Dienstag, 26. August 2014

*Rezension* Zeit - Michael Bonifacio


Titel: Zeit
Autor: Michael Bonifacio
ISBN:  978-3902837257
Seiten: 534
Verlag: Koios Verlag in Praesens
Ersterscheinung: 15. März 2014
Preis: 9,00 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Für Jim Kontrast scheint sie stillzustehen; er glaubt, in seinem Leben verändere sich nichts mehr und es gäbe zwischen Vergangenheit und Zukunft keinen Unterschied. Im obskuren Institut für Neuroinformatik arbeitet man an der Verwirklichung der sogenannten entgrenzten Kommunikation: der Zusammenführung aller Gedanken aller Individuen zu allen Zeiten, an der Überwindung von Zeit und Raum. Jim erreicht dort die interchronologische Kommunikation, wodurch er seine eigene Zeit frei wählen kann und in die heutige Gegenwart gelangt. In diesem Zustand begegnet er seiner – verlorenen – Jugendliebe Candice, die scheinbar bereits die entgrenzte Kommunikation beherrscht. Nur die entgrenzte Kommunikation scheint der Schlüssel für eine gemeinsame Zukunft der beiden zu sein. Jim muss schließlich erkennen, dass das Institut ein dunkles Geheimnis umgibt und sein Leben aus den Fugen gerät. Sein Wunsch, Candice zurückzugewinnen, bringt ihn dazu, dieses Geheimnis zu lösen. Aber war das die richtige Entscheidung?

Meinung
Nachdem sich der Klappentext eigentlich ganz gut anhörte, war ich ganz gespannt auf dieses Buch. Doch leider entsprach es nicht meinen Erwartungen und ich war etwas enttäuscht.

Ich kam sehr schwer in die Geschichte hinein und hätte nach ca. 100 Seiten schon am liebsten wieder aufgehört zu lesen. Es stellte sich für mich als äußerst schwierig heraus, mit dem ganzen Zeitgeschehen klarzukommen. Es war einfach zu verwirrend. Mit der Zeit verlor ich etwas die Lust am Lesen, weil ich einfach nichts verstand. Außerdem war es ziemlich schwer, der Handlung zu folgen, ich mußte immer konzentriert sein. Also dies ist ein Buch eindeutig nichts für nebenbei.

Die Charakteren gefielen mir auch nicht besonders gut. Sie waren mir zu oberflächlich und gaben wenig von sich preis. Die ganze Stimmung erschien mir sehr emotionslos und unwirklich. Kurzweilig trat dann doch etwas Spannung auf, welche aber schnell wieder abebbte. Leider wirklich nichts für mich.

Der Schreibstil des Autors erdrückte mich und war sehr schwer zu lesen. Mir fehlte das gewisse Extra und vor allem die Emotionen und Gefühle. Die 534 Seiten waren definitiv zu viel, vorallem weil es auch eine sehr kleine Schrift war. Kapitel gibt’s im ganzen Taschenbuch nur 3 Stück. Das geht für mich gar nicht. Einfach zu lange.

Das Ende war schon sehr bald zu erahnen und trotzdem hatte ich so meine Schwierigkeiten. Naja, zu Ende gelesen habe ich es und für Liebhaber tiefgreifender Sciene Fiction Literatur ist die bestimmt eine klasse Werk, meinen Geschmack hat es leider nicht getroffen.

Cover
Das Cover ist ansprechend und macht Lust diesen Roman zu lesen. Offener Kopf mit Zahnrädern und Zeigern. Die Farben wurden auch ganz gut aufeinander abgestimmt.

Fazit
Leider konnte mich Zeit von Michael Bonifacio nicht überzeugen. Es war mir zu langwierig und schwer zu lesen. Die fehlende Spannung und die kaum vorhandenen Emotionen machten das Ganze für mich eher zu einem Buch, das ich zwanghafter Weise lesen mußte. Bei mir gibt es ja selten ein Buch, das ich abbreche. Es bekommt von mir gutgemeinte 2 von 5 Buchherzen, weil mir die Grundidee ja eigentlich gut gefallen hat, nur mit der Umsetzung hapert etwas.

Vielen Dank an den Literaturtest und dem Koios Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Ich bin ein echter (ein "wahrer") 1968er, geboren in Oberhausen, und eigentlich gelernter Jurist. Beruflich schreibe ich daher recht viel, aber das reicht mir eben nicht. Also greife ich auch in der Freizeit gern zum Notebook (die berühmte "Feder" hat bei mir jedenfalls ausgedient) und schreibe das auf, was ich für spannend und interessant halte, und das hat meistens mit Juristerei nichts zu tun. Schließlich ist man ja auch noch ein Mensch ...

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