Freitag, 18. Dezember 2015

*Rezension* Mnemophobia - Kaja Bergmann




Titel: Mnemophobia (Edition 211)
Autor: Kaja Bergmann
ISBN:  978-3956690495
Seiten: 144
Verlag: Bookspot
Ersterscheinung: 19. Oktober 2015
Preis: 12,95 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Nemo, zwanzig Jahre alt, lebt in einem schwarzen Leuchtturm. Der war nicht immer schwarz. Erst seit jenem Tag. Seit dem Autounfall. Der Unfall, durch den Nemo sein Augenlicht und seine Freundin Merle ihre Stimme verlor. Ein zu heißer Tag, ein zu müder Kopf, ein zu großer Baum. Nemo saß am Steuer. Seitdem versucht er zu vergessen und verschanzt sich in seinem Leuchtturm an der Küste. Doch einige wenige Menschen lässt er noch in sein Refugium. Da ist natürlich die stumme Merle, immer in seiner Nähe, da sind Darius und dessen Freundin Luna sowie Emma, eine Zufallsbekanntschaft. Und dann ist Luna plötzlich verschwunden und die Polizei steht vor der Tür …

Meinung
Jetzt im Nachhinein, weiß ich gar nicht, wie ich dieses Buch bewerten soll. Es wirkte auf mich sehr verwirrend und verstörend und hinterließ ein Gefühl der Ratlosigkeit. Aber gut,  ich versuche es.

Zuerst einmal musste ich mich schlau machen, was „Mnemophobia“ eigentlich bedeutet. Es ist die Angst vor Erinnerungen. Gut damit konnte ich anfangs jetzt im Zusammenhang mit der Handlung noch nichts anfangen. Nach und nach wurde es mir aber klarer und ich verstand den Zusamenhang besser. Deswegen gefiel mir aber die Handlung dennoch nicht so gut. Es bestand alles nur aus Negativem und die Atmosphäre war einfach nur bedrückend. Irgendwie tat mir Nemo leid, auf der anderen Seite dachte ich mir, warum lässt er sich immer nur bemitleiden….gut, alles war bestimmt nicht so einfach, aber er steigerte sich in alles richtig rein.

Die Geschichte selbst begann schon auf den ersten Seiten sehr ungewöhnlich. Ich erfuhr ein wenig über Nemo und Merle. Aber leider nur ein wenig und dabei blieb es auch. Nemo hatte einen Unfall verursacht, bei dem er das Augenlicht und Merle ihre Stimme verloren hat. Dachte ich…..gegen Ende stellt sich alles anders heraus, als es wirklich war. Auch die Nebencharakteren wie Darius und Luna, oder dann Emma, ich weiß bis jetzt noch nicht, was sie für eine Rolle in dem Buch hatte, wirkten auf mich sehr madig und flach. Sogar die Umgebungsbeschreibungen waren mir zu wenig.

Den Schreibstil von Frau Bergmann fand ich überraschend gut und richtig passend zum Buch. Es ließ sich flüssig lesen und war gespickt mit vielen Metaphern. Auch hier sticht das Düstere, Traurige richtig hervor. Die Kapitel waren kurz, gut das Buch selbst hat ja nur 144 Seiten. Mittendrin gabs, ich nenne es mal Erinnerungskapitel, bei dem Teile aus Nemos Erinnerung zurückkehren. Diese wurden in einer anderen Schrift abgedruckt.

Cover
Das Cover passt perfekt zum Inhalt des Buches. Dunkle Farben, der schwarze Leuchtturm und Nemo der der schwarzen Augenbinde.

Fazit
„Mnemophobia“ lässt mich etwas ratlos zurück. Es war jetzt nicht so mein Fall, obwohl ich die Grundidee eigentlich ganz gut fand. Aber so viel Düsterheit und Bedrücktheit machen mich immer ganz depressiv. Die Charakteren hätte ich mir auch mehr ausführlicher gewünscht und somit kann ich leider nur gute 2 von 5 Buchherzen vergeben.  

Vielen Dank an den Bookspot Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Kaja Bergmann, Jahrgang 1992, studiert derzeit Germanistik in Marburg. Nach ihrem erfolgreichen Debüt „Gabriel“, erschienen 2013 bei Bookspot, präsentierte die junge Autorin mit „Der Mephisto-Deal“ einen weiteren spannenden All-Age-Thriller. Auch ihr neuer Roman „Mnemophobia“ wird Leser ab 14 Jahren mit unerwarteten Wendungen fesseln.

Kommentare:

  1. Ich kenne bereits zwei Bücher der Autorin, die mir so gar nicht gefallen haben, deswegen wollte ich dieses Buch erst gar nicht lesen.
    Nach Deiner Rezension fühle ich mich bestätigt ;-)

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    1. Hallo Kerstin,

      ich kannte die Autorin noch nicht und ich muss sagen, sie hat mir auch nicht so zugesprochen....vielleicht probiere ich ja irgendwann mal wieder ein Buch von ihr....

      Lg. Heike

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