Dienstag, 23. September 2014

*Rezension* Der Sarg - Arno Strobel


Titel: Der Sarg
Autor: Arno Strobel
ISBN: 978-3596191024
Seiten: 384
Verlag: Fischer
Ersterscheinung: 10. Januar 2013
Preis: 9,99 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
»Sie konnte nicht einordnen, was diese Schwärze zu bedeuten hatte. Aber sie war überall. Und es gab keinen Ausweg.«
Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen …

Meinung
Vorneweg schon mal gesagt, dieser Thriller ist nicht für schwache Nerven geeignet. Schon auf den ersten paar Seiten bekam ich Gänsehautgefühl, so spannend fing es an. Die Geschichte fesselte mich immer mehr und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Story hielt, was sie versprach und zwar Hochspannung pur. Das Thema Kindesmißbrauch ist ja nicht einfach, hier wurde es aber vom Autor gut dargelegt und kam nicht ganz so schlimm rüber.

Die Kölner Polizei ermittelt in einem Frauenmord. Eine weibliche Leiche wird in einem Sarg vergraben gefunden. Anfangs stehen sie vor Rätseln, auch wenn der Täter ihnen Hinweise gibt, kommen sie nicht wirklich voran. Dennoch nähern sie sich Stück für Stück der Lösung. Doch wie ist Eva Rossmann in die Sache verwickelt. Warum hat sie so wirre Träume und verletzt sich selbst? Gekonnt hat der Autor mit mir als Leserin Verwirrspiele gespielt. Unerwartete Wendungen kamen abrupt und ich wußte weder ein noch aus. Auf das Ende wäre ich im Leben nicht gekommen und war sehr beeindruckt.

Die Charakteren waren gut ausgearbeitet und ich konnte mich in sie hineinversetzten. Ihre Handlungen und Gedanken erschienen mir als logisch und sinnvoll. Außerdem wird die Story aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Am Schluß führt alles zusammen und ergibt ein logisches Ganzes. Diese unterschiedlichen Blickwinkeln machen aber nichts aus, ich konnte alles gut nachvollziehen und verstehen.

Der Schreibstil von Herrn Strobel ist angenehm und flüssig und vorallem sehr bildgewaltig. Ein wahres Kopfkino entstand bei mir und ich fühlte mich gut unterhalten. Die Kapitel wurden kurz gehalten und die Schriftgröße war normal.

Cover
Schon das Cover jagt einem einen Schauer über den Rücken. Eine Frau eingesperrt. Einen Sarg kann man leider nicht sehen, macht aber nichts, steht ja in großen roten Buchstaben darüber. Ansonsten wurde das Buch in schwarz gehalten.

Meinung
„Der Sarg“ ist für mich ein meisterhafter Thriller, der Gänsehaut garantiert. Spannend von der ersten Seite an, kann man ihn nicht mehr aus der Hand legen. Ich werde mir auf jeden Fall noch weitere Bücher von Herrn Strobel holen. Somit vergebe ich 4 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung. 


Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg, mittlerweile in Teilzeit. Im Alter von fast vierzig Jahren begann er mit dem Schreiben von Kurzgeschichten, die er in Internetforen veröffentlichte, bevor er sich an seinen ersten Roman heranwagte. Als der nach fast drei Jahren, einer Recherchereise nach Rom und vielen Hochs und Tiefs fertig war, schickte er eine Leseprobe an etwa zwanzig Verlage, bekam aber von allen eine Absage. Also gründete er mit zwei Freunden einen Verlag und brachte das Buch selbst heraus.

Kommentare:

  1. Hallo Heike,
    ich habe auch nur 4 Punkte vergeben. Sehr zu empfehlen ist "Das Skript", falls du das noch nicht kennen solltest.

    Bei Interesse kannst du dir meine Rezi dazu ansehen (falls nicht, einfach ignorieren)
    http://buechersuechtig-sabine.blogspot.co.at/2012/03/rezension-das-skript.html

    LG
    Sabine

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    1. Hallo Sabine,
      "Das Skript" habe ich noch nicht gelesen, bestimmt aber bald. :-) Deine Rezi dazu finde ich klasse, was mich noch mehr dazu animiert, mir dieses Buch baldmöglichst zuzulegen...

      Lg. Heike

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