ich nicht
damit gerechnet, dass auch ein Hauch Übernatürliches eine Rolle spielen wird.
Es gibt nämlich zwei Handlungsstränge, einmal die Blind Walk-Geschichte aus der
Sicht von Lida und dann noch die sehr undurchsichtige Geschichte des
Jugendlichen Sten, der nach einem Unfall im Koma liegt und als „Geist“ durch
die Welt geht.
Diesen zweiten Handlungsstrang fand ich lange Zeit echt
gewöhnungsbedürftig. Das liegt nicht daran, dass ich keine Fantasy mag, denn
ganz im Gegenteil, aber hier hat es einfach nicht gepasst. Dieser
Handlungsstrang wurde ohne Sinn und Zweck dem Leser vorgeworfen, ist bis weit
über die Hälfte des Buches total verworren, bis hin zu unsinnig und ich konnte
damit einfach nichts anfangen und mich dementsprechend auch nicht damit
anfreunden. Später verbindet sich dieser Strang zwar mit dem Rest der
Geschichte, aber ich bin immer noch der Meinung, dass man den Plot auch anders
hätte erzählen können, oder zumindest besser einführen hätte können.
Auch der Blind Walk selbst konnte nicht ganz halten, was ich
mir darunter vorgestellt habe. Kaum treffen die einzelnen Teilnehmer
aufeinander gibt es unnötigen Streit und Zank, der sich durch dreiviertel des
Buches zieht und fast alle Figuren waren mir schnell unsympathisch und bleiben
zusätzlich noch ziemlich flach und oberflächlich. Spannung kam bei mir auf den
ersten 300 Seiten auch sehr selten auf. Ich war genervt von den Zickereien und
konnte mich nur schwer in die Figuren einfühlen.
Die letzten 150 Seiten werden dann, Gott sei Dank, etwas
besser. Man bekommt endlich Hinweise auf die Hintergründe und den
vermeintlichen Sinn des Ganzen, außerdem kommt auch endlich etwas Spannung auf.
Trotzdem fand ich nach Beenden des Romans immer noch alles nicht wirklich
stimmig und irgendwie unecht. Außerdem fand ich die Botschaft des Romans zu
einem bestimmten Thema (will ich hier nicht verraten, sonst ist die Spannung
noch geringer) eher etwas kritisch.
Fazit:
Ein Roman, der in meinen Augen nicht im Geringsten hält was
er verspricht. Dieser zweite Handlungsstrang war für mich unnötig und eher
störend und auch die Entwicklung der Geschichte nimmt teilweise unnatürliche
Züge an. Da die letzten 150 Seiten doch etwas Spannung aufkam reicht es gerade
noch für ein 2. Buchherz, aber Lesespaß ist etwas anders.
Diese Rezension gehört zur Kunterbunt- Challenge (#KabuCh).
Infos zur Autorin (Quelle: Coppenrath.de):
Patricia Schröder, 1960 geboren, lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und
einer Handvoll Tieren auf Eiderstedt, wo sie als freie Autorin arbeitet.
Sie begann mit Rundfunkessays, später kamen Texte für Anthologien dazu.
Inzwischen sind von ihr zahlreiche Kinder- und Jugendromane
veröffentlicht und in andere Sprachen übersetzt worden.
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