Mittwoch, 11. September 2013

*Rezension* Vollidiot - Tommy Jaud


Titel: Vollidiot
Autor: Tommy Jaud
ISBN:  978-3596163601
Seiten: 288
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Preis: 7,99 €



Kurzbeschreibung
Nicht alle Männer sind Idioten, einige sind Vollidioten. Wie Simon Peters aus Köln, 29 Jahre alt, T-Punkt-Verkäufer. Im Laden tappt er in jedes Fettnäpfchen. Zu Hause droht Putzfrau Lala, ihn mit einem gackernden Business-Huhn zu verkuppeln und im Fitnessstudio lauert Popeye, die Killerschwuchtel. Dabei hat er sich doch endlich mal so richtig verliebt: in Marcia P. Garcia, die Milch aufschäumende Traumfrau aus dem Starbucks gegenüber. Nur eine winzige Kleinigkeit steht einer romantischen Hochzeit in der Karibik noch im Wege: Er müsste Marcia vielleicht doch einmal ansprechen...

Meinung
Ähm ja, dies ist mal wieder so ein Buch, bei dem ich irgendwie zweigeteilt bin. Auf der einen Seite habe ich mich köstlich amüsiert und auf der anderen war es mir einfach zu blöd. Es hat auch keiner von den beiden Teilen überwogen und somit weiß ich gar noch nicht, wie ich dieses Taschenbuch bewerten soll.

„Vollidiot“ beschreibt das Leben des Singles Simon Peters. Er ist damit überhaupt nicht zufrieden und versucht durch „Blödheit“ und kindischer Arroganz alles zu Beschönigen. Eine Handlung konnte ich überhaupt nicht finden und teilweise verstand ich auch nicht ganz seine Aussagen. Trotz des natürlichen Erzählstils vom Autor, wirkte manches sehr skuril und kitschig. Herr Jaud weiß zwar, wie man Pointen setzt und vielleicht auch die Leser bei Laune hält, (ich bin da wahrscheinlich eine Ausnahme), aber es hätte auch besser sein können.

Am besten hat mir die Putzfrau Lala gefallen. Bei ihr fühlte ich mich wohl. Über ihre Aussagen und das etwas tollpatschige Verhalten konnte ich immer lachen. Meines Erachtens hätte Herr Jaud das Augenmerk auf sie und nicht auf Simon richten müssen. Wäre bestimmt lustiger rübergekommen und hätte auch mehr positive Meinungen von anderen Lesern bewirkt.

Im Großen und Ganzen ist „Vollidiot“ ein wirklich komisches Buch, welches ich nicht nochmal lesen würde und leider auch keinen Platz in meinem Bücherregal bekommt.

Cover
Das Cover ist normal gestaltet und spiegelt sehr gut das Thema des Buches wieder. Hätte ich es jedoch nicht für eine Challenge lesen müssen, hätte ich ihm keines Blickes gewürdigt.

Fazit
„Vollidiot“ konnte mich nicht so ganz überzeugen. Ich fühlte mich zwar manchmal ganz gut unterhalten, und einige Lacher kamen mir auch über die Lippen, aber im Großen und Ganzen war mir dieses Buch zu skurill. Trotzdem vergebe ich 2 von 5 Buchherzen und eine Leseempfehlung an alle, die solche „Popcorn-Literatur“ gerne mögen.


Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
"Vollidiot" - was für die meisten Menschen ein Schimpfwort ist, müsste in Tommy Jauds Ohren wie Musik klingen. Denn mit "Vollidiot" landete er 2004 seinen ersten Bestseller, dem weitere folgen sollten. Mit "Resturlaub", "Millionär" oder "Hummeldumm" vergrößerte er seine Fangemeinde stetig. Dass er schreiben kann und Witz hat, bewies Jaud, der 1970 in Schweinfurt geboren wurde und heute in Köln lebt, schon Ende der 1990er-Jahre. Damals arbeitete er als Headwriter der Sat.1-"Wochenshow" und Anfang der 2000er-Jahre war er Creative Producer von Anke Engelkes preisgekrönter Sendung "Ladykracher". Dann kam besagter "Vollidiot" und mit ihm der Durchbruch als Schriftsteller.

Kommentare:

  1. Vielleicht doch ganz gut, dass mich dieses Buch nie so wirklich angesprochen hat. Wobei ich manchmal schon dachte, dass es ganz lustig sein könnte. Aber das ist mir eindeutig zu wenig, wie du es beschrieben hast. Schade.

    Liebe Grüße, Katja :)

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    1. Mich hat es ja auch nicht wirklich angesprochen, aber ich brauchte es einfach für meine Fischer-Challenge. Steffi hat den Film dazu gesehen und war auch nicht begeistert. Naja, man kann ja nicht ständig nur tolle Bücher lesen.

      Lg. Heike

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  2. "Vollidiot" ist nicht jedermanns Sache. Ich selbst mag dieses bösen Humor. Simon Peters ist halt ein Arsch und da unterscheiden sich Jauds Bücher eigentlich von der Art von Humor, dieser alberne Chick-Lit-Stil, den ich gar nicht leiden kann. Ob ich es "Popcorn"-Literatur nennen würde, weiß ich nicht. Ist halt eine spezielle Art von Witz, muss man mögen oder eben nicht.

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    1. Muß ich dir recht geben, man muß es mögen, oder halt nicht. Mein Lieblingsgenre ist Chick-Lit eh nicht. Ich mag lieber Krimis/Thriller. Aber für mittendrin mal ganz ok.

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