Freitag, 18. Januar 2013

*Rezension* Leichenblässe - Simon Beckett



Titel: Leichenblässe
Autor: Simon Beckett
ISBN: 978-3805208666
Seiten: 416
Verlag: Wunderlich
Preis: 19,90 € 

Inhalt
Nach seinem Fast-Tod nimmt sich Forensiker David Hunter eine Auszeit. Alsobald wird er aber von seinem alten Freund und Mentor Tom Liebermann um Hilfe gebeten. Ein Toter ist in einer Jagdhütte in den Smoky Mountains gefunden worden. Dessen Leiche ist schon bis zur Unkenntlichkeit zersetzt. Hunter hilft Liebermann bei der Obduktion und beide finden einige Hinweise, welche aber leider widersprüchlich erscheinen. Jemand will die beiden in die Irre führen. Und plötzlich verschwinden noch mehr Leute und viele Leichen tauchen auf. Was hat das alles auf sich?

Meinung
Ich habe schon viel Gutes über Simon Beckett gehört und gelesen und somit mußte ich nun endlich mal auch einen Thriller von ihm lesen. Ich war einfach nur begeistert. Der Autor hat mich mit diesem Buch so sehr in seinen Bann gezogen, das ich es einfach nicht mehr weglegen konnte. Nichts für schwache Nerven, da große Teile der ganzen Geschichte überaus lebensecht und detailgerecht beschrieben worden sind. Ich fühlte mich ganz oft mit in diesem Thriller vorhanden, vorallem als die ganzen Leichen obdukziert wurden und ich alles wie einen Film vor meinen Augen sehen konnte.

Die Spannung baute sich von Seite zu Seite auf, über einige Abschnitte war ich richtig geschockt und mußte teilweise richtig schlucken, obwohl ich ja solche Bücher am liebsten mag. Sämtliche Orte, Personen und Werkzeuge kamen mir absolut real vor. Manchmal meinte ich, das Blut und den Verwesungsgeruch riechen zu können. Einfach klasse. Bis zum Schluß wusste ich nicht, wer der wirkliche Mörder war, und als ich mir dann meine Meinung gebildet hatte, stellte sich heraus, das es doch jemand anderes war. Da wäre ich im Leben nie darauf gekommen.

Ganz gut fand ich auch, das in dem Buch einige Passagen des Mörders aus seiner Sicht mit hineingeschoben worden sind. Somit konnte man sich auch in ihn hineinversetzen, auch wenn man nicht wusste, wer er wirklich war. Diese Stellen wurden auch in Kursivschrift gedruckt, was das Ganze als abwechslungsreich darstellte.

Der Schreibstil von Herrn Beckett ist flüssig und leicht, manchmal etwas sarkastisch, aber genau dies passt perfekt zur Geschichte. Die 414 Seiten waren auch nicht zu lange, für mich hätten es ruhig noch ein paar mehr Seiten zum Gruseln sein können.

Cover
Das Cover ist schlicht in schwarz und weiß mit einem Kreuz gestaltet. Nichts besonderes, aber ganz ok.

Fazit
„Leichenblässe“ ist für mich ein absolut spitzenmäßiger Thriller mit einem hohen Spannungs- und Gruselfaktor. Nichts für schwache Nerven. Er erhält von mir 5 von 5 Buchherzen und eine überaus klare Leseempfehlung.

 

Infos zum Autor (Quelle: Amazon)
Simon Beckett stammt aus einer englischen Arbeiterfamilie und ist in Sheffield groß geworden. Anders als andere Kollegen lässt der 1968 geborene Autor seine Krimis aber nicht am Ort seiner Herkunft spielen: Er möchte seine Objektivität nicht verlieren. Allerdings ist Beckett schon ziemlich viel herumgekommen. So unterrichtete er in Spanien Englisch, in Nevada versuchte er sich im Schießen. Zurück in England, spielte er Schlagzeug in einer Band und schrieb Reportagen für britische Zeitungen und Magazine. Nicht zuletzt durch diese erhielt er tiefe Einblicke in die dunklen und schmutzigen Ecken des Lebens, die seine vor allem in Deutschland enorm erfolgreichen

1 Kommentar:

  1. Huhu,

    hier bin ich. ^^ Und noch ein Buch auf meinem Wunschzettel. Ich habe es bisher nicht mitgenommen weil ich das Cover so langweilig und nichtssagend fand aber nach der Rezension, puuuh. Alleine schon das auch mal die Sicht gewechselt wird hört sich gut an so wird es nicht einseitig und man erfährt mehr. Wenn du sagst der Autor schreibt es auch noch Sarkastisch dann ist dieses Buch definitiv etwas für mich :D Danke für die tolle Rezension!

    Liebste Grüße,
    Tinker

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