Montag, 19. August 2013

*Rezension* Indigosommer - Antje Babendererde


Titel: Indigosommer
Autor:  Antje Babendererde
ISBN: 978-3401063355
Seiten: 355
Verlag: Arena
Preis: 14,95 €

Kurzbeschreibung
"Die Gischt in der Brandung schimmerte nicht weiß, sondern blau. Es war ein indigoblaues Leuchten und Flimmern entlang der gesamten Brandungslinie. Das Meer sprühte Funken. Fasziniert starrte ich auf das Schauspiel. Und dann sah ich ihn. Den einsamen Wellenreiter in der Nacht. Seine schwarze Gestalt im Licht des vollen Mondes hatte etwas Gespenstisches, so, als wäre er nicht von dieser Welt." Ein bewegender Liebesroman vor grandioser Kulisse: Ein einsamer Strand, ein langer Sommer und eine Liebe, die nicht sein darf. Bestsellerautorin Antje Babendererde schafft es wie keine zweite, die Gefühle ihrer Charaktere lebendig werden zu lassen und hat sich damit eine riesige Fangemeinde erobert.

Meinung
Sieben Jugendliche machen Camping- und Surfurlaub in La Push. Dieser wird jedoch von einem Vorfall, der sich im letzten Jahr davor ereignet hat, überschattet. Keiner spricht darüber, man merkt nur die Spannungen zwischen den jungendlichen Indianern und den Kids aus Seattle. Sehr gekonnt hat die Autorin diese Emotionen und Gefühle in ihrem Jugendbuch rübergebracht. Man fühlt sich mit der Geschichte verbunden und kann Salz des Meeres sogar riechen. Hin und weg tauchte ich in die Geschichte rund um Folks und La Push ein.

Die Spannung war von der ersten Seite an da und stiegt stetig an. Durch unerwartete Wendungen, Einschübe von ungeklärten Geheimnissen und einen Hauch Mystik wird „Indigosommer“ zu einem Lesevergnügen, das man so schnell nicht vergisst. Große Gefühle und eine traumhafte Liebesgeschichte mit einigen Hindernissen, runden das Ganze noch ab.

Die Charakteren der beiden Hauptprotagonisten Smilla und Conrad wurden von Frau Babendererde sehr gut ausgearbeitet. Beide kommen sehr sympatisch rüber, zeigen Willenstärke und ihre aufkeimende Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf. Zu den bis ins kleinste Detail beschriebenen Ortsdarstellungen und die Natur, wie z.B. der Strand oder das Örtchen selbst, kommen auch noch sehr viele detailgerechte Recherchen und Beschreibungen über die Indianer und ihre Kultur. Dies machte mich noch mehr neugieriger und für mich war es eine Wonne, das Buch zu lesen.

Auch der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht, romantisch angehaucht, aber auch fesselnd. Ich brauchte nicht lange, und hatte das Buch durch. Das Ende war traumhaft schön, ich hätte am liebsten noch weitergelesen. Meines Erachtens kann dieses Werk nicht nur als Jugendroman durchgehen, sonders ist auch für Erwachsene sehr lesenswert.

Ein kleines Manko habe ich aber doch gefunden, und zwar die often Parallelen zu den „Twighlight-Biss-Büchern“. Es stört zwar nicht wesentlich, war aber etwas unnötig. Auch so hätte dieses Buch seinen Charme gehabt.

Cover
Für mich ein sehr schönens Cover. Titel und Farbauswahl greifen das Thema „Surfen“ auf. Ganz toll finde ich die Glitzerpartikel im Wasser. Optisch 1A.

Fazit
„Indigosommer“ ist für mich ein sehr gelungenens, spannendes und gefühlsgeladenens Buch passend zum Sommer. Auch für Erwachsenen sehr empfehlenswert. Es bekommt von mir 4 von 5 Buchherzen.


Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Antje Babendererde, geboren 1963, wuchs in Thüringen auf und arbeitete als Hortnerin, Arbeitstherapeutin und Töpferin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Zwanzig Jahre lang galt ihr besonderes Interesse der Kultur, Geschichte und heutigen Situation der Indianer. Ihre einfühlsamen Romane zu diesem Thema für Erwachsene wie für Jugendliche fußen auf intensiven Recherchen während ihrer USA-Reisen und werden von der Kritik hoch gelobt. Mit dem Jugendroman "Isegrim" kehrt die Autorin erstmals zu ihren Thüringer Wurzeln zurück.

Kommentare:

  1. Ich habe eh überlegt, noch mal ein Buch von Antje Babendererde zu lesen, vielleicht wähle ich dieses hier. Schöne Rezension.

    Liebe Grüße, Katja :)

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  2. Libellensommer von Antje Babendererde ist ebenso gut:)

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