Donnerstag, 6. März 2014

*Rezension* Vasmers Bruder - Peer Meter u. David von Bassewitz


Titel: Vasmers Bruder
Autor: Peer Meter u. David von Bassewitz
ISBN:  978-3551729699
Seiten: 192
Verlag: Carlsen
Ersterscheinung: 1. Oktober 2013
Preis: 17,90 €  Gebunden

Kurzbeschreibung
Der Fall des Serienmörders und Kannibalen Karl Denke ist bis heute rätselhaft. Zwischen 1903 und 1924 hat er im schlesischen Städtchen Münsterberg (heute Ziebice) rund 30 Menschen getötet und zum Teil verspeist, und nur durch Zufall wurde er verhaftet. Bevor er jedoch verhört werden konnte, erhängte er sich in seiner Zelle. Seine Motive blieben im Dunkeln. Peer Meter, der bereits das Szenario zu HAARMANN schrieb, hat sich zusammen mit dem Zeichner David von Bassewitz, daran gemacht, auf Grundlage dieser Begebenheiten die Geschichte eines Mannes zu erzählen, der über Denke forscht, sich aber während dieser Arbeit selbst verliert. Eine ebenso spannende wie düstere Geschichte, die erschreckt und fasziniert.

Meinung
In dieser Graphic Novel beschäftigte sich der Autor mit dem Serienmörder Karl Denke, welcher aber nicht wirklich im Vordergrund des Geschehens steht. Eigentlich geht es um Herrn Vasmer, der seinen angeblich verschwundenen Bruder sucht. Es stellte sich allerdings heraus, das es diesen gar nicht gab und mir ist bis jetzt noch nicht ganz klar, was dies alles eigentlich mit dem Mörder Denke zu tun hatte. Dafür fehlte mir einfach der Zusammenhang.

Schon das Cover deutet auf ein düsteres Buch hin und diese Stimmung zieht sich auch durch die ganze Lektüre. Es war für mich etwas schwierig, Zugang zu der ganzen Geschichte zu bekommen, da mir die Bilder und Zeichnungen von Herrn Bassewitz zu dunkel dargestellt und einfach zu schlecht zu erkennen waren. Dies war bestimmt gewollt, für mich aber nicht so gut. Außerdem fand ich noch die polnische Sprache in einigen Sprechblasen ziemlich verwirrend und unverständlich. Dies störte meinen Lesefluß, weil ich einfach nichts verstand. Meiner Meinung nach ist diese Graphic Novel noch nicht für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet, eher für eine Generation älter.

Emotionen und vor allem Spannung fehlten mir komplett. Und bis auf ein paar grausame Darstellungen von Seiten des Täters her, blieb auch dieser Kitzel aus. Gut für ein Jugendbuch ok, aber nichts besonderes.

Was mir persönlich am besten Gefallen hat, war der historische Überblick am Ende des Buches. Dort wurde ich über das eigentliche Thema „Karl Denke“ äußerst aufschlußreich informiert und dies gefiel mir mehr, als das Ganze vorher. Auch wurden einige Polizeifotos abgedruckt, welche das Ganze noch informativer machten.

Cover
Das Cover wirkt sehr düster und deutet auf eine nicht allzu leicht Kost hin. Es wurde in schwarz und grau gehalten und der rote Titel sticht sehr gut hervor. Ein Hingucker auf jeden Fall.

Fazit
„Vasmers Bruder“ konnte mich jetzt nicht absolut überzeugen. Eine gewisse Atmosphäre enstand zwar, aber ich war etwas enttäuscht. Ich hätte gerne noch mehr und ausführlichere Informationen gehabt. Diese Graphic Novel erhält von mir gute 2 von 5 Buchherzen und eine Leseempfehlung, allerdings nicht unter 16 Jahren.

Vielen Dank an den Carlsen Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Peer Meter wurde 1956 in Bremen geboren und lebt heute als freier Autor in Worpswede. Er war Mitherausgeber und Redakteur der Literaturzeitschrift Stint, hat an Theaterprojekten gearbeitet und Kurzprosa in Literaturzeitschriften veröffentlicht. 1988 kam er erstmals mit dem Kriminalfall um die Bremer Giftmörderin Gesche Gottfried in Berührung. Es entstand das Theaterstück "Die Verhöre der Gesche Gottfried", das 1989 in gedruckter Fassung erschien und 1995 in Flensburg uraufgeführt wurde. Ein Jahr später erschien mit dem Sachbuch "Gesche Gottfried - Ein langes Warten auf den Tod" eine umfangreiche Bestandsaufnahme von Peer Meters Forschungsarbeiten zu diesem Thema. Seit 2006 arbeitet er wieder verstärkt als Comic-Szenarist. Seine aktuellen Projekte realisiert er unter anderem mit Barbara Yelin (Die Giftmörderin), mit Isabel Kreitz (Haarmann) und David von Bassewitz (Vasmers Bruder).

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen