Mittwoch, 18. Juli 2012

Rezension: Wind der Zeiten - Jeanine Krock


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 Titel: Wind der Zeiten
Autor: Jeanine Krock 
ISBN:  978-3453534001
Seiten: 560
 Verlag: Heyne
 Preis: 14, 00 Euro
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Inhalt:
Die junge Hamburgerin Johanna besucht nach der Trennung von ihrem untreuen und gewalttätigen Exfreund ihre Freundin in Schottland. Bereits am Bahnhof, sowie in der Unterkunft trifft sie dabei auf einen rätselhaften Fremden Namens Alan, der sie immer wieder vor tollpatschigen Stürzen bewahrt. Um die Vergangenheit mit ihrem Ex zu vergessen, sucht sie sich eine neue Aufgabe und beginnt sich mit dem scheuen Pferd Brandubh  anzufreunden.
Als sie einen Reitausflug zu einem mysteriösen Tal macht, trifft sie dabei wieder auf den geheimnisvollen Alan. Kurze Zeit später findet sie sich plötzlich im 18. Jahrhundert wieder und Alan entpuppt sich als verlobtes Oberhaupt eines Highlandclans.  Blöd nur, dass er sich zu allem Überfluss nicht daran zu erinnern scheint, dass er Johanna aus der Zukunft kennt. So beginnt Johannas Abenteuer im Jahr 1728, wobei sie nicht nur den Schock ihrer Zeitreise verdauen muss, sondern sich auch mit persönlichen Angriffen, ihren Gefühlen aber auch neuen Freundschaften, sowie dem Grund ihrer Zeitreise auseinander setzen muss. 

Meine Meinung:
Das Buch beginnt spannend. Man erfährt viel über Johannas Leben mit ihrem Exfreund und ihrer Familie. Die Geschichte über eine Zeitreise ist zwar durchaus nicht neu, aber nett aufbereitet.  Die Beschreibungen der Highlands sind so bildhaft, dass man sich gedanklich leicht in die Umgebung versetzen und es sich vorstellen kann.
Der Schreibstil ist eigentlich flüssig und es lässt sich schnell lesen. Nur waren die ausführlichen Stammesbezeichnungen und schottischen Wörter manchmal etwas verwirrend und haben den Lesefluss gestört. Das konnte auch durch die Hilfen (Karte und Wörterliste im Buch) nicht vollständig verhindert werden.
Leider hat die Geschichte nach dem guten Beginn ziemlich abgenommen. Ich konnte mich persönlich nur bedingt in Johanna hineinversetzten und mit ihr fühlen. Es war unglaubwürdig, dass sie diese Zeitreise so einfach hingenommen und akzeptiert hat. Sie versucht zwar immer wieder halbherzig das Geheimnis zu lüften und einen Weg zurück nach Hause zu finden, aber lässt sich viel zu schnell wieder davon abbringen. Als Alan sie auf eine 6-Wochen Wartezeit vertröstet, nimmt sie das ohne Widerspruch hin.
Generell lässt sie sich von Alan zu viel gefallen. Sie ist zwar öfters nicht einverstanden mit seinen Taten usw., aber lässt sich meistens ohne große Diskussion, ganz nach dem Motto, nach dem Streit ist der Sex noch besser, wieder von ihm bezirzen.
Auch das Ende ist zu kurz geraten, ich hatte mir noch mehr Erklärungen erhofft. Zum Beispiel die Antwort auf die Frage was Johannas Freundin Caitlin und ihr Freund jetzt mit der ganzen Sache zu tun hatten, wäre bestimmt noch spannend gewesen.

Fazit:
Mit "Wind der Zeiten" hat die Autorin für mich leider ihren bisher schwächsten Roman geschrieben. Jedoch habe ich nicht bereut ihn gelesen zu haben. Trotz der Kritikpunkte habe ich ihn gern gelesen und er hat mit seinem Charme für einen schönen langen Lesetag gesorgt. Fans von Jeanine Krock würde ich ihn aber auf jeden Fall empfehlen. Somit ergibt das 3,5 Buchhherzen. 


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