Dienstag, 19. März 2024

Rezension: Mit Güte und Gigawatt: Zukunftsschimmer 3 - Susan Kaye Quinn

  Titel: Mit Güte und Gigawatt - Zukunftsschimmer 3
Autorin: Susan Kaye Quinn
Übersetzer: Michael Drecker
Seiten: 194  
Preis: ebook: 2, 99 €, oder kostenlos bei Kindle unlimited 
TB: 9, 99 €
Ersterscheinung: 30. 11. 23
Reihe: Teil 3 von 4
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Akemis Position in der Südkalifornischen Versorgungskommission gleicht einem tagtäglichen Kampf – und die Infrastruktur der Zivilisation aufrechtzuhalten ist der undankbarste Job auf dem Planeten. Als Los Angeles von einem Doppelevent getroffen wird – einer Hitzewelle und einem zeitgleichen Virusausbruch – haben er und sein Team alle Mühe, die Stromversorgung zu sichern. Die geplante Erweiterung eines Solarwerks könnte dabei helfen, doch die ist – gelinde gesagt – kontrovers.

Da wird er von der Tochter einer alten Freundin kontaktiert, die ihm einen Datenschatz über angebliche Geheimexperimente zuspielt. Erst will er dies als Verschwörungstheorie abtun, doch als er in die Materie eintaucht, stößt er auf eine Energieforschung, die so gefährlich wie vielversprechend ist. Ist es das letzte Ass im Ärmel der Menschheit oder etwas, das ihren Untergang noch beschleunigen wird? Diese Frage kann ihm niemand beantworten, also muss Akemi sich selbst auf die Suche nach Antworten begeben.

Meinung:

Dass es auch in Teil 3 wieder einen komplett neuen Protagonisten geben wird, habe ich schon erwartet. Auch dieses Mal habe ich das etwas bedauert, zumindest deshalb, weil man von den anderen einfach kaum noch was mitbekommt. Ich hätte es wirklich besser gelöst gefunden, wenn man von den bisherigen Protagonisten auch noch ab und an ein Kapitel erhalten hätte. Aber gut, sei wie es sei. Die Grundgeschichte geht auf jeden Fall vorwärts.

Wir sind mit Akemi wieder eine Stufe höher in der Gesellschaftshirachie angekommen und bekommen immer mehr verdeutlicht, wie knapp und verfahren die Sache mit dem Netto-Null-Ziel wirklich ist. Gleichzeitig gibt es auch wieder private Einblicke in sein Leben. Diese fand ich auch ganz nett, aber doch weniger präsent als in den anderen beiden Teilen. Natürlich spielt die angespannte Beziehung zum Vater eine große Rolle, aber irgendwie bleibt der Rest der Familie etwas blass.

Man erfährt in diesem Teil etwas mehr, was hinter den geheimen Forschungen stecken könnte, aber ich muss ehrlich sagen, dass mir diese Überlegungen meistens deutlich zu sehr ins Details gingen. Es wurde sehr wissenschaftlich und physikalisch kompliziert und auch wenn ich anfangs noch versucht habe, die komplexen Zusammenhänge zu verstehen, habe ich mit der Zeit aufgegeben, diese Passagen quergelesen und gehofft, dass wir uns bald wieder der Gesamthandlung zuwenden.

Am Ende ist es auf jeden Fall weiterhin sehr spannend, wie die Sache jetzt ausgeht und auch die Grundsatzfragen finde ich weiterhin interessant, weshalb ich trotz der Kritikpunkte auf den Abschlussband gespannt bin.

Fazit:

Ein dritter Teil, der zwar die Hauptgeschichte wieder etwas voranbringt und den harten Kampf um das Netto-Null-Ziel nochmal verdeutlicht, mir insgesamt aber doch zu wissenschaftlich und komplex war. Das hätte ich wirklich nicht gebraucht und es auch schön gefunden, wenn die bisherigen Protagonisten auch zu Wort gekommen wären. Somit wirklich nicht mein Lieblingsteil, auch wenn ich immer noch sehr gespannt bin, wie die Sache ausgeht. Knappe 3 Buchherzen.
Vielen Dank an den Übersetzer Michael Drecker für die Bereitstellung des ebooks, hier geht es direkt weiter zu Amazon.


Infos zur Autorin (Quelle: Amazon):

Susan Kaye Quinn wuchs in Kalifornien auf, wo sie schon als Schülerin Zettelchen mit Geschichten in der Klasse herumreichte. Ihre Lehrer gaben meistens vor, nichts davon mitzubekommen und beschlagnahmten ihre Arbeiten nur ein paar Mal. Sie ging einer Reihe von Ingenieursstudiengängen nach (Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Umwelttechnik) und arbeitete in einer Menge von Streber-Jobs, unter anderem bei GE Aircraft Engines, der NASA und NCAR. Jetzt wo sie Bücher schreibt, steht auf ihrer Visitenkarte „Autorin und Raketenwissenschaftlerin“ und sie muss ihre Arbeiten nicht länger heimlich weiterschmuggeln.

All diese Ingenieurswissenschaften sind von Nutzen, wenn man sich paranormale Fähigkeiten in futuristischen Welten ausdenkt, oder Wissenschaft mit Fantasie mischt, um einigermaßen glaubwürdige Erfindungen zu erschaffen. Nur für ihre Geschichten natürlich. Ignoriert den Kram in ihrem Keller. Susan schreibt in einem Vorort von Chicago, wo sie mit ihren drei Jungs, zwei Katzen und einem Ehemann lebt. Was, wie sich herausgestellt hat, genau so viel ist, wie sie auch handhaben kann.

Infos zur Reihe:
1. Im Strom der Macht *klick zu meiner Rezension*
2. Von Gier und Verlust *klick zu meiner Rezension*
3. Mit Güte und Gigawatt
4. Hoffnung, Schmerz und Heilung 

 

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