Dienstag, 24. September 2013

*Rezension* Tote Mädchen lügen nicht - Jay Asher


Titel: Tote Mädchen lügen nicht
Autor: Jay Asher
ISBN:  978-3570160206
Seiten: 288 
Verlag: cbt
Erscheinungsjahr: 16. März 2009
Preis: 14,95 €  Hardcover


Kurzbeschreibung
Die Stimme der Toten, ein Ruf nach Leben
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...

Meinung
Meine Tochter mußte dieses Buch in der Schule lesen, und da sich der Klappentext ganz gut angehört hat, war ich auch gespannt, wie es ist. Und ich muß sagen, wow. Mal eine ganz andere Geschichte.

Jay Asher hat dieses Buch mit sehr viel Gefühl und Emotionen bestückt. Es geht um Hannah, ein hübsches, inteligentes Mädchen, das sich nicht wohl in ihrer Umgebung fühlt und schließlich Selbstmord begeht. Diesen hat sie schon einige Zeit lang geplant und 13 Kassetten aufgenommen, auf deren einige Personen nicht gerade gut davon kommen. Den diese hatten, jeder für sich, einen Anteil am Selbstmord von Hannah.

An manchen Stellen gruselte ich mich wirkich ein wenig, und ich bekam Gänsehaut, als ich mir die Stimme von Hannah auf den Bändern vorstellte. Für die Jugendlichen, an welche diese Kassetten geschickt wurden, muß es einfach schrecklich gewesen sein, dies alles anzuhören und ja eigentlich einen Teil Schuld an dem Selbstmord tragen müssen. Und hier kommen die ganzen Emotionen und Gefühle sehr gut rüber. Bis ins Detail hat der Autor dies dargestellt. Sehr gekonnt.

Herr Asher hat mit „Tote Mädchen lügen nicht“ ein Thema aufgegriffen, bei dem es bestimmt nicht einfach ist, darüber zu schreiben. Trotzdem ist Mobbing in der heutigen Zeit viel verbreitet und ein wirklich akutes Problem, mit dem man nicht leichtfertig umgehen darf. Wie heißt es immer so schön: Kinder können grausam sein. Ich finde es gut, ein solches Thema in einem Buch aufzugreifen und kann es jedem nur empfehlen, zu lesen. Vorallem als Klassenlektüre ist es sehr geeignet.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig, sehr emotional, aber trotzdem leicht zu lesen. Für ein Jugendbuch liegt es mit 283 Seiten genau richtig und die Kapitel wurden kurz gehalten. Was mich am Anfang etwas gestört hat, waren die Einschübe von der Kassette. Diese wurden leider „nur“ kursiv dargestellt und es war manchmal etwas verwirrend. Eine andere Schrift oder vielleicht Fettdrück wären anschaulicher gewesen.

Cover
Das Cover wurde ganz in rot gehalten.Schwarze Schrift und grüne Strickliste greifen das Thema auf. Optisch sehr ansprechend.

Fazit
„Tote Mädchen lügen nicht“ ist ein spannender und emotionaler Roman rund um das Thema Mobbing und Selbstmord. Der Autor hat mich mit dieser Geschichte in den Bann gezogen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, so ergriffen war ich. Es bekommt von mir 4 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.


Infos zur Autorin: (Quelle Klappentext)
Jay Asher bekam die Idee zu diesem Buch während einer Audioführung in einem Museum. Er war fasziniert von der Stimme in seinem Ohr, die ihm erklärte, was er sah. „Tote Mädchen lügen nicht“ ist sein erster Roman und wurde in den USA zu einem sensationellen Erfolg. Der Autor lebt in Kalifornien.

Kommentare:

  1. Mich konnte das Buch seltsamerweise nicht so stark berühren. Ich hatte mir was anderes vorgestellt...

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    1. Schade, das es dir nicht gefallen hat.......

      Lg. Heike

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  2. Ich fand das Buch auch richtig klasse und hatte auch Gänsehaut beim Lesen der Kassetten.
    Als Schullektüre stelle ich mir das auch sehr gut vor. Schade, dass wir es nicht gelesen haben.
    Liebe Grüße, Katja :)

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    1. Ich bin ganz froh, das meine Tochter es hatte lesen müssen, ansonsten wäre ich wahrscheinlich nicht auf dieses Buch gekommen....

      Lg. Heike

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  3. Ich fand das Buch toll, und es hat mich aus meinem Lesetief wieder befreit gehabt. Einige Kleinigkeiten waren zwar zu Bemängeln, aber ansich ein Klasse Buch. Und ich beneide deine Tochter, dass sie es in der Schule gelesen hat. *-*

    lg, Hure Satans

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    1. Schön, das dieses Buch dich aus deinem Lesetief befreit hat und es dir so gut gefallen hat....
      Ja, das war mal ein gutes Buch, das sie in der Schule gelesen hat....meistens sind es doch ziemlich alte und klassische Bücher.....

      Lg. Heike

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