Samstag, 23. November 2013

*Rezension* Liebesglück und Beerenkipferl - Fanny Schönau


Titel: Liebesglück und Beerenkipferl
Autor: Fanny Schönau
ISBN: 978-3442480111
Seiten: 352
Verlag: Goldmann
Ersterscheinung: 16. September 2013
Preis: 9,99 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
Karla Fischer ist hübsch, clever und zielstrebig. Ideale Voraussetzungen, um in der PR-Welt Karriere zu machen. Und tatsächlich, Karla wird befördert – allerdings geradewegs vor die Tür. Und es kommt noch dicker: Das Arbeitsamt vermittelt sie nach Hinter-Russbach, quasi ans Ende der Welt, zur Schuhmanufaktur Gosauer. Mit Blick auf ihren Kontostand motiviert Karlas biederer Bankberater Paul Lenz sie, die Expedition anzutreten. Ein Albtraum! Zum Glück gibt es Karlas Kollegin, die unterforderte Schuhdesignerin Eva, deren rustikale Tante Mirli mit ihren himmlischen Beerenkipferln und den Erdnüsse futternden Dackel Guido. Doch just, als aus Karlas Kuhdorfkoller Landliebe wird, geht die Schuhmanufaktur Pleite. Der Schock sitzt. Bis die Sache eine unerwartete Wendung nimmt – und ausgerechnet Banken-Paul sich als charmanter entpuppt, als anfangs vermutet ...

Meinung
Dies ist mal ein Frauen-Roman mit soviel Charme, Witz und Humor, wie ich schon lange keinen mehr gelesen habe. Seite für Seite fühlte ich mich wohl und sehr unterhalten, und tauchte in die österreichische Welt in Hinter-Russbach ein. Gelacht habe ich sehr viel, ich fand den trockenen Humor der Hauptprotagonistin Karla einfach umwerfend.

Eigentlich wird ja Karla am Anfang als zickige Stadtpflanze mit einem leichten Kleidungs- und Schuhtick dargestellt. Sie kam sehr überheblich rüber, scherte sich um gar nichts und genoss ihr Leben in vollen Zügen.....bis sie den Job verlor und in ein auf Deutsch gesagtes „Kuhdorf“ vermittelt wurde. Erst hatte sie ja einige Schwierigkeiten, trotzdem gewöhnte sie sich schnell an die Lebensart in den Bergen. Und genau ab diesem Zeitpunkt wurde sie mir sehr sympathisch.

Durch die Liebe zum Detail vom Autorenduo wirkt der ganze Roman sehr locker und vorallem sehr romantisch. Deshalb darf natürlich eine aufkeimende Liebesgeschichte nicht fehlen. Warum aber genau zwei so unterschiedliche Charakteren zueinander finden, müßt ihr schon selbst lesen.

Richtig knuffig fand ich auch Guido, den erdnußfutternden Dackel. Gekonnt wird er immer in Szene gesetzt und erfreut sich großer Beliebtheit. Auch die ganzen anderen Darsteller sind richtig „liab“ und man erfährt über jeden einzelnen sehr viel und genau. Auch die Umgebung wurde so liebevoll und detailgerecht dargestellt, das man sich alles wundervoll bildlich vorstellen kann.

Der Schreibstil ist frech, locker und einfach zum Genießen. Durch teilweise Einschübe in Mundart, welches allerdings ganz leicht zu verstehen sind, viele Dialoge und so Dahingesagtes, machen das ganze noch unterhaltsamer. Hoffentlich gibt es bald wieder etwas Neues von Fanny Schönau, ich werde es bestimmt sofort mir zulegen.

Der Hammer aber ist, das man auf dem Klappentext das Rezept von „Tante Mirlis Heidelbeerkipferl“ findet. Ich habe jetzt schon den Duft in der Nase und werde diese auf jeden Fall nach backen.

Cover
Das Cover finde ich wunderschön. Es passt wie die Faust aufs Auge zum Buchinhalt und Titel. Die Farben stechen heraus und man möchte dieses Buch einfach nur in der Hand halten.

Fazit
„Liebesglück und Beerenkipferl“ ist ein sehr witziger und frecher Frauen-Roman über Landeier, Großstadtpflanzen und wirklich liebevollen Menschen, den man nur so verschlingt. Ich kann ihn einfach nur weiterempfehlen und gebe ihm sagenhafte 5 mit * von 5 Buchherzen. 

 

Infos zur Autorin: (Quelle Klappentext)
Fanny Schönau ist das Pseudonym der österreichischen Autorinnen Magdalena Guilarte und Karin Bischof. Magdalena Guilarte, kubanisch-polnisch-oberösterreichisches Feuerwerk mit lodernder Leidenschaft für Kochbücher, hat 15 Jahre lang als Redakteurin und Sendungsverantwortliche im Österreichischen Kinderfernsehen gearbeitet und sich schließlich vom bewegten Bild auf das Schreiben verlegt. Karin Bischof, Salzkammergut-Export mit gut sortierter Sneakers-Sammlung, hat österreichweit als Redakteurin ihrer Affinität zu Wort und Sprache Ausdruck verliehen und grenzüberschreitend Richtung Deutschland den Weg zur Autorin eingeschlagen.

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