Samstag, 19. Januar 2019

Hörbuchrezension: Escape Room: Nur drei Stunden - Chris McGeorge




Titel: Escape Room - Nur drei Stunden
Autor: Chris McGeorge
 Sprecher: Torben Kessler
Laufzeit: 8 h 29 Min - autorisierte Lesefassung   
Verlag: Argon Hörbuch 
Preis: ab 14,09 € - 1 MP3 - CD´s 
Ersterscheinung: 26. Sept. 2018  
Reihe: Nein





Kurzbeschreibung:
Du hast nur drei Stunden Zeit, das Rätsel zu lösen …

TV-Star Morgan Sheppard erwacht in einem fremden Hotelzimmer, mit Handschellen ans Bett gefesselt. Außer ihm befinden sich noch fünf weitere Personen im Raum – und eine Leiche in der Badewanne. Über den Fernseher meldet sich ein maskierter Mann: Morgan habe drei Stunden Zeit, unter den Anwesenden den Mörder zu enttarnen. Gelinge das nicht, würden sie alle sterben. Aus dem Zimmer gibt es kein Entkommen, und während die Uhr gnadenlos tickt, greifen Panik und Misstrauen um sich, bis die Situation eskaliert …

Meinung:
Der Klappentext hat mich sofort angesprochen. Ich finde Escape Rooms allgemein sehr interessant und spannend, aber auch die Vorstellung einfach mit 5 anderen Personen und einer Leiche in einem fremden Hotelzimmer aufzuwachen und nur 3 Stunden Zeit zu haben um den Mörder zu entlarven, fand ich extrem fesselnd und schockierend. 

Dementsprechend bin ich auch super gut in die Geschichte gestartet. Ich konnte mich gut in Protagonist Morgan Sheppard hineinversetzen und seine Verwirrung, seine Angst, aber auch seine Zweifel nachvollziehen und ich war einfach auch gespannt, was hinter allem steckt, bzw. wie er das in der kurzen Zeit schaffen will. Die Bedrohung und die Spannung konnte ich auch deutlich nachfühlen. 

Denn es wurde ja schon am Anfang deutlich, dass Morgan Sheppard seine Fälle eigentlich gar nicht selbst ermittelt, sondern sie nur vorstellt bzw. auf Kosten anderer verkauft. Auch sonst ist er eher weniger sympathisch und hat einige Charaktereigenschaften, die ich überhaupt nicht an einem Menschen mag, aber trotzdem konnte ich mich gut in seine Lage versetzen, seine Gedankengänge nachvollziehen und fand seine Entwicklung/Wandlung glaubhaft. Das fand ich schon bemerkenswert in der Beschreibung, dass er trotz des eher negativen Charakters zu einer Art Antiheld wird und ich ihm das auch noch abnehme. 

Die anderen Charaktere sind zum Teil auch sehr speziell und werden in ihren Beschreibungen aber auch nur oberflächlich angerissen. Ich hatte zwar schon bald einen Verdacht hatte, der sich später auch als wahr herausgestellt hat, bin aber zwischendurch durchaus immer mal wieder verunsichert worden und habe auch alle anderen Figuren ins Visier genommen und verdächtigt.   

Doch leider konnte die Geschichte das gute Niveau vom Anfang nicht halten. Als es dann daran geht, etwas von der Vergangenheit aufzudecken, verliert sich der Autor in diesen Erzählungen. Er will jedes Detail der Vergangenheit aufdecken und das ist einfach zu viel und tötet die Spannung…  Vor allem da es für den Hörer schon bald offensichtlich wird, wie es damals gelaufen ist und diese kurze Erklärung hätte auch gereicht. 

Und auch die nachfolgenden Ermittlungen im Zimmer laufen dann oft eher etwas nebensächlich ab. Weshalb sich die große Spannung oft auch immer wieder etwas abbaut, auch wenn es zwischendurch doch einige Highlights und Wendungen gibt. 

Der Sprecher Torben Kessler macht einen guten Job. Er hat schon eine recht klare und eindringliche Stimme, die auch die Atmosphäre gut rüber bringt, aber gegen die langwierigen Erklärungen kann er trotz der guten Leistung nicht viel machen. 

Das Ende ist dann schon wieder ganz ok, auch wenn durch die vorherige Enttäuschung doch ein etwas bedauernder Nachgeschmack bleibt, dass das Potential etwas verschenkt wurde.

Fazit:
Eine spannende und fantastisch erzählte Geschichte, mit einem beklemmenden Setting, einem tollen Auftakt und einem glaubhaften Antihelden. Leider verzettelt sich der Autor dann in unnötige Details und Nichtigkeiten und kann die Spannung vom Anfang nicht aufrechthalten. Das Ende ist dann schon ganz ok, kann die Enttäuschung um das verschenkte Potential aber nicht ganz aus der Welt schaffen. Insgesamt vergebe ich knappe 3,5 Buchherzen, die aber eher ab-, als aufgerundet werden.
Herzlichen Dank an den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zum Autori (Quelle: Argon-verlag):
Chris McGeorge studierte Kreatives Schreiben (Crime/Thriller) an der City University London. Schon als kleiner Junge schrieb er gern Comics, Kurzgeschichten oder Drehbücher. Er mag skurrile und wunderbare Handlungen mit vielen Intrigen und Wendungen.

Info zum Sprecher (Quelle: Argon-verlag):
Torben Kessler ist nach Stationen in Düsseldorf, Freiburg und Leipzig Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt. Mit markanter Stimme und perfektem Timing begeisterte er u.a. in Hanya Yanagiharas Ein wenig Leben und Dave Eggers’ Der Circle.


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Donnerstag, 17. Januar 2019

Top Ten Thursday #136 - So bin ich, erklärt mit Büchern

Huhu ihr Lieben,

auch im neuen Jahr gehts mit dem Top Ten Thursday weiter und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander fortgeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.

Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.


Das Thema für diese Woche lautet: 

 
  10 Bücher, die zu deinen Charaktereigenschaften passen



Ein sehr interssantes, aber auch sehr schwieriges Thema. Nicht nur, dass man sich mit 10 passenden Charaktereigenschaften beschreiben muss, sondern dazu auch noch die richtigen Bücher zu finden, war schon etwas knifflig. Aber am Ende bin ich ganz zufrieden mit meiner Liste.


Also los gehts. Ich bin....

1. Zuverlässig

Auf mich kann man sich immer verlassen. Dabei ist es auch gar nicht so essentiell, dass die Person mir sehr nahe steht oder so.

Und dazu passt auch ganz gut das Buch Die Magie der Namen von Nicole Gozdek. Protagonist kann ich immer auf seinen besten Freund Rustan verlassen und später auch auf seine andere Freunde.



2. Fürsorglich

Ich hab schon ein starkes Bedürfnis mich um andere/schwächere zu kümmern bzw. darauf zu achten, dass es auch anderen gut geht. Dafür nehme ich mich oft auch ein bisschen zurück, wobei ich gemerkt habe, dass mir das auch nicht immer gut tut und ich durchaus ab und an mal etwas egoistischer sein sollte.

Dazu ist mir Meira aus der Ice like Fire Reihe von Sara Raasch eingefallen. Auch sie kümmert sich so um die Bedürfnisse ihres Volkes, dass sie sich selbst und ihre Bedürfnisse leicht vergisst bzw. sich nicht erlaubt.


3. Genügsam

Ich bin wirklich ziemlich genügsam mit dem, was ich habe. Klar, wäre es immer schön mehr Geld, mehr Schönheit usw. zu haben, aber eigentlich bin ich recht zufrieden damit, dass ich einfach durchschnittlich bin. Ich strebe jetzt auch nach keiner Leitungsfunktion, oder nach immer großen Veränderungen. Ein paar Highlights zwischendurch wie Urlaub sind schon schön, aber ich bin auch wirklich mit Kleinigkeiten zufrieden.

Dabei ist mir Harry Potter eingefallen. Er ist eigentlich auch genügsam, mit dem was er hat, nachdem er erfahren hat, dass er ein Zauberer ist. Er will den ganzen Ruhm um eine Person eigentlich nicht. Er will seine Freunde und in Frieden leben. Was sich zwar eher als schwierig gestaltet, aber es würde ihm reichen.


4. Harmoniebedürftig

Ich mag Harmonie echt gerne. Ich streite auch nicht gerne und auch nicht lange, außer ich fühle mich wirklich total ungerecht behandelt, aber auch dann gehts mir mit Streit und unfrieden einfach nicht gut.

Da hab ich lange überlegt, aber am Ende hab ich mich für Teil 4 der Mindjack Reihe von Susan Kaye Quinn entschieden. Protagonist Zach ist auch eher harmoniebedürftig, bzw. möchte er nicht auffallen und keinen Stress.


5. Vertrauensselig/ naiv

Also manchmal bin ich schon etwas zu vertrauensselig und leicht naiv. Ich glaube einfach doch an das gute im Menschen und da ich den Menschen nichts schlechtes möchte, kann ich mir manchmal nur schwer vorstellen, wieso mir Menschen was schlechtes wollen könnten und bin da schon ein paar mal auf die Schnauze gefallen.

Auch hier musste ich eher lange wegen eines passenden Buchs überlegen. Es gibt bestimmt viele, vor allem weil ja viele Protagonistinnen im Jugendbuchbereich so naiv sind, aber mir ist kein wirklich passendes eingefallen Am Ende hab ich mich für Die rote Königin entschieden, da Protagonistin Mare sich ja doch auch als etwas zu vertrauensselig herausstellt und damit doch einige Probleme bekommt.


6. Vernünftig

Wenn es darum geht überlegte Entscheidungen zu treffen bin ich doch oft eher vernünftig und bedenke auch die Konsequenzen meines tuns. So verpasse ich zwar vielleicht manchmal ein paar Gelegenheiten und könnte etwas spontaner sein, aber in vielen Dingen mag ich es auch genau so.


Schwer, ein passendes Buch zu finden. Aber ich habe mich für die Spinnenreihe von Jennifer Estep entschieden. Protagonistin Ginn ist zwar einen Auftragsmörderin, aber sie denkt auch immer vernünftig darüber nach, wen und warum sie ihn umbringt und wie sie das anstellt, ohne aufzufliege.


7. Flapsig/ direkt/ arglos 

Hier fällt es mir schon schwer, das was ich meine, genau mit einem Wort zu beschreiben. Ich bin zwar vernünftig und überlege viel über meine Handlungen, dafür aber oft zu wenig, bevor ich rede. Ich rede oft einfach drauf los, vor allem wenn ich mich ärgere und denke da auch nicht so dran, wie das bei anderen ankommen könnte. Vor allem in der Arbeit ist das schon manchmal ein Hindernis, wenn sich zu viele Leute auf den Schlipps getreten fühlen, nur weil ich etwas flapsig daher rede und mir nicht 10 mal überlege, wie ich etwas formuliere.

Auch Eelyn aus Das Herz der Kämpferin von Adrienne Young redet einfach nach ihren Gefühlen und überlegt nicht, wie sie was sagt.

8. Selbstzweifelnd

Obwohl ich genügsam bin und eigentlich zufrieden mit mir und meinem Leben, zweifel ich doch auch manchmal etwas an mir selbst. Vor allem in der Arbeit, ob ich eine Situation richtig gemeistert habe, oder wenn ich das Gefühl habe, dass alle eine andere Meinung zu einem Thema haben, frage ich mich manchmal schon, ob ich denn normal bin, oder doch alle anderen?

Protagonistin Feyre aus Das Reich der sieben Höfe zweifelt vor allem anfangs auch oft an sich selbst und ihren Entscheidungen.


9. Routineorientiert/ langweilig

Nevenkitzel, Abenteuer und Abwechslung brauch ich eher selten, ich mag Routine. Das mag oft etwas langweilig erscheinen, aber ich fühl mich da z.B. in der Arbeit auch sicher, wenn vieles gleich abläuft, oder fühle mich wohl, wenn ich abends einfach lesen kann und nicht immer die Party hab. Auch hier sind natürlich einige Abwechlsungen nett und wichtig, aber im Großteil mag ich einfach, wenn das Leben nicht so viele Überraschungen für mich bereit hält, sondern ich mich drauf einstellen kann.

Eigentlich gar keine so gute Wahl, der Protagonist Ove viele Überraschungen meistern muss, aber zumindest anfangs hat er auch viele Rituale und liebt seine Routine.


10. Urlaubsreif 

Das hat mich bei den Beispielen gleich angesprochen und es stimmt auch. Ich bin wirklich schon wieder total Urlaubsreif, aber das bin ich eientlich fast immer. Einfach mal abschalten tut einfach gut.

Auch hier passt das Buchbeispiel vielleicht nicht ganz, aber Tessa aus mein bester letzter Sommer möchte auch einfach in den Urlaub und was anderes sehen, als ihren Alltag und ihre Krankheit...



So, das war jetzt ein echt langer und ausführlicher TTT, der auch viel Zeit gebraucht hat, aber darum ging es bei dem Thema ja auch ein bisschen. Sich selbst beschreiben, braucht schon auch Zeit und Überlegungen. 



Nun interessiert mich natürlich, ob wir Gemeinsamkeiten haben, oder ob ihr auch ein paar der Eigenschaften habt bzw. die Bücher dazu kennt? 


Das Thema für nächste Woche lautet: 
10 Bücher mit einer außergewöhnlichen Schrift auf dem Cover


Liebe Grüße,
Steffi

Dienstag, 15. Januar 2019

Rezension: Frost wie Schatten - Sara Raasch

 
 
 
 
Titel: Frost wie Schatten
Autorin: Sara Raasch  
Seiten: 544   
Verlag: cbt
Preis: 14,99 € 
Ersterscheinung: 09. 10. 17
Reihe: Teil 3 von 3
 
 
 
 
 
Kurzbeschreibung:
König Angra lebt und keiner ist vor ihm sicher. Meira würde alles tun, um ihre Welt zu beschützen. Während Angra versucht, sie zu bezwingen, ist Meira fest entschlossen, ihre eigene machtvolle Magie zu meistern. Doch um Angra endgültig zu besiegen, muss sie in ein Labyrinth hinabsteigen, das unter den Königreichen liegt, den Schlüssel zum Sieg birgt – und ein großes Opfer von ihr verlangt. Unterdessen tut Mather alles, um seine Königin zu retten, und sammelt Verbündete um sich, wohl wissend, dass er Meira endlich seine Gefühle gestehen muss. Beide stehen an einem Scheideweg in einem letzten Kampf, bei dem sie alles gewinnen oder verlieren könnten …

Meinung:
Nachdem der letzte Teil ja mit einigen Überraschungen geendet hat, bin ich dieses Mal besser ins Buch gekommen. Es gab nicht dieses lange Vorgeplänkel, sondern es ging direkt spannend mit der Handlung weiter. 

Man kommt nun auch noch in das letzte Königreich Paisly und auch hier gibt es einige Überraschungen zu entdecken. Leider sind die Infos ein bisschen oberflächlich, vor allem da die Bewohner von Paisly ja schon lange revolutionär denken, aber zum Abrunden der Königreiche hat es schon gepasst. 

Nun ist ja eh alles anders, da sich Angra viele der Königreiche einverleibt hat  und die anderen auf der Flucht sind. Dabei gibt es viel spannendes, aber doch ein einige Längen, die ich so nicht gebraucht hätte. 

Der Schreibstil ist auch dieses Mal wieder bildgewaltig und flüssig lesbar. Erzählt wird die Geschichte im Großteil wieder in der Ich-Perspektive aus Meiras Sicht, aber auch aus Mathers und Ceridwens Perspektive gibt es interessante und ergänzende Kapitel, die aber in der 3. Person erzählt werden. Vor allem Ceridwen ist ja ein echt interessanter Charakter. Alle, aber vor allem Meira machen in diesem Teil nochmal eine große Entwicklung durch. Sie lernt viel über sich selber, aber auch über ihre Magie, erfährt nun auch Liebe und kann auch ihre Gefühle endlich zulassen. 

Die Liebesgeschichten, aber eben auch Gefühle allgemein spielen in diesem Teil auch eine etwas größere Rolle. Das hätte ich nicht unbedingt so gebraucht, hat mich aber auch nicht wirklich gestört. Eher fand ich es gut, dass die gefürchtete Dreiecksbeziehung, die ja seit dem ersten Band im Raum stand, nicht wirklich ausgereizt wurde. 

Der Showdown ist etwas chaotisch und ein bisschen überladen, aber auf jeden Fall rasant und spannend. Das letzte Kapitel gibt noch einen Einblick in die Entwicklungen 6 Monate nach dem finalen Kampf und ich finde dieses Ende sehr zufriedenstellend und passend. 

Fazit:
Wirklich ein solider und unterhaltsamer Abschlussband einer lesenswerten Fantasyreihe. Es gab nochmal viel Spannung und einen packenden Showdown, aber auch einen Fokus auf Gefühle und ein paar kleinere Längen. Insgesamt hat sich das Buch aber wieder schnell und flüssig lesen lassen und das Ende fand ich sehr zufriedenstellend für die Reihe. Somit gibt’s auch für den Abschlussband solide 4 Buchherzen.

Infos zur Autorin (Quelle: randomhouse.de):
Sara Raasch wusste schon mit fünf Jahren, dass sie für die Bücherwelt bestimmt ist. Während ihre Freunde Limonade verkauften, brachte sie handgezeichnete Bilderbücher an den Mann. Ihre Begeisterung für das geschriebene Wort verleitet sie immer noch zu tollkühnen Aktionen. Schnee wie Asche, ihr Debütroman, schaffte es sofort auf die New York Times-Bestsellerliste.
 
 
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Infos zur Reihe (bereits komplett erschienen):
1. Schnee wie Asche *klick zu meiner Rezension*
2. Eis wie Feuer *klick zu meiner Rezension*
3. Frost wie Schatten

Samstag, 12. Januar 2019

Rezension: Die Magie der Namen - Nicole Gozdek





Titel: Die Magie der Namen
 Autorin: Nicole Gozdek  
Seiten: 368   
Verlag: ivi
Preis: HC 16,99 €, TB 9,99 €
Ersterscheinung: 01. 03. 16
Reihe: Teil 1 von 2 








Kurzbeschreibung:
Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario, dessen Namen er für den Rest seines Lebens tragen wird? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit...

Meinung:
Von diesem Auftakt in die Dilogie hatte ich schon viel Gutes gehört, aber trotzdem ist das Buch lange ungelesen im Regal gelegen. Nun kam ich endlich dazu und die Grundidee hat mich neugierig gemacht.

Die Idee ist in diesem Kontext auf jeden Fall neu für mich gewesen. Unsterbliche Seelen, die mit den Jahren wiedergeboren werden. Dabei erfahren die Kinder erst mit 16 wer sie wirklich sind und welche Magie ihrem Namen innewohnt, wobei sich diese Magie auf ganz unterschiedliche Weise zeigt. 

Prinzipiell habe ich gut in die Geschichte gefunden, bzw. wurde gleich daran gefesselt. Es geht direkt los mit der Namensgebung für Nummer 19 und seinen Jahrgang. Dabei erfährt man anfangs recht wenig von den besonderen Gegebenheiten dieser Welt, sondern diese werden erst nach und nach aufgedeckt und das dauert doch auch teilweise bis zum Ende des Buches und es wird auch nicht alles bis ins Detail erklärt. Da hätte ich mir teilweise schon früher ein paar mehr und genauere Infos zu den Hintergründen gewünscht, aber in der Rückbetrachtung ist es nun doch ganz passend und stimmig, auch wenn (noch?) nicht alle offenen Fragen beantwortet werden.

Der Plot hat mich gut unterhalten und gefesselt. Die gefährliche Reise der Protagonisten und auch die Erkenntnisse, die sie dabei erhalten, haben mir sehr gut gefallen. Dabei gibt es immer eine gute Grundspannung, aber auch immer wieder Spannungsspitzen und unvorhergesehene Wendungen. Gut finde ich es auch, dass die Handlung sehr gut ohne eine klassische Liebesgeschichte auskommt.

Der Schreibstil ist eher einfach gehalten, dennoch aber bildgewaltig und fesselnd. Dabei sind die einzelnen Kapitel eher kurz, aber passend und an jedem Kapitelanfang befindet sich ein Absatz mit Infos über die Regeln dieser Welt.  Als hilfreiche Ergänzungen lassen sich noch das Namenverzeichnis, die Übersicht über die verschiedenen Dynastien und ihre Fähigkeiten und die Weltkarte benennen.  

Die Figuren haben alle etwas Besonderes an sich und entwickeln sich mit der Zeit stimmig weiter. Wirken sie zum Teil anfangs oberflächlich, erhalten sie im Verlauf mehr Tiefe und auch die Besonderheiten von Protagonist  Tirasan werden stimmig erklärt. 

Das Ende ist definitiv überraschend, aber doch auch zu abrupt für meinen Geschmack. Das hätte man doch irgendwie noch besser lösen können, aber zumindest finde ich es gut, dass es prinzipiell auch für sich abgeschlossen wäre und man nicht unbedingt gezwungen ist, die Fortsetzung zu lesen.

Fazit:
Ein guter und sehr lesenswerter Fantasyroman. Es gibt eine tolle Grundidee, die stimmig ausgebaut und erklärt wird, eine interessante Welt, deren Hintergründe aber erst nach und nach und auch noch nicht vollständig, aber passend aufgedeckt werden, einen fesselnden und unvorhersehbaren Plot und überzeugende Charaktere. Auch das Ende ist überraschend, aber für meinen Geschmack auch zu abrupt, was ich etwas schade fand. Aber immerhin ist es für sich abgeschlossen, weshalb man die Fortsetzung nicht unbedingt lesen müsste. Insgesamt vergebe ich gute 4 Buchherzen, eine Leseempfehlung und bin schon auf die Fortsetzung gespannt.

Infos zur Autorin (Quelle: piper.de):
Nicole Gozdek wurde 1978 geboren. Nach dem Germanistik- und Romanistikstudium mit Schwerpunkt auf Literatur und einem Abstecher in die Buchbranche arbeitet sie heute als Online-Redakteurin bei einem französischen Modeunternehmen. Daneben ist sie Buchbloggerin und Autorin. Mit ihrem All-Age-Fantasyroman »Die Magie der Namen« gewann sie 2015 den ersten #erzählesuns-Award des Piper Verlags.
 
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Infos zur Reihe (bereits komplett erschienen):
1. Die Magie der Namen
2. Die Magie der Lüge

Donnerstag, 10. Januar 2019

Top Ten Thursday #135 - Flops des Jahres 2018

Huhu ihr Lieben,

auch im neuen Jahr gehts mit dem Top Ten Thursday weiter und diese Aktion wird von Aleshanee von Weltenwander fortgeführt. Es geht darum Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen und sich dann darüber auszutauschen.

Wenn ihr auch mitmachen oder einfach nur stöbern möchtet, könnt ihr gerne bei Aleshanee vorbeischauen.



Das Thema für diese Woche lautet: 
 
Deine schlimmsten 10 Buch Flops aus 2018



Bei dem heutigen Thema ist es ja gut, wenn man die Liste nicht vollbekommt. Auch ich hatte zum Glück nur wenige Flops.

Die ersten 3 Bücher hab ich abgebrochen, weil ich einfach nicht rein gekommen bin. Evermore hab ich nach Teil 1 zur Seite gelegt und Wicker King war von der Idee her gut, aber leider bin ich mit der Umsetzung gar nicht klar gekommen bzw. find ich den beschriebenen Umgang mit der Psychose schwierig...



Was sagt ihr zu meiner Auswahl? Kennt ihr das ein oder andere Buch davon?




Das Thema für nächste Woche lautet: 
10 Bücher, die zu deinen Charaktereigenschaften passen


Liebe Grüße,
Steffi