Donnerstag, 11. April 2013

Rezension: Das Geheimnis der Flamingofrau - Laura Lay





Titel: Das Geheimnis der Flamingofrau Autorin: Laura Lay
Seiten: ca. 50, ebook
Preis: 2, 79 €
Reihe: Teil 1 von ?




 

Bildquelle: Laura Lay


Inhalt:
Leon ist ein armer Schriftsteller, der aber von nichts anderem als seinen Worten leben möchte. Als er nicht mehr ein noch aus weiß, bekommt er von einer geheimnisvollen Frau einen speziellen Auftrag. Er soll eine Geschichte schreiben, bei der sie ein großes Mitspracherecht hat. Außerdem hat sie die Bedingung, dass er im Zoo vor dem Flamingogehege schreiben soll. Da er sonst keine anderen Alternativen hat und die Frau gut bezahlt, beginnt er eine Geschichte über einen Deutschlehrer, der großes Gefallen an der Gespielin der mysteriösen und dominanten Tania von Rosenfels findet.

Meinung:
Beschrieben wird die Geschichte ja als erotische Erzählung. Wer sich darunter nun so etwas wie 50 Shades of Grey vorstellt, wird aber enttäuscht werden. Denn die Autorin kreiert hier auf den knapp 50 Seiten eher den spannenden Auftakt in eine Erotikgeschichte. 

So beginnt die Erzählung eher sacht und harmlos. Man lernt Tania von Rosenfels und auch den Deutschlehrer etwas kennen und weiß zu Beginn gar nicht, dass man sich dabei in der von Leon verfassten Geschichte befindet. Später bekommt der Leser Einblick in die „reale“ Welt und lernt Leon, den Schriftsteller mit Leib und Seele, kennen. Die Autorin schafft es seine Figur, trotz der geringen Anzahl an Seiten, eindrucksvoll zu beschreiben.
Im Verlauf der Erzählung wechseln sich die Einblicke in Leons Leben und die Weiterführung der erotischen Geschichte kapitelweise ab. 

Der Schreibstil von Laura Lay ist bemerkenswert, da sie es versteht mit wenigen sehr niveauvollen  Worten eindeutige Bilder zu erschaffen und die Handlung zum Leben zu erwecken. Die Autorin gibt in Verlauf des Romans zumeist nur Andeutungen und überlässt sehr vieles der Fantasie des Lesers. Nur zum Ende gipfelt sich die vorher aufgebaute Spannung und Erwartung endlich in ein glaubwürdiges Finale mit ausdrucksstarker Erotik, das aber trotz seiner Deutlichkeit nicht vulgär oder platt wirkt. 

Doch leider ist dieses erotische Vergnügen auch der Anfang vom Ende, denn kurz darauf endet die Geschichte ziemlich abrupt und mit gleich zwei gemeinen Cliffhangern. Denn nicht nur der erotische Teil hat noch einige Fragen offen gelassen, sondern auch Leons reale Geschichte steckt voller Geheimnisse.

Fazit:  
Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen, jedoch finde ich es schade, dass sie so schnell und abrupt endet. Nachdem sich die erotische Spannung so langsam aufgebaut hat und auch sonst noch sehr viele Fragen offen bleiben, lässt mich dieser kurze Auftakt leider mit etwas wehmütigen Gefühlen zurück. 3,5 von 5 Buchherzen und eine Leseempfehlung für alle, die gerne eine gutgeschriebene und fantasieanregende Erzählung lesen.


                              Vielen Dank an Frau Lay für die Bereitsstellung des Ebooks.


 Infos zur Autorin (Quelle: Amazon):

 Laura Lay, geb. 1974, schreibt erotische Geschichten – mal mysteriös und dunkel, mal witzig und üppig, aber immer mit Herz und Lust!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen