Freitag, 8. Februar 2013

Rezension: Der siebte Kristall - Wolfgang Zickler



Titel: Der siebte Kristall
Autor: Wolfgang Zickler
Seiten: 631
Verlag: Safeline-Media Gmbh
 Preis: 27, 50 Euro
Ersterscheinung: 14. 11. 2011
Reihe: Nein






Inhalt:
Basti ist ein typischer Junge, der mit seiner Familie auf dem Land lebt und kurz vor seinem 12. Geburtstag steht. Doch je näher der Geburtstag rückt, desto mehr häufen sich die eigenartigen Ereignisse in seinem Umfeld. So tauchen mysteriöse Kinder im Dorf auf und stellen komische Fragen über Basti oder er und seine Freunde werden von Raben verfolgt. Als er auch noch einen geheimnisvollen alten Mann kennen lernt, erfährt Basti unglaubliche Dinge. Er soll der Auserwählte sein, der die Welt der Träume betreten und retten soll. Dafür muss er den Baum der Elemente finden und dort einen der sieben Kristalle der goldenen Sichel auszutauschen. Doch das Böse wittert seine Chance und setzt alles daran Basti und seine Freunde Floh und Pepe daran zu hindern….

Meinung:
Der siebte Kristall ist mir bereits 2012 auf der Leipziger Buchmesse ins Auge gefallen und seitdem habe ich das Buch nicht mehr vergessen können. Umso erfreuter war ich, als ich es bei einem Gewinnspiel gewann. 
Doch leider hatte ich mir, trotz der ausführlichen Kurzbeschreibung, irgendwie ein falsches Bild von dem Roman gemacht. So fiel mir vor allem der Einstieg in die Geschichte sehr schwer. Die ersten 100 Seiten passiert eigentlich so gut wie nichts spannendes und der Autor stellt seine Charaktere, mitsamt der wichtigsten tierischen Hofbewohner, in aller Ausführlichkeit dar.  So hat sich der Anfang zwar nicht direkt gezogen, aber von einem großen Spannungsaufbau war auch keine Rede. 

Jedoch ändert sich das dann zum Glück ziemlich schnell. Sobald der alte Mann, Walusaar, auftaucht beginnt auch die Geschichte interessant und spannend zu werden. Das liegt daran, dass er Basti und den Leser in die Geheimnisse der Traumwelt und Bastis bevorstehender Aufgabe einweiht. 

Der Autor scheint sehr viel Fantasie zu besitzen, zumindest kann man durch die tollen, einfallsreichen und vor allem neuen und unverbrauchten Ideen, die er in seinem Roman verarbeitet darauf schließen. So ist die Traumwelt mitsamt seinen Bewohnern, z. B. rasenden Schneckentaxis und einer göttlichen Schlage wirklich gut durchdacht und auch wenn mir persönlich nicht jede Umsetzung der Abenteuer komplett zugesagt hat, fühlte ich mich nach beenden des Romans doch gut unterhalten. Untermauert wird die Vorstellungskraft noch durch vereinzelte Bilder, welche Szenen aus der Geschichte darstellen.

Die Hauptcharaktere sind ihrem Alter entsprechend dargestellt und verhalten sich auf oft dementsprechend. Jedoch lernt man sie durch die ausführlichen Beschreibung zu Beginn sehr gut kennen und kann sich zumeist in sie hineinversetzen.

Ich persönlich bin irgendwie mit dem Schreibstil des Autors nicht wirklich warm geworden. Er ist ziemlich einfach, aber manchmal auch extrem verspielt. Sehr oft werden Tatsachen wiederholt z. B. dass Pepe immer Hunger hat und manchmal wurden lustige Elemente einfach übermäßig angewandt. So fand ich das „alles Flopp“, welches in der Traumwelt als Synonym für alles in Ordnung verwendet wird, am Anfang noch ganz lustig, aber gegen Ende wurde es so oft genannt, dass es mir einfach nur noch auf die Nerven ging.  Doch nichtsdestotrotz ließ sich das Buch schnell und ohne Schwierigkeiten lesen. 

Fazit:
Eine gut durchdachte Geschichte, welche mich zwar nicht komplett überzeugen konnte, aber ich doch gern gelesen haben. Dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass für mich der Altersschwerpunkt aufgrund des einfachen Schreibstils, sowie der eher einfachen Charaktere für Jugendliche zwischen 12-14 Jahren liegt. Am Ende gibt es leider nur gute 3,5 Sterne, aber dennoch eine Leseempfehlung für alle, die ein eher einfach geschriebenes Buch mit toller Idee lesen möchten.  

Infos zum Autor: (Quelle: Amazon)
Der gelernte Kaufmann aus Dortmund hat drei Jahre an diesem Roman geschrieben. Herausgekommen ist ein echter Schmöker, eine fantastische Geschichte, die Jung und Alt gleichermaßen in ihren Bann zieht.

7 Kommentare:

  1. Hallo,

    nun ich habe extra bei Amazon wegen dem Preis nochmal geschaut, der stimmt wirklich so.

    Bei aller Achtung für den Autor, der drei Jahre daran geschrieben hat, aber der Preis lässt einem wirklich schlucken und gerade für jugendliche Leser unerschwinglich.

    Auch als Eltern/Oma/Opa usw. hat man mit einem solchen Preis für ein Buch schwer zu kämpfen oder?

    Habt Ihr hier im Blog das Buch gekauft?

    LG..Karin...

    AntwortenLöschen
  2. Ja ihr beiden, da habt ihr vollkommen recht! Das war auch der Grund, der uns damals auf der Büchermesse davon abgehalten hat, das Buch zu kaufen. Da es wirklich extrem teuer ist, vor allem, da es ja nur einen Taschenbucheinband hat. Und ich stimme Karin auch dahingehend zu, dass es vor allem für die (für mich definierte) Zielgruppe einfach nicht erschwinglich ist.
    Nein, wir haben es nicht gekauft, wir haben es bei einem Gewinnspiel auf einem anderen Blog gewonnen, welches in Verbindung mit dem Autor organisiert wurde. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich es mir für diesen Preis wohl auch nicht gekauft hätte...

    lg, Steffi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich hab auch überlegt, ob ich das in der Rezi erwähnen soll. Aber habe mich dann doch dagegen entschieden. 1. Da es ja eigentlich um den Inhalt usw gehen soll. 2. Weil ich das Buch ja nicht gekauft, sondern gewonnen habe und 3. Weil die Rezi dann schon so lang war und ich es am Ende dann irgendwie doch vergessen hab^^

      Löschen
    2. Hallo liebe Steffi Bauer,

      O.K. Ich habe jetzt auch Deine Gewinnquelle entdeckt. Nur preismäßig ist das Buch wirklich ein Problem, auch wenn es optisch schon ganz nett rüber kommt, denn die Leute wollen einfach kein Geld mehr für Bücher ausgeben.

      Bin gerade da auf einer anderen Internetseite=Verlag mit Leuten am Diskutieren. Beispiel da war ..die Tribute von Panen..jedes Buch einzig kostet um die 20 Euro mitlerweile gibt es sie zusammen im schönen Schub für 40 Euro, was den meisten Leuten immer noch zu teuer ist. Aber ich bin persönlich der Meinung, dass sollten einem bestimmte Bücher auch durchaus mal wert sein!

      Ich habe sie persönlich einzeln gekauft, weil ich einfach nicht warten wollte..

      So das zum Thema ..Wert und Preis eines Buches.

      LG..Karin..

      Löschen
    3. Hallo Karin,
      naja Bücher werden ja, wie alles andere auch, ja immer teuerer, so ist das kein Wunder, wenn man nicht so viel Geld dafür ausgebn will.
      Aber ich bin auch der Meinung, dass es bestimmte Bücher auf jeden Fall wert sind. Darunter fällt unter anderem auch die Tribute von Panem :) Und wenn mir Büches es wirklich Wert sind, will ich auch nicht so lange warten und kaufe sie mir auch einzeln wenn sie teuer sind.

      lg, Steffi

      Löschen
  3. Hallo Steffi ,

    genau meine Rede, aber bei vielen heißt es einfach "nur" wie geht es noch billiger...

    Genauso eine Geschichte wie viele Leute nach LR plötzlich ihre Bücher per Amazon usw. anbieten um sie dann für viel Geld weiter zu verkaufen, obwohl sie persönlich auch meistens keinen Cent bezahlt haben. Ich finde, dass persönlich eine traurige Entwicklung.

    LG..Karin..

    AntwortenLöschen

Bitte beachte, dass du mit Absenden eines Kommentars und beim Setzen eines Hakens für weitere Benachrichtigungen auf Folgekommentare Du Dich einverstanden erklärst, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Username, E-Mailadresse) eventuell abgespeichert und von Blogger / Google weiterverarbeitet werden.

Weitere Informationen findest Du unter Datenschtz