Titel: Die chinesische Dame
Autor: Gerhard J. Rekel
ISBN: 978-3222134135
Seiten: 256
Verlag: Styria Premium
Ersterscheinung: 6. September 2013
Preis: 19,99 € Gebunden
Kurzbeschreibung
Durch eine Notlüge gefährdet
Christian Selikowsky, der Held des Buches, das Leben seiner Liebsten.
Seither verfolgen ihn brutale Albträume. Der junge Architekt
beschließt, wahrhaftig zu leben, will reinen Tisch machen. Auch mit
seinem Vater, für dessen Firma er zwar arbeitet, dem er sich aber
entfremdet hat. Christian reist von Wien nach Tirol, wo sein Vater in
einem idyllischen Dorf das traditionsreiche Modeimperium leitet. Doch
als Christian eintrifft, liegt der Patriarch tot am Schreibtisch.
Angeblich Herzinfarkt. Kurz zuvor hatte der alte Herr Besuch von
einer chinesischen Dame. Was wollte die attraktive Managerin?
Christian stößt auf Lügen. Seine Nachforschungen führen ihn nach
Schanghai und in die chinesische Provinz, wo er Wahrheiten über den
Vater, die Beziehung zu seiner Verlobten, seiner Familie und sich
selbst entdeckt, die er niemals erwartet hätte. Du sollst nicht
lügen, heißt es in der Bibel. Konfuzius aber entgegnet: Die
Wahrheit ist ein tödliches Schwert! Wie viel Wahrheit erträgt der
Mensch?
Meinung
Das Buch „Die chinesische Dame“
baut von Anfang an Spannung auf und fesselte mich von der ersten
Seite an. Gekonnt hat der Autor ein für mich zerüttetes
Familienverhältnis mit Krimistatus vermischt. Sehr detailgerecht und
real beschreibt Herr Rekel die Geschehnisse, was dazu führte, das
ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die 251 Seiten
waren sehr schnell durch. Auch durch einige unerwartete Wendungen,
auf welche ich im Leben nie gekommen wäre, gestaltete sich dieser
Roman als durchaus lesens- und empfehlenswert.
Die Umgebungen rund um China, vorallem
das Kloster, konnte ich mir sehr genau und bildlich vorstellen und
ich meinte sogar, die Wärme dieses Landes zu spüren, so gefangen
war ich in dieser Geschichte.
Dies ist ein Buch, bei der Wahrheiten
und Lügen sich die Hand geben, Familiengeschichten unerwartet
aufgedeckt werden, vermischt mit asiatischem und österreichischem
Denken (was eigentlich ja nicht so zusammen passt) und einer Prise
Krimi, sowie sehr viel Unterhaltsamkeit. Die Gegensäteze des
wirklichen Lebens werden gekonnt gegenübergestellt und
ausgearbeitet. Also eigentlich eine perfekte Mischung. Es machte
einfach Spaß, diesen Roman zu lesen.
Die Charakteren waren mir zuerst etwas
fadenscheinig und langweilig. Aber im Laufe der Geschichte entwickeln
sie sich gut weiter und werden immer facettenreicher. Ihre Präsens
wirkt dadurch sehr glaubhaft und es machte mir Spaß, mit ihnen auf
die Reise durch das wunderbare China zu gehen.
Cover
Das Cover gefällt mir ganz gut und
greift das Thema des Buches auf. Auch hier erscheint mir die
Darstellung der Gegenüberstellung. Die chinesische Dame sieht man
nur halb hinter der Wand mit dem chinesischen Drachen hervorschauen,
wie wenn etwas getrennt würde.
Fazit
Mit „Die chinesische Dame“ hat mich
Herr J. Rekel in eine spannende und interessante Welt der Wahrheiten
und Lügen, gemischt mit einem Mord geschickt. Dieses Buch hat mir
gut gefallen und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen. Es
bekommt von mir 4 von 5 guten Buchherzen.
Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Gerhard J. Rekel wurde 1965 in Graz
geboren. Mit zwölf entdeckte er die Leidenschaft am Spiel mit
Worten, Szenen und Geschichten. Nach dem Studium an der Filmakademie
Wien begab er sich auf ausgedehnte Studienreisen durch China, Indien
und Südamerika. Für seine erste Filmkomödie TRAUMA erhielt er
neben einer British-Academy-Nomination zahlreiche internationale
Auszeichnungen. Drehbücher zu erfolgreichen TV-Reihen: "Tatort",
"Universum" und "Terra X". Mehrere Romane,
zuletzt bei dtv-premium "Der Duft des Kaffees". Rekel lebt
in Berlin, hat noch einen Koffer in Wien und ist seit 2006 Gastdozent
an der Donau-Universität Krems. GerhardRekel.de
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