Dienstag, 29. Januar 2013

*Rezension* Das Lied des Todes - Axel S. Meyer


Titel: Das Lied des Todes
Autor: Axel S. Meyer
ISBN: 978-3499257674
Seiten: 640
Verlag: rororo
Preis: 9,95 €
 

Inhalt
Wir schreiben den Spätsommer 955 und König Otto siegt über die Magyaren, welcher ihm dadurch den Neid seiner Gegener einbringt. Auch sein Neffe ist unter diesen Leuten. Ein Mordanschlag seinerseits auf seinen Onkel mißlingt, und er bekommt Ländereien als Graf weit im Norden, in der dänischen Mark. Thankmar ist sehr herrschsüchtig und brutal und schickaniert und unterdrückt sein Volk. Hilfe bekommt er vom grausamen Bischof Poppo. Beide versuchen die Seherin Velva zu töten. Diese belegt ihn aber mit einem Fluch, den er sein Leben nicht vergisst. Der Tötungsversuch mißlingt und Velva flieht mit ihren Kindern in den Wald. Ihr Sohn Aki und der Nomannenkrieger Hakon, dem seine Frau von Thankmar umgebracht worden ist, schwören Rache und versuchen, das Reich von dem böswilligen Mächten zu befreien.....

Meinung
Mit „Das Lied des Todes“ hat Herr Meyer einen sehr spannenden, historischen Roman geschaffen, der wunderbar geschrieben ist. Durch den flüssigen, rasanten Schreibstil kam ich sehr schnell voran und hatte die 631 Seiten in 2 Tagen durch. Der Autor verstand es, mich in den Bann des Mittelalters und dessen Gebräuche zu ziehen und ich fühlte mich damit sehr unterhalten. Bildlich konnte ich mir Orte und Personen gut vorstellen, da Herr Meyer alles absolut authentisch und sehr detailgerecht dargestellt hat, auch wenn alles nur Fiktion ist.

Die Geschichte wird in mehreren Handlungssträngen erzählt. Einmal aus Sicht des Grafen Thankmar, welcher der Tyrann der Geschichte ist. Mit seinen Grausamkeiten, unterdrückt er das Volk und macht sich absolut keine Freunde. Dann läuft die Geschichte zu Velva und ihrer Familie über, die vom Grafen verfolgt wird, weil sie eine Seherin ist und ihn verflucht hat. Der dritte im Bunde ist Hakon, dessen Frau wurde von Thankmar ermordert und nun hat sich dieser Rache geschworen und will den Grafen umbringen, um bei seinem Vater wieder Ehre zu erhalten. Trotz der Sprünge zwischen der Handlung kommt man ganz gut mit, es macht überhaupt nichts aus und man kann das Ganze sehr gut verfolgen. Man erfährt viel über die einzelnen Protagonisten und kann gut mit ihnen mitfühlen und denken.

Das Buch wurde in vier Teile aufgebaut, und diese wiederum jeweils in mehrere kurze Kapitel. Die Schrift wurde ist normal groß, wurde somit gut gewählt, denn bei so einem langen Wälzer wäre eine kleine Schrift absolut schrecklich. Ganz gut finde ich auch die Ortsbeschreibungen am Ende des Buches. Herr Meyer hat sich da an die in Nordeuropa überlieferten Namen gehalten und daneben unsere heutigen Städte und Flüsse hinzugefügt.

Cover
Das Cover wurde schön gestaltet. Es sieht aus, als wurde es von einem gestickten Bild abgedruckt. Die Farben passen gut in diese alte Zeit und es wirkt sehr harmonisch.

Fazit
„Das Lied des Todes“ ist für mich ein sehr fesselnder, spannender, historischer Roman, der mich überzeugen konnte. Ich kann ihn nur weiterempfehlen und er erhält von mir 4 von 5 Buchherzen.

 

Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Axel S. Meyer, geboren 1968 in Braunschweig, studierte Germanistik und Geschichte. Während des Studiums verdiente er sein Geld unter anderem mit dem Zeichnen von Comicstrips, die er in Tageszeitungen sowie Angelzeitschriften und Erotikmagazinen veröffentlichte. Seit Ende der 90er-Jahre lebt er in Rostock, wo er als Reporter und Redakteur der "Ostsee-Zeitung" tätig ist. Mit seinem Roman "Das Buch der Sünden" gewann er den ersten Preis im Wettbewerb "Historischer Roman des Jahres" des Rowohlt Verlags.
Im September 2012 ist Axel S. Meyers zweiter historischer Roman "Das Lied des Todes" bei Rowohlt erschienen.

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