Dienstag, 22. März 2016

Rezension: Der Tod vergisst nie - Andreas Hultberg




 Titel: Der Tod vergisst nie
Autor: Andreas Hultberg

  Seiten: 352
Verlag: Divan
 Preis:  12,90 €
 Ersterscheinung: 03. 03. 2016  
Reihe: Nein?







Kurzbeschreibung:
Dr. Olaf Bock, Mitinhaber des renommierten Architekturbüros Bock & Partner, wird erschossen in seinem Büro in der Erfurter City aufgefunden. Ein Racheakt? Schnell wird deutlich, dass sich Bock durch seine skrupellosen Geschäftspraktiken zahlreiche Feinde gemacht hatte. Ins Visier der Ermittler gerät vor allem der Immobilienmakler Udo Greiling, der von Bock um Millionenbeträge geprellt und in den Ruin getrieben wurde. Da die Geschäftsanteile des Architekturbüros zu gleichen Teilen an Bocks geschiedene Frau und den verbliebenen Gesellschafter fallen, kann auch ein Mord aus Habgier nicht ausgeschlossen werden. Trotz intensiver Ermittlungsarbeit kommen die Kollegen der Mordkommission Erfurt dem Täter nicht auf die Spur, bis in Bad Sulza ein Mann mit derselben Tatwaffe erschossen wird. 

Meinung:
Der Klappentext hat mich irgendwie sofort angefixt und ich wollte das Buch gerne lesen. Jedoch kann ich jetzt sagen, dass er meiner Meinung nach schon ein bisschen zu viel verrät, weshalb ich hier auch die letzten beiden Sätze davon weg gelassen habe.

Obwohl ich Protagonist und Ermittler Christoph sehr unsympathisch fand, habe ich ziemlich schnell in die Geschichte gefunden. Seine schwierige Art, in der er zeigt, dass er nicht nur ein frauenverachtender Macho, sondern auch mit seinen Urteilen sehr schnell bei der Sache ist und noch ein paar andere unschöne Eigenschaften hat, wird schon ziemlich deutlich. Aber mit der Zeit kommen auch schwach ein paar andere Seiten an ihm zum Vorschein und so schafft er es zumindest, dass das Bild über ihn nicht mehr ganz in schwarz und weiß betrachtet wird, sondern auch ein paar Grautöne dazu kommen. 

Es gibt zwar noch mehrere Ermittler, aber von denen lernt man nur noch Hauptkommissarin Lina etwas besser kennen. Die anderen bleiben eher etwas im Hintergrund, das ist aber auch völlig in Ordnung so, da Christoph doch sehr polarisiert und der Fall selbst sonst zu sehr in der Hintergrund rücken würde. 

Die Handlung fand ich über den gesamten Roman hinweg recht spannend aufgebaut. Zwar längere Zeit ohne wirklich nervenzerreißende Highlights, aber eine solide Grundspannung ist immer vorhanden und regt zum Weiterlesen an. Man möchte einfach gerne wissen, was es mit den Morden auf sich hat. 

Die Wendung, die sich dann im letzten Drittel anbahnt, fand ich eher unerwartet und ziemlich gut gemacht. Wer da vielleicht etwas konzentrierter mitdenkt, kann wohl auch schon früher auf die richtige Spur kommen, aber ich habe die Zusammenhänge nicht gesehen und für mich war es eine nette Überraschung.  Es gab zwar vorher ein paar viele Zufälle, wie das dann alles zusammengepasst hat und manches wirkt auf den ersten Blick doch ein bisschen weit hergeholt, aber gut, sowas gibt es im wirklichen Leben auch und die gegeben Erklärungen dafür fand ich größtenteils stimmig und überzeugend.

Das Ende und der Ausgang des Buches haben mich doch nochmal richtig überrascht. Gut fand ich auch, dass im Epilog nochmal fast alle offen Fragen beantwortet und der Krimi so zu einem komplett stimmigen Abschluss gebracht wurde. 

Fazit:
Ein strukturierter, stimmiger und gut lesbarer Krimi mit einer immer greifbaren Grundspannung und einigen netten Wendungen und Entwicklungen. Das Ende ist ziemlich überraschend und zufriedenstellend, da im Epilog nochmal alle offenen Fragen beantwortet und alles zu einem stimmigen Abschluss gebracht wird. Ich habe mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt und vergebe deshalb gute 4 Buchherzen und eine Leseempfehlung. 
 Vielen Dank an die Kongking PR-Agentur und den Divan Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Infos zum Autor (Quelle: Amazon.de):
Andreas Hultberg, 1963 in Jena geboren, praktiziert als Zahnarzt in Sachsen. Nach mehreren Fachpublikationen legt er mit 'Der Tod vergisst nie' sein literarisches Debüt vor spannend bis zur letzten Seite.

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