Freitag, 14. März 2014

*Rezension* Im Visier der Heuschrecken - Claudio Cantele



Titel: Im Visier der Heuschrecken
Autor: Claudio Cantele
ISBN:  978-3222134449
Seiten: 192
Verlag: Styria Krimi
Ersterscheinung: 27.01.2014
Preis: 12,99 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
Alles beginnt mit einer Verwechslung: In einer Wiener Tiefgarage wird aus Versehen ein Rechtsanwalt überfallen und ihm sein Aktenkoffer entwendet … Im Koffer befinden sich hoch brisante Unterlagen: der detaillierte Plan einer skrupellosen US-Investorengruppe, die einen Finanzangriff auf Lettland plant, um sich an den zu erwartenden Kursschwankungen bereichern zu können. Zunächst läuft für die Investoren alles nach Plan, doch bald ändert sich das Bild. Flavio Contarini, ein ehemaliger Banker, versucht mit Hilfe eines italienischen Journalisten und eines schwedischen Finanzfachmanns das Land zu retten. Ein packender Wirtschaftsthriller zwischen Wien und Padua, der Insel Mainau, Litauen und Lettland

Meinung
Ganz ehrlich muß ich sagen, diesmal bin ich ganz schwer in diesen Wirtschaftsthriller hineingekommen. Für meinen Geschmack war es sehr verwirrend und teilweise richtig komplex. Spannung kam leider nur bedingt auf und manchmal hatte ich sogar einige Fragezeichen in meinem Kopf.

Gut, die Finanzkrise in Lettland wird vom Autor deutlich und präzise aufgezeigt. Er deutete haargenau auf die Intrigen und Machtkämpfe in der Politik hin und hat dies, außer für mich, auch relativ gut dargestellt und ausgearbeitet. Trotzdem fühlte ich mich beim Lesen nicht so richtig wohl. Vielleicht war dies einfach kein Taschenbuch für mich. In politischen Angelegenheiten bin ich sowieso nicht so bewandert, es interessiert mich einfach nicht wirklich. Warum ich dann diesen Wirtschaftthriller lesen wollte? Der Klappentext hörte sich einfach gut und spannend an.

Die Handlung selbst ist sehr temporeich, alles geht Schritt auf Schritt und die Geschichte ist in mehrere Handlungsstränge unterteilt. Einmal ist man in Lettland, dann wieder in Wien oder auf der Insel Mainau. Der Schreibstil ist einfach und flüssig, ich kam ganz gut voran und die knapp 195 Seiten waren ja auch nicht viel.

Die Charakteren kamen fast alle sehr symphatisch rüber. Leider erfuhr ich nicht so viele Einzelheiten von ihnen, wie ich es mir gewünscht hätte. Dadurch konnte ich mich auch nicht richtig in sie hineinversetzen.

Cover
Das Cover ist ok, aber nichts ausergewöhnliches. Warum eine Heuschrecke auf dem Cover ist und was diese mit dem Thriller eigentlich zu tun hat, ist mir bis jetzt ein Rätsel.

Fazit
„Im Visier der Heuschrecken“ ist ein temporeicher, etwas komplexter Wirtschaftsthriller, der mich nur bedingt überzeugen konnte. Mir fehlte die Spannung und der Bezug zu den Protagonisten. Weil er aber sonst gut lesbar war, bekommt er von mir noch gute 2 von 5 Buchherzen und eine bedingte Leseempfehlung.


Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Claudio Cantele, Dr., geboren 1953 in Budapest, Studium der Volkswirtschaft in Wien, danach bei Banken und Versicherungen tätig, seit 2008 selbstständig als Gerichtssachverständiger für Wertpapiere und Vermögensverwaltung tätig. Bei Styriabooks erschienen ist die Wirtschaftskrimi-Trilogie Das stille Geld , Das schnelle Geld , Das dunkle Geld rund um die Hauptfigur Flavio Contarini (2012 2013).

Kommentare:

  1. Was für ein hässlicher Teil!!

    Schönes Wochenende..LG..Karin..

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  2. Mit den Protagonisten ist es bei Cantele so eine Sache, denn die für unseren Sprachgebrauch ungewöhnlichen Namen merkt man sich nicht leicht. Und dann sind seine Wirtschaftskrimis natürlich ein schwieriges Thema. Aber wenn man sich drauf einliest, ist es schon spannend!

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    1. Wahrscheinlich bin ich da schon etwas anspruchsvoller, was Krimis und Thriller angeht, da ich ja viele davon lese........

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