Samstag, 12. Januar 2013

*Rezension* All die ungesagten Worte - Marc Levy


Titel: All die ungesagten Worte
Autor: Marc Levy
ISBN: 978-3426503850
Seiten: 400
Verlag: Knaur
Preis: 8,99 €

Inhalt
Ein paar Tage vor ihrer Hochzeit erfährt Julia, das ihr Vater nicht dabei sein kann. Dies ist aber für sie nicht verwunderlich, denn ihr lieber Herr Papa hat sich die ganzen Jahre nicht um sie gekümmert. Leider hat er diesmal einen trifftigen Grund: Er ist gestorben. Nun muß Julia seine Beerdigung vorbereiten, und ihre Hochzeit mit Adam absagen. Aufeinmal bekommt sie ein merkwürdig, großes Paket, welches sich als letzter Gruß des Verstorbenen herausstellt. Sogleich beginnt für Julia eine sehr emotionale Reise in ihre Vergangenheit.

Meinung
Mit diesem Roman hat er Levy mal wieder einen sehr emotionalen, tiefgründigen Roman über die Liebe und die Eltern-Kind-Beziehung geschrieben. Zärtlich und voller Humor lässt er die Leser in eine Welt gleiten, in der es sehr auf Gefühle und Emotionen ankommt. Liebevoll und phantasievoll beschreibt er die Protagonisten und ihre alltäglichen Probleme. Ich war einfach nur begeistert und konnte mich manchmal nicht entscheiden, ob ich schmunzeln oder schlucken sollte, so hat mich diese Geschichte in ihren Bann gezogen.

„All die ungesagten Worte“ lässt sich angenehm und schnell lesen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, teileweise etwas kitschig, was aber dem Buch nichts anhaben kann. Die 392 Seiten flogen nur so dahin und ich war etwas enttäuscht, als es schon zu Ende war. Es hätten ruhig noch ein paar mehr Seiten haben können. Am Schluß erfährt man auch, das nichts Zufall ist und alles seinen vorbestimmten Weg geht, auch wenn man manchmal etwas nachhelfen muß.

Ganz toll fand ich auch die teils sarkastischen Dialoge zwischen Julia und ihrem Vater. Oft habe ich lauthals gelacht, wie die beiden so mit sich umgesprungen sind. Auch die Kapitel wurden kurz gehalten, was ich persönlich gerne mag.

Nun zu den beiden Hauptprotagonisten. Julia, eine selbstbewusste, junge Frau, die glaubt, ihren Vater zu hassen. Im Laufe der Zeit merkt sie aber, wie sie ihn eigentlich liebt und versteht in langsam immer mehr, warum er damals so gehandelt hat.

Am Anfang bekommt man den Eindruck das Mr. Walsh egoistisch und einfach ein schlechter Vater ist. Im Laufe der Geschichte, stellt sich aber heraus, das er ziemlich vorausschauend und liebevoll ist. Auch wenn er nicht immer für seine Tochter Zeit hatte und die meiste Zeit weg war, hat er ihren Lebensweg verfolgt und sie überalles geliebt.

Cover
Ein wunderschönes Cover, der blaue Himmel mit Wolken und ein roter Briefkasten deuten auf eine sehr wundervolle, romatische Geschichte hin. Man kann daran nicht vorbeigehen und es verführt einem sofort zu lesen.

Fazit
Mit „All die ungesagten Worte“ hat Herr Levy einen wundervollen, phantasievollen und einfach traumhaft schönen Roman mit allem Drum Herum geschrieben. Absolut empfehlenswert und somit erhält er von mir 5 von 5 Buchherzen.

 


Über den Autor: (Quelle Amazon)
Marc Levy wurde 1961 als Sohn eines Verlegers in Frankreich geboren. Er ist von Beruf Architekt und entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino. Von 1983 bis 1990 lebte er in San Francisco, wo er studierte und sein erstes Unternehmen gründete. Sein erster Roman, "Solange du da bist", der von Steven Spielberg verfilmt worden ist, wurde zu einem internationalen Bestseller, genauso wie "Wo bist du?", "Sieben Tage für die Ewigkeit", "Bis ich dich wiedersehe", "Zurück zu dir", "Wenn wir uns wiedersehen" und "Kinder der Hoffnung". Seit seinem Welterfolg lebt Marc Levy als freier Schriftsteller in London und New York.

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