Titel: Feuerblut - Der Schwur der Jagdlinge
Autorin: Aisling Fowler
Übersetzerin: Katharina Diestelmeier
Sprecher: Rainer Strecker
Laufzeit: 9 h 28 Min - ungekürzt
Verlag: Der Audio Verlag - DAV
Preis: ab 12,99 € - 1 MP³ - CD
Ersterscheinung: 17. 11. 2021
Reihe: Teil 1 von ??
Kurzbeschreibung:
»Ich
widme mein Leben dem Kampf gegen die Dunkelheit und werde allen
sieben Clans gleichermaßen dienen.« Mit diesem Schwur lässt Zwölf
ihr altes Leben hinter sich, um als Jagdling ausgebildet zu werden.
Nicht einmal ihre Mentorin Silber ahnt, dass Zwölf ganz eigene Pläne
hat: In ihrem Herzen brennt der Wunsch nach Rache an dem Clan, der
einst ihre Familie auslöschte. Doch alles ändert sich, als Kobolde
den Jagdbund überfallen, Silber töten und das Mädchen Sieben
entführen. An der Seite des magischen Steinhunds, der den Bund seit
jeher beschützt, jagt Zwölf ihre Widersacher durch Eis und Schnee
und muss sich dabei ihrer Vergangenheit stellen.
Meinung:
Irgendwas an der Kurzbeschreibung hat
mich sofort angesprochen und auch das Cover hat was.
Obwohl ich es eigentlich nicht so gerne
mag, wenn männliche Leser weibliche Protagonisten sprechen, hat
Rainer Strecker eine tolle Arbeit gemacht und es geschafft, dass ich
schnell in die Geschichte gefunden habe.
So war ich von Beginn an gleich drin,
in der ungewohnten Geschichte. Ich konnte mir vorstellen, wie die
Kampfübungen ablaufen und auch, das Zwölf einen schweren Stand hat.
Die Namen waren doch etwas ungewöhnlich, haben mich aber gar nicht
weiter gestört.
Zwölf war nicht immer einfach als
Protagonistin. Sie ist kalt, manchmal einfach gemein und hat viel
Zorn in sich. Aber auf der anderen Seite ist sie auch mitfühlend und
einfach nur ein Mädchen, das viel durchmachen musste. Was genau,
erfährt man im Laufe der Geschichte und irgendwie hat sie trotzdem
sehr schnell meine Sympathie gewonnen. Ich habe sie gerne auf ihrer
Reise begleitet und auch ihre Weggefährten haben mich mit der Zeit
immer mehr von sich überzeugen können. Einzig der große Klinsch
gegen Ende war mir fast ein bisschen zu viel und zu kindisch, aber
gut, ich kann annehmen, dass sie mit ihren 13 Jahren das für ihre
Entwicklung einfach gebraucht hat. Und die Zusammenarbeit der Gruppe
war insgesamt doch von viel Zusammenhalt und Einfühlungsvermögen,
aber auch viel Humor und vielen unterhaltsamen verbalen
Schlagabtauschen geprägt.
Richtig gut gefallen hat mir hier auch
das Worldbuilding. Bisher erfährt man zwar noch gar nicht so viel
von den Strukturen von Embra, aber es gibt viel Potential und das,
was man bisher von den Wesen und den Strukturen erfahren hat, fand
ich wirklich interessant und mit viel Fantasie darstellt. Süß fand
ich auch, dass Zwölf ihr Buch über magische Tierwesen mitnimmt und
das auch immer wieder zu Rate zieht.
Manche Entwicklungen waren
vorhersehbar, aber doch stimmig erzählt. Eine Hauptwendung habe ich
so überhaupt nicht kommen sehen und fand ich auch etwas schade. Der
Showdown hat es aber wirklich in sich und die Figuren wachsen einfach
noch enger zusammen, was mir gut gefallen hat. Das Ende an sich, ist
auch recht abgeschlossen, obwohl natürlich noch einige Fragen offen
bleiben.
Es gab zwischenzeitlich auch einige
Rückblenden, die erzählen, wie Zwölfs Leben früher ausgesehen hat
und weshalb sie so zornig und verzweifelt ist. Die Meisten davon fand
ich ganz gut und auch stimmig platziert, am Ende waren es mir aber
fast schon etwas zu viele davon. Ein – zwei weniger hätten für
mich auch gereicht, aber so wurden noch viele Lebensweisheiten
ausgepackt, die jüngere Leser auch gut brauchen können.
Fazit:
Ein toller
Auftakt in eine phantasievolle Geschichte mit einem tollen
Worldbuilding, Protagonisten, die ihr Päckchen zu tragen haben, aber
trotzdem recht schnell die Sympathien wecken und toll zusammenwachsen
und einer spannenden Abenteuerreise. Dazwischen gibt es auch noch
eine gute Prise Humor und einige interessante Wendungen. Manchmal war
mir das Verhalten der Figuren etwas zu kindisch, aber ich kann
annehmen, dass sie halt doch noch Kinder sind und die Entwicklungen
so gebraucht haben. Auch Sprecher Rainer Strecker macht einen tollen
Job und verleiht den Figuren Leben und Individualität. Das recht
abgeschlossene Ende hat mich zufrieden zurückgelassen und mich doch
auch neugierig auf die Fortsetzung gemacht. Insgesamt gibt es somit gute 4 Buchherzen.
Herzlichen Dank an den DAV - Der Audio Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.
Infos zur Autorin (Quelle: der-audio-verlag.de):
Aisling Fowler, geboren 1985, wünschte, sie wäre in einem magischen
Königreich in den Bergen aufgewachsen. Tatsächlich ist sie mit Büchern
und »Buffy – Im Bann der Dämonen« in Surrey groß geworden. Nach ihrem
Biologiestudium arbeitete sie als Jugendhelferin und Krankenschwester.
Infos zum Sprecher (Quelle: der-audio-verlag.de):
Rainer Strecker, geboren 1965 in Berlin, ist Schauspieler (u.a.
»Tatort«, »Bella Block«) und Sprecher der Cornelia-Funke-Hörbücher. Für
DAV las er bereits »Titanic – 24 Stunden bis zum Untergang« von Stephen
Davies und »Der geheime Garten« von Frances H. Burnett.
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