Mittwoch, 27. Februar 2013

Rezension: Liebe macht lustig - Kate Saunders




Titel: Liebe macht lustig
Autorin: Kate Saunders
Seiten: 380
Verlag: Fischer
 Preis: 8, 95 Euro
Ersterscheinung: 11. 10. 2010
Reihe: Nein


(Bildquelle: Fischer Verlage)

 
Inhalt:
Als Beth herausfindet, dass ihr Mann Charlie zusammen mit seiner attraktiven Kollegin Clare in den Urlaub fahren will, ist sie stinksauer. Denn sie ist davon überzeugt, dass Charlie abermals eine Affäre hat, was er natürlich abstreitet. Kurzerhand setzt sie ihm das Messer auf die Brust und zwingt ihn, den Urlaub umzubuchen, so dass Beth und ihre beiden Töchter auch mit von der Partie sind. Obwohl Clare bereits befürchtet, dass es keine gute Idee ist, zusammen mit ihrem Liebhaber und dessen Familie im selben Hotel Urlaub zu machen, lassen sie ihre Wut auf Charlie und ihr Stolz die Reise trotzdem antreten. Doch zusätzlich zu dieser angespannten Situation hat der heißersehnte Urlaub noch viel mehr Tücken in sich. Das Schloss ist eine Ruine, die alkoholkranke Köchin liegt entweder bewusstlos auf dem Boden oder schreit das ganze Haus zusammen, die Zimmer sind katastrophal und der Pool voll Ungeziefer. Um diese Katastrophe irgendwie zu überstehen, müssen sich die Gäste zusammentun und selbst mit Hand anlegen.  Und dabei lernen sich die 11 Gäste immer besser kennen und es entstehen viele lustige, gefühlvolle, auch tiefgründige und traurige Situationen, die den Urlaub zu etwas ganz besonderem machen…

Meinung:
Eigentlich lese ich ganz gerne mal einen typischen Frauenroman und dieser hier verspricht eine ganz interessante Geschichte. Denn der Großteil des Buches handelt von einem katastrophalen Urlaub, bei dem man eigentlich nur Mitleid mit den Charakteren haben muss. Außerdem wird im Laufe des Romans deutlich, dass alle Figuren so ihre Probleme mit der Liebe und / oder ihren Ehepartnern haben.  So ist der Autorin der Beginn der Handlung auch wirklich gut gelungen. Man wird mit viel Humor mit den Protagonisten bekannt gemacht und lernt Beth und Clare etwas genauer kennen, wobei die beiden so unterschiedlichen Frauen auch gleich sympathisch wirken.

Auch die Reise, das Kennenlernen der Anderen, teilweise ziemlich skurrilen und besonderen Gäste, sowie die Ankunft im „Schloss“ ist abwechslungsreich, spannend und auch manchmal witzig beschrieben. Man kann sich dabei sehr gut in die jeweilige Situation hineinversetzen und auch über die witzigen Stellen schmunzeln.   
Doch nach ca. einem Drittel des Buches wendet sich das Blatt. Zwar entwickelt sich die Geschichte weiter, jedoch ist die Handlung danach etwas langweilig, sowie ziemlich abstrakt und wirkt oft künstlich.
Der Schreibstil ist dabei relativ flüssig, so dass sich das komplette Buch, trotz der Schwächen sehr zügig lesen lässt. Doch hat er auch nichts Besonderes. 

Die Protagonisten sind ausführlich beschrieben, besitzen Ecken und Kanten und sind größtenteils glaubwürdig und sympathisch. Die vielen teilweise echt skurrilen Nebencharaktere besitzen einen gewissen Charme und bringen noch etwas Leben in das Buch. Aber manchmal ist es schon etwas Zuviel des Guten… Z. B. Ein katholischer Priester, der in seinem Urlaub das Priesteramt vorrübergehend ablegt, fremde Frauen nach Strich und Faden verführt und dabei auch ziemlich unorthodoxe Ratschläge gibt.  
Dahingegen kommen manch andere der Nebencharaktere  leider etwas zu kurz. Sie werden immer nur am Rande erwähnt und bleiben dabei einfach zu blass. 

Fazit:
Ein Buch das man ganz gut zwischendurch lesen kann, aber man nicht unbedingt gelesen haben muss, da die Handlung leider nach dem ersten Drittel des Romans stetig schlechter wird und dabei künstlich wirkt. Da sich das Buch trotzdem echt zügig lesen lies, bereue ich zwar nicht, dass ich es gelesen habe, aber es wird mir wohl auch nicht lange in Erinnerung bleiben. Am Ende reicht nur für 2 von 5 Buchherzen.


Infos zur Autorin: (Quelle: Fischer Verlage)
Kate Saunders verlor als Teenager ihr Herz ans Theater, wo sie aber lieber hinter als auf der Bühne stand. Als Journalistin und Rezensentin schreibt sie u.a. für die »Sunday Times« und »Cosmopolitan«, ist als Jurorin tätig und arbeitet für das Radio. Sie ist begeisterte Londonerin.

Kommentare:

  1. Hallo Steffi,

    nun gibt aber auch positiven Aspekte: der Preis/das Cover schaut doch recht nett aus und als Geschenk für meinen Empfinden durchaus geeignet.

    Ich finde, Frau braucht auch mal Bücher einfach zum Verschenken oder?

    In diesem Sinne..LG..Karin...

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Karin,
    Ja da hast du recht. Und es hat die 3 bucherzen auch nur ganz knapp verpasst. Es gibt auch wirklich sehr schlechtere Buecher, weswegen ich das als Geschenk durchaus in betracht ziehen wuerde ;)

    Lg, Steffi

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Steffi,

    gute Einstellung, denn so viele Bücher in dieser Preisklasse gibt es nun auch nicht und es schaut ja auch noch ganz nett aus.

    LG..Karin...

    AntwortenLöschen