Dienstag, 13. April 2021

Hörbuchrezension: All This Time: Lieben heißt unendlich sein - Mikki Daughtry & Rachel Lippincott

Titel: All This Time - Lieben heißt unendlich sein
Autorinnen: Mikki Daughtry & Rachel Lippincott
Übersetzerin: Nina Frey
   Sprecher: Fabian Kluckert 
 Laufzeit: 10 h 53 Min  - ungekürzt      
Verlag: Der Audio Verlag - DAV                
Preis: ab 15,39 € - 1 MP³ - CD      
Ersterscheinung: 18. 03. 2021        
Reihe: Nein
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Kyle und Kimberly sind schon seit Jahren das perfekte Paar – Quarterback und Head-Cheerleader. Doch am Abend ihres Highschool-Abschlusses bricht Kyles Welt brutal zusammen: Kim hat sich heimlich an einer anderen Uni beworben, und gerade als sie ihre Beziehung beenden möchte, haben die beiden einen schrecklichen Autounfall. Kyle kommt im Krankenhaus mit schweren Verletzungen zu sich, Kim hat den Unfall nicht überlebt. Kyle versinkt in Trauer und Schuldgefühlen – bis er auf dem Friedhof Marley begegnet, die ebenfalls einen großen Verlust erlitten hat. Sie verstehen einander und können den Schmerz des anderen lindern, während sie sich von Tag zu Tag näherkommen.

Meinung:

Ich habe mir das Buch ausgesucht, da ich gerne mal wieder was richtig emotionales und ergreifendes Lesen bzw. Hören wollte. Erwartet hat mich eher ein großes Wechselbad der Gefühle.

Los ging es damit, dass ich anfangs doch etwas Probleme mit dem Sprecher hatte. Fabian Kluckert hat eine jugendliche Stimme, die gut zu Protagonist Kyle passt, aber wirklich gerne gehört habe ich sie anfangs nicht. Mit der Zeit ging es dann besser, vor allem, wenn Kyle selbst dran war, aber nicht wirklich anfreunden konnte ich mich mit den anderen Stimmen. Sobald vor allem weibliche Stimmen dran waren, oder Kyle in seinen Emotionen fast hysterisch wurde, habe ich mich manchmal schon etwas in einer Parodie gefühlt, was bei einem emotionalen Thema einfach nicht zielführend ist. Nach und nach habe ich mich daran gewöhnt, weshalb ich dann auch doch in die Handlung finden konnte, aber bei den Extremsituationen ist es mir immer wieder aufgefallen. Wobei ich nicht sagen kann, dass er keinen guten Job macht. Er bemüht sich die Emotionen rüber zu bringen und gibt den Charakteren eben auch Persönlichkeit, aber für mich hat es einfach nicht immer ganz gepasst und war es manchmal etwas drüber.

Und drüber waren für mich auch einige Wendungen der Geschichte. Zu Beginn gibt’s diesen Unfall und Kyle in seiner Trauer. Dies fand ich ganz solide dargestellt, auch wie er dann auf Marley trifft und sie besser kennenlernt. Die Faszination von ihm konnte ich zwar nicht so ganz nachvollziehen, aber prinzipiell war es schon ok. Marley ist auf jeden Fall besonders und nicht wie andere Frauen. Sie ist ruhig, in sich gekehrt und einfach auch von ihren Lebenserfahrungen gezeichnet. Es ist aber schön zu beobachten, wie sie beide zusammen versuchen zu heilen.

Dann kommt nach ca. dreiviertel des Buchs die erste große Wendung. Ich hatte schon erwartet, dass da noch was kommen muss, da es so zu einfach gewesen wäre. Was es genau war, hab ich aber nicht kommen sehen und die Tatsache an sich fand ich schon auch wirklich schockierend für Kyle. Da habe ich wirklich total mit ihm mitgelitten und fand die Vorstellung echt ergreifend und emotional. Seine Reaktionen darauf fand ich zum Einen nachvollziehbar, zum Anderen aber doch auch  etwas übertrieben.

Danach wurde es ziemlich abgedreht und so ganz kann man sich nicht vorstellen, dass eine Geschichte so ablaufen könnte. Aber irgendwie hat es mich trotzdem in die Handlung gezogen und ich hab es, bis auf die hysterischen Anfälle, eigentlich ganz gern gehört. Nur der große Knall am Ende war mir dann definitiv nochmal zu viel. Den hätte ich so nicht gebraucht, das vorher hätte wirklich auch schon gereicht.

Nicht unbedingt total glaubhaft, aber doch schön fand ich die Entwicklung des Freundesgespanns und auch Kyles persönliche Entwicklung, dass er verstehen lernt, auf was es im Leben und bei der Liebe ankommt.

Fazit:

Eine Geschichte, die ein Wechselbad der Gefühle ausgelöst hat. Zum Einen bin ich mit dem Sprecher nicht immer ganz warm geworden und einige Wendungen fand ich doch etwas überdreht und zu viel, vor allem die letzte am Ende, die ich wirklich nicht mehr gebraucht hätte. Aber auf der anderen Seite konnte ich mich oft auch gut in Kyle hineinversetzten, auch wenn er manchmal etwas zu hysterisch war. Vor allem die erste große Wendung hat mich im Kern sehr berührt und aufgezeigt, wie kostbar ein aufgebautes Leben ist und ich hatte doch auch nette Stunden mit der Geschichte, weshalb ich insgesamt knappe 3,5, Buchherzen vergebe.
Herzlichen Dank an den DAV - Der Audio Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zu den Autorinnen (Quelle: lovelybooks.de): 
Die Schriftstellerin Mikki Daughtry studierte Theaterwissenschaften an der Brenau University. Nach ihrem Abschluss zog sie nach Los Angeles und fing dort an als Drehbuchautorin zu arbeiten. In dieser Zeit gab sie dann ihr Debüt mit ihrem Jugendbuch „All this Time – Lieben heißt unendlich sein“.

Rachael Lipincott, geboren in Philadelphia, ist eine US-amerikanische Autorin. Nach ihrem HighSchool Abschluss in Pennsylvania, studierte sie English Writing an der University of Pittsburgh. Ihren Durchbruch als Autorin schaffte sie mit ihrem Weltbestseller Five Feet Apart. Der mit den Starschauspielern Cole Sprouse und Haley Lu Richardson verfilmt wurde. Neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin betreibt Lipincott einen Foodtruck. Heute lebt die Autorin in Pennsylvania. 
 
Infos zum Sprecher (Quelle: der-audio-verlag.de):
Fabian Kluckert, geboren 1991 in Berlin, ist Schauspieler, Synchronsprecher, Synchronregisseur und Dialogbuchautor. Er ist einer der drei Söhne von Jürgen Klucker, der seit Jahrzeiten sehr bekannt und beliebt im Synchron- und Sprecherbereich ist (u.a. bekannt als die Stimme von Benjamin Blümchen).
   
 
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