Sonntag, 29. September 2013

*Rezension* Opus Die Bücherjäger - Andreas Gößling


Titel: Opus - Die Bücherjäger
Autor: Andreas Gößling
ISBN: 978-3414822123
Seiten: 544 
Verlag: Bastei Lübbe
Ersterscheinung: 15. November 2010
Preis: 18,95 €  Gebunden

Kurzbeschreibung
Deutschland im Jahr 1499: Die Welt scheint aus den Fugen. Auf den Scheiterhaufen brennen Hexen und Ketzer. Aufstände verarmter Landleute werden rücksichtslos niedergeschlagen. Wanderprediger ziehen von Flecken zu Flecken und verkünden den bevorstehenden Weltuntergang. In letzter Sekunde entkommen Amos und Klara den Häschern der Inquisition und der Zensurbehörde. Bei der Bruderschaft des Opus Spiritus finden sie Unterschlupf. Doch die Verfolger sind ihnen dicht auf den Fersen. Diese setzen alles daran, Das Buch der Geister in ihren Besitz zu bringen, und sie schrecken vor nichts zurück. Um Das Buch der Geister vor der Vernichtung zu retten, bleibt Amos nur noch eine Möglichkeit!

Meinung
Da mir der erste Teil von Opus einigermaßen gut gefallen hat, war ich sehr gespannt, wie nun der zweite Band ausfallen würde. Naja, diesmal muß ich sagen, hat er nicht so meinen Erwartungen entsprochen.

Ich kam von Anfang an nicht so gut in die Geschichte hinein, weil mich irgend etwas daran störte, ich aber leider nicht wußte was. Historische Geschichten lese ich ja eigentlich schon gerne, besonders wenn es dann auch noch um Bücher und Literatur geht, aber ich weiß auch nicht. So gefallen hat mir nun dieser zweite Band nicht.

Etwas verwirrend fand ich die Gedankensprache zwischen Klara und Amos. Sie wurde zwar im Buch kursiv gestaltet, setzt sich aber nicht wirklich richtig ab und ich tat mich schwer, flüssig weiterzulesen. Echt gewöhnungsbedürftig. Ich ließ mich aber nicht unterkriegen und gab mein Bestes.

Der Schreibstil ist größtenteils recht angenehm zu lesen, die mittelalterliche Sprache wird vom Autor eingewoben, trotzdem kam es manchmal etwas geschwollen rüber. Auch die kleine Schrift hemmten meinen Lesefluß und das Ganze hat sich etwas in die Länge gezogen. Ich brauchte diesmal für die 544 Seiten etwas länger, was bei mir eigentlich nicht vorkommt.

Gut fand ich wieder die eigentlich kurz gehaltenen Kapitel, welche wieder in Unterkapitel aufgeteilt wurden. Die Kapitelanfänge begannen auch wieder mit einer Bleistiftzeichung.

Nun zu den Protagonisten. Die Charakteren von Klara und Amos haben sich aus meiner Sicht ganz gut weiterentwickelt. Einige negative und positive Überraschungen werden im Laufe der Geschichte entdeckt und spannend ist auch auch.

Man erfährt wieder viel über das Mittelalter und die Beschreibungen von Orten und Landschaften hat der Autor wieder sehr detailgerecht dargebracht. Ich konnte mir alles ganz gut vorstellen und war oft froh, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben. Das Ende hätte ich mir etwas anders gewünscht, da mir noch einige Fragen offen blieben.

Cover
Das Cover sieht aus wie beim ersten Band. Nur diesmal ist die Farbe blau dominant. Die Kettenglieder wurden auch wieder erhöht daraufgedruckt, welches optisch sehr gut ausssieht.

Fazit
„Opus Die Bücherjäger“ kam meines Erachtens nicht an den 1. Teil ran. Zwar wird man auch in eine Welt verfrachtet, die interessant und spannend aufgebaut wurde, trotzdem fehlte mir das gewisse Extra. Einige Sachen kamen übertrieben rüber, aber es erhält von mir gutgemeinte 3 von 5 Buchherzen und eine bedingte Leseempfehlung.


Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Andreas Gößling, geboren 1958 in Gelnhausen. Der promovierte Literatur- und Kommunikationswissenschafter beschäftigt sich seit vielen Jahren mit kulturgeschichtlichen Themen. Neben Romanen für erwachsene und junge Leser hat er zahlreiche Sachbücher publiziert und Forschungsreisen unter anderem im karibischen und südostasiatischen Raum unternommen. Andreas Gößling lebt mit seiner Frau, der Autorin und Sprachdozentin Anne Löhr-Gößling, in Berlin, wo er auch den Spezialverlag MayaMedia leitet.

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